Ich will dazu nur noch mal kurz meine Meinung äußern: Häufig ist es so, dass eine Mannschaft die ihr Spiel signifikant umstellt (nennen wir es hier Ergebnis verwalten) dafür bitter bestraft worden ist. Statt den Gegner weiter unter Druck zu setzen zieht man sich zurück und will verwalten. Das führt dazu, dass der Druck auf die gegnerische Abwehr nachlässt und insbesondere die Außenverteidiger können wieder mehr nach vorne machen, da sie hinten nicht mehr gebunden sind. Sowas nennt man dann auch gerne mal "Den Gegner wieder ins Spiel zurück bringen". Daher (nicht weil ich dich von deiner Meinung abbringen will) ist es für mich nicht akzeptabel sich zurückzuziehen wenn man den Gegner bei den Eiern hat! Denn eine Situation wie zum 3:2 wo ein Verteidiger erst ausrutscht und dann den Ball unhaltbar abfälscht kann immer mal passieren (unabhängig der "Vorgeschichte"), die Wahrscheinlichkeit DAS so etwas passiert ist aber sicherlich höher wenn der Gegner mehr Freiheiten hat.
Den Fehler sehe ich denn auch mehr darin, dass wohl für alle klar war, dass der "letzte" Angriff läuft. Hunt hat nämlich recht, solche Ballverluste passieren häufig im Spiel, macht aber nichts wenn die Defensive kompakt steht. Das war bei uns nicht der Fall doch das hatte nichts damit zu tun, dass die Spielweise falsch war, sondern weil die Spieler im Kopf bereits abgeschaltet haben. Als Hunt den Ball nach vorne getrieben hat hätten seine Hintermänner nur einen Gedanken haben dürfen: Kein 96er nähert sich dem 16er, zur Not wird er umgehauen aber wir kriegen nichts mehr auf das Tor. Aber wir alle wissen, das wir offen wie ein Scheunentor standen und dann auch noch Pech haben.