Irland vs. Deutschland – WM Quali. – 12.10.2012

Ich bin irgendwie nicht bei der Sache heute, für wen gab es eine Schweigeminute?

Ich stimme übrigens zu, dass die Feier des Verstorbenen eine wirklich schöne Art der Trauerbewältigung ist.
In meinem Zweitstudium "Vergleichende Religionswissenschaften"(Hinduismus,Buddhismus,Christentum,Judentum,Islam,tribalistische Stammesformen etc.) habe ich mit Erstaunen gelernt,daß es zahlreiche Kulturen gibt,in denen der Tod als die Vereinigung mit den Ahnen und Urahnen gefeiert wird.Sie sind quasi das Bindeglied zwischen den Welten.Daher gibt es auch keinen Bruch zwischen Leben und Tod.
Der Verstorbene ist der allumfassenden Wirklichkeit ein Stück näher gerückt,als es dem Lebenden möglich ist.
Das wird gefeiert.Die Trauer ist genauso tief wie die Freude!

In unserer Turbogesellschaft sind solche Zusammenhänge auf der Strecke geblieben!
Ich kann mich nicht mehr erinnern,welche Kulturgemeinschaft(en) es war(en),aber da geht man in weißen Gewändern tanzend zur Bestattung,feiert danach ab,daß die Heide wackelt und danach ergibt man sich befreit dem "Lauf des Lebens".
Loslassen gehört nicht zu unserem Kulturkreis,für uns steht die Erhaltung und die Verteidigung der Individualität,des Besitzes und nützlicher Werte im Vordergrund.
Und wenn wir mal großzügig sind,arrangieren wir uns bestenfalls damit,daß wir den Tod verdrängen,und dies ein Fehler oder ein Problem sei.

So,Schluß mit dem Thema und dem Threadmißbrauch!
 
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