Robin Dutt

Realismus OK!Aber die Tiefstapelei,daß ein Sieg gegen Augsburg möglich sein müßte,ist mir schon wieder zu wenig Pfeffer unterm Hintern!
Sind wir innerhalb einer Saison zweimal abgestiegen,daß man stolz sein darf,wenn man im eigenen Stadion gegen einen gehandelten Abstiegskandidaten gewinnen würde?
Man oh man!

Es ist eine klare Pflicht gegen Augsburg zu gewinnen!!!
Ich will mich nicht daran gewöhnen,daß sich im Hirn der Spieler schon jetzt eine Entschuldigung einnistet,wenn man verlieren sollte.

Mir geht das inzwischen dermaßen auf den Sack,daß man nichts erwarten darf!
Da stehen gestandene Fußballer auf dem Platz,die keine Penatencreme brauchen,wenn man ihnen spielerisch den Hintern versohlt!

Das sind Profis,die eine Heidenkohle verdienen!Egal wie limitiert man sie einschätzt.
Alle gewöhnen sich schleichend an einen Minimalismus,den ich für das größte Gift in den Köpfen der Spieler halte.
 
Realismus OK!Aber die Tiefstapelei,daß ein Sieg gegen Augsburg möglich sein müßte,ist mir schon wieder zu wenig Pfeffer unterm Hintern!
Sind wir innerhalb einer Saison zweimal abgestiegen,daß man stolz sein darf,wenn man im eigenen Stadion gegen einen gehandelten Abstiegskandidaten gewinnen würde?
Man oh man!

Es ist eine klare Pflicht gegen Augsburg zu gewinnen!!
Ich will mich nicht daran gewöhnen,daß sich im Hirn der Spieler schon jetzt eine Entschuldigung einnistet,wenn man verlieren sollte.

Mir geht das inzwischen dermaßen auf den Sack,daß man nichts erwarten darf!
Da stehen gestandene Fußballer auf dem Platz,die keine Penatencreme brauchen,wenn man ihnen spielerisch den Hintern versohlt!

Das sind Profis,die eine Heidenkohle verdienen!Egal wie limitiert man sie einschätzt.
Alle gewöhnen sich schleichend an einen Minimalismus,den ich für das größte Gift in den Köpfen der Spieler halte.

Denke auch, die Tiefstapelei ist nicht zwangsläufig richtig. Gerade WEIL gegen die beiden Borussias keine festen Punkte eingerechnet werden dürfen, sollte man gg. Augsburg mit der Ambition auf drei Punkte starten. Wenn das die Spieler direkt wieder überfordert, dann sollten die sich mal 'nen Psychologen suchen. Sind immerhin noch Profi- und keine Hobby- oder Amteurfußballer...
 
Denke auch, die Tiefstapelei ist nicht zwangsläufig richtig. Gerade WEIL gegen die beiden Borussias keine festen Punkte eingerechnet werden dürfen, sollte man gg. Augsburg mit der Ambition auf drei Punkte starten. Wenn das die Spieler direkt wieder überfordert, dann sollten die sich mal 'nen Psychologen suchen. Sind immerhin noch Profi- und keine Hobby- oder Amteurfußballer...
:beer:
Du verstehst mich!
Mir ist auch bewußt,daß diese Truppe mit Unkraut durchwachsen ist.Von daher jede Erwartungshaltung an Grenzen stößt.
Aber es darf nicht den Weg nehmen,daß die Spieler sich demnächst feiern,weil sie Punkte gegen den Abstieg gesammelt haben.
Und genau das befürchte ich!
Wer nicht mehr will,als das was möglich ist,hat zum Schluß nicht mal den Spatz in der Hand.
Ich sehe,höre und fühle bauchmäßig nicht,daß diese Mannschaft der allgemeinen Einschätzung trotzen will.
Mein Eindruck ist,daß die Welt bei den Spielern wieder in Ordnung ist,wenn sie keinen unmittelbaren Druck mehr verspüren.
Da hat sich nichts geändert!
 
