Klaus Allofs

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Danke BREMEN, da kann ich mir ja das schreiben sparen.

Ich bin Stadiontechnisch eigentlich recht glücklich.
Klasse wäre es natürlich gewesen, wenn wir die gut 50k bekommen hätten, mehr wären mMn aber nicht nötig gewesen.
Einzig mehr Stehplätze wären super, aber eine "Wand" würden wir eh net hinbekommen.
 
Zitat von Werder-Wü;2165739:
Das sehe ich ein bisschen kritischer, der Ruhrpott ist einfach von der Menge der Menschen und auch von der "Fußballkultur" ein ganz anderes Pflaster als Bremen. Nichts gegen Bremen aber ich glaube kaum das es dauerhaft möglich wäre ein 80k Zuschauerstadion dauerhaft auszuverkaufen. Auch von der Finanzstruktur hat glaube ich ein z.B. ein München ganz andere Möglichkeiten als Bremen. Ich möchte Bremen um himmelswillen nicht kleinreden aber ich denke mal als "Nicht-Bremer" (geografisch gesehen) mit einer mmn relativ objektiven Sicht auf die Dinge denke ich das es nicht drin und auch nicht sinnvoll gewesen wäre plötzlich ein "Riesenstadion" neu zu bauen.

Zustimmung, auch wenn ich die 80.000 für eine zu hoch gegriffene Zahl halte.

Aber im Grundsatz hast Du recht, daß der Vergleich mit München unpassend ist. München hat den wohl besten Standortvorteil aller deutschen Großstädte, die Eigenanteil-Finanzierung basierte auf die Beteiligung von FC Bayern und vom TSV 1860 (die später als Geldgeber ausfielen, womit sich der FC Bayern zwar verschnupfte, aber keine lebensbedrohliche Lungenentzündung einfing) sowie dem dort ansässigen, weltgrößten Versicherungskonzern. Diese Pfründen konnten bzw. können Werder sowie die Stadt Bremen nicht auffahren.
 
Zustimmung, auch wenn ich die 80.000 für eine zu hoch gegriffene Zahl halte.

Aber im Grundsatz hast Du recht, daß der Vergleich mit München unpassend ist. München hat den wohl besten Standortvorteil aller deutschen Großstädte, die Eigenanteil-Finanzierung basierte auf die Beteiligung von FC Bayern und vom TSV 1860 (die später als Geldgeber ausfielen, womit sich der FC Bayern zwar verschnupfte, aber keine lebensbedrohliche Lungenentzündung einfing) sowie dem dort ansässigen, weltgrößten Versicherungskonzern. Diese Pfründen konnten bzw. können Werder sowie die Stadt Bremen nicht auffahren.

Das Problem ist doch, dass man in Bremen ja irgendwie auch gar nicht bereit zu sein scheint mal größer zu denken. Sorry, wenn ich jetzt ein wenig politisch werde, aber in Bremen heult man sich immer in die Tasche wie ungerecht alles ist, anstatt mal selbst irgendwie zu versuchen mal richtig ranzuklotzen.

Filbry sagte, als er hier sein Amt antrat, dass er einen strategischen Ivestor suchen wolle. Davon hört man schon ewig nichts mehr. Schalke hat die Russen gefunden.
Wir hatten zu den erfolgreicheren Zeiten ohne weiteres die Möglichkeit gehabt an die Araber oder eben auch in Ostasien irgendwo heranzutreten. Nein. Das würde ja nur die liebe, kleine Werderfamilie stören.
 
Danke BREMEN, da kann ich mir ja das schreiben sparen.

Wir beide einer Meinung? Das ist ja höchst selten. ;) :beer:

Noch ein paar Worte zum den sukzessiven Umbau des Weserstadions Ende der 80er bis Mitte der 90er. In der Planungsphase gab es die Option, aus dem Weserstadion ein reines Fußballstadion zu machen, was eine höhere Kapazität mit entsprechenden Mehreinnahmen bedeutet hätte. Diese Option scheiterte an der damals (viel zu) einflußreichen Leichtathletik-Abteilung des SV Werder, weil diese sich dadurch ihrer Trainings- und Wettkampfmöglichkeiten beraubt sah.
 
