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AUGSBURG/BREMEN - von Björn Knips. Irgendwann Mitte der zweiten Halbzeit haute der Kollege auf der Pressetribüne der SGL Arena auf den Tisch und schimpfte: „Die spielen ja wie Argentinien bei der WM in Südafrika. Fünf Mann vorne, fünf Mann hinten, das ist Harakiri, das kann nicht gutgehen!“ Ging es auch nicht.
Der SV Werder verlor am Freitagabend in Augsburg hochverdient mit 1:3 (1:2). Beim Tabellenletzten wohlgemerkt. Eine Blamage! Und eine Offenbarung.


Absolut richtig!
Wacht endlich auf ihr Kasper...
 
Die Erfolge haben für sich gesprochen. Wir befinden uns mittlerweile in der dritten (wenn auch am Anfang) mäßigen Spielzeit. Der Fussball hat sich seit 1999 stark verändert, er ist wesentlich schneller geworden. Unser Spiel dagegen stagniert in einer gewissen Art und Weise. Das Umschalten von Defensiv zu Offensiv klappt nicht, ebenso von der Offensive zur Defensive. Ich habe mir noch nicht die Arbeit gemacht zu schauen wieviel Tore wir allein in den letzten 3 Spielzeiten bekommen haben. Früher war das anders, da haben wir vorn auch mal in 5min 3 Netze gemacht. Diese Zeiten sind vorbei. Der Gegner berechnet uns von Anfang an. Decke einen Elia, De Bruyne und Hunt, fertig ist der Käse. Desweiteren stellen sich alle Gegner hinten rein und kontern uns geschickt aus, eben weil unsre Defensive wackelt. Ein neuer Trainer könnte dies bestimmt in den Griff bekommen.

Endlich mal etwas, auf dem man aufbauen kann !:daumen:
 
Fasse einfach mal ein paar Statistiken zusammen, die ich heute hier schon im Laufe des Tages gepostet habe:

Pflichtspielbilanz 2012: Vier Siege, acht Remis, 13 Niederlagen, 31:44 Tore

Auswärts-Pflichtspielbilanz 2012: Zwei Siege, drei Remis, neun Niederlagen 16:26 Tore

Auswärtspflichtspielbilanz (Bundesliga, DFB-Pokal, , Champions League-Qualifikation, Champions League) seit Sommer 2010:

46 Spiele: 9 Siege, 11 Remis, 26 Niederlagen; 56:101 Tore

Das heisst, dass wir knapp 20% unserer Auswärtsspiele gewonnen haben, aber knapp 57% verloren. Und das wir im Schnitt Auswärts über einen Zeitraum von fast 2,5 Jahren über zwei Gegentore kassiert haben.
 
Wir erleben seit langer Zeit hier fortlaufende Lethargie, die sich hinzieht, wie ein altes Kaugummi. Dabei sinkt die Qualität der Ergebnisse nach und nach. Vielleicht wäre die derzeitige Situation eine andere, wenn man z.B. in Hannover oder gegen Stuttgart besser gepunktet hätte. Klar kann man nun behaupten, dass die Mannschaft jung und daher noch nicht so weit ist, das ist aber keine Entschuldigung, wenn man den Anspruch hat, EL spielen zu wollen. Diese junge Mannschaft ist viel zu offensiv ausgerichtet und zu langsam beim Umschalten, wie auch viele hier argumentieren. Bekommt der Trainer das hin gegen Gladbach und Fürth und wir holen 6 Punkte, könnte das vielleicht funktionieren, da man Selbstvertrauen tanken könnte und das nächste Spiel einfacher werden würde. Kacken wir ab, muss eine Veränderung her, da ich dann nicht mehr glaube, dass der Trainer das mit seinem System und dieser Lethargie herumreißen kann. Das ist ein verdammt schmaler Grat, auf dem sich der Verein da befindet.
 
