Ich weiß gar nicht, welche "Negativsuppe" du da meinst. Es gibt einige, die die Leistungen von Werder etwas positiver sehen und welche, die etwas kritischer sind. Und du wirst lange suchen müssen, bis du jemanden findest, der nicht zustimmen würde, dass es eine Verbesserung in Werders Spiel im Vergleich zur letzten Saison gegeben hat. Die Frage ist doch: reicht diese Verbesserung, konnte man mehr erwarten oder musste man das gar?
ach, was ich meine is relativ schnell erklärt. sieh dir mal die beträge in den spieltagsthreads an. das in verbindung mit der hier geäusserten, teils berechtigten teils unberechtigten, kritik, plus das einschiessen auf leute, die in der ganzen sache eben eine positive entwicklung sehen und sich darüber freuen, weil sie selbst genervt oder angefressen sind aus unterschiedlichsten gründen.
da kommt man relativ schnell auf den trichter das manche einfach was zum meckern brauchen, als ob sie inner kneipe sitzen und sich über ihre ehe auslassen.
Ja, wobei ich die Probleme im Offensivspiel nicht nur ganz am Ende im Abschluss suchen würde. MMn werden viele Chancen auch deswegen nicht genutzt, weil sie nur suboptimal ausgespielt werden. So kommt der letzte Pass zwar oft irgendwie an, aber auch oft nicht so, dass der Abschluss einfach wird. Da würde man mMn mit noch mehr Genauigkeit und Konzentration mehr Erfolg haben.
das is zum beispiel einer der punkte, den ich als gerechtfertigte kritik sehe.
da fehlt es dann teilweise noch an ruhe, übersicht, präzision oder letzter konsequenz.
exemplarisches beispiel dafür wie ich finde ist die partie gegen hoffenheim, die wir ja zweifelsfrei über 70 minuten klar dominiert haben.
aber was da an chancen war, war teilweise wirklich sehr schön herausgespielt. ein teil aber auch echt fahrlässig umgesetzt, was uns selbst das leben dann wieder schwer machte.
der schuss von de bruyne, während mind. 2 besser postiert waren und ein einfacher querpass für den sicheren abschluss genügt hätte.
die flache flanke in den lauf von petersen die leider nicht einen ticken weiter vor seinen füßen gelandet ist, so das er abstoppen musste und nicht die wucht hinter den ball bekam. usw.
bei schaaf hab ich manchmal den eindruck, dass es nur um den reinen abschluss ginge, was mich an das sondertraining von marin erinnerte und effektiv nicht wirklich was gebracht hatte.
thomas sagte zwar sowas in der richtung, das wir gezielter den abschluss suchen müssen und nicht den ball ins tor tragen.. aber manchmal hab ich den eindruck, das eigentlich genau andersrum der fall ist. das die spieler manchmal zu egoistisch (oder hektisch) sind im abschluss. insbesondere der kevin macht mir dahingehend n bisschen kopfschmerzen. und ich bin mir noch nicht sicher, ob es an seinem spielertyp liegt oder ob er einfach manchmal nur n egofilm fährt. und wenn letzteres der fall ist, ob es an seinem jungen alter liegt oder weil er nicht die identifikation mit dem club hat (weil er eben nur geliehen ist und eigentlich zu chelsea will). vielleicht tue ich dem jungen mit diesen gedanken unrecht - aber im moment hab ich doch manchmal so meine kleinen zweifel, auch wenn ich ihn für ein begnadetes talent halte und würde mir manches mal einen ticken mehr mannschaftsdienliche spielweise wünschen, wie in besagter szene mit dem querlegen.
aber das ist etwas, was ich generell beobachte, nicht nur bei ihm, dass manchmal der ideale zeitpunkt für eine aktion nicht sitzt, sei es nun im 1gg1 oder im aufbau des angriffs um den gegnerischen 16er beim verschieben und co. was letzteres anbelangt, ist es mir manchmal noch etwas zu kopflos auch wenn es oft schön und schnell aussieht. richtige stafetten sind aber eher eine seltenheit. so zumindest mein eindruck.
ich lese da nichts von armageddon. ich halte das eher für ne spitze bzw. n witz, weil man ihm als er bei wolfsburg war, ja hartherz weg an die weser gelotst hat.