Thomas Schaaf (verlässt Werder Bremen mit sofortiger Wirkung!)

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Der Umbruch läuft - wie ist Eure aktuelle Meinung zu unserem Trainer?

  • TS genießt auch weit über die Saison hinaus weiterhin mein uneingeschränktes Vertrauen

    Votes: 288 30,4%
  • Wenn in der kommenden Saison kein internationaler Wettbewerb erreicht wird, sollte TS gehen

    Votes: 94 9,9%
  • Wenn in dieser Saison kein internationaler Wettberwerb erreicht wird, sollte TS gehen

    Votes: 67 7,1%
  • TS wird mit diesem Verein keinen Erfolg mehr haben und sollte spätestens im Sommer gehen

    Votes: 266 28,1%
  • TS sollte sofort gehen, um einen möglichen Abstiegskampf diese Saison zu vermeiden

    Votes: 231 24,4%

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    946
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Man merkt doch sehr deutlich, dass die Stimmung hier im Forum kippt oder gekippt ist. Ich denke, dass weder die "Pro-Schaaf-Fraktion" noch die "Antis" wirklich ein Interesse daran, die Argumente immer und immer wieder auszutauschen. NewAgeEule hat nochmal alles richtig zusammengefasst. Das schlimme ist doch, dass man diese Einschätzung auch im Forum von 2009 hätte finden können. Bestimmte Schwächen unserer Mannschaft sind immer wieder, in jedem verdammten Spiel wiederzufinden. Das können auch die eifrigsten Schaaf-Verteidiger nicht übersehen. Ich war Anno 2009 noch eindeutig in der "Pro-Schaaf-Fraktion" und habe halt auf die Stärken des Offensiv-Trainers Schaaf gesetzt. Fakt ist 2012: unsere Offensive ist kaputt und die Defensive hat immer noch die gleichen Schwächen. Und da frage ich mich, wie lange wir das noch diskutieren wollen. Ich denke, dass die Pro-Schaaf Fraktion gerade vor allem "Pro-Schaaf" ist, was ich gut verstehen kann. Richtige Argumente sind aber gerade schwer zu finden.
 
Ich finde das aktuell zu bewundernde Spielsystem von TS wirklich interessant, intelligent, herzzereissend erfrischend, aber eben auch kompliziert, schwierig, risikobehaftet.

Es erfordert eine eingespielte Mannschaft mit erheblicher Qualität, in der sich etliche Automatismen gebildet haben.

genau so ist es... wenn man die spieler dazu hat, ist das System Schaaf super :thumb:

Dort hat man in allergrößter Not sich eben doch a) anscheinend primär auf den Gegner eingestellt und b) ein deutlich vereinfachtes System gespielt, wozu man c) aufgrund einer offensiv eingestellten gegnerischen Heimmannschaft auch die Gelegenheit hatte, so das man dann d) für sein Spiel dann auch häufig Platz hatte und damit immer schnell viele Spieler hinter den Ball bekam.

und das ist genau mein kritikpunkt... warum versucht man einen ball zu spielen den der kader anscheinend nicht spielen kann? also anstatt das spiel nach dem kader zu richten, kommt es mir so vor als ob man versucht, den kader in das spiel zu zwengen...komme was wolle....
und im sommer wird man dann wieder versuchen einzelne spieler zu tauschen oder hinzu zu kaufen, um dann sich zu erhoffen, das man die richtigen spieler für das zu spielende system gefunden hat damit es wieder funktioniert... (nur als info: meine meinung ;))
 
....... Ich denke, dass die Pro-Schaaf Fraktion gerade vor allem "Pro-Schaaf" ist, was ich gut verstehen kann. Richtige Argumente sind aber gerade schwer zu finden.