Das Problem ist doch, dass man in Bremen ja irgendwie auch gar nicht bereit zu sein scheint mal größer zu denken. Sorry, wenn ich jetzt ein wenig politisch werde, aber in Bremen heult man sich immer in die Tasche wie ungerecht alles ist, anstatt mal selbst irgendwie zu versuchen mal richtig ranzuklotzen.

Einerseits richtig, aber anderseits wäre bei einem Ranklotzen das Geschrei mancher Bundesländer und auch von manchen im Stadtstaat Bremen groß geworden, daß man sich einerseits einen üppigen Stadionausbau leistet, aber anderseits am Tropf des Länderfinanzausgleich hängt.

Wie man es macht, es ist verkehrt.
 
Einerseits richtig, aber anderseits wäre bei einem Ranklotzen das Geschrei mancher Bundesländer und auch von manchen im Stadtstaat Bremen groß geworden, daß man sich einerseits einen üppigen Stadionausbau leistet, aber anderseits am Tropf des Länderfinanzausgleich hängt.

Wie man es macht, es ist verkehrt.

Werder Bremen ist wahnsinig wichtiger Imageträger für die Stadt und wie gesagt die Stadt hätte sich da auch raushalten können. Selbst Fürth hat ein Investor gefunden, der das Stadion komplett auf eigene Kosten hochzieht. Die Spielvereinigung geht dabei nicht ein bisschen Risiko.
 
Werder Bremen ist wahnsinig wichtiger Imageträger für die Stadt und wie gesagt die Stadt hätte sich da auch raushalten können.

Selbst wenn ein neues Stadion ohne Beteiligung der Stadt bzw. des Land Bremen finanziert worden wäre, so wären auch dort Kosten wie z.B. für die Verkehrsinfrastruktur entstanden. Und in Bremen war und ist man sich der Bedeutung des wichtigsten Werbeträgers der Stadt durchaus bewußt, sei es mit der Geldspritze für die Millonaros 1971, der Bürgschaft, die 1977 den drohenden Lizenzentzug verhinderte, der Umbau der Nordgeraden (1977/78, damals war Bremen alleiniger Eigentümer des Weserstadions) sowie die weiteren Umbauten des Stadions in den 80er und 90er Jahren (als Teilhaber in der Weserstadion GmbH).


Selbst Fürth hat ein Investor gefunden, der das Stadion komplett auf eigene Kosten hochzieht. Die Spielvereinigung geht dabei nicht ein bisschen Risiko.

Aber ein Investor investiert nicht nur aus Gefälligkeit, sondern weil er Geld verdienen will und ggf. Einfluß geltend machen möchte. Vor allem muß man den Unterschied berücksichtigen, daß das neue Stadion Fürth mit einer geplanten Kapazität von ca. 28.000 € deutlich weniger Kapital bedarf als ein Stadion mit einem ca. doppelt so hohem Fassungsvermögen.
 
Fakt ist, dass zur WM 2006 Beckenbauer plus Kanzlerbonus gegen Bremen sprachen.
Bremen war einmal eine der reichsten Städte in D. Lang, lang ist es her.
In den 70er Jahren wurden Grunsatzentscheidungen in Bremen getroffen, wie hauptsächlich auf die Werftindustrie zu setzen, die Innenstadt mit Büros zu besetzen statt mit Menschen. Die Mittelständische Industrie siedelte sich in einem Kreis um Bremen an, aber zumeist steuertechnisch in Niedersachsen veranlagt.
Die Veränderung der Steuergebung für Städte und Gemeinden in den 70er und die Werftenkrise hat Bremen den Rest gegeben. Wie hoch ist die derzeitige Arbeitslosenquote in Bremen? 11%? Das Land Bremen ist pleite und hängt am Tropf des Länderfinanzausgleiches.
Daher, selbst wenn man es finanziert bekommen hätte, wäre ein Stadion mit 80T oder 100T nicht zu füllen.
Warum sind denn so viele Logen gebaut worden? Doch nur, weil diese mehr erlösen, als Stehplätze.
Der Standortnachteil Bremens im Vergleich zu Hamburg oder München liegt in der Anzahl, Größe und Finanzkraft der Industrieansiedlungen, Firmen etc. Daher ist es ja auch so schwierig Sponsoren zu finden, weil sowohl Hamburg als auch München medial präsent sind. Unter diesen Voraussetzungen haben KA & Co keine schlechte Arbeit geleistet!
 