:tnx: So sehe ich das auch. Ich gehe sogar davon aus, dass man sich bei Werder mittlerweile intensiver mit dem Thema "Trainerentlassung" beschäftigt. Das Problem ist eben nur, dass die Fußstapfen, die ein Thomas Schaaf hinterlassen würde, extrem groß wären und sich derzeit eigentlich kein Trainer finden lässt, der dem gewachsen ist. Wenn wäre man gezwungen, ihn von einem anderen Verein abzuwerben. Vorschläge für den Posten gibt es von Seiten der Fans ja einige, die mir persönlich gefallen. Hinzu kommt, dass der neue Trainer sich anfangs an den Leistungen Schaaf's messen lassen müsste, ebenso an Schaaf's Philosophie vom offensiven Fußball. Es ist fraglich, ob ein neuer Trainer, der die Grundeinstellung völlig über den Haufen wirft, hier gut ankommen würde. Fest steht für mich, dass sich, sofern man gegen Mönchengladbach und Fürth nicht punktet, etwas ändern muss (sollte man zwar punkten, aber nicht überzeugen, ebenso.). Zwar habe ich Angst, dass eine Zeit wie vor der Schaaf Ära beginnt, aber dieses Risiko muss man in Kauf nehmen. Werder braucht frischen Wind.
 
Fasse einfach mal ein paar Statistiken zusammen, die ich heute hier schon im Laufe des Tages gepostet habe:

Pflichtspielbilanz 2012: Vier Siege, acht Remis, 13 Niederlagen, 31:44 Tore

Auswärts-Pflichtspielbilanz 2012: Zwei Siege, drei Remis, neun Niederlagen 16:26 Tore

Auswärtspflichtspielbilanz (Bundesliga, DFB-Pokal, , Champions League-Qualifikation, Champions League) seit Sommer 2010:

46 Spiele: 9 Siege, 11 Remis, 26 Niederlagen; 56:101 Tore

Das heisst, dass wir knapp 20% unserer Auswärtsspiele gewonnen haben, aber knapp 57% verloren. Und das wir im Schnitt Auswärts über einen Zeitraum von fast 2,5 Jahren über zwei Gegentore kassiert haben.


Hier auch mal noch ein paar Zahlen ( Torverhältnisse) meinerseits nur um mal aufzuzeigen wo unsere Defensive steht:
1999/00 65:52
2000/01 53:48
2001/02 54:43
2002/03 51:50
2003/04 79:38
2004/05 68:37
2006/07 76:40
2007/08 75:45
2008/09 64:50
( Quelle Wikipedia)

offensiven Fussball finde ich persönlich selber in Ordnung und schön, aber wir können ihn definitiv nicht mehr spielen. Ob die Ursachen nun am Trainer oder an den vorhandenen Spielern liegen, vermag ich nicht zu beurteilen. Nur nun haben wir eine junge Mannschaft und ich glaube das ein modernerer Trainer auch aktuellen Fussball spielen lassen würde. In der Mannschaft steckt einfach mehr als sie im Moment zeigt.
 
"Werder braucht frischen Wind"? Dieser frische Wind ist in der Mannschaft infolge des großen Umbruchs mit zahlreichen hochkarätigen Abgängen und (hoffentlich) ebensolchen Zugängen in der Mannschaft eingezogen. In der Mannschaft!!! Und dort war es auch notwendig, nicht nur in finanzieller Hinsicht. Mit flacherer Hierarchie in der Mannschaft und einer konstanten Führungsriege um Schaaf und Allofs muss (bei nicht zu leugnender spielerischer Klasse der einzelnen Akteure) die Konstanz und ein kompaktes aggressives Auftreten gefunden werden, und das benötigt nun einmal Zeit, die in Bremen glücklicherweise aufgrund der Strukturen vorhanden ist. Und da sollte der ein oder andere Ausrutscher wohl zugestanden werden. Und sollte doch einmal in ferner Zukunft ein Trainerwechsel geplant sein, ich verwette meine nicht vorhandene Luxusyacht, dass der nächste Trainer aus dem eigenen Umfeld kommt. Wetten dass ...?
 
Liebe Leute,
denkt doch mal ein wenig nach! Was soll ein Trainerwechsel bringen? Ich verrate es Euch gerne: einen Haufen mehr Verbindlichkeiten auf dem Kreditkonto! Erinnert Euch an die Zeit nach der Ära Otto Rehhakles. Wer war da noch alles Trainer in Bremen? Aad de Mos, Dixie Dörner, Quälix, etc. Ich krieg sie gar nicht mehr alle zusammen. Was hats gebracht? Eben. Und wer kam dann? Thomas Schaaf. Das war 1999, wenn ich mich richtig erinnere, und die Erfolge seitdem sprechen für sich. Und da muss es verdammt noch mal in Bremen möglich sein, die Täler gemeinsam zu durchschreiten. Seid doch froh, dass die Bremer mit Stolz auf ihre Kontinuität bauen können, und stellt nicht immer sofort, wenn es mal nicht so läuft, alles gleich in Frage. Oder möchte jemand behaupten, dass die Bayern mit ihrem Startrekord schon "durch" sind und die Meisterfeier planen können? Grüße aus dem grünweißen Süden!