Nö absolut nicht. Wie es ja auch eine weder-noch-Fraktion gibt, zu der ich mich dann wohl zählen muss. Man muss nur bereit sein, sich innerlich auf evtl. entgegen stehende Argumente einzulassen und Beiträge, die man als "gegnerisch" erkennt, ebenso sorgsam zu lesen wie die Beiträge derjenigen, die der gleichen Meinung sind wie man selbst und die einen virtuell :knutsch:

Also: :knutsch: diesmal an alle, die hier auch mit Respekt für Andersdenkende diskutieren, mit dem Diskutieren auch ihren Frust bewältigen und sich um Argumente und eine echte Diskussion in der Sache bemühen. :knutsch:
 
@sofatester
Natürlich ist klar, dass die Kritiker einer Mannschaft nach Niederlagen oder schlechten Spielen erstmal die besseren Karten haben. Das ist selbstverständlich. Was mir gerade schwer fällt: nachdem letztes Jahr wirklich der Ups, ich muss meine Wortwahl ändern ;) ab war, frage ich mich, wo ein tatsächlicher Kern für eine Verbesserung sichtbar wird. Nur weniger Geld für den Kader auszugeben, ist m.E. keine Verbesserung. Auch das Stichwort "auf die Jugend setzen" passt mir da gerade nicht rein.
 
Mir fällt übrigens auch ein Argument dafür ein, warum TS genau das nicht macht, was ich oben kritisch hinterfragt habe, also einfach gesagt, warum er nicht wie in Stellingen abgewandelt und einfacher spielen lässt.

Seine Sturheit, sein System trotz aller Widrigkeiten so wie ausgeknobelt durchzuziehen und dann eben bei der Verletztenmisere und anderen kleinen Problemchen wie außer Form befindlichen oder sich wieder verletztenden Spielern dann konsequent Misserfolge zu schlucken kann dann verständlich werden, wenn seine Sichtweise längerfristig ist, sprich wenn ihm die Euro-League Quali nicht wichtiger ist als die langfristige Entwicklung der Truppe.

Also dann, wenn die momentane Saisonabschlussphase so etwas wie ein vorgezogenes Trainingslager wäre. Denn dann würden sich durch die dauernden Umstellungen langfristig mehr Spieler Dinge im Spiel aneignen können, was wohl besser und "echter" ist als nur im Training. Langfristig könnte das wirklich positiv sein, wenn man die jetzt 18-23 jährigen dann länger hält, um dann nächste oder übernächste Saison die Früchte zu ernten. Auch eine mögliche Sichtweise. Schließlich sitzt TS ja fest im Sattel und sein vertrag läuft bis Ende Juni 2014. Er kann es sich also erlauben, den Umbruch und Neuaufbau jetzt schon längerfristig zu betrachten.

Die überwältigende Mehrheit der (oft sehr jungen) Fans und die Presse hat keinerlei Geduld. Spieler, die noch 3 Spiele zuvor zerrissen wurden oder die man vor 3 Spieltagen nicht als tauglich für die Startelf empfand, werden über den grünen Klee gelobt, wenn sie dann einmal saugut sind oder eine Bude machen. Oder umgekehrt wird zB. ein Talent wie Hartherz, das nach dem ersten sauguten Spiel unglaublich gehyped wurde, jetzt schon zerrissen. Alles hier nachzulesen.

Und auch die verschiedentlich zu lesende Kritik "es passieren die gleichen Fehler wie 2009, nur das im Gegensatz zu damals heute auch die Offensive lahmt" stimmt auch nur, wenn man ein sehr grobes Raster anlegt. 2009 hat TS ein doch sehr anderes System unter einer ganz anderen Kadersituation spielen lassen.

Das man im Zeitraum 2005-2009 mit einem damals superteuren und superguten Kader keine einzige Meisterschaft und nur einen DFB-Pokaltitel geholt hat, diese supertolle aber dafür überraschender Weise supererfolglose Periode kritisiere ich stärker als die Tatsache, das Werder nach Jahren der ungesund hohen Spielerbezahlung, ziemlich leerer Kassen und der durch eine saumäßige Pleitensaison verschärfte Krise jetzt mal wieder in einer wahrscheinlich mehrjährigen Umbruchphase steht, in der es eben für ein paar Jahre keinen absoluten Spitzenfussball zu sehen gibt -oder nur einzelne saugute Spiele.

