Allgemeiner Politik Thread

Meine Frage bezog sich nicht auf das Design des Dollar, sondern auf das des Staatssiegels der USA. Denn das ist es, was wir heute auf der Rückseite des Dollars sehen. Und welche Symbolik damit gemeint sein könnte, habe ich ja schon geschrieben.

Der Dollar sieht so aus seit es die Fed gibt.

Es geht darum, dass da eben nicht "Weltordnung" steht.
Dass also, wer auch immer das behauptet, noch nicht einmal richtig Latein kann, aber behauptet, da würde etwas auf Latein stehen.
Und wer genau gesagt haben soll, dass "neue Weltordnung" gemeint sei, würde mich schon interessieren. Diejenigen, die das Symbol geschaffen haben, oder spätere "Forscher", die versucht haben, es zu verstehen.

Du glaubst wirklich, dass diejenigen kein Latein konnten - niedlich. Ich suche es morgen raus, muss heute mal was anderes erledigen - wird aber nachgeliefert.

Welche Fakten denn? Dass es Leute gibt, die die Symbolik ebenso interpretieren wie du? Nein, das kann ich sicher nicht widerlegen. Ihre Quellenlage scheint mir eher dürftig; dass das Auge ein Illuminatenzeichen sei wird behauptet, aber soweit ich weiß nicht belegt.

Fakt ist aber eben auch, dass man all das auch anders interpretieren kann. Ein eindeutiger Beweis ist all das, was du und andere im Dollar zu sehen glauben, also keineswegs.

Ich habe mich mit den Fakten auf die Krise, das Geldsystem, die widerkehrenden Krisen (die nicht zufällig kommen) und die Machenschaften der Fed bezogen. Lass uns das Geldsystem auseinander nehmen, vielleicht schliesst sich der Kreis dann für Dich eher.
 
[...] ein Student, der die kommende Krise zwar kommen sieht, letztere aber lieber einer sich wiederholenden Naturgewalt zuordnen möchte, als sich mit anderen Möglichkeiten zu beschäftigen.

Naturgewalt? Nö. Wirtschaftswissenschaft ist eine Geisteswissenschaft, wie du ja an sich wissen solltest. Wenn also ich (oder Karl Marx) die These aufstellt, dass Krisen ein regelmäßiges Phänomen des Kapitalismus sind, dann hat das mit Naturphänomen nichts zu tun.

Last but not least gibt es einige Engstirnige, die die Möglichkeit von Verschwörung vollkommen zur Seite wischen, nur weil es in ihr Weltbild nicht passt.

Die Möglichkeit von Verschwörungen wurde ganz ausgeschlossen? Es ging hier bislang vor allem um eine ganz bestimmte Verschwörungstheorie, und die angeblichen Beweise hierfür wurden hinterfragt.

Dass etwa der Spanisch-Amerikanische Krieg möglicherweise auf einer Verschwörung beruht wurde weder ausgeschlossen noch erörtert.

Verschwörungen halte ich durchaus für möglich. Aber die ähnliche Symbolik, die (angeblich) Illuminaten und (nachweislich) Freimaurer ebenso wie Pierre Du Simitiere verwendeten hängt wohl eher damit zusammen, dass sie sich alle auf einen gemeinsamen christlichen künstlerischen Kanon beriefen denn darauf, dass da eine VErschwörung vorlag.

Alles in allem ganz nett hier, aber mit wenigen Ausnahmen leider sehr fruchtlos.

Nett ist also nur, wenn man dir zustimmt? Felissilvestris zum Beispiel hat jede Menge konkretes zum Euro geschrieben. Nur Sachen, die deiner Meinung und Einstellung nicht entsprechen, aber das heißt doch nicht, dass die Diskussion "fruchtlos" ist.
 
Nett ist also nur, wenn man dir zustimmt? Felissilvestris zum Beispiel hat jede Menge konkretes zum Euro geschrieben. Nur Sachen, die deiner Meinung und Einstellung nicht entsprechen, aber das heißt doch nicht, dass die Diskussion "fruchtlos" ist.

Ich hatte Felissilvestris den Spiegel - eine Meinung der FDP - vor die Nase gehalten und darauf keine entsprechende Antwort erhalten. Auch diskutiere ich nicht gerne mit Menschen, die nichts dabei finden oder es verharmlosen, wenn sich nicht an das geltende Recht gehalten wird. Es sind unsere Volksvertreter die diese offenen Rechtsbrüche begangen haben und das findet er normal ?

Mit Dir ist es auch ganz nett zu diskutieren, obwohl Du mich lieber in die Verschwörungsecke drücken möchtest, obwohl ich eigentlich nur über die Euro-Krise reden wollte, also eine viel transparentere Ebene, als die schwierig zu beweisende Verschwörung durch den Geldadel.

