Es war ja in gewisser Hinsicht ja auch abzusehen, dass die Entwicklung zumindest nicht in dem Maße weitergeht, wie es die letzten Jahre der Fall war. Ob nun mit einem solchen Rückschritt zu rechnen war, glaube ich zwar nicht, aber zumindst ganz oben mitzuhalten und sich überhaupt weiter zu steigern, wurde eben immer schwieriger.
1.)
Nach mehreren Jahren mit recht steiler Entwicklung erreicht man irgendwann zwangsläufig die Stagnation, es sei denn man steigert auch seine Ausgaben für den Kader in gleichem Maße. Auch die Bayern konnten sich zu Beginn der letzten Saison nur mit einem 70-Mio-Kraftakt steigern, nachdem sie zuvor gemerkt haben dass ihnen ohne Fluktiation ganz schnell der Ups, ich muss meine Wortwahl ändern
auf Grundeis gehen kann.
2.)
Bisher haben wir in aller Regelmäßigkeit die Chance zur Qualitätssteigerung erhalten, nachdem uns ein Leistungsträger für teures Geld verlassen hat. Dies blieb zuletzt aus. Hierzu gab es 2 Meinungen. Die einen haben sich gefreut dass man nicht mehr nur der abgebende Ausbildungsverein ist, andere hätten gern diese Transfererlöse zur Reinvestition gehabt.
Im Nachhinein kann man wohl festhalten, dass uns solche Einnahmen in der Sommerpause definitiv weitergeholfen hätten.
3.)
In letzter Zeit haben Spieler wie Fritz, Jensen oder Frings ihre Verträge zu wesentlich besseren Konditionen verlängert ohne die zugrunde liegenden Leistungen im Nachhinein zu bestätigen. Dass das Gehalt dabei nach oben katapultiert wird, ist eine Sache. Was aber oft vergessen wird ist, dass nicht nur bei Neuverpflichtungen Handgelder fließen, sondern mitunter auch bei Vertragsverlängerungen - zumindest dann, wenn weitere Angebote von anderen Clubs im Spiel sind. Inwieweit das in Bremen zutraf, kann ich natürlich nicht beurteilen. Aber diese Punkt sei mal erwähnt, da immer wieder argumentiert wird, ein paar Vertragsverlängerungen können ja nicht zu Lasten der finanziellen Handlungsfähigkeit bei Neuverpflichtungen gehen. Ich glaube, wenn bei Personalien wie Frings und Diego Handgelder zur Überzeugung der Spieler fließen, wirken sie sich bei einem Verein - gemeinsam mit der Gehaltserhöhung - sehr wohl aus.
Nun sehen wir eine Entwicklung, die uns allen sicherlich nicht schmeckt.
Einige Kritiker haben insofern Recht behalten, dass sich eine gewisse Stagnation schon vorher angedeutet hat. Meiner Meinung nach werden aber falsche Schlüsse draus gezogen.
Wer hierfür unbedingt einen Schuldigen suchen will, soll das tun. Gleiches Recht für alle, auch für borowka6 und CR
Wie oben bereits erwähnt, sind im Sommer gleich mehrere Baustellen entstanden, ohne dass dem nennenswerte Erlöse gegenüberstanden.
Man hat mit Owomoyela, Klasnic, Borowski und Womé Leute verloren, die in ihrer letzten Werder-Saison in der Tat wenig bis gar nicht eingreifen konnten. Hieraus hat man auch von offizieller Seite Hoffnung geschöpft, dass sich zumindest die erste Elf qualitativ nicht verschlechtert. Wie viele andere User im Forum, hatte auch ich diese Hoffnung.
In der Breite zeigt sich dieser Qualitätsverlust aber sehr wohl. Man hat die entstandenen Lücken mit Perspektivspielern geschlossen und gehofft, dass sie schnell in ihre Rollen hineinwachsen.
Dann begann die laufende Saison - leider haben unsere Innenverteidigung, aber auch Leistungsträger wie Baumann und Diego einen schlechten Saisonstart erwischt. Fritz, Rosenberg und Pasanen suchen auch in der Rückrunde noch die Form der Vorsaison. Hunt und Jensen sind bislang noch nicht wieder fit, auf der linken Seite können weder Boenisch noch Tosic die in sie gesteckten Hoffnungen erfüllen.
Hier kommen natürlich viele Parameter zusammen, die man vor der Saison nicht mit einkalkuliert hat - zusätzlich zu den Baustellen, die ohnehin schon durch die Abgänge entstanden sind. Ich will nicht sagen, dass diese Abgänge die Saison gerettet hätten - allerdings hat jeder einzelne von ihnen gezeigt, dass er in guter körperlicher Verfassung auf jeden Fall auch ein Thema für die erste Elf war.