Moin!:tnx:
Für meine Begriffe gehören die meisten Beträge hier in den thread Thomas Schaaf. Es ist schon eine gewisse Komik, daß Leute Werder-Fans geworden sind wegen Thomas Schaaf (die Erfolge kamen ja irgendwo her), jetzt Trainerwechsel propagieren.
Aber wo hier ja nun so gekonnt willkürlich statistisch untermauert wird, eine kleine Anekdote am Rande:
Da haben doch neulich die Bayern dieses phantasielose Gekicke in Belarus abgeliefert und postwendend verloren. Nun, das ist nicht einer Thekenmannschaft passiert, sondern einem Kader, der sich mit Barcelona messen will und zwar erfolgreich. Rein finanziell ist das sicher korrekt. -

Genug der Häme, denn nach nur einem (1) verlorenen Spiel gibt es unter den Bayern-Fans solche, die fordern daß Heynckes sofort entlassen wird, oder daß die ganze Mannschaft nächstes Spiel nicht auf den Platz geschickt wird, oder daß man sich ad hoc von Spieler A, B und C trennt, denn jetzt gäbe es für diese "Dienstverweigerer" ja noch Geld.

Wohlgemerkt, nach nur einem (1) verlorenem Spiel. - Das sind Fans?:confused:

Nein! Ich bin froh und stolz, daß mein Verein ohne Rangnick, ohne Tuchel, ohne Löw, ohne Daum norddeutsches Vereinsleben praktiziert.
Als klare Nr. 1 im Norden!

Gruß aus dem Breisgau:schal:
 
Moin!:tnx:
Für meine Begriffe gehören die meisten Beträge hier in den thread Thomas Schaaf. Es ist schon eine gewisse Komik, daß Leute Werder-Fans geworden sind wegen Thomas Schaaf (die Erfolge kamen ja irgendwo her), jetzt Trainerwechsel propagieren.
Aber wo hier ja nun so gekonnt willkürlich statistisch untermauert wird, eine kleine Anekdote am Rande:
Da haben doch neulich die Bayern dieses phantasielose Gekicke in Belarus abgeliefert und postwendend verloren. Nun, das ist nicht einer Thekenmannschaft passiert, sondern einem Kader, der sich mit Barcelona messen will und zwar erfolgreich. Rein finanziell ist das sicher korrekt. -

Genug der Häme, denn nach nur einem (1) verlorenen Spiel gibt es unter den Bayern-Fans solche, die fordern daß Heynckes sofort entlassen wird, oder daß die ganze Mannschaft nächstes Spiel nicht auf den Platz geschickt wird, oder daß man sich ad hoc von Spieler A, B und C trennt, denn jetzt gäbe es für diese "Dienstverweigerer" ja noch Geld.

Wohlgemerkt, nach nur einem (1) verlorenem Spiel. - Das sind Fans?:confused:

Nein! Ich bin froh und stolz, daß mein Verein ohne Rangnick, ohne Tuchel, ohne Löw, ohne Daum norddeutsches Vereinsleben praktiziert.
Als klare Nr. 1 im Norden!

Gruß aus dem Breisgau:schal:


Thx for your support! Freue mich schon auf das nächste Werder-Gastspiel in Freiburg, das habe ich mir für nächste Saison vorgenommen.
GWG aus Tirol
 
Oo.. Gegenargumente wofür? Er hat ja nicht mal Argumente gebracht... Er ist einfach beleidigend geworden und das ist eben lächerlich und gehört hier nicht her mMn... :ugly:

Also wirklich Freunde, wenn das eine Beleidigung war...(?)...also man kann es auch sehr überempfindlich sehen.
Werder muss aufwachen: meine Argumente sind ganz einfach die letzten Ergebnisse.
2:2 nach 2:0 Führung gegen Stuttgart, Bayern 0:2 und Augsburg 1:3-der Abwärtstrend ist unverkennbar!
Also, bitte aufwachen!

