Thomas Schaaf (verlässt Werder Bremen mit sofortiger Wirkung!)

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Der Umbruch läuft - wie ist Eure aktuelle Meinung zu unserem Trainer?

  • TS genießt auch weit über die Saison hinaus weiterhin mein uneingeschränktes Vertrauen

    Votes: 288 30,4%
  • Wenn in der kommenden Saison kein internationaler Wettbewerb erreicht wird, sollte TS gehen

    Votes: 94 9,9%
  • Wenn in dieser Saison kein internationaler Wettberwerb erreicht wird, sollte TS gehen

    Votes: 67 7,1%
  • TS wird mit diesem Verein keinen Erfolg mehr haben und sollte spätestens im Sommer gehen

    Votes: 266 28,1%
  • TS sollte sofort gehen, um einen möglichen Abstiegskampf diese Saison zu vermeiden

    Votes: 231 24,4%

  • Total voters
    946
Status
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Werder hat im Moment, oder schon die ganze Hinrunde, eine Ergebniskrise und keine spielerische Krise. Natürlich war das Defensivverhalten auch öfters nicht so besonders. Ich finde, Werder hat in den letzten Spielen insgesamt gute, engagierte Leistungen gebracht, nur leider haben die Ergebnisse nicht gestimmt. Die Formkurve ist wieder angstiegen, nachdem es zeitweise auch sehr schlechte Partien abgeliefert wurden.
Nach der jetzt steigenden Formkurve gibt es überhaupt keinen Grund, einen neuen Trainer zu fordern.
 
Dem halte ich mal folgenden Beitrag aus dem Worum entgegen, dessen Inhalt ich bis auf den ersten Satz im vorletzten Absatz voll und ganz zustimme. Der Verfasser dürfte auch hier im Forum unter demselben Nick vertreten sein.

Zitat von User monsieur nobbs aus dem Worum:

Meiner Meinung nach gibt es diese Saison so einiges zu kritisieren, für das auch TS mitverantwortlich gemacht werden kann:

1. Wir sind vielversprechend in die Saison gestartet. Meine Hoffnung war, dass wir stabile Leistungen zu Gesicht bekommen, wenn diese Umbruchself erst einmal zusammengewachsen ist. Leider war das erste Saisonspiel um Längen besser als die letzten zehn Auftritte. Es ist keine positive Entwicklung zu erkennen - eher umgekehrt. Man kann dies auch nicht mehr als einen dem Umbruch geschuldeten Rückschlag werten. Es entwickelt sich nicht einmal gefühlt irgendwas...

2. Heute gegen Nürnberg habe ich auch nicht zum ersten Mal beobachtet, dass wir uns in frühen Spielphasen wie die Bekloppten austoben, nur um uns dann später quasi umschnippen zu lassen. Wir haben nicht mal ne Doppelbelastung und sind gefühlt ab Minute 60 einfach platt.

3. Damit einher geht mein Eindruck, dass wir selbst offensiv nicht wirklich einen Plan auf dem Spielfeld haben. Man könnte unser Vorgehen fast als bloße - und hirnlose - Offensivgewalt bezeichnen. Im Grunde haben wir so auch schon zu Zeiten von Diego gespielt. Nun haben wir aber normal veranlagte Stürmer da vorne und keine Pizzas oder Kloses mehr. Trotz der Vielzahl an Torschüssen behaupte ich, dass es unsere Stürmer schwer haben. Ein strukturierter und auch mit einer gewissen Sicherheit vorgetragener Spielaufbau würde es den Stürmern viel leichter machen, Situationen zu antizipieren und dementsprechend zu schalten. Hektisch vorgetragene Angriffe lassen sich nur selten kaltschnäuzig vollenden. Selbst Pizarro hat doch in seinen letzten zwei Jahren unglaublich viele Großchancen vergeben. Und nebenbei haben unsere Abwehrspieler auch nicht die geringste Pufferzone vor sich.