Man kann dem kleinen SV Werder mit all seinen begrenzten Möglichkeiten nicht vorwerfen, das man nicht ständig die Spitzengruppe halten kann. Das schafft nunmal nur der FC Bayern und niemand sonst. Und man kann von der sportlichen Leitung in diesem hammerharten Geschäft nicht erwarten, stets gleich erfolgreich zu sein. Kein einziger Manager kann das leisten. Außer, wenn man wie in Barcelona, Madrid, Mailand oder München Geld (fast) keine Rolle spielt und man sich teure Stars en masse zusammen kaufen kann, wenn einem nichts Anderes mehr einfällt.

Das wird in Bremen nie so möglich sein. Also ist auch ein Abschwung mal einfach normal. Muss man ertragen können - jedenfalls dann wenn es ein Konzept dafür gibt, wie man mittel- oder langfristig wirtschaftlich gesund bleibt, ohne an den Rand der Pleite wie Schalke oder BVB zu kommen und wie man mittelfristig wieder die Rückkehr in die Spitze schafft.
 
Den Weg den KATS gehen ist richtig. Nur man braucht ein wenig Zeit dafür.
Leider das große Verletzungspech macht ihm moment ein Strich durch die Rechnung. Dies soll keine Ausrede sein für die Leistung, aber es ist mit ein Grund für die Leistung.
Werder hat ja schon gut bis zum 0: 1 gespielt, aber der Gegentreffen hat die Mannschaft total verunsichert. Das späte Gegentor gegen Augsburg hat Spuren hinterlassen. Auch den Druck unbedingt die EL erreichen zu müssen
spielt auch seine Rolle.
 
@sofatester
Natürlich ist klar, dass die Kritiker einer Mannschaft nach Niederlagen oder schlechten Spielen erstmal die besseren Karten haben. Das ist selbstverständlich. Was mir gerade schwer fällt: nachdem letztes Jahr wirklich der Ups, ich muss meine Wortwahl ändern ;) ab war, frage ich mich, wo ein tatsächlicher Kern für eine Verbesserung sichtbar wird. Nur weniger Geld für den Kader auszugeben, ist m.E. keine Verbesserung. Auch das Stichwort "auf die Jugend setzen" passt mir da gerade nicht rein.

Bei allem Respekt, schau Dir die meist kaum erträglich grottigen Spiele aus der Vorsaison an und wer da auf dem Platz stand und dann mal das, was jetzt geboten wird.

Fussballerisch ist das ein ganz annerer Schnack.

Das man es vielleicht speziell nach solchen Pleiten wie zuletzt nicht so wahr nimmt, dürfte daran liegen, das eben ein paar entscheidende aber gar nicht mal so große Dinge immer wieder nicht 100% klappen und es dann nur ein paar Unkonzentriertheiten, etwas Blei in der Birne bei 2-3 Spielern und Pech wie beim 0:3 Slapstick am letzten Samstag braucht, damit man die Entwicklung nicht bemerkt.

Den größten Unterschied bemerkt man an der sportlichen Leitung selbst: Letzte Saison wirkten K +TS lange Zeit überfordert, ausgebrannt, ratlos usw. Da war ich auch lange für eine umgehende Ablösung. Aber dann wurde der Hebel umgelegt und der Klassenerhalt gesichert.

In der letzten Zeit machen sowohl KA als auch TS einen ganz anderen Eindruck. Speziell TS wirkte -u.a. auch beim Doppelpass neulich- sehr in sich ruhend, von der eigenen Marschroute überzeugt und beide wirkten glaubhaft, als sie davon sprachen, eine ganz klare Marschroute zu haben. KA hat ja auch ausdrücklich betont, das die internen Planungen doch deutlich über diese Saison hinaus reichen. Ich nehme ihnen das ab.

Das Nachlassen und die schlechten Spiele nerven mich auch tödlich, ich könnte kotzen oder eine Wand eintreten, aber im Unterschied zu einigen anderen sehe ich eine langsame Entwicklung und halte ihren mittelfristigen Erfolg für möglich, umgekehrt einen schnellen Erfolg nur weil man jemanden anderen holt nicht für annähernd wahrscheinlich.
 
Ich hab bis jetzt immer noch keine Lösungsvorschläge von der Pro Schaaf Fraktion gefunden. Systemumstellung, alles so lassen, mehr Druck... ?

