Bengalos und Raketen im Block // Pyrotechnik

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas Bilbo
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Was haltet ihr von Pyrotechnik?

  • Pyrotechnik ist KEIN Verbrechen

    Votes: 132 20,1%
  • es gehört zum Fußball

    Votes: 84 12,8%
  • guter Support

    Votes: 61 9,3%
  • mir egal

    Votes: 18 2,7%
  • gehört verboten

    Votes: 362 55,1%

  • Total voters
    657
Finde es viel bedenklicher das wieder auf Dresden rumgehackt wird.

Es haben zig Vereine gezündet unter der Woche und es wird wieder NUR über Dynamo berichtet.

Ich halte auch nicht viel von denen, aber es kann doch nicht sein das man Dresden (wegen der Lage im Osten?!) alles anhängt was zur Zeit vorfällt.

Wenn Dortmunder zünden interessiert es niemanden. Aber sobald Dresden oder ein anderer Ost-Verein Streichhölzer anwirft geht direkt die mediale Hetze wieder los.

Sowas ist einfach nur zum kotzen. :wild:
 
Unter dem von mir geposteten Link findet man eine wunderbare Petition, initiiert von schwatzgelb.de, die man gerne unterzeichnen darf. Da fehlen noch einige Bremer meiner Ansicht nach...

Fakten:

Zur Versachlichung: Rund 17,6 Millionen Menschen haben in der Saison 2010/2011 die Spiele der ersten und zweiten Bundesliga besucht. Nach Statistiken der Zentralen Informationsstelle Sporteinsätze (ZIS) der Polizei wurden dabei 846 Personen verletzt, wobei die Statistik weder Verletzungsursache noch die Schwere explizit ausweist. Unter knapp 21.000 Besuchern findet sich damit ein einziger Verletzter, was wir zur Veranschaulichung auf dieser Seite einmal gekennzeichnet haben.

Wohl kein Volks- oder Straßenfest, kein Musikkonzert, kein Festival und keine andere Großveranstaltung in diesem Lande dürfte so sicher sein. Hunderttausende strömen Woche für Woche ins Stadion, ohne jemals mit Gewalt in Berührung zu kommen.

6.061 Fußballfans (0,035 Prozent) wurden im Laufe der Saison vorläufig fest- oder in Gewahrsam genommen, gegen fast ebenso viele Stadionbesucher (5.818 bzw. 0,033 Prozent) wurden Strafverfahren eingeleitet. Wie auch die Anzahl der von der Polizei zu leistenden Einsatzstunden, die in den letzten zwei Jahren um mehr als 25 Prozent gesunken ist, sind auch diese beiden Zahlen rückläufig.

Interessante Vergleichs-Details am Rande: In Innenminister Friedrichs Heimat-Freistaat kam das Münchner Oktoberfest im vergangenen Jahr bei nur rund sieben Millionen Besuchern auf immerhin 10.322 Verletzte, das sind mehr als 600 verletzte Personen an jedem einzelnen "Spieltag". Und von rund 82 Millionen Bundesbürgern wurden im selben Jahr knapp 400.000 Menschen im Straßenverkehr verletzt, also 0,5 Prozent. Als Fußgänger, Radfahrer oder Autofahrer am Straßenverkehr teilzunehmen, ist damit etwa 100-mal gefährlicher als das Stadion unseres Lieblingsvereins zu besuchen. Und trotzdem fahren Familien immer noch unbesorgt gemeinsam in den Sommerurlaub.

Auf mehr als 100 Millionen Euro sollen sich die Kosten belaufen, die dem Staat und damit uns allen durch Polizeieinsätze beim Fußball entstehen. Das ist zweifelsohne viel Geld. Laut einer Studie der Unternehmensberatung "McKinsey" aus dem Jahr 2010 stehen demgegenüber allerdings Steuereinnahmen von rund 1,5 Milliarden, die allein durch die deutschen Profiklubs geleistet werden.
 