Ich sehe,höre und fühle bauchmäßig nicht,daß diese Mannschaft der allgemeinen Einschätzung trotzen will.
Mein Eindruck ist,daß die Welt bei den Spielern wieder in Ordnung ist,wenn sie keinen unmittelbaren Druck mehr verspüren.
Da hat sich nichts geändert!

Und genau das ist der Grund, weshalb die Mannschaft in den letzten Jahren immer wieder versagt hat, wenn es gerade wieder einen zarten Aufwärtstrend gegeben hat. Hat man in einer Woche kämperisch/läuferisch überzeugt und die Punkte eingefahren, gab es in der Woche darauf einen unerklärlichen Einbruch und die Punkte wurden hergeschenkt. Vielen unserer Spieler fehlt die Grundeinstellung jede Woche auf's Neue Gras zu fressen. Das genau ist die große Stärke von Dortmund und unsere große Schwäche.
 
Zitat von Fliegenfänger;2784996:
Gegen Augsburg fighten, rennen, beißen, irgendwie 3 Punkte holen und dann entspannt nach Dortmund.
Da gibt's für uns realistisch gesehen nix zu holen außer Erfahrung für die nächsten Wochen.

Wieso denn?!
Im der vergangenen Saison musste Dortmund sich den knappen 2:1 Sieg gegen starke Bremer hart erkämpfen. Das sind die Spiele in denen man sich Selbstvertrauen und eine breite Brust holen kann. Und zwar selbst dann, wenn man am Ende als Verlierer vom Platz gehen muss.
 
Wieso denn?!
Im der vergangenen Saison musste Dortmund sich den knappen 2:1 Sieg gegen starke Bremer hart erkämpfen. Das sind die Spiele in denen man sich Selbstvertrauen und eine breite Brust holen kann. Und zwar selbst dann, wenn man am Ende als Verlierer vom Platz gehen muss.

Hab ich die letzte Saison geträumt oder haben wir trotz einiger solcher guten Spiele ohne Punkte, nicht das nötige Selbstvertrauen draus ziehen können und haben am Ende gegen den Abstieg gespielt. Selbst wenn wir in Dortmund gut dagegenhalten, sollte man dadurch nicht aus den Augen verlieren, das wir noch einen langen weg haben um wieder dahin zu kommen wo wir mal waren. Daran würden auch vereinzelte Klassespiele nichts ändern, wie wir ja letzte Saison leidvoll erfahren durften
 
Hab ich die letzte Saison geträumt oder haben wir trotz einiger solcher guten Spiele ohne Punkte, nicht das nötige Selbstvertrauen draus ziehen können und haben am Ende gegen den Abstieg gespielt. Selbst wenn wir in Dortmund gut dagegenhalten, sollte man dadurch nicht aus den Augen verlieren, das wir noch einen langen weg haben um wieder dahin zu kommen wo wir mal waren. Daran würden auch vereinzelte Klassespiele nichts ändern, wie wir ja letzte Saison leidvoll erfahren durften

Du sagst es: einige.

Natürlich nagt sowas mit der Zeit. Ich gehe aber mit dolablau, dass sowas in kleinen Dosen durchaus motivierend sein kann. Das Dortmund-Spiel war rückblickend das beste Saisonspiel - trotz peinlichem Pokalaus eine Woche zuvor. Das Hannover-Spiel war auch super. Und gegen Bayern haben wir 80 Minuten tapfer gegengehalten. Aber irgendwann fangen die Spieler natürlich nachzudenken, wie doof das doch ist, wenn man 98% des Spiels eine super Leistung zeigt, aber durch einen individuellen Fehler die Punkte aus der Hand gibt. Dann kommen noch paar Schiri-Entscheidungen dazu wie gegen Hannover und die Verunsicherung ist perfekt.

