Ich würde mich sehr freuen, wenn Thomas mit dem SVW nochmal die Schale holt! Dafür muss TS aber wieder zur sicheren Defensive und dem schnellen KO für den Gegner übergehen. Offensiv hat das Team das drauf und auch defensiv ist es nicht unmöglich, wenn man sich endlich mal der Problemsituation auf der 6 zuwendet und sich auch dort defeniver ausgerichtet aufstellt. Punktuell kann man dann über das Pressing auch viel mehr Punch entwickeln....:O
Bezweifel ich doch sehr, dass Thomas hier nochmals die Schale holt.
Das kraftaufwendende Offensiv-Spiel, das überhastete Verschieben der Mannschaftsteile, die shice Abstimmung zwischen Abwehr und Offensive lassen mich zweifeln, dass wir mit Schaaf jemals wieder an die Fleischtöpfe der CL kommen.
Die Geschichte fing doch schon 2009 an. Da hat jeder am Ende geschluckt, wie ein so gespickter Kader mit Ausnahme-Talenten im Mittelfeld a la Diego und Özil am Ende auf Platz 10 der Liga landet. Versüßt wurde das mit dem Pokalgewinn, aber das Offensivspiel wurde imer ungenauer, hatte nicht mehr den Punch, wie die Lange Phase davor.
Ich glaube das dieser Umstand nur bedingt Thomas Schaaf geschult ist, sondern eher dem Umstand, dass sich der Fussball seit 2009 stark verändert hat. Schaaf hat die Entwicklung entweder verschlafen oder findet kein Rezept sein Spiel dem Gegner anzupassen.
Es ist doch auffällig, dass eine Manschaft, die jahrelang ein Mandat auf die meißten Buden in der BL hatte, nur noch biederer Durschschnitt ist. Im verteidigen waren wir schon immer Luschen, aber die Offensive war unser Prunkstück. Und hier liegt die Betonung im Imperativ.
Wenn ich mir die letzten Auftritte von Werder Revue passieren lasse, sehe ich eine engagierte Mannschaft, die phasenweise großartig harmonisiert und ansehliche Ballstaffetten zaubert.
Bekommen wir aber einen eingeschenkt, haben wir die 60 Spielminute erreicht, investiert der Gegner Pressing im Mittelfeld, bricht die Stimmung, bricht die Kondition, bricht die Konzentration. Es ist nicht verwunderlich, dass wir kleine zwei Spiele am Stück gewinnen konnten. Die Frage, warum ist das so?
Ich für meinen Teil, erkläre es mir so:
1.) Das Spieltempo hat sich um längen gesteigert. Es reicht nicht mehr aus, sein Glück im schnellen One-Touch zu suchen, sondern das richtige Mass zwischen Pressing, Laufbereitschaft und Stellungsspiel ist entscheidend. Ich habe häufig den Eindruck, die Mannschaft ist nach 60 Minuten platt. Bin ich da der einzige?
2.) Eine Spielausrichtung reicht nicht für die BL. Wenn Thomas Schaaf immer so schön in die Runde sagt, die Jungs müßen was anbieten, denk ich jedesmal, fass dich doch erst einmal an die eigen Nase.
Auch hier habe ich den Eindruck, dass es Schaaf gar nicht kratzt, ob sein Gegner defensiv mit 10 Mann im eigenen 16er steht, ob sie auf Konter lauern, ob sie versuchen werden, dass Spiel an sich zu reißen. Die Antwort ist doch meißt eh immer dieselbe: Wir spielen unsere offensiven Stiefel runter. Kein Plan B, erst recht kein Plan C.
3.) Einflüße von außen. Woher sollten sie auch kommen, trainieren wir doch seit gefühlten hundert Jahren mit dem selben Trainerstamm. Was die einen als Traditionen sehen, als Antizyklus in einer Hire und Fire Gesellschaft, kann auf die Dauer sich negativ auswirken. Natürlich verspricht eine Auswechselung des sprortlich verantwortlichen Personals keinen Erfolg, aber mit ihm haben wir diesen auch nicht. Ein Einfluss von Außen bringt immer Unruhe, immer Veränderung, immer etwas Neues mit. Das kann aber auch von Vorteil verstanden werden. Es bedeutet häufig, dass man an sich selbst arbeiten muß, seine Aktionen hinterfragen muß, eben selbstreflektiert.
Jedem bleibt selbst überlassen, ob er glaubt Werder befinde sich auf den richtigen Gleis in den modernen Fussball. Jeder soll selbst entscheiden, ob Schaaf weiterhin der richtige Mann für diese Aufgaben ist. Aber um nochmals den Bogen zu spannen: Ich bezweifel sehr stark, dass Werder unter Schaaf jemals wieder unter die ersten Plätze der Bundesliag gelangen wird. Dafür bietet mir der Trainer zu wenig an
