Felix Baumgartner - Der Rekord-Sprung

Das hält eine solidargemeinschaft aus, dass 0,01% der Leute nen Sockenschuss haben und sich in Gefahr begeben. Allerdings muss man sagen, dass Herr Baumgartner sehr professionell vorgegangen ist und die Risiken minimiert hat.
 
Das hält eine solidargemeinschaft aus, dass 0,01% der Leute nen Sockenschuss haben und sich in Gefahr begeben. Allerdings muss man sagen, dass Herr Baumgartner sehr professionell vorgegangen ist und die Risiken minimiert hat.

Ich hatte von Anfang an das Gefühl, dass er wie auch das Team dahinter ganz genau wusste, was er tut. Deswegen war ich mir auch sicher, dass nichts passieren würde. Der Typ ist zwar auf positive Art und Weise wahnsinnig, aber in solchen Fällen muss man ihm einfach vertrauen.
 
Das hält eine solidargemeinschaft aus, dass 0,01% der Leute nen Sockenschuss haben und sich in Gefahr begeben. Allerdings muss man sagen, dass Herr Baumgartner sehr professionell vorgegangen ist und die Risiken minimiert hat.

Das war mir aber erst klar, als es hinterher hieß, dass nach 6 Min (?) sowieso der Fallschirm selbsständig geöffnet hätte. Also auch dann, wenn er bewusstlos geworden wäre. Als er so unkontrolliert ins Trudeln kam, hatte ich schon kurz Schiss ..... :unfassbar:
 
Zitat von Stürmerbraut;2408260:
Das war mir aber erst klar, als es hinterher hieß, dass nach 6 Min (?) sowieso der Fallschirm selbsständig geöffnet hätte. Also auch dann, wenn er bewusstlos geworden wäre. Als er so unkontrolliert ins Trudeln kam, hatte ich schon kurz Schiss ..... :unfassbar:

Das wurde vorher auch schonmal gesagt. Risiko wäre gewesen, dass der Schirm ausgelöst wird weil Baumgartner ins Trudeln kommt, ohnwächtig wird und sich durch seine Drehungen in den Fallschirmseilen verfängt.
 
Das wurde vorher auch schonmal gesagt. Risiko wäre gewesen, dass der Schirm ausgelöst wird weil Baumgartner ins Trudeln kommt, ohnwächtig wird und sich durch seine Drehungen in den Fallschirmseilen verfängt.

Besser gesagt, als ich es hinterher erfuhr. Ich hatte im Vorfeld nicht alles mitbekommen. Ich glaub, das war auch gut so, denn ich kann mir solche Schreckensszenarien immer so wunderbar vorstellen ..... :(
 
Das hält eine solidargemeinschaft aus, dass 0,01% der Leute nen Sockenschuss haben und sich in Gefahr begeben.

Mag sein, sollte sie aber nicht. Wer meint, dass er so etwas braucht, sollte meiner Meinung nach verpflichtet werden, sich dafür zusätzlich zu versichern und die Prämie aus eigener Tasche zahlen. Es kann doch nicht sein, dass so etwas mit versichert ist, während man gleichzeitig für medizinisch notwendige Dinge draufzahlen oder sie gar komplett selbst zahlen muss.
 
Mag sein, sollte sie aber nicht. Wer meint, dass er so etwas braucht, sollte meiner Meinung nach verpflichtet werden, sich dafür zusätzlich zu versichern und die Prämie aus eigener Tasche zahlen. Es kann doch nicht sein, dass so etwas mit versichert ist, während man gleichzeitig für medizinisch notwendige Dinge draufzahlen oder sie gar komplett selbst zahlen muss.

Diese Debatten, wer aus wessen Tasche lebt oder versichert wird, enden nie gut.
 
Da steckt kein Appell drin - sondern der Hinweis, dass sich identische Argumente finden, wenn es z.B. um Hartz IV Empfänger oder Krankenversicherte geht. Die Situationen sind zwar gänzlich unterschiedlich, aber die Argumente oft identisch. "Warum zahle ich eigentlich für die?"
"Weil andere auch für dich zahlen. Darum."
 
Mag sein, sollte sie aber nicht. Wer meint, dass er so etwas braucht, sollte meiner Meinung nach verpflichtet werden, sich dafür zusätzlich zu versichern und die Prämie aus eigener Tasche zahlen. Es kann doch nicht sein, dass so etwas mit versichert ist, während man gleichzeitig für medizinisch notwendige Dinge draufzahlen oder sie gar komplett selbst zahlen muss.