Filbry sagte das, als Schalke die Russen längst hatte - die von allen, die nicht Schalker sind, zum Teil aber auch von denen kritisiert werden: Weil sie massiv in die Vereinspolitik eingreifen/eingreifen werden.

Willi hat mit einem Stadion auf der grünen Wiese 1991/1992 eine Drohgebärde vor der Stadt aufgebaut - er wäre nämlich nicht nur auf die grüne Wiese gezogen sondern auch nach Niedersachsen. Da hatte die Stadt dann ein Einsehen und gewährte seitdem mind. dreimal einen Umbau - der zwar wegen Stadtteilkonferenzen und der besonderen Lage geräuschvoll ist aber jedesmal klappt. Beim letzten Mal allerdings haben sie rumgeträumt. Ich sag nur "Schlagschatten", "Stahlpreise" und "Dritter Rang".

Also am Stadion leigt es nicht unbedingt, daß Werder auf hohem Niveau rumdümpelt. Es liegt an den Kardinaltugenden eines Kaufmanns, eines hanseatischen kaufmanns, nein noch spezifischer: Eines bremisch hanseatischen Kaufmanns, das Werder so ist wie es ist. Das werden wir in 1899 Jahren noch kritisieren.

Werder hat gelernt, die Stadt zu seinem Glück zwingen zu müssen, da sie u.a. lieber 500 Millionen für ein Space Center rauspulvert - das dann zu einem Einkaufszentrum wird - als eine ähnliche Summe Werder zu geben. Also erpresst Werder die Stadt sanft: Indem man sie in der Weserstadion AG an der Kandarre hat und sie schön für deren Projekte z.B. Stadionneubau in die Haftung/Bürgschaft nimmt.

Der Öffentlichkeit macht man dann glaubhaft klar, kein Geld zu haben. Da sind sich Willi und Klaus unabhängig voneinander einig, das man sich darstellt, als hätte man Stacheldraht in der Tasche.

Filbry hat man das Mikro erstmal weggenommen, nachdem er sich, was Startgelder in der CL und Investorensuche anbetrifft, zweimal verplapperte. In Bremen allgmeinen, bei Werder im Besonderen gilt: Nicht über Geld sprechen.

Kann mir vorstellen, das man Investorenmäßig bald zuschlagen wird: Entweder indem man mit dem nächsten Hauptsponsdor was macht oder auf alte partnerschaften früherer Tage zurückkommt.
(Wenn Beluga nicht den Stolberg gemacht hätte, wäre das schon längst passiert)

Das die "ganze CL Kohle" weg ist ist mE. eine schön verbreitete Mär - und zwar der Medien, die Werder nie bestritt eher noch fütterte ("Ist in Spielergehälter geflossen!"). Warum aber diese, wenn man sie noch hat, raushauen? Und für wen?
Wenn Werder "offensiv" auf dem Markt aktiv wird, dann gehen die Spielerberater auf Extrageldmodus. Also macht man sich persönlich kleiner als man ist und wird zum Pfennigfuchser, nein viel besser: Zum "Sparenmüsser" der Liga.

Werbetechnich war diese Saison zusammen mit der letzten übrigens eine der besten ever seit dem double: Viele headlines in den Tageszeitungen und immer Namedropping in Livbe Berichten von spielen, wo Werder gar nicht bei war.

Wollte nur die "Kehrseite" von @sofatesters vorzüglichem Beitrag darstellen! Danke!
 
Kann mir vorstellen, das man Investorenmäßig bald zuschlagen wird: Entweder indem man mit dem nächsten Hauptsponsdor was macht oder auf alte partnerschaften früherer Tage zurückkommt.
(Wenn Beluga nicht den Stolberg gemacht hätte, wäre das schon längst passiert)

Ich kann es mir nicht vorstellen. Werder wird höchstwahrscheinlich das zweite Mal in Folge die EL-Quali verpassen, und dieses Mittelmaß (um dem Status Quo einem Namen zu geben) hat natürlich bei weitem nicht die Attraktivität einer regelmäßigen CL-Teilnahme.

