Folgende Eindrücke ergeben sich aus den Darstellungen von Zeitungen (WK, Kreiszeitung) Rundfunk und eifrigem Mitlesen im Forum:
R.D. scheint ein besonnener und genau arbeitender Trainer zu sein.
Derzeit entsteht der Eindruck, dass er eine "Aufbruchstimmung" erzeugen kann - es wird allseits von Spielerseite geschwärmt und das neue Element betont.
In diesem Zusammenhang bringen sich gleich drei Spieler binnen weniger Tage in Position:
Der Eine (Fritz) wünscht sich als Kapitän eine feste Position.
Der Andere (Prödl) kritisiert den Ex-Trainer - nicht unbedingt versteckt - und fordert im selben Atemzug die Führungsposition in der Abwehr.
Der nächste (Juno) betont noch einmal "das jetzt alles einen Plan" habe ...
Allen drei Spielern sind aus meiner Sicht in den letzten Jahren kontinuierlich immer stärker Führungsrollen zugedacht worden - obwohl zwei von dreien
eigentlich immer gesetzt,
wenn nicht verletzt,
waren.
Prödl hat - so muss man sagen - einfach nicht durch Leistung überzeugt.
Betrachte ich mal diese Eindrücke der letzten Woche zusammen, komme ich hinsichtlich Dutt zu dem Schluss, dass er sich nicht von den Lobhudeleien mancher Spieler einlullen sollte.
Begründungen:
Recherchieren ist mir an dieser Stelle zu mühselig - aber ich habe noch gut vom letzten Jahr um diese Zeit die "Aufbruchstimmung" vor Augen, während derer ein TS "auch wieder mehr gelacht" habe, förmlich "gebrannt" habe für die neue/ alte Aufgabe und von der auch die Spieler allseits angesteckt zu sein schienen - das ganze endete in der Rückrunde und final in der Entlassung des Trainers.
In der letzten Rückrunde hat diese "Mannschaft", ob nächtliche Autotour oder nicht - kollektiv versagt (der Trainer hatte bestimmt auch seinen Anteil). Mit einem Großteil dieser Herren arbeitet R.D. jetzt.
Als es in den letzten Monaten äußerst schlecht lief, hat jeder Spieler vor runtergebetet, dass es am Trainer nicht liege - alle waren betroffen (vielleicht auch in ihrer fußballerischen Existenz?), als TS nicht mehr Trainer war.
Dass unter TS alles perfekt lief, glaube ich natürlich nicht.
Aber diejenigen, die
- entweder weil sie sich jetzt aus der Deckung wagen, oder weil sie in ihrem freudig- euphorischem Redefluss nicht merken, dass sie von den Medien instrumentalisiert werden und ihre Worte auf bestimmte Weisen ausgelegt werden -
nun meinen, durch zweideutige Interviews ihre Position stärken zu können,
sollte R.D. äußerst kritisch unter Lupe nehmen.
Wenn es in absehbarer Zeit sportlich unter den Erwartungen laufen könnte, lässt sich ein erstes Urteil zur neuen mannschaflichen Geschlossenheit sagen - dann erst lässt sich auch sagen, wie fest R.D. bei der Mannschaft im Sattel sitzt.
Ich hoffe und glaube allerdings auch, dass Dutt solche Dinge bereits registriert und sich seine Gedanken - besser noch seine Ansprachen bezugnehmend darauf - zurechtgelegt hat...