Das wäre schön, wenn wir dieses Jahr in diesen Punkten das Glück auf unserer Seite hätten. Denn ich bin immer noch davon überzeugt: Wir waren letztes Jahr leistungsmäßig mindestens auf Augenhöhe mit dem HSV - aber was bei uns alles schief ging, lief bei ihnen zu Gunsten.
 
Du sagst es: einige.

[...] Das Dortmund-Spiel war rückblickend das beste Saisonspiel - [...]Das Hannover-Spiel war auch super. Und gegen Bayern haben wir 80 Minuten tapfer gegengehalten. [...]

Wenn man sich gegen andere (schlechtere) Gegner auch nur 90% des Aufwandes betrieben hätte, wie in den oben aufgeführten Partien, so hätte Werder wohl auch deutlich mehr Punkte geholt, dass ist doch das Unverständliche.

Gegen Gegner, wo man eigentlich sowie mit hoher Wahrscheinlichkeit nix zu holen hatte, betreibt mein einen Mords-Aufwand um irgendwie möglichst gut dazustehen und lässt sich eine Woche später gegen kleinere Gegner dann wieder gehen, dass es für einen Sieg nicht reich.

Die Kraft wurde in der Saison irgendwie ineffizient eingesetzt, zumindest was die Punktausbeute betrifft.
 
Wenn man sich gegen andere (schlechtere) Gegner auch nur 90% des Aufwandes betrieben hätte, wie in den oben aufgeführten Partien, so hätte Werder wohl auch deutlich mehr Punkte geholt, dass ist doch das Unverständliche.

Gegen Gegner, wo man eigentlich sowie mit hoher Wahrscheinlichkeit nix zu holen hatte, betreibt mein einen Mords-Aufwand um irgendwie möglichst gut dazustehen und lässt sich eine Woche später gegen kleinere Gegner dann wieder gehen, dass es für einen Sieg nicht reich.

Die Kraft wurde in der Saison irgendwie ineffizient eingesetzt, zumindest was die Punktausbeute betrifft.

Sehr gut erkannt.:tnx:

Diese Haltung war wohl der Preis für die Erfolge in den Jahren zuvor, als Werder mit KATS und den damaligen Kadern große Siege und Erfolge feiern konnte. In den darauf folgenden mageren Jahren haben alle Beteiligten offensichtlich gemeint, dass Werder nun für ewig zu die Top-Teams Europa zählt. Und offensichtlich haben einige der aktuell tätigen Protagonisten immer noch nicht realisiert, dass solche Erfolge für Werder Bremen die Ausnahme sind und man sich auf alten Lorbeeren nicht ausruhen kann, sondern in jedem Spiel hart dafür arbeiten muss.
 
Das wäre schön, wenn wir dieses Jahr in diesen Punkten das Glück auf unserer Seite hätten.

Glück muß man sich aber auch erzwingen, und von den besagten Ausnahmen der wenigen guten Spiele der letzten Saison hat die Mannschaft zu selten den Eindruck erweckt, dieses Glück erzwingen zu können bzw. zu wollen.


Denn ich bin immer noch davon überzeugt: Wir waren letztes Jahr leistungsmäßig mindestens auf Augenhöhe mit dem HSV - aber was bei uns alles schief ging, lief bei ihnen zu Gunsten.

Beim ersten Teil des Satzes stimme ich dir zu 1899% zu. Allerdings ist es zu einfach, daß bessere Abschneiden des HSV allein auf das von dir genannte zu beziffern, denn u.a. hat René Adler dem HSV nicht wenige Punkte gerettet.
 
Das ist doch aber völlig normal, dass man gegen einen größeren Gegner motivierter ist und vielleicht über sich hinauswächst.

Gestern fand bei der Leichtathletik-WM der Stabhochsprung statt. Die Athleten dort springen die großen Höhen nie im Training, können die gar nicht, weil der Wettkampfdruck, das Adrenalin, etc. dazu fehlt.
 
