Man kann die ganze Diskussion auch abkürzen, da sich eigentlich nur zwei Wege auftun:
- es muß noch mehr Geld generiert werden, möglicherweise auch von Außen durch einen Mätzen oder Sponsor.
Nachteil: Man begibt sich in eine finanzielle Abhängigkeit, mithin wird das Gesamtwerk KA/TS über den Haufen geworfen und damit sicherlich vielen Werderfans vor dem Kopf gestoßen.
Vorteil: Man darf in Zukunft im Konzert der ganz Großen mitfiedeln.
- man muß so weiterarbeiten, wie bisher: Machbares realisieren, Risiken vermeiden.
Nachteil: Man wird auch in Zukunft auf Stars und den ganz großen Wurf im internationalen Geschäft vergeblich warten müssen.
Vorteil: Liegt auf der Hand - Werder hat bewiesen, dass es im gewisen Rahmen auch so geht. Dieser "gewisse Rahmen" ist mehr oder minder ausgeschöpft, denn die Spielergehälter steigen, die Ablöse steigt mit. Mehr und mehr Geld muß mittlerweile in den Profikader investiert werden.
Das Problem Werders im Kleinen, ist das Problem der gesamten Bundesliga im Großen - um mit Vereinen aus England, Spanien und Italien mithalten zu können, müssen Strukturen verändert werden. Die Frage ist nur: Will man das? Will man das als Fan, als Funktionär oder als Verantwortlicher im Verein? Ist das die Zukunft, oder liegt die Zukunft ganz woanders, da dieses finanziellen Gebilde im Ausland, aus Mätzen, Sponsoren und TV-Rechten viel zu fragil für den unberechenbaren Fußball ist.
Mittlerweile ist die Position des Abwartens, welche sowohl die Bundesliga, als auch Werder eingenommen hat, eben nicht mehr die Ideale - man muß sich für seinen Weg entscheiden. Man wird nicht darauf hoffen können, für schmales Geld, die Verstärkungen zu bekommen, die ausreichen, um im internationalen Geschäft eine Rolle zu spielen. Die Konstellation in der Liga ist mittlerweile ähnlich, denn auch dort wird es natülich schwerer werden, sich für die CL überhaupt zu qualifizieren. Ob das allerdings auch einen finanziellen Aufwand rechtfertigt, den Viele hier fordern, wag ich doch zu bezweifeln. Wenn man schon in neue Dimensionen vordringen will - dann auch richtig und das auch fundiert. Dann darf es auch keine Halbwahrheiten geben - indem man sich für einen einzelnen Spieler weit, ja zu weit aus dem Fenster lehnt. Vereine aus England, ja selbst die aus der zweiten Reihe, lachen doch, wenn Werder statt 10 Mio, dann eben 15 Mio für einen Fred bietet. Dann sagt man dort 25 Mio und schaut nicht anders aus der Wäsche. Also bitte: Das kann nicht der Markt sein, aus dem sich Werder bedienen kann. Es sei denn, mit einem völlig neuen finanziellen Background - der derzeit nun mal nicht vorhanden ist.