@FatTony
Bei jeder versemmelten Chance hattest Du stetig das Gefühl, dass diese besser ausgespielt werden könnten, wenn es nur ein paar abgestimmte Laufwege gäbe oder offensive Zuordnungen. Gegen einen Gegner, der trotz betont deskruktiver Gangart immer anfällig war.
Und dieses völlig eindimensionale Konzept, tumbes Anrennen, was so ca. ab der 60. Minute in einer Mixtur an Verzweiflung einerseits und in Lethargie/ Konzentrationsschwächen (defensiv wie offensiv) andererseits mündet, erinnert fatal an die Zeiten zwischen ca. 2006-2010. Wo mit dem konsequenten Ignorieren dieser schlimmen Mängel in Sachen strategische Spielführung, taktische Variabilität, Defensive, Balance, Kompaktheit letztlich die Anfänge des Niederganges geschaffen wurden.
Es ist so, wie im Sommer befürchtet.
Wir haben eine Fortentwicklung, es ist gelungen, Spielweise und System zu modifizieren, sowie eine gesündere Mischung in der Truppe zu schaffen. Aber es nützt eben letztlich nur wenig, solange die Kerndefizite bestehen bleiben.
Werder kann eine Mannschaft nicht zielführend entwickeln, indem versucht wird, ein Fussball wiederzubeleben, der nur in ganz bestimmter Konstellation (die es heute nicht mehr gibt) früher mal einigermaßen erfolgreich war. Verkennen der entscheidenden Ursachen für den Absturz, dazu Glauben an Vergangenes und deshalb keine Orientierung an der Realität. Gefährlich, das Ganze.