Die Gelder des ESM´s (und nicht nur die) werden in die grossartig verkündete Schuldenbremse gar nicht mit einbezogen, der Allgemeinheit sagt man das aber nicht. Wie kann es sein, dass die Barzahlungen für den ESM (ca. 26 Mrd. Euro) in kürzester Zeit eingezahlt werden konnten (es fehlt m.W. noch eine Tranche) und gleichzeitig an allen Ecken das Geld fehlen soll. Der ESM kann übrigens (aktuell ist er auf 500 Mrd. ausgelegt, was aber lange nicht reichen wird) gehebelt, die Einlagen also einfach verfielfacht werden und Deutschland ist mit 1/3 dabei (nur solange die anderen Haftungsländer nicht ausfallen, im schlechtesten Fall könnte D 100% übernehmen). Es handelt sich um riesige Summen, verteilt auf zig Töpfe und die Politiker / Medien erzählen uns, dass das ja niemals eintreten würde - wer bitte glaubt diese Märchen. Am Ende muss man sich doch fragen, warum unsere Politiker diese Haftung ohne Not eingegangen sind, das hat doch nichts mit Solidarität zu tun, sonder ausschliesslich mit Selbstmord auf Raten. Die Einführung der Bankenunion - gestern wurde es hier erstmals benannt - sorgt angeblich für die Kontrolle der Banken und will - ganz nebenbei - noch Zugriff auf die Spareinlagen nehmen. Es sollte bekannt sein, dass die Deutschen keine Aktienkäufer sind und ihr Geld sehr konservativ anlegen. Zufällig handelt es sich um ca. 3 Billionen Barvermögen, das würde die Schulden der anderen Länder (eigentlich Banken) vollständig decken.

PS: Warum wurde der Goldstandard in Bretton Woods wohl abgeschafft und warum lagern wir das meiste Gold im Ausland ?
 
Omfg, bevor ich auf diesen Link eingehe (in dem übrigens schon widder das aus dem Zusammenhang gerissene Seehofer-Zitat auftaucht): Auf deine letzten Beiträge habe ich reagiert und Argumente, gebracht, die deinen Auffassungen widersprechen, einige Behauptungen widerlegen.
Was hälst du davon, eine Diskussion mal so zu führen, dass du auf Gegenargumente reagierst, und nicht nur einfach Links zu "Erweckungsvideos" hier einstellst?

PS: Warum wurde der Goldstandard in Bretton Woods wohl abgeschafft und warum lagern wir das meiste Gold im Ausland ?

War es nicht so, dass der Goldstandard schon lange vor Bretton Woods, während der Weltwirtschaftskrise, von den meisten Ländern faktisch abgeschafft worden war, um durch eine Ausweitung der Geldmenge die Krise zu bekämpfen?
Mal unabhängig davon, ob diese Idee nun langfristig eine schlechte war: welche Motive vermutest denn du? Und inwiefern nützt das Lagern des Goldes im Ausland bei dieser?
 
Ist ja immer putzig, wie sehr Leute, die auf falschen Fakten und Verschwörungstheorien argumentieren, auf Wahrheit und Argumenten beharren. Nicht umsonst nennt man sie truther.

Passend zum heutigen Tag: Nine Eleven was an inside job!

:lol:
 
Wow, habe eine Verwarnung - fein säuberlich aufgelistet - vom Moderatoren Team erhalten, da haben einige keine Mühe gescheut, einem unliebsamen User fast alles als Beleidigung auszulegen. :applaus:
 
Um mal ein anderes Thema aufzugreifen:

"Etablierte Parteien" - was nützt mir das denn nun genau? Wenn das bedeutet "Die sind schon lange dabei" dann kann ich es auch mit der katholischen Kirche halten, die hat zwei Jahrtausende knapp auf dem Buckel.

Vorhin kam eine Doku über die kleinen Parteien. Von MLPD über Violette, Rentnerpartei bis NPD.

http://www.ardmediathek.de/das-erst...ion/der-kampf-der-kleinen?documentId=17001244



Der Nachteil, eine solche Partei zu wählen, also eine nicht-etablierte, besteht darin, dass sich meine Stimme nicht bei der Zusammensetzung des Bundestages wiederfinden wird.
Eine solche Partei würde man ja gerade wählen, wenn man mit der momentanen Regierung unzufrieden ist, also irgendeine Form von Opposition unterstützt. Ob nun rechte, linke oder spirituelle.
Da die Sitze im Bundestag aber so aufgeteilt werden, als häbe es die Stimmen der an der 5-Prozent-Hürde gescheiterten Parteien nie gegeben, unterstütze ich mit meiner Stimme ja immer die größte der Parteine (also aller Voraussicht nach die CDU). Wenn nicht zufäälig diese Partei mir am zweitnächsten steht, wäre es sinnvoller, unter den anderen etablierten Parteien nach einer Alternative zu suchen.
 
