Thomas Eichin (Bayer Leverkusen, Leiter Nachwuchs- & Frauenfußball)

Aber das Problem ist ja hausgemacht. Niemand hat ihn gezwungen, den Trainer rauszuwerfen.

Gezwungen wohl nicht. Aber bei Status, den Thomas Schaaf bei Werder hatte und heute auch noch hat, kann man davon ausgehen, daß die Trennung kein Alleingang von TE gewesen ist, sondern hierüber auf verschiedenen Ebenen geprochen und cort diese Entscheidung mitgetragen wurde.
 
Schuhe zubinden hast du vergessen....nein, im Ernst...also bei einem Bundesliga-Verein wird es ein Trainer hoffentlich nicht notwendig haben, seinen Spielern das Ballannehmen wieder anzueignen.

Das sind in erster Linie mentale Probleme, die nach so einer Schwächen Rückrunde behoben werden müssen....punktuelle Verstärkungen in der Defenisive, welche notwendig waren, wurden auch gemacht...trotzdem kann ich doch nicht so dermaßen die Offensive vernachlässigen und so ein extrem defensives System spielen lassen...bei einem Fußballspiel muss man doch auch Tore erzielen!...um dies zu schaffen, sollte man Torchancen herausspielen....davon waren wir doch in allen 5 bisherigen Pflichtspielen weit entfernt!

Das Schlimme ist, dass wir es dabei nicht mal schaffen über 90 Minuten sicher zu stehen....
 
Na ich weiß nicht...Anfang Mai war die Abstiegsfrage geklärt...das Transferfenster schloss am 2. September...wenn das nicht genügend Zeit ist....


Der Trainer musste sich aber erst mal einen Eindruck vom Kader machen, mit wem er arbeiten will und mit wem nicht.
Am Ende der Transferperiode sind noch einige Spieler gewechselt, verliehen worden. Leider zu spät um noch jetzt tätig zu werden, aber so sind Gelder frei für eventuelle Transfers im Winter.
Bis dahin ist jetzt ausreichend Zeit, Vertragsverlängerungen über die Bühne zu bekommen bzw. Spieler abzuklopfen die zu uns wollen.
 
Na ich weiß nicht...Anfang Mai war die Abstiegsfrage geklärt...das Transferfenster schloss am 2. September...wenn das nicht genügend Zeit ist....

Die Trainerfrage war erst am 24. Mai geklärt... Aber es spielten hierbei ja auch noch ein paar andere Faktoren eine Rolle, u.a. die, daß Werder Bremen, so toll der Name auch klingt, ohne Europapokalteilnahme eine geringere Strahlkraft hat, man hier aus bekannten Gründen den finanziellen Gürtel mehr als nur eng schnallen muß etc.
 
Was man über Jahre nicht hinbekommen hat, läßt sich ein paar Wochen leider auch nur schwer berichtigen. Hier ist Zeit und Geduld gefragt, auch wenn es schwerfällt.

Wenn man aber von Offensiv-Harakiri auf Defensive und Offensiv-Verweigerung umschaltet, dann sollte das einen deutlichen Effekt haben. Und das war mein Einwand: Den sehe ich nicht. Gegen Gladbach katastrophal, gegen Dortmund, obwohl es auf den ersten Blick gar nicht so übel aussah, eine große Zahl an gegnerischen Chancen und auch bei den beiden Siegen gab es genug Löcher, da aber dazu gegen schwache Mannschaften. Und von Saarbrücken will ich lieber nicht anfangen...

Ich bin ziemlich sicher, der Plan war, aus einer stabilen Defensive heraus offensiv immer mehr zu entwickeln oder neudeutsch: "anzubieten". Nur das funktioniert leider nicht und das heißt, im Zweifel werden wir, wenn sich nicht schleunigst was bessert, viele Spiele verlieren statt auch mal mit einem 0:0 oder 1:1 nach Hause zu gehen.
 
