Klaus Allofs

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Das ist richtig, was Du beschreibst. Rehagel hat aber auch den Begriff der "kontrollierten Offensive" geprägt. In TS Aufstellung und taktischem Konzept geht dieses "kontrollierte" völlig ab.

Im American Football heißt es: offense wins games, defense wins championchips.

Das gleiche gilt auch für die Bundesliga. Hierzu der Quervergleich zu Trappatoni in seinen Ligazeiten. Seine Mannschaften spielten selten schön, aber erfolgreich.

Werder sucht den "besonderen" Spieler wie zB einen Wesley. Bei dem wußte man im Verein überhaupt nicht, auf welche Position man ihn einsetzen soll? Daher kamen ja auch so Aussagen wie: "wenn so ein Spieler auf dem Markt ist, muss man ihn verpflichten." Nach 1,5 Jahren war das Experiment gescheitert.
 
ich denke da überschätzt Du unseren Vorstand maßlos! Das mag vielleicht mit Born der Fall gewesen sein, aber so sehe ich schwarz ...

Leider ist es so. Der Verein verharrt seit 1995 in Schockstarre. Die Protagonisten von einst sind zum Teil die von Heute.

Daher werden auch alle Szenarien bemüht, bloß keine tiefgreifende Änderungen herbei führen zu müssen.

KA Aussagen gehen immer in Richtung EL. Fakt ist, dass sie erst einmal 40 Punkte brauchen, dann sieht man weiter.
 
36 könnten auch reichen. Kein Fakt. ;)

Im Übrigen stehen die Chancen, gegen Gladbach zu gewinnen, doch diesmal wirklich gut. Unsere Truppe muss eine Reaktion zeigen, der Gegner ist verunsichert/ nicht in Bestform.

Du willst damit sagen: Also wieder einmal die besten Voraussetzungen um einen Gegner auf die leichte Schulter zu nehmen und den Aufbaugegner zu spielen? ;) ich hoffe und bete das wir diese affige Arroganz endlich in den Griff bekommen, JEDEN Gegner ernst nehmen und in jedem Spiel unser bestes geben!!!
 
:wild:
Auch hier wieder krass aus Zusammenhängen gerissen und dazu gedichtet.
[...]
Jetzt also wieder diese Schiene. Schade, dabei erweckte die Diskussion auf den letzten Seiten mit Dir gerade den Eindruck, dass es doch noch anders geht.

Ich habe hier überhaupt nix verdreht, aus dem Zusammenhang gerissen, dazugedichtet, noch irgendeine Schiene gefahren, ich bin einfach anderer Meinung als Du und interpretiere eben aufgrund anderer Annahmen und Einschätzungen. Das ist aber noch lange kein Grund, hier feindselig zu attribuieren und mit wüsten Unterstellungen zu kontern.
Das ist doch echt nicht mehr wahr, iss mal ein Stück Schokolade.
 
Andererseits bin ich heute immer noch der Ansicht, dass Rehhagel viel zu lange da war, obwohl er in seinem letzten Jahr fast nochmal Meister geworden wäre. Dieses "Wiederbeleben" von etwas, was irgendwann einmal funktionierte, selbst wenn (kurzfristig) die Renaissance gelingt, halte ich für den falschen Weg. Die Schwierigkeiten nach Rehhagel hatten m. E. zu einem guten Teil mit den letzten Jahren unter Rehhagel zu tun. So ähnlich könnte es Werder nach Schaaf ergehen, wobei ich schon denke, dass Werder diesmal darauf besser vorbereitet wäre als 1995.

:tnx:
 
Aktuell leidet unser Spiel mMn am strategischen Vakuum auf der 6. Was früher ein Micoud auf der 10 war ist mMn heutzutage ein Pirlo auf der 6. Wir brauchen diesen zentralen Taktgeber.
Sehe ich genauso. Dass Junuzovic dort spielt, liegt ja nicht daran, dass Schaaf ihn dort am stärksten sieht, sondern
a) daran, dass Junuzovic eine überraschend starke Vorbereitung gespielt hat
b) daran, dass man auf die spielerische Qualität von De Bruyne und Hunt nicht verzichten kann
c) und daran, dass wir auf der Sechser-Position nur Durchschnitt haben oder noch nicht mal das

Eine Ideallösung wäre das aber nur, wenn alle Offensivspieler mit nach hinten arbeiten. Das funktioniert gegen Bayern und Dortmund sehr gut, aber gegen vermeintlich leichte Gegner wie Augsburg ist dann nicht mehr jeder bereit, 90 Minuten lang auch seine Defensivaufgaben zu erfüllen. Insofern sehe ich sogar eine Parallele zur Nationalmannschaft.

