Thomas Eichin (Bayer Leverkusen, Leiter Nachwuchs- & Frauenfußball)

Ich glaube Du unterschätzt die Machtlosigkeit eines Trainers, sollte man Opfer einer deutlich verkalkulierten Transfer-Politik sein.

Die lange Zeit, die sich TS trotz dieser schwierigen Phasen gehalten hat, ist Ausdruck darüber, dass seine Arbeit unfassbar gut war !

Abseits davon, dass er als Typ, dem Werderaner entsprach, der sich so wunderbar in die weite Welt Deutschlands ausgestrahlt hat.

Wie oft habe ich es geschrieben. Aber es geht ja nun langsam zu Ende. Aber JEDER Spieler, der verpflichtet wurde, wurde von Schaaf gewollt.

Die lange Zeit, die man ihn arbeiten lassen hat, sind sicherlich auch dem Wechsel von Born und der Anwesenheit seines Partners Allofs geschuldet. Und es ist auch egal, was war. Jetzt ist es vorbei.
 
Sympathien hin oder her: Herr Eichin hatte gar keine andere Möglichkeit.

Die Tendenz aus den letzten 3 Jahren ist stetig weiter Berg ab!
Platz 9, 11 und jetzt 14.

Herr Eichin wird klar gewesen sein, was passieren wird, wenn TS entlassen werden wird. Aber es geht nicht anders. Die Punkteausbeute war eine reine Katastrophe und jeder andere Club hätte seinen Trainer schon vor 2 Jahren entlassen, als es nur Platz 9 am Ende hieß obwohl man das Ziel "Internationaler Wettbewerb" hat.

Wenn man dieses Ziel jedes Jahr ausruft und jedes Jahr verpasst und nur den Abstieg vermeidet, weil es 4 weitere Deppenclubs in der Bundesliga gibt, dann MUSS man einfach reagieren.

Jetzt auf der sportlichen Führung rumhacken finde ich ein Unding! Ich selbst stand voll hinter Schaaf und bin traurig über seinen Abschied, aber auch ehlich genug um zu erkennen, dass man keine andere Möglichkeit hatte.

Jetzt ist es wirklich mal ein "Umbruch". Und wirklich weniger erfolgreich kann es gar nicht laufen.

Wir sind ein Verein und haben ein Ziel: schönen, erfolgreichen Fußball sehen! Ein Neuanfang ist gewagt, aber wir sollten dahinter stehen und das Team, den neuen Trainer und die sportlichen Verantwortlichen so gut es geht unterstützen.
 
Ich finde es absolut richtig, dass der Schritt, den Trainer zu entlassen, vollzogen worden ist. Manche Fans haben sich gefragt, ob Eichin den Mut und die Eier hat, an der Institution TS zu kratzen. Mit der beiderseitigen Trennung, wie Eichin in der PK oftmals hervorgehoben hat, muss man sagen: Ja, hat er und ich kann ihm dazu nur gratulieren.
TS hat natürlich erfolgreich gearbeitet und uns allen schöne Momente beschert. Aber was zurzeit im TS-Thread abgeht, dieser Personenkult, die einer Apotheose gleichkommt, finde ich als Fan des Vereins SV Werder Bremen, unerträglich. Vielleicht sollten sie sich zusammenschließen und eine neue Religion gründen. TS war ein Angestellter bei diesem Verein. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
 
Schaaf wird gerade von den Kritikern der letzten Wochen, Monate, Jahre respektvoll behandelt. Dieses Festklammern an irgendwelchen Pseudowerten hilft niemanden.

Was Du als Pseudo-Werte bezeichnen willst, bedeutet für mich so etwas wie ein mögliches Ausfallen der Torjubel-Schiffs-Hupe :)

Und: TS wurde abgrundtief kritisiert, um so bewundernswerter, wie er sich seiner Linie Treu geblieben ist. Und das macht für mich ein Trainer aus. Abseits des Typen, der perfekt zu Bremen gepasst hat.