Diese reduzierte Strahlkraft wird sich negativ auf die Sponsoreneinnahmen bzw. auf das Interesse von Investoren auswirken. Mit zwei Jahren in Folge ohne Europapokalpräsenz wird die Werbefläche auf den Werder-Trikots wohl weniger als die derzeitigen 10 Mio. p.a. wert sein und falls in den nächsten beiden Jahren keine Besserung stattfindet, wird der 2014 endende Ausrüstervertrag der vorerst höchste gewesen sein.
 
Das die "ganze CL Kohle" weg ist ist mE. eine schön verbreitete Mär - und zwar der Medien, die Werder nie bestritt eher noch fütterte ("Ist in Spielergehälter geflossen!"). Warum aber diese, wenn man sie noch hat, raushauen? Und für wen?

In dem Fall hat man die Kohle dann auch nicht mehr, zumindest nicht mehr im vollen Umfang, denn nicht reinvestierte Einnahmen müssen versteuert werden.

Man kann Gelder zwar innerhalb einer Firmengruppe hin- und herverschieben, um die Steuerlast möglichst gering zu halten, aber dazu Bedarf es schon eines solchen Geflechts wie z.B. bei Schalke 04 mit seinen gefühlt 1904 Firmen...
 
Aber ein Investor investiert nicht nur aus Gefälligkeit, sondern weil er Geld verdienen will und ggf. Einfluß geltend machen möchte. Vor allem muß man den Unterschied berücksichtigen, daß das neue Stadion Fürth mit einer geplanten Kapazität von ca. 28.000 € deutlich weniger Kapital bedarf als ein Stadion mit einem ca. doppelt so hohem Fassungsvermögen.

Ach!? Ein Investor will Geld verdienen? Was ganz Neues!

Sorry! Musste sein.

Es ist vollkommen verständlich, dass ein Investor Geld verdienen möchte, aber dafür investiert er eben auch und es ergeben sich so neue Möglichkeiten. Wenn du auf dem Konzert der "Großen" mitspielen willst, dann brauchst du starke Geldgeber, die eben für ihr gutes Geld auch eben ein bisschen Mitspracherecht haben möchten. Das mag alles nicht toll klingen, aber es ist nun einmal eine Notwendigkeit, wenn du auch in Zukunft noch in der Spitze der Bundesliga mitspielen willst.
Selbst die Bayern haben Anteile ihrer GmbH an Audi und Adidas veräußert. Volkswagen ist praktisch alleiniger Eigentümer des VfL Wolfsburg. Die Russen sitzen bei Schalke dick drin. Hoppenheim und Leverkusen möchte man nicht vergessen. In Hannover stehen die Zeichen auch ganz stark darauf, dass da bald eine andere Struktur herrschen wird. Dann droht aus der vierten Liga schon RB Leipzig, die früher oder wahrscheinlich etwas später Richtung Bundesliga ziehen werden.
Dazu kommt dann noch, dass Vereine wie Düsseldorf und Stuttgart infrastrukturell mittlerweile weit besser aufgestellt sind und gleichzeitig in einem wirtschaftlich starkem Umfeld schwimmen.

Wenn Werder nicht anfängt das Spiel mitzuspielen, dann wird es bald ohne uns gespielt. Wie gesagt, wenn man sich unseren Sponsorenpool anschaut und das was uns unser Hauptsponsor (Verträge wurden gemacht als wir Deutschlands Nummer Zwei waren) als Garantiesumme zahl, dann kommen mir die Tränen.

Wenn man sich darauf konzentrieren will ein "Ausbildungsverein" zu sein, dann müsste man mal ein Gesamtkonzept erkennen können. Man hat aber eher das Gefühl, dass die Mannschaften alle unabhängig von einander agieren und vorsich hindümpeln.
 
