@Nicole
Hast Du dich eigentlich schon mal selbst gefragt, ob Deine, diese Beiträge tatsächlich was zum Thema in einem
Diskussionsforum beitragen? Ist wirklich nicht böse gemeint, nur mal so....
Ich bin mir sicher, dass mit den Spielen auch die Sicherheit kommt, die Automatismen hinten wie vorn besser greifen und dass irgendwann auch die Ergebnisse kommen werden.
Das hat früher mit Schaaf öfter hingehauen, ja.
Aber erstens haben sich wie schon mal erwähnt die Zeiten (und die Gegner sowie deren Trainer) geändert, zweitens haben wir insgesamt nicht mehr die Qualität früherer Jahre und drittens ist doch das Hauptproblem, dass Schaaf - offenbar - trotzdem immer noch glaubt, nur auf diese Weise (ausschließlich?) erfolgreich sein zu können. Über die innere Überzeugung der Truppe, wenn er sie nur machen lässt und diese sich selbst entwickelt, über kreative, flexible Offensive.
Es wird sich erst noch zeigen, ob TS damit richtig liegt, was ich persönlich allerdings stark bezweifle. Meiner Ansicht nach brauchen wir mehr System, klare Struktur und deutlicher vorgegebene Mechanismen, um mit der Entwicklung gerade in der erstarkten Bundesliga Schritt zu halten. Deshalb wär ich mir da nicht mehr so sicher.
Abgesehen von ein paar Stellschräubchen hier und da (Teamhierarchie, Spielsystem), die das Ganze zumindest vordergründig flexibler aussehen lassen und überdecken sollen, dass der Kern der Defizite weiterhin aussen vor bleibt. Keine Mannschaft der Welt kann ständig zwei oder mindestens ein Gegentor ausgleichen und immerzu Chancen zulassen, bis es endlich klingelt. Harnik alleine hätte seinen Ex-Klub abschießen können. So gut und konstant kann die Offensive gar nicht sein, nicht so treffsicher, vor allem nicht mit den finanziellen Mitteln Werders. Demgegenüber hast Du für ein eigenes Tor nun mal 90+ Minuten.
Schon gegen den VFB waren erste Anzeichen von schwindendem Selbstvertrauen zu sehen, weil die Truppe seit Wochen trotz ihrem engagierten Aufwand keine Erfolge einfährt. Und dass Schaaf genau diesen Faktor weiterhin unterschätzt und die Mannschaft stetig ins hohe Risiko schickt, sein Team überfordert, obwohl gerade er es aus den Erfahrungen vieler BL-Spielzeiten besser wissen müsste, kreide ich ihm an. Aus analytischer Sicht, die Schaaf als BL-Coach sicher hat und die man von ihm verlangen muss, kommt mir diese Vorgehensweise fatal vor.
Für mich wirkt das immer mehr wie der tapfere Don Quichotte mit Knappe Sancho Panza gegen die Windmühlen. Er macht unabänderlich so weiter, auf seinem Weg. Denn letzten Endes wird der Trainer Schaaf der Trainer Werders bleiben und dies bestimmt auch noch 2018 sein, völlig egal, welche Ergebnisse er liefert und ob wir dann dritte oder erste Liga spielen. Und deshalb wird er auch seinen Stil nicht wesentlich überdenken, sich weiterhin in seiner Spielidee verrennen unabhängig davon, wie bitter das möglicherweise wird.
Nur wer soll es TS vorwerfen? Wie viele von uns bringen denn genug Selbstkritik, Eigeninitiative und Willen zur Veränderung mit, wenn wir von den uns Vorgesetzten gefühlt nie unter Druck oder in der Kritik stehen, unabhängig von der Fehlerquote? So funktioniert`s in der freien Wirtschaft ganz sicher nicht, dafür aber bei Werder.
Und da das so ist und bleibt, ....

Es kann natürlich auch anders kommen, dass wir trotz alledem erfolgreich sein werden. Abwarten. Praktisch nichts ist so absolut, dass man es haargenau abschätzen kann.
Was ich darüber hinaus glaube ist, dass wir mindestens in ein paar Spitzenspielen gut aussehen werden. Da greift diese Philosophie eher. Bayern wird sich am WE erschrecken (hoffentlich). Nur sind solche Begegnungen in einer Saison nun mal klar in der Minderheit.
Abgesehen davon hab ich eh nur mit einem Punkt aus den beiden Spielen Stuttgart und Freiburg gerechnet, und zwar wegen dieser Spielweise. Den haben wir jetzt schon. Insofern bin ich erstmal zufrieden.