Was das vermutete Ungkeichgewicht von Einnahme und Augaben durch/für Autofahrer angeht: das kommt darauf an, wie hoch man denn die sog. "externen Kosten" veranschlagt.
Aber die sind kaum exakt zu messen. Die wären die Emssionen der Fahrzeuge, ob Abgase oder Lärm, und die damit verbundenen Krankheiten. Die Umweltschäden, die bei der Gewinnung fossilier Rohstoffe und der Fabrikation von Autos entstehen. Die Versiegelung von Böden. Und einiges mehr.
Überhaupt wundert es mich, warum ausgerechnet in diesem Bereich so oft Zweckgebundenheit gefordert wird. Welche Steuer wird denn so verwendet, dass die Einnahmen in dem Bereich reinvestiert werden, aus dem sie stammen?
Nicht mal bei der Ökosteuer ist es so, dass damit irgendwelche ökologischen Zwecke, etwa Ausbau der erneuerbaren Energien, verfolgt werden. Der größte Teil des Erlöses dient dazu, die Rentenversicherungsbeiträge zu senken.
Wenn von allen Steuereinnahmen nur die Gruppe profitieren würde, die die Einnahmen generieren: wie sollen dann Schulen finanziert werden? Welche Steuer würde ich denn "einzahlen", damit die Bundeswehr sich neue Panzer kaufen kann?
Zweckgerichtete Steuern waren schon immer eher die Ausnahem. Die Schaumweinsteuer diente mal dazu, die Kaiserliche Kriegsmarine aufbauen zu lassen. Die rottet seit fast einem Jahrhundert auf dem Grund von Scapa Flow vor sich hin, die Steuer gibt es immer noch.
Einfluss darauf, wie Steuern verwendet werden, nehmen wir (in sehr eingeschränktem Maße) dadurch, dass wir durch Wahlen darauf Einfluss nehmen, wer uns regiert.