Wieviele waren verletzt in Stuttgart?
Ich glaube das genügend gestandene Profis auf dem Platz standen.
Wiese,Sokratis,Naldo,Pizza,Rosenberg,Marin,Fritz, war das Ergebnis besser als mit Hartherz,Füllkrug,Thy,Trybull ...etc...??
Stuttgart war nur EIN Beispiel ,es gibt noch mehr davon.
Das zeigt deutlich auf das es nicht nur an der Verletztenmisere liegt,sondern auch am Konzept.
Hier immer alles auf die Verletzten zu schieben um TS zu entlasten ist ebenfalls zu einfach.:thumb:

Es liegt nicht am Konzept, TS hat nach den personellen Möglichkeiten die Mannschaft eingestellt. Wie oft hat diese Mannschaft so zusammengespielt.???
Naldo hat erst das zweite spiel nach seiner Verletzung gespielt und dann noch auf einer ungewohnten Position notgedrungen. Marin hat auch das zweite Spiel nach seiner Verletzung gespielt und ist nun wieder verletzt.
In der Rückrunde war TS immer wieder gezwungen die Mannschaft umzustellen dies wegen Verletzungen. Da kann sich eine Mansnchaft nicht einspielen. Dann fehlt auch noch das Selbstvertrauen die psychische Stärke die eben die Stuttgarter hatten weil sie eingespielt sind . Die Spieler sind keine Roboter. Und sind keine spieler in Playstation das du vielleicht spielst.:mad:
 
Selbst die Bayern haben Anteile ihrer GmbH an Audi und Adidas veräußert. Volkswagen ist praktisch alleiniger Eigentümer des VfL Wolfsburg. Die Russen sitzen bei Schalke dick drin. Hoppenheim und Leverkusen möchte man nicht vergessen. In Hannover stehen die Zeichen auch ganz stark darauf, dass da bald eine andere Struktur herrschen wird. Dann droht aus der vierten Liga schon RB Leipzig, die früher oder wahrscheinlich etwas später Richtung Bundesliga ziehen werden.
Dazu kommt dann noch, dass Vereine wie Düsseldorf und Stuttgart infrastrukturell mittlerweile weit besser aufgestellt sind und gleichzeitig in einem wirtschaftlich starkem Umfeld schwimmen.

Wenn Werder nicht anfängt das Spiel mitzuspielen, dann wird es bald ohne uns gespielt. Wie gesagt, wenn man sich unseren Sponsorenpool anschaut und das was uns unser Hauptsponsor (Verträge wurden gemacht als wir Deutschlands Nummer Zwei waren) als Garantiesumme zahl, dann kommen mir die Tränen.

Stop! Du wirfst hier zu viele Dinge in einem Topf.

Grundsätzlich muß man differenzieren zwischen den Clubs, die nur partiell Investoren gehören oder komplett in deren Hand sind (womit man wieder beim Thema "Umschiffung der 50+1 Regel" wäre, aber das gehört jetzt nicht hierher). Der VfL Wolfsburg, bzw. die als VfL Wolfsburg-Fußball GmbH ausgeliederte Lizenspielerabteilung ist nur nur praktisch alleiniger Eigentümer von der Volkswagen AG, sondern sie ist es (seit 2007 o. 2008) auch juristisch. RB Leipzig ist ein Marktetingprojekt ohne Unterbau im Breitensport, bei der TSG 1899 Hoffenheim Fußball-Spielbetriebs GmbH hält Dietmar Hopp zwar nur 49% der Anteile, er kontrolliert aber auch den e.V. der Eigentümer restlichen 51% Prozent ist. von daher besteht deren die Selbstständigkeit nur auf dem Papier.

Die FC Bayern München AG kontrolliert dagegen etwas mehr als 80% der Anteile selbst und dürfte damit die einzige mehrheitlich in Eigenbesitz befindliche Lizenzspielerabteilung sein, die dieser geballten Wirtschaftsmacht Paroli bieten kann.