Außerdem Addi, wer sagt denn das ich ein "Er" bin?! Also bitte beleidige mich nicht so... :-)
 
"Der Werderaner" hat uns nach dem Spiel gegen Augsburg mit umfangreichem Zahlenmaterial Auskunft über Werders Schwäche gegeben und so ist es nun auch in der Presse zu finden:
Werder ist saisonübergreifend die schwächste Mannschaft 2012!
Die Zahlen vom Werderaner sollten der Mannschaft an die Kabinentür genagelt werden, dem Trainerstab und der Vereinsleitung als Aufkleber ans Auto geklebt und auf die Trikots geflockt werden!
Sie haben zu Beginn der Saison schön gespielt, und es ist natürlich bitter, wenn das nicht belohnt wird, wenn es nicht gelingt, das auch in Punkte umzusetzen. Da kommen Zweifel auf und die Verunsicherung wächst - da hilft nur fighten - doch genau diesen Kampf um jeden Ball hat die Mannschaft gegen Augsburg nicht angenommen, als würde sie die Zahlen nicht kennen.
Es ist in den vergangenen Spielzeiten wirklich nicht leicht Werder-Fan zu bleiben, denn man möchte ja nicht nur mit der Mannschaft leiden, aber zur Freude ist leider nur selten Anlass.
Abe wenn man ganz unten angekommen ist, kann man sich auch wieder vom Boden abstoßen, nur muss man begreifen, dass man dort ist und alle Selbstgefälligkeit endlich aufgeben!
 
"Der Werderaner" hat uns nach dem Spiel gegen Augsburg mit umfangreichem Zahlenmaterial Auskunft über Werders Schwäche gegeben und so ist es nun auch in der Presse zu finden:
Werder ist saisonübergreifend die schwächste Mannschaft 2012!
Die Zahlen vom Werderaner sollten der Mannschaft an die Kabinentür genagelt werden, dem Trainerstab und der Vereinsleitung als Aufkleber ans Auto geklebt und auf die Trikots geflockt werden!
Sie haben zu Beginn der Saison schön gespielt, und es ist natürlich bitter, wenn das nicht belohnt wird, wenn es nicht gelingt, das auch in Punkte umzusetzen. Da kommen Zweifel auf und die Verunsicherung wächst - da hilft nur fighten - doch genau diesen Kampf um jeden Ball hat die Mannschaft gegen Augsburg nicht angenommen, als würde sie die Zahlen nicht kennen.
Es ist in den vergangenen Spielzeiten wirklich nicht leicht Werder-Fan zu bleiben, denn man möchte ja nicht nur mit der Mannschaft leiden, aber zur Freude ist leider nur selten Anlass.
Abe wenn man ganz unten angekommen ist, kann man sich auch wieder vom Boden abstoßen, nur muss man begreifen, dass man dort ist und alle Selbstgefälligkeit endlich aufgeben!


"nicht leicht, Werder-Fan zu bleiben" ...? Oh Mann (oder Frau), das tut weh. Werder-Fan ist man, oder man ist es nicht. Das hat nichts mit kurz- oder mittelfristigen Entwicklungen zu tun, sondern ist eine Herzens- und Überzeugungsangelegenheit. Denk mal drüber nach.
 
In den 70er Jahren war Werder stets und permanent zu den Abstiegsaspiranten zu zählen. 1972 hatte man versucht durch die sogenannte Millionenelf den Erfolg zu kaufen. Das Ende war dann Anfang der 80er Jahre der Abstieg unter Trainer Wolfgang Weber und Manager Rudi Assauer.
Zu dieser Zeit gab es außerhalb von Bremen und dem direkten Umland nur noch einige Fans im traditionellen Werdergebiet Ostfriesland und Emsland.
Werder hatte in etwa eine Ausstrahlung wie Bochum oder der MSV Duisburg.
Das sind im besten Sinne Dorfclubs mit Fans überwiegent aus der jeweiligen Region.

Durch die Erfolge von Otto Rehhagel und Thomas Schaaf wuchs die Fangemeinde bundesweit stark an. Die Identifikation mit Bremen und dem Verein nahm aber eher ab.
Das ist in vielen Beiträgen und der zum Teil überzogenen Krittik hier im Forum zu spüren.

Werder ist nicht der Erfolgsverein wie Bayern
Werder ist auch nicht der symphatische Underdog wie Freiburg oder Düsseldorf.

Warum gerade Werder der Verein des Herzens ist muß letztlich jeder selbst entscheiden.

Für mich ist unser Verein aber nicht nur dann ein guter Club wenn er oben steht. Es ist eine große Leistung das wir in Bremen über all die Jahre Bundesliga sehen konnten.
In dieser Zeit sind viele Große Vereine wie Stuttgart, Frankfurt, Berlin, Nürnberg, 1860 oder Köln sogar mehrmals abgestiegen.

Krittik ist sicher angebracht, aber man sollte schon auf dem Teppich bleiben.
 
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