Werte der Werder-Familie sind ein langes und für jeden eigenes Thema.

Es geht nicht um festklammern, es geht darum ein Profil er erhalten.

... das heute verloren ging.
 
Bremen wird nicht abgerissen, der Hafen bleibt auch. Das tolle Stadion wurde inzwischen zweimal umgebaut. Also auch hier waren Veränderungen möglich und nötig. Und was hat das Ganze nun mit der Schaaf-Entlassung zu tun?

Ei, dass er als Mensch, für mich persönlich den Werderaner wiederspiegelt, wie er ist. Und sich sportlich durch ganz bestimmte Werte identifiziert, die Deutschlandweit seines gleichen suchen kann.

Weil sie Werder waren.
 
Wenn ich schon lese "Werder-Profil" dann könnte ich brechen....

Jeder hat in seinem Job Zielvorgaben! Auch ein Herr Schaaf. Sein Anspruch war Jahr für jahr die internationale Bühne.
Die letzten 3 Jahre ging dies leider schief und somit ist es nur konsequent einen Neuanfang ohne Herr Schaaf durchzuführen.

Klar ist TS das Synonym für Werder Bremen, aber wem nützt das was?

Die Entlassung ist mutig und daran wir Herr Eichin sicherlich auch gemessen. Wenn er Erfolg kommt, dann ist alles gut, bleibt der Erfolg aus, dann wird es eng. Das weiß niemand besser als Herr Eichin selbst! Deshalb sollte man diesen Mut schätzen und nicht auf ein Werder-Profil verweisen.

Wir wollen erfolreichen und schönen Fußball sehen. Dies hat Herr Schaaf 3 Jahre versucht und ist gescheitert. Dann darf man auch mal den Übungsleiter wechseln, damit diese Ziele wieder erreicht werden können.
Andere Clubs wie Schalke und Co warten hier höchstens 3 Monate.

Und da ist Bremen doch noch Meilenweit von entfernt.
 
Private Gründe wie Egoismus oder fehlende Lust auf das Ergebnis der eigenen Fehlwirtschaft? Da geh ich mit. :tnx:

Letzteres trifft wohl auch zu.

Da ist doch einmal mehr, die Arbeit von TS zu würdigen.

Nur die Verantwortlichen haben wohl nen Brett vorm Kopp.

Inklusive Herrn Eichins, der zu sehen sollte, noch schnell genug Haargel zu organisieren, dass er irgendwann wie Tim Wiese rumlaufen kann.
 
Aber gerade die Befürworter von TS, sollten dann dem neuen Trainer ähnlich viel Geduld entgegenbringen, finde ich. Wenn man jetzt mit nem Schnitt von 16 Punkten pro Halbserie in letzter Zeit zufrieden war, dann sollte man imho nicht mehr als 22 Punkte erwarten/verlangen.

Ich glaube, dass Du hier mehrere Sachverhalte miteinander vermengst, Simac.

Aber, zu Eichin: Seine Schonzeit ist ab sofort vorbei, jetzt steht er in der vollen Verantwortung. Wir haben uns einen entscheidungsfreudigen Manager gewünscht. Jetzt hat er eine solche getroffen, an der er natürlich gemessen werden wird. Ich hoffe sehr, dass er mehr im Köcher hat, ein tragfaehiges Zukunftskonzept. Wenn nicht, war die heutige Entscheidung unnoetig. Drücken wir Eichin die Daumen, viele Fehler auf dieser neuralgischen Position wird er sich nicht erlauben dürfen.
 

Ich empfinde es als die einzige sinnvolle Option. Thomas Schaaf geht, auch wenn ich das nicht für den richtigen Weg ansehe, ein anderer kommt. Und selbstverständlich soll jeder Neue, ob nun Trainer, Geschäftsführer oder Spieler, eine gute, faire und ehrliche Chance bekommen zu zeigen, dass er oder sie Werder ist und das anbietet, was Werder ausmacht.
 
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