4. Mir kann keiner erzählen, dass Schaaf ein großer Motivator ist. Sobald man eine etwas sorglose Einstellung vor Spielen erwarten kann, wird diese auch an den Tag gelegt. Selbst in Spielen, wo die Laufbereitschaft stimmt, vermisse ich oft die letzte Geilheit auf dem Platz. Dazu gehört auch, dass man mal angemessen auf dem Feld kommuniziert. Gibt es überhaupt einen Spieler außer Socke, der mal ein wenig wachrüttelt? Klar, die Spieler fühlen sich wohl bei Schaaf. Aber ist das immer ein gutes Zeichen? Auch der regelmäßige Kollektivschlaf nach Halbzeitpausen gibt mir in der Hinsicht zu denken.

5. Dieser Kritikpunkt ist eher eine Befürchtung als eine Behauptung. Vor und in der Anfangsphase der Saison haben wir alle geschwärmt, was TS für ein warmer, humorvoller und kuscheliger Trainer sein kann. Das blühende Leben und ein Quell an Optimismus. Ich befürchte jedoch, dass es sich nur um eine laue Sommerbrise handelte. Vermehrt sehe ich ihn wieder kauernd und in sich gekehrt. Und wenn Regungen kommen, dann die wegwerfende Hand oder panisches Gemotze. Er probiert inzwischen auch nicht mehr viel mit seinen Standardwechseln ab Minute 66, sodass ich die Gefahr sehe, dass Spieler wie Lücke nach und nach desillusioniert werden. Es bringt dann auch nichts, wenn er der jungen Truppe stoisch und bedingungslos ne tolle Leistung bescheinigt. Sollte es innerhalb der Winterpause viele Diskussionen um ihn geben und zusätzlich der Rückrundenauftakt in die Hose gehen, haben wir möglicherweise unseren grummelnden Phrasendrescher wieder zurück.

Ich glaube, dass es insgesamt unter einem anderen Trainer viel schlimmer aussehen könnte. Jedoch sehe ich auf der anderen Seite unter Schaaf kaum Spielraum nach oben. Ich erkenne bei ihm einfach keine Visionen mehr. Von daher passt Paetkes (?) Analogie mit dem alten Ehepaar ganz gut.

Wie geht's? Muss ja...
 
Das 1. Spiel der Saison gegen Dortmund, unglaublich gutes Spiel, wo wir die bessere Mannschaft waren und unglücklich verloren hatten. Meisten rechneten mit EL Platz, einige wagten sogar zu sagen, dass CL möglich wäre. Wie so oft in den letzten Jahren, startet man gut und wird immer schlechter und schlechter.

Auch mit den Spielern fallt mir dieses Phänomen auf:
Affolter - Debütspiel, jeder dachte das wird ein neuer Star IV ...
Sokratis bärkenstarke letzte Saison ( whs geschuldet durch EM )
Iggy - seine ersten Spiele für Werder als LV
Wesley ( Verletzung ? Aber danach auch nicht mehr beachtet, ähnlicher Fall wie Eckici)
Füllkrug - BÄRENSTARKE Vorbereitung, aktuell nichts mehr davon zu sehen.

Eine positive Entwicklung hat auch keiner der Spieler angenommen seit Özil/Micoud/Diego. Ausgenommen Junuzovic und teilweise Arnautovic ( Arnautovic spielte in der NM schon immer bärenstark, weil er dort auf der richtigen Position eingesetzt wurde... )


Selten war es so " leicht " die internationalen Plätze zu erreichen. Schade, dass man Angst vor einer Trainerveränderung hat.

PS: Das gibt es auch nur in Bremen, dass man Internationale Plätze als Ziel ausgibt und keine 2 Spiele hintereinander gewinnt während der Trainer noch im Amt ist
 
Bei allem Lob für unser Spiel, ist euch schon folgendes aufgefallen, TS ist es scheinbar nicht.

Unser SPiel ist einzig darauf abgerichtet ein Tor zu erzielen. (was ja im Fußball so sein soll). Es fehlt aber die Ausgewogenheit nach hinten.
Das merkt man je länger wir anrennen. In der 1. Hz oft mit der Devise, kontrollierte Offensive. Ab der 2. dann teilweise auch mit dem Kopf durch die Wand.
Der Gegner muss unser Mannschaft dabei nur suggerieren, dass sie einzig auf Defensive Absicherung aus ist. WIr lösen dann nach und nach unsere 6er Position auf.
Und das machen auch die Bayern, Dortmund und Leverkusen gegen uns. Sie lassen uns die Räume wo Sie wissen wir rücken auf und das eigene Tor kommt nicht in Gefahr. Nicht umsonst fangen wir uns das 0:1 gegen Bayern aus einem Konter.

