Der Weg nach Rio 2016 über Sotschi 2014 - das Wohnzimmer der Olympia WG

Auf seriös, historischer Ebene ich auch nicht. Für mich hat der kleine Zwerg nur Witzfigur-Charakter.

Also ich muss mich solchen Themen immer historisch annähern, denn es war ja nunmal so, dass ihm eine ganze Nation erstmal verfallen ist. Und das will ich verstehen. Wie konnte sowas passieren?
Ich muss gestehen, dass ich mir mit Comedy zu diesem Thema lange schwer getan habe.
Wenn der Opa so von Krieg und Gefangenschaft erzählt, dann ist es doch nochmal ne ganz andere Dimension.
 
Ich hab mich sehr früh schon mit dem Thema beschäftigt, halt durch die klassischen Kinder- und Jugendbücher.
Ich glaub das erste war "Als Hitler das rosa Kannichen stahl" mit acht.
 
Ah ok. Danke für die Info. Es übersteigt einfach meine Vorstellungen, dass an diesen Orten solche Greueltaten vor nicht allzu langer Zeit stattfanden.

Genau das ist es, was den Besuch dort für mich so unwirklich machte. Wir standen da im stillen, grünen Wald an der Stelle der Baracke und uns wurde der genaue zeitliche Ablauf des Attentats erzählt - und dann denkt man: Hier? Wirklich hier? Genauso geht es einem, wenn man dann auf dem riesigen Gelände herumgeht, haufenweise Bunker, es gab sogar ein Kino dort...


@Eule: Solche Bücher habe ich auch viele gelesen.
 
Mein Großvater wusste es und hat daher mit meinem Großonkel kein Wort mehr geredet, seit dieser ein gewisses Tattoo auf dem Arm hatte (und nach dem Krieg nur noch langärmelig rumlief).

Meine Großeltern und Onkels haben davon nichts gewusst, so sagen sie.
So ganz glauben kann ichs nicht, weil zumindest mein einer Opa war nicht nur kleiner Befehlsempfänger...
Jedenfalls haben die wenn, dann nur über militärisches aber nie politisches erzählt.
 
Zitat von Fliegenfänger;2427743:
Meine Großeltern und Onkels haben davon nichts gewusst, so sagen sie.
So ganz glauben kann ichs nicht, weil zumindest mein einer Opa war nicht nur kleiner Befehlsempfänger...
Jedenfalls haben die wenn, dann nur über militärisches aber nie politisches erzählt.

Mein Großonkel war bei den Doppelbuchstaben und mein Großvater hat sich noch vor dem Krieg mit ihm deswegen verworfen. Gut so :motz: :motz:

Meine Mutter hat mir letztens erzählt, dass ein entfernter Verwandter über Afrika abgeschossen wurde und immer als Kriegsheld hochstirilisiert wurde :crazy: Überall in der Wohnung seiner Witwe hingen Bilder.
 
Mein Großvater wusste es und hat daher mit meinem Großonkel kein Wort mehr geredet, seit dieser ein gewisses Tattoo auf dem Arm hatte (und nach dem Krieg nur noch langärmelig rumlief).

Hmmm sowas ist schon schwer. Auf jeden Fall darf es keinen Generalverdacht geben.
Ich stelle mir oft vor, wie das für mein Opa war. Was macht ein 17jähirger junger Mann, wenn er in den Krieg muss? Wenn er dann mit 22 aus der Gefangenschaft nachhause kommt und soviel Leid gesehen hat? In einer Zeit in der es keine Psychologen oder sonstwas gab? Er muss das alleine verarbeiten und irgendwie wieder leben.
 
Back
Top