Der Finanzthread - und braucht Werder Bremen Investoren?

Hmm offensichtlich bürgt Werder für die Weserstadion GmbH mit 10 mio €. Hab ich mit schon gedacht. Also wird man vermutlich für den Fall der Fälle Geld zurückgelegt haben und nicht so sehr ins Risiko gehen.
 
Die aktuelle Diskussion um den Wiesenhof-Deal lässt daran zweifeln, ob der Infront-Vertrag eine gute Lösung ist. Laut Medienberichten hat Werder keine Möglichkeit, einen Sponsor abzulehnen, es sei denn, man ist bereit, ganz auf die Sponsoring-Einnahmen zu verzichten. Im Gegensatz zu Werder ist Infront allerdings nur an einer möglichst hohen Provision interessiert, die sich sicher an der Höhe des Abschlusses orientiert - diese ist für Werder zwar auch wichtig, sollte aber nicht allein maßgeblich sein, da die Marke und damit der künftige Marktwert auch mit der Reputation des Sponsors zusammenhängt, wofür Werder jedoch nicht angemessen entschädigt wird. Es fällt schon auf, dass Werder-Sponsoren in der jüngsten Vergangenheit allesamt keine Sympathieträger waren. Langfristig dürfte das derzeitige Modell Werder auch finanziell eher schaden.

Doch....die Höhe des Abschluss ist für Werder das absolut Wesentliche. KiK & Co sprechen da Bände...und wo schadet es denn? 50 Austritte? Was noch? Konkret?
 
Natürlich ist für Werder die Höhe des Abschlusses sehr wichtig, aber nicht alleinentscheidend - für Werder spielt es (auch finanziell) eine Rolle, wie sich der Hauptsponsor auf das Image des Vereins und damit den Marktwert auswirkt.

Gerade Werder war in der Vergangenheit ein Verein, der deutschlandweit Sympathien genießt. Dieses Jahr (2012) hat z.B. eine Studie der TU Braunschweig gezeigt, dass Werder der drittbeliebteste Bundesligaverein ist (nach Dortmund und Bayern), das ist deutlich besser, als es die Tabellensituation (Platz 9) hergab. Für den Verein sind solche Sympathiewerte "Geld wert", auch wenn es um die Suche nach künftigen Sponsoren und Partnern geht (nicht nur Hauptsponsoren). Wenn die Auswirkungen auf den Marktwert bei der Vertragsgestaltung nicht berücksichtigt werden, weil Infront nur die "Bottom Line" im Auge hat, kann das dem Verein langfristig schaden.

http://www.wuv.de/nachrichten/unternehmen/fussballstudie_dortmund_ist_markenmeister
 
Natürlich ist für Werder die Höhe des Abschlusses sehr wichtig, aber nicht alleinentscheidend - für Werder spielt es (auch finanziell) eine Rolle, wie sich der Hauptsponsor auf das Image des Vereins und damit den Marktwert auswirkt.

Gerade Werder war in der Vergangenheit ein Verein, der deutschlandweit Sympathien genießt. Dieses Jahr (2012) hat z.B. eine Studie der TU Braunschweig gezeigt, dass Werder der drittbeliebteste Bundesligaverein ist (nach Dortmund und Bayern), das ist deutlich besser, als es die Tabellensituation (Platz 9) hergab. Für den Verein sind solche Sympathiewerte "Geld wert", auch wenn es um die Suche nach künftigen Sponsoren und Partnern geht (nicht nur Hauptsponsoren). Wenn die Auswirkungen auf den Marktwert bei der Vertragsgestaltung nicht berücksichtigt werden, weil Infront nur die "Bottom Line" im Auge hat, kann das dem Verein langfristig schaden.

http://www.wuv.de/nachrichten/unternehmen/fussballstudie_dortmund_ist_markenmeister

Infront hat sich die Rechte nicht illegal beschafft, sondern Werder hat diese verkauft. Und GERADE weil Werder so hohe Sympathiewerte hat, ist eine Partnerschaft für Citybank, BWin, Wiesenhof und KiK interessant. Deshalb zahlen die auch entsprechend. Als wenn das bei Werder in der Vergangenheit anders war :-).
 
Doch....die Höhe des Abschluss ist für Werder das absolut Wesentliche. KiK & Co sprechen da Bände...und wo schadet es denn? 50 Austritte? Was noch? Konkret?

Richtig, oder glaubt hier ernsthaft jemand, das sich außerhalb des Werder-Umkreises irgendjemand über die Wiesenhof-Werbung mokiert?