Auch sofatester schrieb, dass er einen Reus gerne in Bremen gesehen hätte. Ich behaupte, dass ein Reus hier nie die Entwicklung wie in Gladbach genommen hätte. In Gladbach hat man aus einer guten Defensive ein schnelles Umkehrspiel entwickelt. Dafür ist Reus prädestiniert.
Ich behaupte das Gegenteil. Jahrhunderttalente wie Reus finden sich auch in einem offensiven System zurecht. Das beweist Reus aktuell in Dortmund oder bei der Nationalmannschaft.

Wenn Marin es weder unter Hans Meyer noch unter Thomas Schaaf noch unter Jogi Löw oder jetzt bei Chelsea rafft, liegt der Schluss nahe, dass es vielleicht doch am Spieler liegt (und Marin ist nur ein Beispiel von vielen).

Andererseits bin ich heute immer noch der Ansicht, dass Rehhagel viel zu lange da war, obwohl er in seinem letzten Jahr fast nochmal Meister geworden wäre. Dieses "Wiederbeleben" von etwas, was irgendwann einmal funktionierte, selbst wenn (kurzfristig) die Renaissance gelingt, halte ich für den falschen Weg. Die Schwierigkeiten nach Rehhagel hatten m. E. zu einem guten Teil mit den letzten Jahren unter Rehhagel zu tun. So ähnlich könnte es Werder nach Schaaf ergehen, wobei ich schon denke, dass Werder diesmal darauf besser vorbereitet wäre als 1995.
Rehhagel hat die älteste Mannschaft der Bundesliga hinterlassen, zurzeit hat Werder die mit Abstand jüngste.
 
Und ein anderes Beispiel ist eben die Spielidee/ das System. Bei Otto ging es immer über Außen, die Zeit zwischen 89 und 92 war, was das betrifft, regelrecht quälend. Keine wirklich guten Außenstürmer bzw. Flankengeber mehr, spätestens wenn Otten/ Schaaf auf den AV´ s zurückhaltender agieren mussten. Trotzdem immer wieder Ball auf/ an die Außenlinie, Vorstoß gestoppt oder durchkommend miserable Flanke ins nichts, wo außerdem der Kopfballspieler fehlte. Drei Minuten später wieder der gleiche Müll, 8 min danach genauso. Spielerisch immer grauenvoller und in der Liga mäßige Ergebnisse. Das ging den Fans schon damals nach und nach tierisch auf die Nerven, wobei Rehhagel dennoch fast jedes Jahr einen Titel geholt hat. Bis es mit den richtigen Neuzugängen 1992 (Beiersdorfer, Herzog, Hobsch) gelang, den altgedienten Otto-Fussball wiederzubeleben.

Jepp, ich habe auch 20 Jahre danach immer noch die "Uwe Reinders" Rufe beim grauenvollen 1:3 gegen die Stuttgarter Kickers in Erinnerung.

Als kleine Ehrenrettung muß man aber Rehhagel zu Gute halten, daß das spielerische Niveau der Bundesliga in den Jahren eh unter aller Sau war, vor allem in den Spielzeiten 88/89 + 89/90. Damals hat die Buli sich zu viel Defensivtaktik von seinerzeit in den Europapokalwettbewerben dominanten Italienern abgeguckt; ansehnlichen Fußball haben in der Zeit nur Kaiserslautern (90/91) und Frankfurt (91/92) geboten.
 
Wenn Marin es weder unter Hans Meyer noch unter Thomas Schaaf noch unter Jogi Löw oder jetzt bei Chelsea rafft, liegt der Schluss nahe, dass es vielleicht doch am Spieler liegt (und Marin ist nur ein Beispiel von vielen).


Rehhagel hat die älteste Mannschaft der Bundesliga hinterlassen, zurzeit hat Werder die mit Abstand jüngste.