Nun ist die Frage:
Ist es mit diesen geringen Transfererlösen überhaupt möglich gewesen, diese Baustellen (4 Positionen!) mit gegebenen Mitteln adäquat zu schließen und gleichzeitig den Kader deutlich zu verstärken? Kann man diese Verantwortung allein in die Hände von Klaus Allofs legen, oder spielen nicht vielleicht doch ein paar andere Probleme eine Rolle (wie zum Beispiel der schnöde Mammon)?
Hier wäre einmal mehr ein glückliches Händchen notwendig gewesen, das man zum Beispiel bei Ismael oder Micoud hatte. Ob man solche Transfers aber auf Abruf hinbekommt, wage ich mal zu bezweifeln. Das ist absolut nicht die Regel, was man einigen scheinbar immer wieder vor Augen führen muss.
Auf der anderen Seite nochmal einen Schritt zu wagen wie bei Carlos Alberto, hätte uns durchaus das letzte Bisschen Handlungsfähigkeit rauben können. Selbst die teuren Spieler von Hamburg, Wolfsburg und Schalke haben bei weitem nicht das gehalten, was sie aufgrund der hohen Ablösesummen versprochen haben. Das ist irgendwo auch ein Indiz dafür, dass die Preisentwicklung rasanter fortgeschritten ist als viele hier annehmen - und als Werder Bremen nötige Geldquellen erschließen kann. Daraus resultiert dann auch die immer weiter sinkende Bereitschaft, ad hoc solche Summen zu investieren - noch vor 3-4 Jahren hätte man dafür Spieler bekommen, bei denen es wesentlich unwahrscheinlicher war dass sie floppen.
Fazit:
Möglicherweise wären im Sommer tatsächlich ein oder zwei gestande Spieler mehr möglich gewesen - ich weiß es nicht, kann es auch nicht abstreiten. Aber selbst wenn wir unser finanzielles Polster im Sommer nicht vollständig ausgenutzt haben, halte ich es doch immer noch für sehr vermessen, einer einzelnen Person die Schuld für die derzeitige Entwicklung zu geben. Egal ob er nun Allofs oder sonstwie heißt.
Hierfür sind einfach auch zu viele Umstände zusammengekommen, die sich im Laufe der Saison leistungsstörend auf das Team ausgewirkt haben (siehe oben).
Diese Umstände kann man übrigens nicht nur hier sehr gut anführen, sondern auch im Rahmen der Trainerdiskussion.
1.)
Nach mehreren Jahren mit recht steiler Entwicklung erreicht man irgendwann zwangsläufig die Stagnation, es sei denn man steigert auch seine Ausgaben für den Kader in gleichem Maße. Auch die Bayern konnten sich zu Beginn der letzten Saison nur mit einem 70-Mio-Kraftakt steigern, nachdem sie zuvor gemerkt haben dass ihnen ohne Fluktiation ganz schnell der Ups, ich muss meine Wortwahl ändern
auf Grundeis gehen kann.2.)
Bisher haben wir in aller Regelmäßigkeit die Chance zur Qualitätssteigerung erhalten, nachdem uns ein Leistungsträger für teures Geld verlassen hat. Dies blieb zuletzt aus. Hierzu gab es 2 Meinungen. Die einen haben sich gefreut dass man nicht mehr nur der abgebende Ausbildungsverein ist, andere hätten gern diese Transfererlöse zur Reinvestition gehabt.
Im Nachhinein kann man wohl festhalten, dass uns solche Einnahmen in der Sommerpause definitiv weitergeholfen hätten.
3.)
In letzter Zeit haben Spieler wie Fritz, Jensen oder Frings ihre Verträge zu wesentlich besseren Konditionen verlängert ohne die zugrunde liegenden Leistungen im Nachhinein zu bestätigen. Dass das Gehalt dabei nach oben katapultiert wird, ist eine Sache. Was aber oft vergessen wird ist, dass nicht nur bei Neuverpflichtungen Handgelder fließen, sondern mitunter auch bei Vertragsverlängerungen - zumindest dann, wenn weitere Angebote von anderen Clubs im Spiel sind. Inwieweit das in Bremen zutraf, kann ich natürlich nicht beurteilen. Aber diese Punkt sei mal erwähnt, da immer wieder argumentiert wird, ein paar Vertragsverlängerungen können ja nicht zu Lasten der finanziellen Handlungsfähigkeit bei Neuverpflichtungen gehen. Ich glaube, wenn bei Personalien wie Frings und Diego Handgelder zur Überzeugung der Spieler fließen, wirken sie sich bei einem Verein - gemeinsam mit der Gehaltserhöhung - sehr wohl aus.