Und: War die (Abzocker)Citibank oder die wegen der schlechten Mitarbeiterarbeitsbedingungen bekannte Fa. KIK etwa seriöser?
Ich würde sagen nein!

Gruß vom
Werder-Oldie
 
Auf der Jahreshauptversammlung im Herbst werden aber rote Zahlen verkündet werden.

Das hat ja die Geschäftsführung bereits vor einem Jahr angekündigt: Die Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr (Juli 2011 - Juni 2012, d. Red.) werden deutlich im roten Bereich liegen. Aber aufgrund einer klugen Haushaltspolitik können wir das verkraften, ohne Schaden zu nehmen.

Willi Lemke im Interview
 
Es ist schon witzig wie im Vorfeld der Aufsichtsratsitzung Wörter wie "Schulden", "Minus" und "Verbindlichkeiten" in den Medien vertauscht und verzerrt wurden. Selbst Klaus Allofs hat sich davon anstecken lassen und sagte gestern auf SKY, dass Werder keine "Schulden" habe.
Werder hat eine enorm hohe Eigenkapitalquote von 48%. Demzufolge bestehen 52% der Bilanzsumme aus Fremdkapital und somit aus "Schulden". Das ist aber nicht weiter schlimm. Werder steht dank seiner konservativen Führung auf zwei gesunden Beinen. Nur mal zum Vergleich: bei deutschen Industrieunternehmen wird eine Eigenkapitalquote von 20% angestrebt. Banken haben z.B. nur einen Eigenkapitalquote von nicht mal 5%. Dieses Jahr hat Werder eben 14 Mio Euro weniger eingenommen als ausgegeben. Es darf aber nicht vergessen werden, dass Werder sein Stadion mit hohen Raten abzahlt und die Zuschauereinnahmen 2011 unter dem Stadionumbau gelitten haben. Dank des fertigen Stadions, der erhöhten Kartenpreise, der verbesserten Infrastruktur, der verbesserten Vermarktung (MM ist weg) und der geringeren Spielergehälter wird Werder da schnell wieder rauskommen. Alles im Lot. Weiter so!
 
@Fußballgott: hier haben schon ganz andere- ausdauernd -versucht BWL zu erklären. Und sind kläglich gescheitert ;)
Wer was Schlechtes erzählen will, wird das auch weiter tun.
Aber danke dir für den tapferen Versuch :beer:
 
Zitat von Fußballgott;2432513:
Es ist schon witzig wie im Vorfeld der Aufsichtsratsitzung Wörter wie "Schulden", "Minus" und "Verbindlichkeiten" in den Medien vertauscht und verzerrt wurden. Selbst Klaus Allofs hat sich davon anstecken lassen und sagte gestern auf SKY, dass Werder keine "Schulden" habe.
Werder hat eine enorm hohe Eigenkapitalquote von 48%. Demzufolge bestehen 52% der Bilanzsumme aus Fremdkapital und somit aus "Schulden". Das ist aber nicht weiter schlimm. Werder steht dank seiner konservativen Führung auf zwei gesunden Beinen. Nur mal zum Vergleich: bei deutschen Industrieunternehmen wird eine Eigenkapitalquote von 20% angestrebt. Banken haben z.B. nur einen Eigenkapitalquote von nicht mal 5%. Dieses Jahr hat Werder eben 14 Mio Euro weniger eingenommen als ausgegeben. Es darf aber nicht vergessen werden, dass Werder sein Stadion mit hohen Raten abzahlt und die Zuschauereinnahmen 2011 unter dem Stadionumbau gelitten haben. Dank des fertigen Stadions, der erhöhten Kartenpreise, der verbesserten Infrastruktur, der verbesserten Vermarktung (MM ist weg) und der geringeren Spielergehälter wird Werder da schnell wieder rauskommen. Alles im Lot. Weiter so!

Nicht ganz, oder? "Werder" zahlt keine Raten für das Stadion ab, sondern zahlt eine Nutzunggebühr an die Stadion GmbH und hat dieser seit 2007 bestimmte Rechte zugebilligt. Die halben Einnahmen der Bandenwerbung und die Vermietung der Büroräume im Stadion.....

Und in der GuV sind es Erträge und Aufwendungen, die einander gegenüber gestellt werden. Ob und wie viel Werder in der Saison 11/12 - ich nenne es mal - reale Schulden gemacht hat, wissen wir ja nicht mal.
 
Man darf auch nicht vergessen das die Verkäufe von Marin, Mertesacker und Wesley gut 23 Mio.€ eingebracht haben. Die Einnahmen müssten in der nächsten Bilanz erscheinen.
 
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