Ich hoffe wir etablieren einen richtigen 6er -das kann gern auch Junu sein nur dann defensiver "angekettet"- der diese Position 90 Minuten ausfüllt.
 
@FatTony
Bei jeder versemmelten Chance hattest Du stetig das Gefühl, dass diese besser ausgespielt werden könnten, wenn es nur ein paar abgestimmte Laufwege gäbe oder offensive Zuordnungen. Gegen einen Gegner, der trotz betont deskruktiver Gangart immer anfällig war.

Und dieses völlig eindimensionale Konzept, tumbes Anrennen, was so ca. ab der 60. Minute in einer Mixtur an Verzweiflung einerseits und in Lethargie/ Konzentrationsschwächen (defensiv wie offensiv) andererseits mündet, erinnert fatal an die Zeiten zwischen ca. 2006-2010. Wo mit dem konsequenten Ignorieren dieser schlimmen Mängel in Sachen strategische Spielführung, taktische Variabilität, Defensive, Balance, Kompaktheit letztlich die Anfänge des Niederganges geschaffen wurden.

Es ist so, wie im Sommer befürchtet.
Wir haben eine Fortentwicklung, es ist gelungen, Spielweise und System zu modifizieren, sowie eine gesündere Mischung in der Truppe zu schaffen. Aber es nützt eben letztlich nur wenig, solange die Kerndefizite bestehen bleiben.

Werder kann eine Mannschaft nicht zielführend entwickeln, indem versucht wird, ein Fussball wiederzubeleben, der nur in ganz bestimmter Konstellation (die es heute nicht mehr gibt) früher mal einigermaßen erfolgreich war. Verkennen der entscheidenden Ursachen für den Absturz, dazu Glauben an Vergangenes und deshalb keine Orientierung an der Realität. Gefährlich, das Ganze.

1899% Zustimmung :tnx:

Zu den von Mick_666 erwähnten Gefahren und Fehlern gesellt sich noch die Fahrlässigkeit, diese Hinrunde mit einer "Ergebniskrise" beschönigen zu wollen. Sicher, ein Trainer kann grundsätzlich nix dafür, wenn seine Spieler das Tor nicht treffen, aber vergebene Torchancen sind bestimmt nicht alleine auf der bequemen Ausrede von Pech begründbar, sondern eine Sache des Trainings und vor allem der Konzentration. Dieser Mangel an Konzentration hat uns bei der Schaaf-Truppe, egal wer auf dem Platz stand, wie hier zu Recht angemerkt seit 2006 vorne wie hinten schon zahlreiche Punkte gekostet und ist somit eines der wegbrechenden Säulen, die den Absturz ins graue Mittelmaß begründet haben.
 
Ich kann auch das Geseier mit der fehlenden Abstimmung und den Laufwegen nicht mehr hören, ebensowenig das Genörgel über die Arnautovic-Auswechslung gestern. Arnautovic zum Beispiel ist ein Spieler, der es mal kann, der gestern auch 30 Minuten präsent ist, sich dann über irgendetwas ärgert, nur noch hadert und absichtlich lässig Tippkick spielt. Den hätte man sofort oder spätestens zur Halbzeit rausnehmen können.

Oder nimm Elia, der hat sich dauernd hinter Chandler versteckt, um bloß nicht angespielt zu werden, der ist nie entgegengekommen, fast nie steil gestartet. Das hat meiner Meinung nach mit taktik sehr wenig und mit einer falschen Zusammenstellung der truppe sehr viel zu tun. Diese Spieler machen, je nach Lust und Laune, es mal richtig und mal falsch.
 
Eventuell hat sich das Thema Schaaf als Trainer hier bald ohnehin erledigt.