In diesem Konzert der Großen wird Werder Bremen auch mit einer partiellen Veräußerung der Anteile allein nicht mitspielen können und andere mit Standortvorteil wie Düsseldorf oder Stuttgart auch nicht. Somit bliebe nur noch der Weg, wie ihn sich H96-Boß Martin Kind wünscht. Dieser Weg bedeutet aber eine Aufhebung der 50+1 Regel und somit auch der Selbstständigkeit. Das große Geld mag ja sehr verlockend klingen, aber bei einem Blick über den nationalen Tellerand pulverisiert sich diese Verlockung ziemlich schnell: Manchester United ist hinter Real Madrid der umsatzstärkste Fußballclub der Welt, hat aber Verbindlichkeiten von fast 600 Mio £ (ca. 725 Mio €), aber das nicht, weil ManU mies wirtschaftet, sondern weil die Eigentümerfamilie Glazer mit dem Einnahmen von ManU andere finanzielle Löcher in ihren Verflechtungen stopft. Oder der Glasgow Rangers FC hat seinen inzwischen ehemaligen Eigner David Murray Steuerschulden i.H. von umgerechnet 58 Mio € zu verdanken, weswegen die Rangers sich jetzt in einem Insolvenzverfahren befinden.

Diese Gefahren, und die Möglichkeit, daß noch mehr Retortenvereine wie RB Leipzig mit einem unfairen Wettbewerb die etablierten Clubs verdrängen, lehnen von Martin Kind abgesehen die Entscheider der selbstständigen Lizenzspielerabteilungen eine Aufhebung der 50+1-Regel ab. Und Sinne einer einigermaßen wirtschaftlichen und somit auch einigermaßensportlichen Konkurrenzfähigkeit von Werder Bremen zurecht.
 
Zitat von Werder-Wü;2165739:
Das sehe ich ein bisschen kritischer, der Ruhrpott ist einfach von der Menge der Menschen und auch von der "Fußballkultur" ein ganz anderes Pflaster als Bremen. Nichts gegen Bremen aber ich glaube kaum das es dauerhaft möglich wäre ein 80k Zuschauerstadion dauerhaft auszuverkaufen. Auch von der Finanzstruktur hat glaube ich ein z.B. ein München ganz andere Möglichkeiten als Bremen. Ich möchte Bremen um himmelswillen nicht kleinreden aber ich denke mal als "Nicht-Bremer" (geografisch gesehen) mit einer mmn relativ objektiven Sicht auf die Dinge denke ich das es nicht drin und auch nicht sinnvoll gewesen wäre plötzlich ein "Riesenstadion" neu zu bauen.

Die 80.000 aus Dortmund sollten nur ein Beispiel sein dafür, welche Größe die anderen Vereine erreichen, die sich dauerhaft auf "Stufe 2" hinter den Bayern stellen wollen.

Was ich sagen wollte: Bei einem Stadion mit nur 37.000 Plätzen kannst Du einfach mit anderen Vereinen, die 60.000er oder 80.000er Schüsseln haben, niemals mithalten.

Du verlierst bei jedem Spiel Einnahmemöglichkeiten von grob geschätzt einer Viertelmillion bis zu einer Dreiviertelmillion (weil ein größeres Stadion ja nicht immer voll sein würde). Das geschätzt mal 20. (17 BuLi-Heimspiele plus mndestens 3 andere Spiele). Macht 5 bis 15 Millionen vor Steuern. Pro Jahr. Plus die viel größere Strahlkraft für Werbepartner.
 
Mitte/Ende der 80er Jahren gab es Pläne, in Bremen-Arsten ein nagelneues Stadion zu bauen. Diese verschwanden jedoch in der Schublade, weil die Bundesliga damals einen äußerst schwachen Zuschauerschnitt hatte, der bei Werder seinerzeit so um die 17-18.000 lag, so daß ein teurer Neubau mit einem entsprechend hohen kurzfristigen Kapitalbedarf nicht finanzierbar schien. Erst durch diesen Verzicht wurde das Weser-Stadion sukzessive ausgebaut, beginnend mit der Westkurve (Baubeginn 1987), gefolgt vom der Südgeraden (1990) und der Ostkurve (1995). Aufgrund der dort verbauten Millionen standen nicht ausreichende Geldmittel für den Eigenanteil für einen Komplettneubau für die WM 2006 zur Verfügung (sofern er nicht schon an einem Veto "Dagobert" Lemke im Vorfeld gescheitert wäre). Und aus betriebswirtschaftlicher Sicht wäre es zudem Harakiri gewesen, eine neues Stadion zu finanzieren, wenn das alte Stadion stillgelegt und abgerissen wird, obwohl die Hypotheken für die Umbauten noch nicht komplett getilgt waren. Damit hätte sich das neue Stadion nicht nur sich selbst finanzieren müssen, sondern auch den Abriss des alten Stadions sowie die noch nicht getilgten Raten der Umbauten, die noch vor Ende der Tilgung dem Erdboden gleichgemacht worden wären..