Zu Marin: er ist ein klassischer Winger, zudem nicht gerade körperlich robust, so dass sein Spielstil eben sich hauptsächlich auf Tempodribblings und 1 gegen 1 Situationen beschränkt. Werder hat bis zu dieser Saison unter TS aber fast nie mit klassischer Außenstürmern gearbeitet, daher war diese Verpflichtung bestenfalls unglücklich. Marin ist noch jung, der kann seinen Weg noch machen. Ob das ausgerechnet bei Chelsea passiert, darf bezweifelt werden.

zu Rehagel: das ist absolut richtig. 1995 war die Mannschaft total überaltert und jenseits ihres Zenits. Dies Mannschaft ist zwar jung, aber beileibe nicht so talentiert wie allgemein angenommen. Zu Anfang dieser Saison wurde teilweise Werder nach Bayern und Dortmund als drittstärkstes Team angesehen, was unrealistisch ist. Schon in der Vorbereitung hat der Ligacup mit fünf Gegentoren das altbekannte Dilemma aufgezeigt, Paderborn war nur noch die Fortsetzung.
 
Sehe ich genauso. Dass Junuzovic dort spielt, liegt ja nicht daran, dass Schaaf ihn dort am stärksten sieht, sondern
a) daran, dass Junuzovic eine überraschend starke Vorbereitung gespielt hat
b) daran, dass man auf die spielerische Qualität von De Bruyne und Hunt nicht verzichten kann
c) und daran, dass wir auf der Sechser-Position nur Durchschnitt haben oder noch nicht mal das

Eine Ideallösung wäre das aber nur, wenn alle Offensivspieler mit nach hinten arbeiten. Das funktioniert gegen Bayern und Dortmund sehr gut, aber gegen vermeintlich leichte Gegner wie Augsburg ist dann nicht mehr jeder bereit, 90 Minuten lang auch seine Defensivaufgaben zu erfüllen. Insofern sehe ich sogar eine Parallele zur Nationalmannschaft.

Grundsätzlich :tnx:.
Junu bringt von den zur Zeit zur Verfügung stehenden Personen wohl das größte Spielverständnis für diese Postition mit, ist in der Lage ein gutes Zweikampfverhalten an den Tag zu legen und "versucht" durch viel Einsatz seiner Aufgabe "gerecht" zu werden.

Er ist nur unter den jetzigen Voraussetzungen eine vermeindliche Idealbesetzung. Wünschenswert wäre grundsätzlich ein Spieler, der ein wenig größer wäre.

Des Weiteren hoffe ich immer noch, das er noch ein wenig ruhiger wird in seinen Aktionen und den physischen Einsatz ein wenig zurücknimmt, um im Spiel auch ein mehr an psychischischen Qualitäten einbringen zu können. Ihn würde ich gerne lernen sehen ein Spiel zu lesen, ihn mit einem größeren Handlungsrepertoire aufwarten sehen.

Ich traue ihm zu, die Fähigkeiten zu entwickeln. Lediglich die Körpergröße wird bei ihm limitiert bleiben.

PS:
Er hat Vorstellungen wie man an seinem Interview sehen durfte. Jetzt gilt es diese aktiv mitzugestalten um das Spiel von Werder voranzubringen.

PPS: Ich habe immer nur die Kameraperspektive und vielleicht bleibt es mir deshalb auch im Verborgenen. Teil Junu bisweilen seine Vorstellungen mit? Sieht man ihn bisweilen auch ordnend aktiv werden?

Marin ist für mich ein positives Beispiel dafür, das Werder mittlerweile in einem solchen Fall handlungsfähiger ist als noch vor ein paar Jahren. Man trennt sich auch mal von einem Spieler etwas schneller.

Rehhagel hat die älteste Mannschaft der Bundesliga hinterlassen, zurzeit hat Werder die mit Abstand jüngste.

:tnx:
Danke für den Hinweis. Es geht bisweilen unter. Vielleicht einer der Hauptgründe, warum man TS weiter unterstützen sollte. Bekommen Mannschaft und Trainer die Kurve, kann man an den Nachfolger vielleicht ein funtkionierendes Team übergeben. (nur so ein Gedanke.
 
Eine Idee ist laut Definition ein geistreicher Einfall!

Wiki sagt:
Der Begriff Idee (von griechisch ἰδέα idéa „Gestalt“, „Erscheinung“, „Aussehen“, „Urbild“) hat im allgemeinen und im philosophischen Sprachgebrauch unterschiedliche Bedeutungen. Allgemeinsprachlich versteht man darunter einen Gedanken, nach dem man handeln kann, oder ein Leitbild, an dem man sich orientiert.
 
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