Whisk(e)y

Das Problem sind sicherlich nicht nur die Aromastoffe. Alkohol oxidiert zu Essig, der Stoff ist irgendwann bestimmt sauer.

Sorry, aber das ist Mumpitz, zumindest bei einer Spirituose wie Whisk(e)y. Bier und Wein können oxidieren, weil diese Produkte durch natürliche Gärprozesse entstanden sind. Eine Spirituose ist dagegen ein Destillat, welches beim Brennvorgang einen so hohen Alkoholgehalt entwickelt, daß die für eine Oxidation verantwortlichen Essigbakterien absterben.
 
Sorry, aber das ist Mumpitz, zumindest bei einer Spirituose wie Whisk(e)y. Bier und Wein können oxidieren, weil diese Produkte durch natürliche Gärprozesse entstanden sind. Eine Spirituose ist dagegen ein Destillat, welches beim Brennvorgang einen so hohen Alkoholgehalt entwickelt, daß die für eine Oxidation verantwortlichen Essigbakterien absterben.

Sorry, aber ich verstehe auch ein bisschen was von Chemie. Der Prozess der Oxidation geht auch mit dem Luftsauerstoff ohne Bakterien vonstatten, nur halt erheblich langsamer. Oder was meinst du, warum es Sachen wie Branntweinessig gibt? Das ist derselbe Vorgang, nur durch Katalysatoren beschleunigt.

Whiek(e)y oxidiert bedeutend langsamer als Bier und Wein, weil er ohne Bakterien auskommen muss, aber er oxidiert. nur dauert das womöglich mehrere Jahre, bis man etwas schmeckt.
 
Die Beschreibung liest sich schon mal sehr gut. Und ich bin ohnehin gerade auf der Suche nach einer etwas günstigeren Flasche, um die nächste Bestellung voll zu bekommen. Nachdem der Auchentoshan schon ein Volltreffer war, werde ich den in jedem Fall in die engere Auswahl nehmen...

Hat auf jeden Fall ne leichte Trockenheit und der Rauch geht in Richtung Speck,dazu ein bisschen Frucht(jedenfalls die Frische)
Und zum Thema Bestellung: meine Weihnachtsbestellung ist heute eingetroffen :D


@Bremen der Classic of Islay ist ne geile Nummer :daumen:
Sehr starker Antritt,sehr Laga ähnlich aber wilder dazu schon ein für das Alter sehr ausgeprägte Süße mit schön starkem Rauch.Man merkt ihm das junge Alter an,was aber überhaupt nicht negativ ist
Edit: Ich denke er bringt noch etwas Lakritz mit,aber ich werde mich nochmal genauer dazu äußern wenn ich noch mal nen Dram davon teste.
 
Sorry, aber ich verstehe auch ein bisschen was von Chemie. Der Prozess der Oxidation geht auch mit dem Luftsauerstoff ohne Bakterien vonstatten, nur halt erheblich langsamer. Oder was meinst du, warum es Sachen wie Branntweinessig gibt? Das ist derselbe Vorgang, nur durch Katalysatoren beschleunigt.

Whiek(e)y oxidiert bedeutend langsamer als Bier und Wein, weil er ohne Bakterien auskommen muss, aber er oxidiert. nur dauert das womöglich mehrere Jahre, bis man etwas schmeckt.

Was die Herstellung von Branntweinessig angeht, hast du Recht. Hier wird ein alkoholhaltiges Ausgangsprodukt unter der Zugabe von Katalysatoren (in diesem Fall z.B. Essigbakterien) zu Branntweinessig fermentiert. Und die Fermentation ist, wie du richtig geschildert hast, ein Prozess, der auch mit Luftsauerstoff von statten gehen kann - und nebenbei bemerkt bei der Gewinnung von Essig sogar dabei sein muß, weil die Essigbakterien bei ihrer "Arbeit" Luftsauerstoff verbrauchen. Und auch wenn diese Essigbakterien auch grundsätzlich für eine Oxidation verantwortlich sind, so übersiehst du bei deinem Vergleich das entscheidende Kriterium:

Ausgangsprodukt für die Herstellung von Branntweinessig ist ein Destillat (Branntwein oder Agraralkohol). Aber um die Fermentation in Gang zu bekommen, muß vor der Zugabe von Katalysatoren noch ein entscheidender Schritt passieren: Das Destillat wird mit Wasser auf unter 15%vol. verdünnt. Warum? Weil der biochemische Prozess der Fermentation bei einem Alkoholgehalt von über 15%vol. gar nicht erst in Gang kommt (bzw. stoppt er, wenn diese Marke erreicht ist), denn Katalysatoren wie Essigbakterien (oder auch z.B. Hefen) sterben bei 15% vol. ab.