Diesen Kredit hat er sich ohne Frage erarbeitet, aber trotz dieses Kredits nach 3 schlechten Jahren in Folge von einer voreiligen Entlassung zu sprechen, ist mit Verlaub realitätsfremd, wenn man bedenkt, daß man in der Zeit zweimal in höchste Abstiegsnot geraten ist.

Und warum ist das realitätsfremd?
Nur weil andere Vereine meistens den Lösungweg Trainerwechsel versuchen, muss man diesen Weg ja nicht befürworten. Zumal jedem bekannt sein sollte, dass dieser Weg überhaupt nicht die Rückkehr in die Erfolgsschiene garantiert.
Wenn man die Art und Weise, wie Schaaf Fußball spielen lässt, befürwortet, dann kann ich doch mit dem Rausschmiss nicht zufrieden sein. Und was die "höchste Abstiegsnot" damit zu tun? Es ist Fußball, da muss man auch verlieren können. Wir sind aber schließlich nicht abgestiegen.
Natürlich war die Entlassung voreilig, denn
1. hat Schaaf noch einen Vertrag.
2. war die Mannschaft im Umbruch, und man hätte Schaaf wenigstens die Zeit für einen Neuaufbau geben sollen.
 
Und warum ist das realitätsfremd?
Nur weil andere Vereine meistens den Lösungweg Trainerwechsel versuchen, muss man diesen Weg ja nicht befürworten. Zumal jedem bekannt sein sollte, dass dieser Weg überhaupt nicht die Rückkehr in die Erfolgsschiene garantiert.
Wenn man die Art und Weise, wie Schaaf Fußball spielen lässt, befürwortet, dann kann ich doch mit dem Rausschmiss nicht zufrieden sein. Und was die "höchste Abstiegsnot" damit zu tun? Es ist Fußball, da muss man auch verlieren können. Wir sind aber schließlich nicht abgestiegen.
Natürlich war die Entlassung voreilig, denn
1. hat Schaaf noch einen Vertrag.
2. war die Mannschaft im Umbruch, und man hätte Schaaf wenigstens die Zeit für einen Neuaufbau geben sollen.

sehe ich genau so!!!:applaus::applaus::applaus::applaus::applaus::applaus::applaus::tnx::tnx::tnx::tnx::tnx::tnx::tnx::tnx:
 
Gegen Gladbach katastrophal, gegen Dortmund, obwohl es auf den ersten Blick gar nicht so übel aussah, eine große Zahl an gegnerischen Chancen und auch bei den beiden Siegen gab es genug Löcher, da aber dazu gegen schwache Mannschaften. Und von Saarbrücken will ich lieber nicht anfangen...

Diese Defizite sind auch nicht allein in der Ausrichtung des Spielsystems begründet, sondern sind hauptsächlich eine Frage von mannschaftlicher und individuelle Schwäche. Denn das, was du hier zu recht beschrieben hast, war auch schon bei dem "Offensiv-Harakiri" zu beobachten und läßt sich nur mit intensivem Training und Gesprächen beheben; daher auch mein Einwurf mit der erforderlichen Geduld.
 
So Herr Eichin, schon mal glückwunsch zum Abstieg in die zweite Liga.
Man hat heute gegen Pauli gesehen, dass wir eine Nieten-Mannschaft haben. Unglaublich was aus Werder gemacht wurde.
 
Diese Defizite sind auch nicht allein in der Ausrichtung des Spielsystems begründet, sondern sind hauptsächlich eine Frage von mannschaftlicher und individuelle Schwäche. Denn das, was du hier zu recht beschrieben hast, war auch schon bei dem "Offensiv-Harakiri" zu beobachten und läßt sich nur mit intensivem Training und Gesprächen beheben; daher auch mein Einwurf mit der erforderlichen Geduld.

Mit Geduld in die zweite Liga?
 
Nur weil andere Vereine meistens den Lösungweg Trainerwechsel versuchen, muss man diesen Weg ja nicht befürworten.

