Klaus Allofs (Vorstand Fortuna Düsseldorf)

So mit ein bisschen Abstand muss ich feststellen, dass für mich der Wechsel von Allofs einen faden Nachgeschmack hinterlässt. Ich kann verstehen, dass er nach dreizehn Jahren auch mal Lust auf etwas neues hat. Keine Frage. Aber ihm hätte bewusst sein müssen, dass er bei Werder eine Position besaß, wo ein kurzfristiger Wechsel zu riesigen Verwerfungen führen würde. Es ist etwas anderes, ob ein Spieler oder ein Mitarbeiter geht - hier ist der oberste Chef gegangen. Ihm hätte auch bewusst sein müssen, dass er durch die Art der Verhandlungen mit Wolfsburg und deren (wie ich annehme bewusst gesteuerten) Informationen an die Presse, ganz schnell in eine Situation kommt, in der nichts anderes als ein Wechsel von heute auf morgen mehr denkbar ist. Ob er das übersehen hat oder aber ganz bewusst so angegangen ist, weiß ich nicht - aber beide Möglichkeiten gefallen mir nicht und werfen für mich ein sehr schlechtes Licht auf Allofs.

Meiner Meinung nach wäre es nach dreizehn Jahren in der Position, in der er saß und mit noch über 2,5 Jahren Restvertragslaufzeit mehr als angebracht gewesen, seinen Abschied rechtzeitig (intern) anzukündigen (z.B. für den nächsten Sommer) und Werder damit die Chance zu geben, in Ruhe seine Nachfolge zu planen, ohne dass es Druck von außen gibt, weil er bereits einen neuen Arbeitgeber in der Hinterhand hat. Dann hätte man den Abschied rechtzeitig bekannt geben können und KA hätte genug Zeit gehabt, einen neuen Arbeitgeber zu finden - und die hätten auch so Schlange gestanden. Dazu kommt, dass er er als Vorsitzender der Geschäftsführung von Werder durch seine Verhandlungen seinem Arbeitgeber massiv geschadet hat. Er wurde u.a. dafür bezahlt, Schaden von Werder abzuwenden. Diese Aufgabe hat er die letzten Tage ganz sicher nicht erfüllt - nicht gut, wenn sowas im Zeugnis eines Managers stünde. Man kann jetzt sagen, dass so ein Verhalten im Wirtschaftsleben nicht unüblich ist (was leider stimmt), aber dem möchte ich entgegenhalten, dass es einfach nicht zu dem passt, was wir an Werder so lieben und was auch die Ära KATS ausgemacht hat.

Allerdings muss man auch dem Aufsichtsrat vorwerfen, dass es keine gute Idee war, einem einzigen Mann eine solche Machtfülle und damit die Möglichkeit zu geben, Werder so in Schwierigkeiten zu bringen. Daraus sollte man in Zukunft ganz genau seine Lehren ziehen.

Nein, ich muss zugeben, dass mir die Art seines Abschiedes und besonders die Geschwindigkeit, mit der das Ganze vonstatten ging, absolut nicht gefallen hat und für mich einen erheblichen Schatten auf meine Beurteilung seiner Arbeit bei Werder Bremen wirft. Einen so stillosen Abgang hätte ich Allofs nicht zugetraut.

Ab jetzt soll mit KA aber völlog egal sein und es geht mir auch ziemlich am Allerwertesten vorbei, ob er in Wolfsburg Erfolg hat oder nicht. Für mich geht es nur noch darum, wie es mit und bei Werder weitergeht und ob man es schafft, dass sich dieser Wechsel sich auf Sicht positiv für Werder auswirkt. Denn Leute wie Klaus Allofs kann Werder in Zukunft nicht mehr in führender Position gebrauchen.

Ich finde den Zeitpunkt seines Abschiedes ideal. In der Sommer oder Winterpause wäre es ungünstiger gewesen, da es in diesem Zeitraum meist zu intensiven Verhandlungen kommt.