Demzufolge kann eine Getränk >15%vol. auch nicht zu Essig oxidieren, weil die dafür notwendigen Essigbakterien wie eben erwähnt bei diesem Alkoholgehalt absterben. Das, was z.B. beim Whisky für den Geschmacksverlust verantwortlich ist, sind daher ausschließlich durch Luftkontakt flüchtige Aromen- und Geschmacksstoffe.
 
@ Marvman

Klingt ja sehr verlockend, schick doch mal nen Dram durch die Leitung, ich revanchiere mich mit dem Christmas Peat. :D
 
Auch, wenn ich als zukünftiger Biochemiker begeistert von Biochemie bin, kann ich dir nur bedingt zustimmen. Ja, für eine biochemische Fermentation ist eine Mindestverdünnung notwendig. Nein, dass der Vorgang ausschließlich biochemisch stattfindet, stimmt so nicht. Allerdings - und da hast du vollkommen Recht - ist die Geschwindigkeit der nicht biochemischen Reaktion so gering, dass es vermutlich Jahrhunderte dauert, bis aus Whisky an der Luft Essig wird. Die Reaktion findet statt. Aber inzwischen ist auch mir klar, dass mir ein Denkfehler unterlaufen ist. Denn der Grund, weshalb Wein oxidiert liegt in der Tat an der Alkoholdehydrogenase der Bakterien. Und ohne dieses Enzym, welches ja tatsächlich nur ein Katalysator für den Oxidierungsprozess ist, findet die Reaktion derart langsam statt, dass man es kaum wahrnimmt.
 
, für eine biochemische Fermentation ist eine Mindestverdünnung notwendig. Nein, dass der Vorgang ausschließlich biochemisch stattfindet, stimmt so nicht.

Warum soll das denn bitte nicht stimmen? Zumindest stammt der Fermentation stammt aus dem lateinischem Wort fermentum = Gärung und das bedeutet die biologische Umwandlung von organischen Stoffe durch Enzyme, Pilze, , Bakterien oder sonstigen biologischen Zellkulturen.


,Allerdings - und da hast du vollkommen Recht - ist die Geschwindigkeit der nicht biochemischen Reaktion so gering, dass es vermutlich Jahrhunderte dauert, bis aus Whisky an der Luft Essig wird.

Selbst wenn es so sein sollte, was aufgrund der Anfälligkeit von Essigbakterien gegenüber eines Alkoholgehalts von > 15%vol. wohl kaum der Realität entspricht, ist diese von dir aufgestellte These nur eine theoretische, denn auch hier übersiehst du ein entscheidendes Kriterium: Wenn eine Spirituose nicht vakkumverschlossen ist, verdunstet schon im kühlen Schottland etwa 1% des Inhalts eines Behältnisses, auch "angels share" = Anteil der Engel genannt. D.h. das nach etwa 100 Jahren der Whisky schon komplett verdunstet ist, bevor eine etwaige Oxidation überhaupt bemerkbar ist.
 
ICh bin jedenfalls für jeden Grund dankbar, so oft wie möglich Whiskey zu trinken. Ich muss mal den Boubon von Blenton's alle machen, eine wirklich exzellente Flasche, zumal in dem Preisbereich. Davon werd ich auch noch andere Versionen mir zulegen.

:applaus:
 
Da hast du natürlich Recht.

Bei der Frage nach den Gläsern schließe ich mich an. Bin selbst gerade auf der Suche. Grundsätzlich sollte es bei mir gern ein Stielglas sein, das sich nach oben verjüngt. Bei TWS liegen die preislich ja etwa alle in einem Bereich. Vernünftige Geschäfte, in denen man sich die Gläser live angucken kann, gibt es in meiner näheren Umgebung leider nicht.

Mit Tumblern für gesellige Runden, bei denen das Getränk eher Nebensache ist, bin ich demgegenüber einigermaßen versorgt.
 
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