Ich hatte schon einige Situationen, da hab ich mich nicht sicher gefuehlt. :wink:
Egal ob Pyro neben mir von kleinen Jungs gehalten werden oder an irgendwelche Kreuzungen, wo Halbstarke ihr Gehabe exzerzieren.
Vor 20 JAhren waren die Stadien nur halbvoll und kaum ueberdacht. Da konnte man noch seinen Rausch hinter der Kurve ausschlafen und die Feuerlinge ihr Ding irgendwo im Block abziehen. Heutzutage nervt es nur noch, ist gefaehrlich und strafbar, und die diese " Tradition" bewahren wollen :unfassbar:, meinen ehrlich, dass es zum Fussball gehoert? Kann mich kaum erinnern, dass die Bremer Kurve Woche fuer Woche in den 90gern qualmte. Warum muss ich mich als gewaltdistanzierter Mensch auf dem Weg zum Stadion vorher infomieren wo ich gefahrlos langlaufen darf :crazy:? Und warum muss ich mich in Bloecke stellen, wo die Stimmung nicht so gut ist, und alleine singen, da ich keinen Bock auf rumgeschwaenke und Pyro habe?
Warum ist ein Stadion und dessen Besuch fuer einige ein rechtsfreier Raum an den ich mich und mein Verhalten anpassen muss? :roll:
 
Es gibt keine Großveranstaltung, die sicherer ist. Ich Wahnsinniger hab mich sogar bei meinen mehrfacen Besuchen auf dem Oktoberfest, bei Musikfestivals und bei den über 100.000km auf deutschen Autobahnen sicher gefühlt. Ich bin ein Irrer!

Und ich bin immer in Stehblocks und neben mir hat noch nie einer ein Bengalo gezündet. Scheint ja möglich zu sein, sowas. Und geschlagen oder tätlich angegriffen wurde ich in ca. 25 Jahren Stadionbesuche nie, verletzt nie. Fürchterlich, dieser Fußball.
 
Finde es viel bedenklicher das wieder auf Dresden rumgehackt wird.

Es haben zig Vereine gezündet unter der Woche und es wird wieder NUR über Dynamo berichtet.

Ich halte auch nicht viel von denen, aber es kann doch nicht sein das man Dresden (wegen der Lage im Osten?!) alles anhängt was zur Zeit vorfällt.

Wenn Dortmunder zünden interessiert es niemanden. Aber sobald Dresden oder ein anderer Ost-Verein Streichhölzer anwirft geht direkt die mediale Hetze wieder los.

Sowas ist einfach nur zum kotzen. :wild:

Auch nochmal hier, was ich dazu im Dyamo-Dresden-Thread geschrieben habe:


Deine Sichtweise ist genau so einseitig, wie du es denjenigen vorwirfst, daß "wieder NUR auf Dresden rumgehackt wird".

Denn mit Objektivität würdest du sehen, daß auch über Chaoten, die sich unter Fans anderer Vereine mischen, Kritik geäußert wird; als jüngte Beispiele dienen dazu die Vorkommnisse beim 1.FC Köln, Eintracht Frankfurt oder die Vorkommnisse bei den Relegationsspielen Düsseldorf - Hertha bzw. Karlsruhe - Regensburg.
 
Gerade die "vorkommnisse" beim Relegationsspiel Düsseldorf - Hertha sind das beste Beispiel für mediale Hetze und Dramatisierung. Was denn für Vorkommnisse? Fans, die sich freuen. Wow. Ich hab jetzt angst.

:ugly: :roll:
 
[...]
Und ich bin immer in Stehblocks und neben mir hat noch nie einer ein Bengalo gezündet. Scheint ja möglich zu sein, sowas. Und geschlagen oder tätlich angegriffen wurde ich in ca. 25 Jahren Stadionbesuche nie, verletzt nie. Fürchterlich, dieser Fußball.

Ich meine mich erinnern zu können, dass Du mal von einer Aktion erzählt hattest wo es eng wurde..... ;)

Ansonsten D´Accord.