Nun sehen wir eine Entwicklung, die uns allen sicherlich nicht schmeckt.
Einige Kritiker haben insofern Recht behalten, dass sich eine gewisse Stagnation schon vorher angedeutet hat. Meiner Meinung nach werden aber falsche Schlüsse draus gezogen.
Wer hierfür unbedingt einen Schuldigen suchen will, soll das tun. Gleiches Recht für alle, auch für borowka6 und CR

Wie oben bereits erwähnt, sind im Sommer gleich mehrere Baustellen entstanden, ohne dass dem nennenswerte Erlöse gegenüberstanden.
Man hat mit Owomoyela, Klasnic, Borowski und Womé Leute verloren, die in ihrer letzten Werder-Saison in der Tat wenig bis gar nicht eingreifen konnten. Hieraus hat man auch von offizieller Seite Hoffnung geschöpft, dass sich zumindest die erste Elf qualitativ nicht verschlechtert. Wie viele andere User im Forum, hatte auch ich diese Hoffnung.
In der Breite zeigt sich dieser Qualitätsverlust aber sehr wohl. Man hat die entstandenen Lücken mit Perspektivspielern geschlossen und gehofft, dass sie schnell in ihre Rollen hineinwachsen.
Dann begann die laufende Saison - leider haben unsere Innenverteidigung, aber auch Leistungsträger wie Baumann und Diego einen schlechten Saisonstart erwischt. Fritz, Rosenberg und Pasanen suchen auch in der Rückrunde noch die Form der Vorsaison. Hunt und Jensen sind bislang noch nicht wieder fit, auf der linken Seite können weder Boenisch noch Tosic die in sie gesteckten Hoffnungen erfüllen.
Hier kommen natürlich viele Parameter zusammen, die man vor der Saison nicht mit einkalkuliert hat - zusätzlich zu den Baustellen, die ohnehin schon durch die Abgänge entstanden sind. Ich will nicht sagen, dass diese Abgänge die Saison gerettet hätten - allerdings hat jeder einzelne von ihnen gezeigt, dass er in guter körperlicher Verfassung auf jeden Fall auch ein Thema für die erste Elf war.
Nun ist die Frage:
Ist es mit diesen geringen Transfererlösen überhaupt möglich gewesen, diese Baustellen (4 Positionen!) mit gegebenen Mitteln adäquat zu schließen und gleichzeitig den Kader deutlich zu verstärken? Kann man diese Verantwortung allein in die Hände von Klaus Allofs legen, oder spielen nicht vielleicht doch ein paar andere Probleme eine Rolle (wie zum Beispiel der schnöde Mammon)?
Hier wäre einmal mehr ein glückliches Händchen notwendig gewesen, das man zum Beispiel bei Ismael oder Micoud hatte. Ob man solche Transfers aber auf Abruf hinbekommt, wage ich mal zu bezweifeln. Das ist absolut nicht die Regel, was man einigen scheinbar immer wieder vor Augen führen muss.
Auf der anderen Seite nochmal einen Schritt zu wagen wie bei Carlos Alberto, hätte uns durchaus das letzte Bisschen Handlungsfähigkeit rauben können. Selbst die teuren Spieler von Hamburg, Wolfsburg und Schalke haben bei weitem nicht das gehalten, was sie aufgrund der hohen Ablösesummen versprochen haben. Das ist irgendwo auch ein Indiz dafür, dass die Preisentwicklung rasanter fortgeschritten ist als viele hier annehmen - und als Werder Bremen nötige Geldquellen erschließen kann. Daraus resultiert dann auch die immer weiter sinkende Bereitschaft, ad hoc solche Summen zu investieren - noch vor 3-4 Jahren hätte man dafür Spieler bekommen, bei denen es wesentlich unwahrscheinlicher war dass sie floppen.
Fazit:
Möglicherweise wären im Sommer tatsächlich ein oder zwei gestande Spieler mehr möglich gewesen - ich weiß es nicht, kann es auch nicht abstreiten. Aber selbst wenn wir unser finanzielles Polster im Sommer nicht vollständig ausgenutzt haben, halte ich es doch immer noch für sehr vermessen, einer einzelnen Person die Schuld für die derzeitige Entwicklung zu geben. Egal ob er nun Allofs oder sonstwie heißt.
Hierfür sind einfach auch zu viele Umstände zusammengekommen, die sich im Laufe der Saison leistungsstörend auf das Team ausgewirkt haben (siehe oben).
Diese Umstände kann man übrigens nicht nur hier sehr gut anführen, sondern auch im Rahmen der Trainerdiskussion.
Die verlieren zu Hause gegen Bielefeld!
Von wegen ... Nur noch lächerlich.