Klar, das sagen die linken Parteien seit langem.

Insgesamt ist es aber so, dass die etablierten Parteien sich an Prozenwerten messen: "Wir wollen 30% plus x". Daraus leiten sie ja im Grunde auch ihren Regierungsanspruch ab. Wenn man aber 15-20% "sonstige" hätte, dann wird das natürlich schwieriger.

Dass von der Wahl einer kleinen Partei immer die größte profitiert, ist ja auch nur dann richtig, wenn man sonst die große Partei nicht wählen würde. De facto sind aber die meisten Nicht- oder Protestwähler am ehesten dabei, eine große Partei zu wählen.
 
Klar, das sagen die linken Parteien seit langem.

Wobei es in der Hinsicht interessant zu beobachten ist, dass sich viele der extremen linken Parteien zunächst einmal gegenseitig bekämpfen, statt ihr Augenmerk auf gemeinsame politische Gegner zu legen.
In dem Bericht (wobei man natürlich schwer sagen kann, inwiefern da durch Schnitt in eine bestimmte Wahrnehmungsrichtung gelenkt wurde) kam man zu dem Eindruck, dass die PSG als trotzkistische Partei LINKE, KPD und MLPD als Hauptgegener ansieht. Denn: das sind Stalinisten, wahrer Marxismus aber muss trotzkistisch sein.


Dass von der Wahl einer kleinen Partei immer die größte profitiert, ist ja auch nur dann richtig, wenn man sonst die große Partei nicht wählen würde.

Deswegen ja meine These: Wenn ich mich dem linken Lager zugehörig fühle, aber noch weiter links stehe als LINKE, dann wäre es wenig zielführend, zB KPD zu wählen. Die kommen garantiert nicht ins Parlament, also würde meine Stimme gewissemaßen wie die eines Nichtwählers gewertet werden. Also würde ich die CDU mehr unterstützen als SPD, Grüne oder LINKE.
 
Die Frage ist ohnehin, warum man noch linker stehen sollte als die Linke.

Ich verstehe mich im Sinne von Karl Marx, Oscar Wilde und der Frankfurter Schule, als Kommunisten. Insofern halte ich nichts von Demokratie und Parlamentswahlen und muss auch keine KPD, keine Linkspartei und sonstige Reformisten wählen.
 
Insgesamt ist es aber so, dass die etablierten Parteien sich an Prozenwerten messen: "Wir wollen 30% plus x". Daraus leiten sie ja im Grunde auch ihren Regierungsanspruch ab.

Man kann eine Partei ja auch wählen, obwohl man weiss, dass sie Teil der Opposition sein werden. Um deren Argumente und Kompetenzen zumindest in die parlamentarische Debatte einfließen zu lassen und evtl. sogar die Regierung überzeugen, ihre Entscheidungen im Detail zu überdenken.

Wenn man aber 15-20% "sonstige" hätte, dann wird das natürlich schwieriger.

Nicht unbedingt. Nehmen wir mal (unrealistsicherweise) an, alle "Kleinen" kommen zusammen auf 50%, aber keine von ihnen überspringt die 5-Prozent-Hürde. Die CDU kommt auf verheerende 26%. Dennoch könnte sie in dieser Konstellation mit absoluter Mehrheit völlig allein regieren!

Die Frage ist ohnehin, warum man noch linker stehen sollte als die Linke.

Ich verstehe mich im Sinne von Karl Marx, Oscar Wilde und der Frankfurter Schule, als Kommunisten. Insofern halte ich nichts von Demokratie und Parlamentswahlen und muss auch keine KPD, keine Linkspartei und sonstige Reformisten wählen.

Das hieße dann also, abwarten bis zur Revoultion?
Wenn ja: werden die Chancen auf eine Erhebung der Arbeitermassen nicht erhöht, wenn linke Meinungen im Bundestag (und wohl leider noch wichtiger: bei Günther Jauch und Anne Will) zu hören sind?
 
Von Arbeitermassen und Erhebung, von Fragen wie Theorie und Praxis halte ich gar nichts. Vielmehr geht es darum, die Kritik zur Krise zu radikalisieren. Wenn man sich auf Agitierung der Massen und auf solche dinge einlässt, leugnet man die historische Entwicklung nach der Pariser Commune und insbesondere die zwischen 1913 und 1946, man verpflichtet sich darauf, alte Fehler zu reproduzieren und aufs Politikmachen.

Wenn es jedoch gilt, das größte Übel abzuwenden, bin ich trotzdem dabei, Politik zu machen. Aber doch nicht bei Merkel oder Steinbrück, die Frage ist irrelevant. Die Linkspartei hat es ja auch mit Hayek und Ludwig Erhard, ist also insofern vollständig abzuhaken. Hinzu kommt die Konterrevolution gegen Israel, bei der die Linken ganz vorn dabei sind.
 
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