Also ich würde mir auch wünschen, dass man mal auf Risiko schön investiert, dann dauernd Meister oder sowas wird und das im Nachhinein alles wieder reinholt. Leider reden wir von Fußball und das ist in der ausgeglichenen BL nicht zu planen. Deswegen ist finanzielles Augenmaß, wie Werder es seit dem Scheitern der Millionenelf praktiziert, für mich völlig richtig. Und der AR ist dazu da, dass das auch so bleibt. Ich denke dass Lemke diese Aufgabe auch erfüllt. Seine Freude an öffentlichen Auftritten nervt und er ist nicht unbedingt ein Sympath vor dem Herrn, aber er ist für mich wie Fischer oder der zu früh verstorbene Dr. Böhmert halt Teil des Ganzen und darf da gerne weiter rumsitzen.
Bei keinem Verein in der BL sind diese Posten im ÜBrigen entscheidend. Der Erfolg wird, völlig zu Recht, immer mit der sportlichen Abteilung verbunden. Ein AR oder ein Vereinspräsident und auch Marketingleute oder Kassenwarte kümmern sich um andere Dinge und das ist nun auch nicht gerade Hexenwerk. Diese Leute würde ich auch niemals auswechseln, solange es dort läuft irgendwie läuft.
Für mich sind die Theorien, was Werder alles angeblich noch so herausholen könnte, welche, die mir nach PowerPointPräsentationen nicht einmal von Roland Berger, sondern eher von accenture klingen. Viele schöne bunte Vokabeln und wenig Substanz. Ich glaube man macht hier schon im Rahmen des Möglichen recht viel, da wird nicht allzu viel versaubeutelt.
Entscheidend ist, wie es im sportliche Bereich läuft und da läuft es schlecht. Deswegen sollte man die Arbeit von Schaaf und Allofs hinterfragen, aber man muss nicht gleich immer die Revolution vom Zaun brechen und das Kind mit dem Bade ausschütten. Mit denselben Leuten sind wir auch Meister geworden und so weiter. Man muss von Zeit zu Zeit mal den Trainer wechseln, aber die sonstigen Angestellten und Funktinäre muss man nicht andauernd rotieren.