Der Zusammenhang ist mMn. unübersehbar. Gladbach hat von einem eingespielten funktionierenden Kollektiv profitiert. Natürlich war das eine starke Saison und auch gut gemacht von Favre. Ich möchte nur darauf hinaus, dass so getan wird als könne ein Favre mit jeder Widrigkeit umgehen während Schaaf die letzte Niete ist. Man kann darüber diskutieren, welchen Anteil Trainingsmethoden etc. an der fast zweijährigen Verletzungsmisere hatten. Fakt bleibt aber, dass Schaaf keine zwei Spiele in Folge mit der selben Mannschaft spielen konnte. Und man kann und muss auch anerkennen, dass Schaaf mit einer runderneuerten Mannschaft diese Saison einen guten Fußball spielen lässt.
Von den 11 Spielen in dieser Hinrunde die nicht gewonnen worden sind kannst du an weniger als einer Hand jene Spiele abzählen bei denen man nicht guten Gewissens sagen kann: Die hätte Werder auch gewinnen können. Über Dortmund und Hannover zu Saisonbeginn muss man kaum reden. Das Spiel gegen Stuttgart war dumm, denen wurde der Punkt geschenkt. Was passiert, wenn Arnautovic gegen Bayern die Führung erzielt? Die Spiele gegen Fürth und Schalke waren überlegen und müssen gewonnen werden. Gegen Wolfsburg werden wir vom Schiri verpfiffen, die waren chancenlos bis zur lachhaften Roten (die Dortmunder können gegen den selben Gegner ein Lied davon singen). Gegen Nürnberg muss man klar und deutlich gewinnen. Was bleibt? Leverkusen war eine Lehrstunde, wenngleich das Ergebnis deutlich zu hoch ist. Gegen Frankfurt war man mal wieder überlegen und kassiert dann ein Zufallstor und einen Sonntagsschuss. Es bleibt eigentlich nur ein einziges wirklich richtig schlechtes Spiel und das war gegen Augsburg. Wie man da in diese Weltuntergangsstimmung verfallen kann, ich verstehe es nicht. Vor allem nach der letzten Saison und der diese Saison gezeigten Spielfreude.