In der Mitte der Hinrunde macht so ein Wechsel am wenigsten kaputt. Das Team steht und für die Verpflichtungen in der Winterpause hat der Nachfolger noch genügend zeit.

Und was die Geschwindigkeit seines Abgangs angeht. Es ist besser es geht schnell von statten als viel zu langsam. Wochenlange Gerüchte und Ungewissheit wäre die Folge gewesen.

Nein. Ich kann Allofs Weggang verstehen, finde es aber schade. Die Art und Weise war für mich OK.
 
mir geht die art der kommunikation dieser besagten tage auch gewaltig gegen den strich - aber ich sehe den schwarzen peter eher nicht beim klaus, sondern eher in der konstellation der dinge.

wolfsburgs aggressive verhandlungsstrategie durch die hintertür ist das eine und wiegt für mich da doch sehr viel größer.

das andere ist, das er selbst mittlerweile aber auch eine unglaublich lange zeit hier war und er auch nicht mehr der jüngste ist und sich alles in seinem umfeld verändert. sofern das projekt wolfsburg nicht scheitert, wird das wohl der letzte große deal für seine eigene zukunft sein. und wenn die gelegenheit da ist... naja.. was soll man da sagen?

man darf schließlich auch nicht vergessen, dass wolfsburg so liquide ist, das sie sich auch ohne weiteres nerlinger oder sonstwen hätten holen können, aber unbedingt ihn wollten.. und das nicht erst nach saisonende wenn das kind schon in den brunnen gefallen ist, sondern jetzt.
ganz ehrlich..? würdet ihr euch an wolfsburgs stelle anders verhalten? wenn ihr seht in eurem team herrscht soviel potenzial das man eigentlich um die int. plätze mitspielen müsste aber im keller rumeiert, weil der vorherige den man grad rausgeschmissen hat den karren in den graben gefahren hat?
stellt euch vor werder würde es so gehen - genügend beispiele gab es ja schon zuhauf in den 90ern nach otto - nur das werder es finanziell könnte wie der schäbige werksclub da. hier hätten dann in dem fall auch alle beifall geklatscht zu der idee und nich gesagt "komm, wir nehmen rücksicht auf deren situation und holen ihn erst im sommer".. das geld is da, die chance is da, das gegenüber hört zu. da is die sache gegessen.

muss einem nicht gefallen, aber manchmal isses halt einfach so..

und sofern wir immer mind. einen platz vor denen stehen und solang sie uns keine klatsche verpassen innem bundesligaspiel, wünsch ich ihm erfolg da. ich brauch mir nur das stadion ansehen und hab sofort micoud, oder diego im kopf und was die mannschaft mir während dieser jahre für gänsehaut momente und halbe herzattacken durch "wunder der weser" geschenkt hat, um den ursprünglichen groll verschwinden zu sehen..

in diesem sinne.. ich hoffe wir finden einen oder auch 2 würdige nachfolger.
 
So mit ein bisschen Abstand muss ich feststellen, dass für mich der Wechsel von Allofs einen faden Nachgeschmack hinterlässt. Ich kann verstehen, dass er nach dreizehn Jahren auch mal Lust auf etwas neues hat. Keine Frage. Aber ihm hätte bewusst sein müssen, dass er bei Werder eine Position besaß, wo ein kurzfristiger Wechsel zu riesigen Verwerfungen führen würde. Es ist etwas anderes, ob ein Spieler oder ein Mitarbeiter geht - hier ist der oberste Chef gegangen. Ihm hätte auch bewusst sein müssen, dass er durch die Art der Verhandlungen mit Wolfsburg und deren (wie ich annehme bewusst gesteuerten) Informationen an die Presse, ganz schnell in eine Situation kommt, in der nichts anderes als ein Wechsel von heute auf morgen mehr denkbar ist. Ob er das übersehen hat oder aber ganz bewusst so angegangen ist, weiß ich nicht - aber beide Möglichkeiten gefallen mir nicht und werfen für mich ein sehr schlechtes Licht auf Allofs.