Richtig. Aber Werder ist diesen Lösungsweg auch nicht so gegangen, wie andere Vereine ihn gehen, denn

1. wurde die Trennung nicht mitten im Abstiegskampf, sondern erst nach dem feststehenden Klassenerhalt gezogen, sprich als das Problem Klassenherhalt schon gelöst war
2. hat bisher kein Verein trotz einer so langen enttäuschenden Phase so lange an seinem Coach festgehalten
 
Diese Defizite sind auch nicht allein in der Ausrichtung des Spielsystems begründet, sondern sind hauptsächlich eine Frage von mannschaftlicher und individuelle Schwäche. Denn das, was du hier zu recht beschrieben hast, war auch schon bei dem "Offensiv-Harakiri" zu beobachten und läßt sich nur mit intensivem Training und Gesprächen beheben; daher auch mein Einwurf mit der erforderlichen Geduld.


Fünf Pflichtspiele bisher! Dazu eine komplette Vorbereitung. Es wird so langsam mal Zeit, will man nicht auf einem Abstiegsplatz in den Winter gehen um dann vor einer ernormen psychischen Belastung in der Rückrunde zu stehen. Gegen Frankfurt muss mit allen Mitteln ein Punkt geholt werden, an einen Sieg sollte man besser nicht denken.
 
Warum gibt's hier eigentlich immer noch so viele Wahrsager? Mit TS wäre es jetzt besser? Oder schlechter? Weiß doch keiner, also warum darüber diskutieren? Der Rausschmiss war mMn richtig, kam eher sogar noch ein wenig zu spät. Ob Dutt auf die Dauer der richtige Mann ist, wird sich noch zeigen. Bis jetzt gibt's etwas Licht und viel Schatten. Vor allem ist die Mannschaft nicht gut zusammengestellt, was einfach daran liegt, dass viele Altlasten noch mit herumgetragen werden und erst neu besetzt werden, wenn wir diese losgeworden sind. Dieses Jahr ist wirklich Übergang. Wenn wir uns irgendwie um Platz 10-12 halten können, ist alles gut. Nächstes Jahr muss dann aber mehr kommen...
 
Und warum ist das realitätsfremd?
Nur weil andere Vereine meistens den Lösungweg Trainerwechsel versuchen, muss man diesen Weg ja nicht befürworten. Zumal jedem bekannt sein sollte, dass dieser Weg überhaupt nicht die Rückkehr in die Erfolgsschiene garantiert.
Wir sind aber doch nicht wie andere Vereine. Die Entlassen Trainer nach 3 Spieltagen einer Saison (siehe Stuttgart). Wir hielten TS nach dem Abstiegskampf in der Saison 10/11. Wir hielten TS nach der historisch schlechten Rückrunde der Saison 11/12 und wir haben ihn nach der neuerlich historisch schlechten Rückrunde 12/13 dann entlassen. Und gerade weil wir bei Werder anders sind, hatten wir so lange Geduld. Und du willst doch jetzt den neuen Trainer nach 4 Spielen nicht schon verjagen oder? Das würde doch all dem Widersprechen, was du für TS einforderst. Oder fordest du das nur für diese eine bestimmte Person ein :eek:;)

Wenn man die Art und Weise, wie Schaaf Fußball spielen lässt, befürwortet, dann kann ich doch mit dem Rausschmiss nicht zufrieden sein. Und was die "höchste Abstiegsnot" damit zu tun? Es ist Fußball, da muss man auch verlieren können. Wir sind aber schließlich nicht abgestiegen.
Klar kannst du das. Aber wie lange willst du das jetzt noch vorbringen? Bei jeder Niederlage? Und wie sagst du so schön. Man auch verlieren können. Wir haben jetzt gerade mal 2 Spiele verloren. Alles super oder? ;)
Natürlich war die Entlassung voreilig, denn
1. hat Schaaf noch einen Vertrag.
2. war die Mannschaft im Umbruch, und man hätte Schaaf wenigstens die Zeit für einen Neuaufbau geben sollen.
zu1: :confused: Das ist doch kein Argument für deine Behauptung
zu2: Werder hat ihm mehr Zeit gegeben, als jeder andere Verein der Liga dies tut. Aber wenn man nunmal dauerhaft Ziele verpasst, dann ist es irgendwann vorbei. VIelleicht schaffen wir es RD wenigstens 10 Spiele Zeit zu geben.