Dann sollen sie halt versuchen in Wolfsburg das vergangene Erfolgsrezept von Bremen nachzubauen. Sollte sie das Glück haben und irgendwo einen Micoud aus dem Ärmel ziehen, könnte es ja funktionieren! Jedoch glaube ich, dafür dass es so kam, spielten damals glückliche Umstände und der Zufall eine wichtige Rolle. Mittelfristig wird Bremen wieder einen Trainer finden, der hier gut hin paßt und vielleicht auch viel Schwung und Engagement eines jungen Trainers mitbringt. Vielleicht auch ein ausgewogenes defensiv-offensiv-Konzept mit mehr Wert auf fehlerloserem Kombinationsspiel, wer weiß?

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Wolfsburg-Gerüchte flammen auf
Schaaf sagt nicht nein zum VfL

http://www.kreiszeitung.de/sport/fussball/werder-bremen/schaaf-sagt-nicht-nein-2667911.html
 
Gestern konnte ich endlich mal wieder ein Werderspiel am Stück ansehen, nachdem die letzten Wochen immer etwas anderes dazwischen kam. Ich muss sagen, dass ich von der ersten guten halben Stunde sehr angetan war. Werder hat schnell gespielt und Nürnberg gut unter Druck gesetzt. Bis zum Sechzehner sah das wirklich gut aus. Wären in dieser Phase 1-2 Tore gefallen, so hätte man das Spiel gewonnen, da bin ich mir sicher. Allerdings waren schon in der Phase die Chancen kaum wirklich bis zum Ende herausgespielt, sondern "ergaben" sich irgendwie. Mit einem saubereren letzten Pass wäre da noch mehr drin gewesen.

Zum Ende der ersten Halbzeit und noch schlimmer in der zweiten Halbzeit schien Werder aber Stück für Stück sein Konzept zu verlieren. Es wurde immer noch (und immer nur) schnell nach vorne gespielt, aber es schien irgendwie keine Idee da zu sein, wie man das ganze aufziehen sollte. Dementsprechend häuften sich Abspielfehler und es wurde sich mehr und mehr einfach festgelaufen (besonders Elia, der immer gewillt schien, aber mittlerweile gar kein Selbstvertrauen mehr zu haben scheint). Da fehlte mir mal eine Alternative - eine Idee, wie man auf einem anderen Weg zum Erfolg kommen konnte. Jeder Angriff von Werder sah wie ein Konter aus - selbst wenn es keiner war. Das war oft viel zu überhastet. Dazu kam, dass ich mich schon nach einer halben Stunde gefragt habe, wie das Werder-Mittelfeld dieses Tempo über 90 Minuten aushalten sollte. Es kann doch nicht sein, dass alle von der ersten Minute an durchgängig wie die bekloppten rennen und dann irgendwann nach 60-80 Minuten platt und unkonzentriert werden. Da muss doch auch mal das Tempo variiert werden, um seine Kraft einzuteilen und evt. auch nochmal zum Ende des Spiels gut Druck machen zu können.

Ich habe übrigens Nürnberg nicht so schlecht gesehen gestern, wie viele hier. Wie schon jemand schrieb, waren die mannschaftlich sehr geschlossen und haben hinten mMn gut die Räume zugemacht. Dass nach vorne wenig lief lag aber meiner Ansicht nicht ausschließlich an einer guten Abwehrarbeit Werders, sondern auch zum großen Teil an Nürnberger Ungenauigkeiten im Angriff. Da wurden einige unnötige Fehlpässe gespielt und damit vielversprechende Situation leichtfertig liegen gelassen. Das hätte mit etwas mit etwas konzentrierteren Nürnberger Angriffspielern auch ganz anders aussehen können gestern.

Dass TS Arnautovic und Hunt rausgenommen hat, konnte ich nachvollziehen. Arni war spätestens nach seiner vergebenen Großchance völlig von der Rolle und Hunt wirkte nach seiner Verletzungspause einfach zum Ende hin platt. Allerdings hätte ich mir schon früher einen Wechsel gewünscht, der frischen Wind und neue Ideen in Werders Spiel gebracht hätte. Keine Wechsel sind ja auch ein Zeichen für "weiter so", während mMn zu Beginn der zweiten Halbzeit da durchaus Veränderungen sinnvoll gewesen wären (s.o.).

