An den Kommentaren auf bild.de erkennst du, dass die Integrationspolitik gescheitert ist und der Inhalt des Buches die Meinung vieler deutscher Bürger trifft? :unfassbar:
Klar ist diese Thematik wichtig, aber du kannst so ein Buch nicht als Grundlage für eine Diskussion hernehmen, weil es peinlich ist, was sich der Herr da zusammenschreibt.
Ich habe mir viele Foren und Kommentare zu dem Buch im Netz angeschaut und die Mehrheit dieser Kommentare hat dem Buch zugestimmt. Ich finde das beängstigend. Und zwar aus dem Grund, weil Teile der Bevölkerung finden, dass er Recht hat und man Angst vor einem Rechtsruck der Gesellschaft haben muss. Deshalb ist Aufklärung absolut notwendig.
Aber hey, die Bildleser und die Leute, die solche Kommentare abgeben sind ja eh alle nicht die Schlausten und ihre Meinung ist unwichtig. Und das Buch ist sowieso peinlich....
Genau diese Ansicht bringt uns imho zu den Problemen. Das wir die Nöte und Ängst der "kleinen" Menschen nicht Ernst nehmen. Das Realitäten verkannt werden.
Das entscheidende an einer gelungen Integrationspolitik ist imho nicht, dass die Politik tolle neue Projekte ins Leben ruft und sich damit brüstet, sondern das die Menschen der verschiedenen Kulturen im Alltag miteinander auskommen. Das es keine Ängste mehr vor fremden Kulturen gibt. Und das ist großen Teilen der Bevölkerung nicht gegeben. Das elebt man im Alltag doch ständig, wenn man sich mit Leuten über das Thema unterhält.
Sehr gute Freunde von mir kommen aus dem Iran. Eine Familie mit zwei Kindern. Eine Vorzeigefamilie. Die Mutter Lehrerin, der Vater promoviert, die Tochter studiert Jura und der Sohn ist bald Chirurg. Ich war vor kurzem auf dem 50. Geburtstag des Vaters. Er kam zum Studieren nach Deutschland und die Kinder sind hier geborten. Auf der Familienfeier waren 98% Iraner. Das ist ja völlig ok, aber es zeigt, dass wir von einem natürlichen Miteinander noch weit entfernt sind. Die Distanz zwischen den Kulturen ist einfach noch groß und deshalb gibt es auch viele Vorbehalte und Missverständnisse. Und deshalb bleiben viele lieber "unter sich", sowohl Deutsche, als auch Migranten.