In Düsseldorf war es nicht Aggro sondern aktive Einflussnahme des Publikums auf das Endergebnis. ;)
 
Es ist ja generell so, dass mediale Berichterstattung und Realität insbesondere bei Gewaltkriminalität völlig auseinanderdriften, nicht nur im Fußball. Im Fußball gibt es aber trotz wachsender Zuschauerzahlen keinen Anstieg von Verletzten und Gewaltdelikten. Es gibt für diesen Aktionismus keinen sinnvollen Grund.
 
Und ich bin immer in Stehblocks und neben mir hat noch nie einer ein Bengalo gezündet. Scheint ja möglich zu sein, sowas. Und geschlagen oder tätlich angegriffen wurde ich in ca. 25 Jahren Stadionbesuche nie, verletzt nie. Fürchterlich, dieser Fußball.

Meine Erfahrung sieht dann so aus: Bengalo neben mir angezündet, mehrere Rauchbomben um mich rum (einmal direkt nebe mir) im Weserstadion gezündet, nach einer Fahrt in Gelsenkirchen wurde im Zugabteil ne Rauchbombe gezündet und man hat mich verdächtigt (war ne ziemlich nervige Diskussion), etliche unschöne Begegnungen mit Frankfurtern in Bremen gehabt (davon 2x Hauerei), Auseinandersetzungen mit Rostockern und Berlinern, zuletzt ne unschöne Aktion mit HSVern, die dank der Polizei schnell unterbunden wurde ... deswegen überdramatisiere ich nicht, kann aber trotzdem auf sowas verzichten.
 
Es gibt keine Großveranstaltung, die sicherer ist. Ich Wahnsinniger hab mich sogar bei meinen mehrfacen Besuchen auf dem Oktoberfest, bei Musikfestivals und bei den über 100.000km auf deutschen Autobahnen sicher gefühlt. Ich bin ein Irrer!

Und ich bin immer in Stehblocks und neben mir hat noch nie einer ein Bengalo gezündet. Scheint ja möglich zu sein, sowas. Und geschlagen oder tätlich angegriffen wurde ich in ca. 25 Jahren Stadionbesuche nie, verletzt nie. Fürchterlich, dieser Fußball.


Ich kann deine Erfahrungen weitesgehend bestätigten, allerdings erlebte ich Ende der 80er / Anfang der 90er Jahre einige brenzlige Situationen, am bzw. im Stadion (u.a. 2 knapp an meinem Kopf vorbeifliegende Bierflaschen, ein Hooligan-Angriff auf die Straßenbahn). Allerdings frage ich mich, welche Stadien du in der besucht hast? Der Panzenberg vom Bremer SV kann es ja nicht sein, denn damals haben ja sogar die Rentner ihre Regenschirme auf den Platz geworfen, wenn der Gegner zu rustikal einstieg oder der Schiri Dieter-Pauly-like pfiff.
:D

Die Wahrscheinlichkeit, im Straßenverkehr zu Schaden zu kommen, ist sicherlich höher als bei einem Stadionbesuch. aber dennoch finde ich es grenzwertig mögliche Risiken egal welcher Art mit "es bzw. mir ist ja noch nie etwas passiert" zu bagatellisieren. Ein jeder von uns kann sich wo und bei was auch immer zur falschen Zeit am falschen Ort befinden, und das kann auch im/am Stadion bei einer fliegenden Bierflasche oder mit einem gezündeten Bengalo der Fall sein.
 
Die Wahrscheinlichkeit, im Straßenverkehr zu Schaden zu kommen, ist sicherlich höher als bei einem Stadionbesuch. aber dennoch finde ich es grenzwertig mögliche Risiken egal welcher Art mit "es bzw. mir ist ja noch nie etwas passiert" zu bagatellisieren. Ein jeder von uns kann sich wo und bei was auch immer zur falschen Zeit am falschen Ort befinden, und das kann auch im/am Stadion bei einer fliegenden Bierflasche oder mit einem gezündeten Bengalo der Fall sein.