Aber ich weiß, dass das hier eh alles umsonst ist. Nach jeder Niederlage werden solche Beiträge kommen.
@Bremen: ich lasse dich jetzt mal wieder für ne Zeit lang alleine den Don Quixote spielen :beer::wink:
 
So Herr Eichin, schon mal glückwunsch zum Abstieg in die zweite Liga.
Man hat heute gegen Pauli gesehen, dass wir eine Nieten-Mannschaft haben. Unglaublich was aus Werder gemacht wurde.

Siehst du den Widerspruch? Nein? Dann summiere doch mal die Spieler auf, die von Eichin mitverpflichtet wurden und die schon bei seinem Amtsantritt bei Werder unter Vertrag standen. Das Verhältnis müßte so in etwa 4/5 : 25 sein...
 
Siehst du den Widerspruch? Nein? Dann summiere doch mal die Spieler auf, die von Eichin mitverpflichtet wurden und die schon bei seinem Amtsantritt bei Werder unter Vertrag standen. Das Verhältnis müßte so in etwa 4/5 : 25 sein...

Ich sehe die Spieler, die Eichin gehen lassen hat und zum Teil gehen lassen musste und dann die die er geholt hat. Und die die er nicht geholt hat.
 
So Herr Eichin, schon mal glückwunsch zum Abstieg in die zweite Liga.
Man hat heute gegen Pauli gesehen, dass wir eine Nieten-Mannschaft haben. Unglaublich was aus Werder gemacht wurde.

Hatte gehofft dass Werder sich ein 0:0 ermauern kann, klappt wohl auch in der 2. Liga nicht. Und: Direkter Wiederaufstieg ist kein Selbstläufer.
Da ist nichts was mir Hoffnung macht. Trostloses Gekicke. Keine Entwicklung, kein Umbruch. Dutt erreicht die Mannschaft nicht (mehr). Mal sehen wie lange hier noch der Mannschaft die Schuld gegeben wird. ...
P.S. Geiler Avatar von dir, ich werde mich im Stokes Forum anmelden, nur um mal zwischendurch etwas Spass zu haben.:grinsen:
 
Richtig. Aber Werder ist diesen Lösungsweg auch nicht so gegangen, wie andere Vereine ihn gehen, denn

1. wurde die Trennung nicht mitten im Abstiegskampf, sondern erst nach dem feststehenden Klassenerhalt gezogen, sprich als das Problem Klassenherhalt schon gelöst war
2. hat bisher kein Verein trotz einer so langen enttäuschenden Phase so lange an seinem Coach festgehalten

Zu 1.: Das ändert nichts daran, dass man nun den gleichen plumpen, verzweifelten und konzeptlosen Lösungsweg einschlägt, der für so viele andere Clubs typisch ist.

Zu 2.: Das weiß ich nicht, ob es nicht irgendwo in der Welt einen Verein gibt, der trotz einer langen enttäuschenden Phase an seinem Coach festhält. Ich glaube, Freiburg ist mit Finke zweimal in die 2. Liga gegangen.
Wenn die Enttäuschung groß ist, kann es ja auch daran liegen, dass einfach die Erwartungen unrealistisch hoch waren.
Ent-täuschen bedeutet ja auch, dass man sich getäuscht hat und die Täuschung vorbei ist. Vielleicht die Täuschung, man sei ein Verein mit CL-Ambitionen.
Ich war nicht so sehr enttäuscht von den letzten Saisons. Klar war es punktemäßig nicht doll. Aber auch in der letzten Saison, besonders in der Hinrunde gab es guten Fußball.
Was jetzt gespielt wird, macht keinen Spaß. Dafür muss ich mich schämen.

Nur mal nebenbei: Wenn das Problem Klassenerhalt nicht gelöst worden wäre, hätte man dann mit Schaaf in der zweiten Liga weiter gearbeitet?
Oder wäre Schaaf so oder so entlassen worden, damit wir in den nächsten Jahren garantiert kein Offensiv-Spektakel mehr sehen?
 
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