Bei diesem Unternehmen war die Wahrscheinlichkeit aber hoch, dass bei einem Fehlschlag die Krankenkasse gar nichts mehr hätte zahlen müssen; insofern war es auch keine Belastung für die Solidargemeinschaft. Andererseits hält es die Gemeinschaft auch aus, dass sich Menschen gegen jede Vernunft auf schmalen Brettern schneebedeckte Hänge hinabstürzen, ohne dass es einen Aufschrei der Empörung gibt, obwohl die Kosten für die Allgemeinheit bei zehntausenden von Unfällen pro Jahr alleine beim Skifahren deutlich höher sein dürften als das Kostenrisiko beim Baumgartner-Sprung.
 
Bei diesem Unternehmen war die Wahrscheinlichkeit aber hoch, dass bei einem Fehlschlag die Krankenkasse gar nichts mehr hätte zahlen müssen; insofern war es auch keine Belastung für die Solidargemeinschaft. Andererseits hält es die Gemeinschaft auch aus, dass sich Menschen gegen jede Vernunft auf schmalen Brettern schneebedeckte Hänge hinabstürzen, ohne dass es einen Aufschrei der Empörung gibt, obwohl die Kosten für die Allgemeinheit bei zehntausenden von Unfällen pro Jahr alleine beim Skifahren deutlich höher sein dürften als das Kostenrisiko beim Baumgartner-Sprung.

Ja dann darf man aber auch nicht im Haushalt arbeiten, denn Hauhaltsunfälle sind meines Wissens die am häufigsten vorkommenden Unfälle. ;-)

Und: Skifahren ist wahrscheinlich bar jeglicher Vernunft, aber sooo geil! :grinsen:
 
Also ich finde ihr sollt Eure Kreuzbandrisse selbst bezahlen, genau wie diese Fußballer. Geht doch auf keine Solidargemeinschafts-Kuhhaut!!1 11
 
Andererseits hält es die Gemeinschaft auch aus, dass sich Menschen gegen jede Vernunft auf schmalen Brettern schneebedeckte Hänge hinabstürzen, ohne dass es einen Aufschrei der Empörung gibt, obwohl die Kosten für die Allgemeinheit bei zehntausenden von Unfällen pro Jahr alleine beim Skifahren deutlich höher sein dürften als das Kostenrisiko beim Baumgartner-Sprung.

Dass das so ist, finde ich persönlich nicht richtig... Ganz im Ernst - medizinisch notwendige oder sinnvolle Dinge (z. B. Brillen, bestimmte Vorsorgeuntersuchungen etc.) werden nicht bezahlt, während die Kosten infolge derartiger Verletzungen getragen werden. Es ist sicherlich schwierig zu bewerten, welcher Sport grundsätzlich oder ab einem bestimmten Level Extremsport ist, aber das sollte meiner Meinung nach wenigstens mal ernsthaft diskutiert bzw. versucht werden.
 
Das Argument mit den Brillen ist totaler Quatsch.

Nehmen wir folgendes fiktives Rechenbeispiel: Von den 80 Millionen Menschen sind ca. 0,0001% Extremsportler. Das wären 8000 Leute. Und jeder von denen verursache im Jahr wegen seines Extremsports im Durchschnitt Kosten von 1.000€. Das macht dann 8 Millionen.

Und jetzt nimm mal schätzungsweise 30 Millionen Brillenträger, die für Brillen 100 - 1000 Euro brauchen...
 
Das ist doch ziemlich egal.

Ich mag nur immer dieses populäre Argument "dann soll der sich doch selber darum kümmern / sehen wo er bleibt, wenn er so ein Risiko eingeht" völlig falsch. Wenn es einen Grund dafür gibt, dem Staat ein Gewaltmonopol und das Recht zu geben, jedem eine Krankenpflichtversicherung aufzuoktroyieren, dann doch wohl den, dass der Staat im Zweifel einspringt. Und zwar für jeden, egal ob der beim Bergwandern in Afghanistan entfürt wird oder beim Extrembergsteigen querschnittsgelähmt wird oder beim Äpfelpflücken von der Leiter fällt und sich das Knie zerschrotet.
 
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