Die Möglichkeit besteht.

Aber man sollte dann auch erstens sich überlegen, wie man bestimmte Gefahren selbst beeinflussen kann. Dazu gehört zum Beispiel, dass ich Fußballspiele, insbesondere etwas brisantere, grundsätzlich "in Zivil" besuche. Dazu gehört, dass ich in Gästeblöcken "oben" stehe. Dazu gehört, dass ich nicht (mehr) einen Fanmob mit "Tod und Hass dem HSV" entgegentrete oder sowas. Dazu gehört, dass ich Fanmobs, die gefährlich wirken, meide und so weiter. Das ist, wie zum Beispiel Autofahren nur im ausgeruhten Zustand mit den richtigen Reifen etc. pp., ein Teil einer Risikovermeidungsstrategie. Ich muss auch mit Kindern z.B. zum Derby gegen Hamburg oder Hannover nicht mit der Bahn anreisen, die auch von gegnerischen Fans genutzt wird. All das muss ich nicht tun.

Und obwohl viele all diese Dinge tun, muss man doch sagen, dass Polizei und Ordner die allermeisten Dinge, nicht immer, manchmal reagieren sie auch über etc., im Griff haben. Wirklich schlimme Dinge passieren nicht und Bengalos werden überdramatisiert, werden zudem auswärts und in entsprechenden Bereichen eines Blocks gezündet (und kommt mir nicht mit einer Ausnahme damals im Ferienlager, die die Regel bestätigt!). Die Risiken beim Fußball sind überschaubar, absehbar, begrenzbar und ohnehin auf sehr niedrigem Niveau. Das sind die Fakten.
 
Gerade die "vorkommnisse" beim Relegationsspiel Düsseldorf - Hertha sind das beste Beispiel für mediale Hetze und Dramatisierung. Was denn für Vorkommnisse? Fans, die sich freuen. Wow. Ich hab jetzt angst.

:ugly: :roll:


Ich weiß ja nicht, wie du es sieht, aber ich denke nicht, daß die Freude bei Teilen der Hertha-Fans über den Führungstreffer der Düsseldorfer so groß war, daß sie Bengalos auf den Platz schmissen. Das wollte ich mit diesem Beispiel genannt haben, nicht die Freude der Platz stürmenden Fortuna-Fans kurz vor Spielende.
 
Aber man sollte dann auch erstens sich überlegen, wie man bestimmte Gefahren selbst beeinflussen kann. Dazu gehört zum Beispiel, dass ich Fußballspiele, insbesondere etwas brisantere, grundsätzlich "in Zivil" besuche. Dazu gehört, dass ich in Gästeblöcken "oben" stehe. Dazu gehört, dass ich nicht (mehr) einen Fanmob mit "Tod und Hass dem HSV" entgegentrete oder sowas. Dazu gehört, dass ich Fanmobs, die gefährlich wirken, meide und so weiter. Das ist, wie zum Beispiel Autofahren nur im ausgeruhten Zustand mit den richtigen Reifen etc. pp., ein Teil einer Risikovermeidungsstrategie. Ich muss auch mit Kindern z.B. zum Derby gegen Hamburg oder Hannover nicht mit der Bahn anreisen, die auch von gegnerischen Fans genutzt wird. All das muss ich nicht tun.

Risikominimierung ist imho die korrektere Definition, gänzlich vermeiden kann man Risiken nie; selbst zu Hause beliben bringt da nichts, weil die meisten Unfälle passieren in den eigenen 4 Wänden.
 
Meinetwegen auch so.

Es ist doch klar, auch beim Oktoberfest, auch bei Festivals, bei allen Großevents: Es gibt da ziemlich viele Idioten, rein statistisch gesehen. Die versuche ich zu erkennen und zu umgehen, insbesondere Cluster von Idioten.
 
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