Erstens sollte man einen Trainerwechsel, wie bspw. jetzt in Hamburg nicht nach zwei Spielen beurteilen. Der Erfolg eines Trainerwechsels wird sich in der Nachhaltigkeit zeigen. Erst wenn der "Alltag" unter dem neuen Trainer einkehrt kann man da ein Urteil fällen. Gerade auch in Stuttgart sind neue Trainer oftmals gut gestartet und dann jedoch später an der Mannschaft verzweifelt.
Zweitens wurden sowohl in Stuttgart, als auch in Hamburg von den Vorgängern viele Fehler gemacht. Fink's Performance empfand ich in fast allen Bereichen als Katastrophe und auch Labbadia schien sich mit der Mannschaft verworfen zu haben. Klar, dass es dann für den Nachfolger erstmal leichter ist, weil alle Spieler froh sind, dass jemand Neues da ist. Nicht zu vergleichen mit uns, da TS imho ein wesentlich besserer Trainer als Labbadia und Fink ist.
Stuttgart zum Beispiel ist doch ein Verein mit absoluter Wellenbewegung. Da gehts immer auf und ab. Wir haben uns sukszessive in allen Bereichen nach unten entwickelt in den letzten drei Jahren. Da wirst du nicht durch Handauflegen wieder erfolgreich. Zumal wir wirtschaftlich handeln und unser Kader daher auch weniger Qualität hat.
Und auch in Gladbach hat Favre nicht einfach mal gezaubert und alles war wieder gut. Der hat sicher top Arbeit geleistet und die Rettung damals war schon ein kleines Wunder. Wenn man genauer hinschaut, sieht man aber, dass damals in der Winterpause mit Stranzl, Hanke und Nordtveit noch 3 Neue geholt wurden, die richtig einschlugen. Auch ein Dante fehlte fast die ganze Vorrunde durch Verletzung und stand später einem Favre aber zur Verfügung. Also neben guter Arbeit hatte er auch 4,5 neue Spieler und es hat einfach gepasst.
Unser Wechsel nach einer Saison ist imho generell eh nicht mit den Trainerwechseln während einer Saison zu vergleichen. Und da gibts ja genauso viele negative Beispiele. Favre hat nachhaltig gut gearbeitet in Gladbach, aber auf Stuttgart und Hamburg braucht man nach den paar Spielen wirklich noch nicht neidisch zu sein![]()
Gute Antwort. In vielen Fällen zeitigt ein Trainerwechsel nur einen kurzfristigen Erfolg und irgendwann treten die alten Schwächen wieder zutage. Ein aktuelles Beispiel ist für mich Gisdol, der zwar in der letzten Saison Hopp den Mors rettete, aber in dieser Saison auch bereits 20 Gegentore gefressen hat und mit einem m.E. besseren Kader 1 Platz hinter uns steht. Ob van Marwijk und Schneider ihren Vereinen dauerhaft Erfolg bringen, bleibt abzuwarten. Ich könnte mir gut vorstellen, dass es beim HSV sehr bald wieder rund geht, in meinen Augen der wohl schwerste Trainerposten der Liga. Nach guten Spielen -die es auch in der vorigen Saison gab, z.B.hoher Auswärtssieg in Dortmund (!)- ist der HSV zumeist den Beweis von Konstanz schuldig geblieben.
Auf so einen kurzfristigen Erfolg war hier nicht zu hoffen, zu lange wurde der SV Werder von Trainer und Manager personell und finanziell abgewirtschaftet. Ob Schaaf die Mannscahft noch erreicht hat, sei mal dahingestellt. Ich bin der Meinung, dass er es nicht mehr tat, zu blutleer waren die Auftritte in der RR und das immer gleiche Geschwafel von ominösen "Dingen", die man nicht umsetzen konnte, hat die Situation nicht gerade entspannt. Aber auf eine neue Mammut-TS-Dikussion habe ich auch keinen Bock mehr. Sehr optimistisch haben mich heute diese Sätze aus der lokalen Presse gestimmt: "Seine Mannschaft habe mit dem beherzten Auftritt zudem „ein Versprechen eingelöst“, verriet Dutt: „Sie hat mir versichert, um jeden Punkt zu fighten – auch, wenn es spielerisch mal nicht so läuft. Das hat sie getan, dafür hat sie sich belohnt. Und das freut mich sehr.“ "
So sieht das aus- und so sah das in der Vergangenheit viel zu oft leider nicht aus. Weiter so!