Allerdings ist es zu einfach, daß bessere Abschneiden des HSV allein auf das von dir genannte zu beziffern, denn u.a. hat René Adler dem HSV nicht wenige Punkte gerettet.

Beim Thema HSV muss man feststellen, dass die in der Tat sportlich besser aufgestellt sind. Allerdings wird dabei gerne vergessen, dass sie letzte Saison für ca. 20-25 Mio€ neue Spieler geholt haben!

In puncto Struktur (vgl. deren ASR) und Finanzen scheinen die einen einen sehr gefährlichen Kurs zu fahren. Außerdem haben die nicht ihr Trainingszentrum über Optionen bezahlen lassen, die mit 6% Dividende/a bis 2019 laufen??? Ich weiß es nicht genau ehrlicherweise.

Es kann durchaus sein, dass wir beide Spiele gegen den HSV verlieren werden? Ich denke dabei nur an deren LVs mit Aogo und Jansen, während wir hier über einen 32jährigen Riis diskutieren. Trotzdem halte ich Werders Weg für den Richtigen, weil man auf allen Ebenen mehr Professionalität anstrebt und die Weichen dafür gestellt hat. RD kann speziell als Trainer aufgrund, wenn auch nur kurzen Episode als SD des DFB, neue talentierte Spieler evtl. zu Werder lotsen?! Das kann nur die Richtung sein!
 
Ein gutes Pferd springt eben nur so hoch, wie es springen muß ;)

Das Bild mit den Pferden passt in der Tst ganz gut. Unsere Horde war im letzten Jahr eindeutig zu jung und unerfahren, um die Höhe der Hürden, den Energieaufwand, die Regenerationszeit, das Vermögen der Konkurrenz und ganz besonders das eigene richtig einzuschätzen. Nach dem Verlust mehrerer Leittiere und der häufig ernüchternden Erfahrung der ersten Saisonhalfte, sah man in der Ruckserie nur noch planlos, führungslos, ängstlich umher irrende Jungtiere, die um Orientierung und Führung rangen. Wie auf vielen tatsächlichen Koppeln dieser Pferde-Republik auch. Nur, dort erwartet man keinerlei Wunderdinge von den Wesen. Ein, zwei Leittiere bewirken manchmal Wunder.
 
@syker:

:tnx:

Werder hat nach nur einem Jahr des Misserfolgs (Verpassen der CL) sofort reagiert und damit begonnen, den Spieleretat zu kürzen. Vorausschauend. Weise.

Der Hsv sieht sich, vermutlich allein wegen des Standorts, seit Jahren in der Pflicht, CL spielen zu wollen. Die Verpflichtung van der Vaarts und Badeljs im letzten Jahr war finanziell reines Harakiri. Und dennoch hat vermutlich gerade das ihnen kurzfristig den Allerwertesten gerettet. Mittel- bis langfristig ist die Personalpolitik der Hamburger ein Himmelfahrtskommando.

Bei allem Ärger über unsere derzeitige sportliche Situation bin ich seh dankbar und froh, dass Werder i.d.R. hanseatisch vernünftig wirtschaftet.
 
Das Bild mit den Pferden passt in der Tst ganz gut. Unsere Horde war im letzten Jahr eindeutig zu jung und unerfahren, um die Höhe der Hürden, den Energieaufwand, die Regenerationszeit, das Vermögen der Konkurrenz und ganz besonders das eigene richtig einzuschätzen. Nach dem Verlust mehrerer Leittiere und der häufig ernüchternden Erfahrung der ersten Saisonhalfte, sah man in der Ruckserie nur noch planlos, führungslos, ängstlich umher irrende Jungtiere, die um Orientierung und Führung rangen. Wie auf vielen tatsächlichen Koppeln dieser Pferde-Republik auch. Nur, dort erwartet man keinerlei Wunderdinge von den Wesen. Ein, zwei Leittiere bewirken manchmal Wunder.


Interessanter Vergleich, aber er trifft zu. :tnx:
 
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