Letztendlich muss man mit dem 1-1 zufrieden sein. Hätte man die Chancen der ersten HZ genutzt, wäre da sicher mehr drin gewesen, aber irgendwie konnte man im Laufe der zweiten HZ schon ahnen, dass es noch zu einem Rückstand kommen könnte. Wie gut, dass Werder endlich auch mal das Glück hatte, dass sich eine Fehlentscheidung positiv ausgewirkt hat und man so nicht noch mit einer Niederlage in die Winterpause gegangen ist.

Insgesamt hinterlässt dieses Spiel bei mir die gleichen gemischten Gefühle wie die gesamte Hinrunde: irgendwie sah das nicht schlecht aus (und ist viel ansehnlicher als das Gegurke der letzten beiden Jahre), aber so richtig befriedigend ist das alles noch bei weitem nicht. Irgendwie hatte ich gestern nicht das Gefühl, als hätte diese Mannschaft bereits eine komplette Halbserie (und eine ewig lange Vorbereitung) zusammen auf dem Buckel, sondern wäre noch recht frisch zusammen gewürfelt. Da ist viel kreatives Chaos auf dem Platz, aber nur wenige aufeinander abgestimmte Laufwege. Zu dem Zeitpunkt der Saison hätte ich mir da mehr erwartet - trotz des Umbruchs und des Alters der Mannschaft.
 
"Wir sind alle sehr positiv von dieser Mannschaft angetan, vor allem wie sie arbeitet. Da hätte ich mit mehr Schwierigkeiten gerechnet", so Schaaf.
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Omg!:face:


Sorry, aber dieser Artikel sagt mal so gar nichts aus ud ich sehe da nicht einmal den Ansatz einer Tendenz zu einem Wechsel nach WOB. TS wird hier wahrscheinlich seinen Vertrag erfüllen und womöglich noch verlängern. Es ist schwer zu sagen , was ein anderer Trainer hier erreichen würde, käme auch auf den Typ Trainer an. Wie @monsieur nobbs bin ich aber der Meinung, dass der Weg mit Schaaf nicht mehr nach oben gehen wird, eher in Richtung Abstiegszone/ graue Maus der Liga wie 95-2003.
Allerdings meine ich, dass ein anderer Trainer es nicht viel schlechter machen könnte als TS in den letzten 2,5 Jahren. Vielleicht wäre der Fußball weniger attraktiv, ich für meinen Teil würde es begrüßen, nicht immer dieses Spektakel und dabei diese Anfälligkeit für Konter bei gnadenloser eigener Ineffezienz zwischen Aufwand und Ertrag zu sehen. 2009 hätte er gehen sollen, er wäre ein Held gewesen.
 
Ich kann auch das Geseier mit der fehlenden Abstimmung und den Laufwegen nicht mehr hören, ebensowenig das Genörgel über die Arnautovic-Auswechslung gestern. Arnautovic zum Beispiel ist ein Spieler, der es mal kann, der gestern auch 30 Minuten präsent ist, sich dann über irgendetwas ärgert, nur noch hadert und absichtlich lässig Tippkick spielt. Den hätte man sofort oder spätestens zur Halbzeit rausnehmen können.

Oder nimm Elia, der hat sich dauernd hinter Chandler versteckt, um bloß nicht angespielt zu werden, der ist nie entgegengekommen, fast nie steil gestartet. Das hat meiner Meinung nach mit taktik sehr wenig und mit einer falschen Zusammenstellung der truppe sehr viel zu tun. Diese Spieler machen, je nach Lust und Laune, es mal richtig und mal falsch.
Wenn dem so ist,lieber Maddin,dann frage ich Dich,wieso ein Trainer nicht das Fingerspitzengefühl hat,dem (durch klare Worte oder einer früheren Auswechslung)zu begegnen.Beunruhigt es Dich nicht,daß man schon die Eieruhr danach stellen kann,wann ein Wechsel vollzogen wird und sich das Repertoire(?)inzwischen auf 3 Spieler beschränkt.Bist Du wirklich der Meinung,daß dies der Weg ist,den Gesamtkader so zu motivieren,daß er sich entsprechend weiterentwickeln kann?

Es geht doch nicht darum,ob Spieler "je nach Lust und Laune"es mal richtig oder falsch machen,es geht darum,daß ein Trainer dies gegen den Wind riecht und handlungsfähig ist,wenn sich so etwas anbahnt.
Diese Flexibilität habe ich auch in dieser Hinrunde(ohne Verletztenliste!!!)vermißt.
Was Schaaf inzwischen liefert,ist a.m.S. weder Fisch noch Fleisch.Weder dumm noch genial,-Mittelmaß,so wie es der Tabellenstand statuiert.
 