Meiner Meinung nach wäre es nach dreizehn Jahren in der Position, in der er saß und mit noch über 2,5 Jahren Restvertragslaufzeit mehr als angebracht gewesen, seinen Abschied rechtzeitig (intern) anzukündigen (z.B. für den nächsten Sommer) und Werder damit die Chance zu geben, in Ruhe seine Nachfolge zu planen, ohne dass es Druck von außen gibt, weil er bereits einen neuen Arbeitgeber in der Hinterhand hat. Dann hätte man den Abschied rechtzeitig bekannt geben können und KA hätte genug Zeit gehabt, einen neuen Arbeitgeber zu finden - und die hätten auch so Schlange gestanden. Dazu kommt, dass er er als Vorsitzender der Geschäftsführung von Werder durch seine Verhandlungen seinem Arbeitgeber massiv geschadet hat. Er wurde u.a. dafür bezahlt, Schaden von Werder abzuwenden. Diese Aufgabe hat er die letzten Tage ganz sicher nicht erfüllt - nicht gut, wenn sowas im Zeugnis eines Managers stünde. Man kann jetzt sagen, dass so ein Verhalten im Wirtschaftsleben nicht unüblich ist (was leider stimmt), aber dem möchte ich entgegenhalten, dass es einfach nicht zu dem passt, was wir an Werder so lieben und was auch die Ära KATS ausgemacht hat.

Allerdings muss man auch dem Aufsichtsrat vorwerfen, dass es keine gute Idee war, einem einzigen Mann eine solche Machtfülle und damit die Möglichkeit zu geben, Werder so in Schwierigkeiten zu bringen. Daraus sollte man in Zukunft ganz genau seine Lehren ziehen.

Nein, ich muss zugeben, dass mir die Art seines Abschiedes und besonders die Geschwindigkeit, mit der das Ganze vonstatten ging, absolut nicht gefallen hat und für mich einen erheblichen Schatten auf meine Beurteilung seiner Arbeit bei Werder Bremen wirft. Einen so stillosen Abgang hätte ich Allofs nicht zugetraut.

Ab jetzt soll mit KA aber völlog egal sein und es geht mir auch ziemlich am Allerwertesten vorbei, ob er in Wolfsburg Erfolg hat oder nicht. Für mich geht es nur noch darum, wie es mit und bei Werder weitergeht und ob man es schafft, dass sich dieser Wechsel sich auf Sicht positiv für Werder auswirkt. Denn Leute wie Klaus Allofs kann Werder in Zukunft nicht mehr in führender Position gebrauchen.

:tnx: Sehr guter Beitrag, Norge! :daumen:
 
Dass sie sich mit Allofs ganz allgemein Sympathien bei Fußballfans in Deutschland "einkaufen" wollen, finde ich ziemlich peinlich!

Ansonsten sehe ich das so wie Du!

Das ist allerdings ziemlich peinlich.
Der VW Wolfsburg versucht sein Image von dem Seelen und Gesichtslosen Fussballclub abzuschütteln.
Wer aber auch nur ein bisschen was von Fussball und der Liebe zu diesem Sport versteht weiss das sich kein Club der Welt Tradition, Sympathien und Kultcharakter kaufen kann.
Ich sag es nochmal, wenn so ein "Verein" wie Golfsburg absteigen würde wäre uns allen ein großer Gefallen getan.
 
Das ist allerdings ziemlich peinlich.
Der VW Wolfsburg versucht sein Image von dem Seelen und Gesichtslosen Fussballclub abzuschütteln.
Wer aber auch nur ein bisschen was von Fussball und der Liebe zu diesem Sport versteht weiss das sich kein Club der Welt Tradition, Sympathien und Kultcharakter kaufen kann.
Ich sag es nochmal, wenn so ein "Verein" wie Golfsburg absteigen würde wäre uns allen ein großer Gefallen getan.

Nächstes Jahr stehen sie im Schatten von Eintracht Braunschweig. Dann sind sie selbst in der Region nur noch eine "Randnotiz"!
 
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