Abgesehen davon hätte Bremen auch mit einem nagelneuen Stadion den Zuschlag für die WM höchstwahrscheinlich nicht bekommen. Denn aufgrund des regionalen Proporz konnte die Entscheidung nur zwischen Bremen und Hannover fallen, und weil zum Zeitpunkt dieser Entscheidung der Bundeskanzler aus Hannover kam, war das Votum für Hannover in erster Linie ein politisches.

Danke. Sehr gute Ergänzung. So ähnlich hatte ich es in Erinnerung, aber nicht mehr ganz so präsent. Ich begreife das aber nicht als "Gegenargument" sondern als Unterstützung meines Beitrags. Denn es zeigt genau auf, das man scheinbar das etwas größere Risiko scheute, um das sichere Risiko zu wählen. Oder anders ausgedrückt: Die damalige Kurzsichtigkeit und Ängstlichkeit leitete die strukturelle Krise ein, unter der Werder jetzt und auf Dauer die nächsten Jahrzehnte leiden muss.

Der Stadionneubau wäre eine Belastung und ein Risiko gewesen. Aber eine Investition mit Weitblick in die Zukunft. Die gewählte Lösung war die scheinbar "sichere" Alternative, sicher eben auch darin, niemals dauerhaft auf jene "Stufe 2" hinter den Bayern kommen zu können.

So hat man dann nach den Umbauten Ende der 80er Jahre den Vorwand kreiert, weiterhin vor der Aufgabe zu scheuen wie ein bockiges Springpferd vor dem Hindernis. Und man hat sehenden Auges weiter unglaublich viele Millionen in eine Sackgasse gepumpt.

Und damit hat man strukturell die Möglichkeit verhindert, das zu schaffen, was die Fans jetzt fordern: Eine Erfolgsperiode dauerhaft machen zu können.
 
@Bremen

Mir geht es nicht um die Abschaffung der 50+1 Regel oder darum, dass Werder die Fußball GmbH komplett verkaufen soll. Es geht eben darum eben auch hier tatsächlich, wie eben von Filbry mal angekündigt, einen entsprechenden Investor zu finden. Dass dieser auch bei einer Beteiligung von nur 10% sicherlich einen Sitz im Aufsichtsrat beanspruchen wird, darauf wird man sich da eben einstellen müssen. Mir ging es nur darum aufzuzeigen, dass wir eben nicht nur international eine Konkurrenzsituation haben, weil völlig unterschiedliche Voraussetzungen herrschen, sondern eben auch national.

Zum Stadion: Ich sehe es halt ein bisschen als Sinnbild für das, was man an der Politik bei Werder Bremen in den letzten Jahren einfach kritisieren muss: Es ist nichts Halbes und nichts Ganzes. Man muss sich auch keine Gedanken um ne 80k Arena machen. Das ist für Bremen völlig widersinnig. Aber 50.000 bis 60.000 hätten es schon sein müssen. Wir bekommen bei internationalen Spielen nicht mal 40.000 in die Bude. Für Sponsoren ist das eben auch weit uninteressanter als so manch anderer Verein, der mit Zuschauerzahlen von über 50.000 (für mich eine gewisse Grenze) argumentieren kann.
Bei dem Thema Ausbildungsverein sieht das doch ähnlich aus. Wenn man sich unsere Jugendmannschaften anschaut, dann sind die tatsächlichen Erfolge recht rar gesäht. Hinzu kommt, wie du ja auch richtig festgestellt hast und hier schon in den letzten Jahren immer mal wieder kritisiert wird, dass da kaum was nachwächst in die Bundesligamannschaft. Diese Saison ist die große Ausnahme, aber die Jungs sind doch zu einem großen Teil auch Zukäufe und nicht selbst ausgebildet. Wenn man ein Ausbildungsverein sein will, dann kann man sich in meinen Augen nicht darauf beschränken, dass man 18, 19, 20jährige aus anderen Jugendbateilungen abwirbt, hofft sie hier weiterzuentwickeln und sie dann gewinnbringend verkaufen zu können. Das geht eben nur bis zu einem gewissen Maß und ist für mich dann auch nicht das Markenzeichen eines "Ausbildungsvereins".