Wo hat denn Elia es besser gemacht? Das ist ein begabter Launenfußballer, darum ist er in Turin krachend gescheitert und darum war er auch in Hamburg nie konstant gut. Der fehler liegt darin, solche Spieler für viel Geld zu kaufen.
 
Über die Auswechelungen kann man immer geteilter Meinung sein.Was für mich viel gravirender ist,ist die Aussage von TS das er die Mannschaft in ihrem Offensivdrang nicht einbremsen will.Dies will im Prinzip von uns auch niemand,nur sollte dieser Drang geordnet sein,und nicht im Harakiristil.Und vorallem darf nicht der Rückwärtsgang vergessen werden.Bei fast jeder Ecke für Werder hat man als Werderfan mehr Angst als der Gegner.
 
Bei fast jeder Ecke für Werder hat man als Werderfan mehr Angst als der Gegner.

Wobei das mMn eher den Erfahrungen aus der Vergangenheit geschuldet ist. Denn mittlerweile wird bei Werder der Rückraum schon besser abgesichert, so dass seltener gefährliche Situationen entstehen.

Hat jemand eine Übersicht, wie viele Tore wir aus Kontern nach eigener Ecke in diese Hinrunde bekommen haben?
 
@FatTony
Bei jeder versemmelten Chance hattest Du stetig das Gefühl, dass diese besser ausgespielt werden könnten, wenn es nur ein paar abgestimmte Laufwege gäbe oder offensive Zuordnungen. Gegen einen Gegner, der trotz betont deskruktiver Gangart immer anfällig war.

Und dieses völlig eindimensionale Konzept, tumbes Anrennen, was so ca. ab der 60. Minute in einer Mixtur an Verzweiflung einerseits und in Lethargie/ Konzentrationsschwächen (defensiv wie offensiv) andererseits mündet, erinnert fatal an die Zeiten zwischen ca. 2006-2010. Wo mit dem konsequenten Ignorieren dieser schlimmen Mängel in Sachen strategische Spielführung, taktische Variabilität, Defensive, Balance, Kompaktheit letztlich die Anfänge des Niederganges geschaffen wurden.

Es ist so, wie im Sommer befürchtet.
Wir haben eine Fortentwicklung, es ist gelungen, Spielweise und System zu modifizieren, sowie eine gesündere Mischung in der Truppe zu schaffen. Aber es nützt eben letztlich nur wenig, solange die Kerndefizite bestehen bleiben.

Werder kann eine Mannschaft nicht zielführend entwickeln, indem versucht wird, ein Fussball wiederzubeleben, der nur in ganz bestimmter Konstellation (die es heute nicht mehr gibt) früher mal einigermaßen erfolgreich war. Verkennen der entscheidenden Ursachen für den Absturz, dazu Glauben an Vergangenes und deshalb keine Orientierung an der Realität. Gefährlich, das Ganze.

Entschuldige bitte, aber das ist ausgemachter Unsinn. Werder spielt extrem variabel, wechselt ständig die Seiten und zwar nicht nur durch präzise Flanken sondern durch ständige Rotation der Spieler. Kaum eine Mannschaft in der Vorrunde konnte das bisher unterbinden, was entscheidend der Grund dafür ist, dass wir uns in fast allen Spielen sehr viele Chancen erspielt haben. Es stimmt, dass am Ende nicht immer die beste Entscheidung gefunden wird, zu oft wird immernoch gepasst wo geschossen werden sollte und umgekehrt.

Was heißt hier außerdem eigentlich "Wiederbeleben" und "2006-2010"? Willst du hier implizieren, wir hätten wieder sowas wie eine Raute mit einem zentralen Spieler dem alle Verantwortung obliegt? Das ist totaler Quatsch, mit Verlaub.

Wir haben genau ein Problem: Präzision! Nur ein wenig mehr davon beim finalen Pass oder beim Abschluss und wir stehen punktemäßig mindestens im Bereich von Frankfurt.
 
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