Naja, man muss die Kriche im Dorf lassen. Sicherlich darf das nicht passieren und es ist ein Jahrhundert-Ergebnis für Schweden, aber:
Das war nur möglich weil Deutschland Schweden dermaßen krass überlegen war, dass die Konzentration schon zu früh im Keller war. Dann ist alles etwas zu locker, du kassierst ein irreguläres 1:4 durch den einzigen Weltklassespieler des Gegners (kann passieren), und ein sehr unglückliches 2:4.
Es folgt die Phase des Spiels, die man klar kritisieren muss! Wahrscheinlich weil man zu selten in dieser Situation ist spielt man auf einmal ängstlich und macht Fehler, der Gegner ist in einem Rausch, folglich fängt man sich das 3:4, nichtsdestotrotz hat man selbst auch selbst Möglichkeiten, kann diese aber nicht nutzen.
Am Ende bekommst du klassischerweise das erneut irreguläre 4:4 in der Nachspielzeit reingedrückt.
Es gibt mit Sicherheit einiges zu kritiseren, aber klar is auch, in der letzten halben Stunde hat für Schweden alles gepasst, der Punkt beweist Moral, ist aber trotzdem sehr glücklich und auch nicht verdient. Ebenso: Deutschland spielt 1-2 Klassen besser als Schweden, aber mit Gegendruck kann man noch nicht souverän genug umgehen (Österreich, Schweden), hauptsächlich weil man es zu "souverän" versucht (es ist keine Schande den Ball auch mal wegzuschlagen, wenn man vorher eine Stunde lang brillant kombiniert hat).
Ich sehe es ähnlich wie Scholl, bestimt ein wirkungsvolles Ergebis um sich klarzumachen, das auf internationalem Niveau gilt: One does not simply let an international game austrudeln!