Mir erscheint es einfach, dass man nicht weiss wo man eigentlich hin will. Was sind die langfristigen Ziele? Ich kann da keine Idee erkennen. Für mich sieht das nach einem gewurschtel von Jahr zu Jahr aus, je nachdem wie gut Neuzugänge einschlagen, TS es irgendwie hinbekommt mit seiner Truppe Punkte zu sammeln und dann schaut man mal wo man am Ende landet. Damit kannst du natürlich nicht mal einen möglichst zahlungswilligen Hauptsponsor überzeugen.
 
Es liegt nicht am Konzept, TS hat nach den personellen Möglichkeiten die Mannschaft eingestellt. Wie oft hat diese Mannschaft so zusammengespielt.???
Naldo hat erst das zweite spiel nach seiner Verletzung gespielt und dann noch auf einer ungewohnten Position notgedrungen. Marin hat auch das zweite Spiel nach seiner Verletzung gespielt und ist nun wieder verletzt.
In der Rückrunde war TS immer wieder gezwungen die Mannschaft umzustellen dies wegen Verletzungen. Da kann sich eine Mansnchaft nicht einspielen. Dann fehlt auch noch das Selbstvertrauen die psychische Stärke die eben die Stuttgarter hatten weil sie eingespielt sind . Die Spieler sind keine Roboter. Und sind keine spieler in Playstation das du vielleicht spielst.:mad:

Du versuchst es gut zu erklären,aber mich als Playstationspieler zu bezeichnen ist sehr schlecht von dir.
Ich kann dir sagen das ich mich nach ca.28 Jahren Stadionbesuche und Fanclubmitgliedschaft nicht auf Playstationspiele beziehe.
Als ich Fan wurde,da spielten noch Völler,Reinders,Okudera und co in Bremen.Also lass bitte diese vergleiche.
Du sschiebst halt alles auf die Verletzten.
Wie war das denn letzte Saison,da haben doch auch schon gestandene Profis mit dem Ziel CL-Leage auf dem Platz gestanden.
War die spielerische Leistung da etwa besser?
Für mich sieht das im Moment nach Konzeptlosigkeit aus.
 
Zum Stadion: Ich sehe es halt ein bisschen als Sinnbild für das, was man an der Politik bei Werder Bremen in den letzten Jahren einfach kritisieren muss: Es ist nichts Halbes und nichts Ganzes. Man muss sich auch keine Gedanken um ne 80k Arena machen. Das ist für Bremen völlig widersinnig. Aber 50.000 bis 60.000 hätten es schon sein müssen. Wir bekommen bei internationalen Spielen nicht mal 40.000 in die Bude. Für Sponsoren ist das eben auch weit uninteressanter als so manch anderer Verein, der mit Zuschauerzahlen von über 50.000 (für mich eine gewisse Grenze) argumentieren kann.

Falls das auf meinen langen Beitrag bezogen war: Ich hab nicht gesagt, das man ein Stadion für 80.000 braucht. Dortmund war nur ein Beispiel, um die Relationen deutlich zu machen. Irgendwo so um die 55-60.000 wäre sicher okay. Das Stadion in Stuttgart hat mir ganz gut gefallen. Es hat 60.441 Plätze.
 
Falls das auf meinen langen Beitrag bezogen war: Ich hab nicht gesagt, das man ein Stadion für 80.000 braucht. Dortmund war nur ein Beispiel, um die Relationen deutlich zu machen. Irgendwo so um die 55-60.000 wäre sicher okay. Das Stadion in Stuttgart hat mir ganz gut gefallen. Es hat 60.441 Plätze.

Das war nicht auf dich bezogen. Hier wurde auf dich geantworten von 80k gesprochen. ;)
 
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