Ich will einfach mal wissen wo die Pro Schaaf Fraktion die Lösung sieht. Wie kommt Werder wieder nach Oben? Das soll keine provokation sein, sondern ich will einfach konstruktiv Diskutieren und evtl. was dazu lernen. Vielleicht sehe ich das ja zu einseitig. Vielleicht gibt es Ansätze an die ich noch nicht gedacht habe.
 
Ich hab bis jetzt immer noch keine Lösungsvorschläge von der Pro Schaaf Fraktion gefunden. Systemumstellung, alles so lassen, mehr Druck... ?

Ich will einfach mal wissen wo die Pro Schaaf Fraktion die Lösung sieht. Wie kommt Werder wieder nach Oben? Das soll keine provokation sein, sondern ich will einfach konstruktiv Diskutieren und evtl. was dazu lernen. Vielleicht sehe ich das ja zu einseitig. Vielleicht gibt es Ansätze an die ich noch nicht gedacht habe.

Guter Ansatz, :thumb: gute Fragen, :thumb:
aber da ich nicht zur Schaaf-pro-fraktion zähle, halte ich mich da raus ich hab ja auch schon genug und viel dazu geschrieben.
 
Seine Sturheit, sein System trotz aller Widrigkeiten so wie ausgeknobelt durchzuziehen und dann eben bei der Verletztenmisere und anderen kleinen Problemchen wie außer Form befindlichen oder sich wieder verletztenden Spielern dann konsequent Misserfolge zu schlucken kann dann verständlich werden, wenn seine Sichtweise längerfristig ist, sprich wenn ihm die Euro-League Quali nicht wichtiger ist als die langfristige Entwicklung der Truppe.

langfristig ist ja schön und gut, nur wie kann man im fußball langfristig planen? bei Werder geht das eigentlich kaum (Bayern kann das)...denn bei uns gibt es in jeder transferperiode transferaktivitäten, sprich es kommen neue spieler hinzu, die unser system erstmal lernen müssen (natürlich mit der vorraussetzung die können das gelernte auch anwenden), und alte gehen und hinterlassen dabei ne lücke die gefüllt werden müssen, dann verletzen sich wieder welche oder fallen aus was den rhytmus wieder stört (was ja bei dem sehr komplizierten spielsystem unter Schaaf sehr entscheidend ist), usw...eigentlich ist das n teufelskreis, aus dem man nur rauskommt wenn die einzelnen spieler einen riesen schub in ihrer entwicklung machen und das 'gelernte' dann auch zeigen können... zurzeit fehlt mir da der glauben, aber ich bin gespannt wie sich die einzelnen spieler nach dem 34. spieltag präsentieren...
 
Bei allem Respekt, schau Dir die meist kaum erträglich grottigen Spiele aus der Vorsaison an und wer da auf dem Platz stand und dann mal das, was jetzt geboten wird.

Fussballerisch ist das ein ganz annerer Schnack.

Ne, mit Verlaub nicht. Spielerisch ist Werder weiterhin leicht auszurechnen und die RR ist so zu ziemlich zu erwarten gewesen, im Gegensatz zur Saison 07/08, wo wir auch viele Verletzte hatten. Die HR hing fast nur an Piza´s Toren/Vorlagen, sonst war da kein dominanter oder klarer Fussball (ausser alle paar Monate mal) zu erkennen. Megaklatschen stehen auch diese Saison schon zu Buche und einen klaren Sieg gabs nur gegen WOB und Hannoi. Überhaupt sollten wir am besten nur noch Nordderbys spielen, dann werden wir bestimmt wieder in die CL kommen:ugly:

PS: wir sollten aufhören von Bayern zu reden. Hannoi, Stuttgart und LEV sind vergleichbare Gegner, mit denen wir uns messen sollten und die auch alle einen Schritt weitergehen.
 
[...] Megaklatschen stehen auch diese Saison schon zu Buche und einen klaren Sieg gabs nur gegen WOB und Hannoi. Überhaupt sollten wir am besten nur noch Nordderbys spielen, dann werden wir bestimmt wieder in die CL kommen:ugly:

Was ist für Dich denn ein klarer Sieg? Die beiden Siege gegen den HSV offenbar wohl nicht, der Sieg gegen H96 dafür schon.
So kann man Spiele unterschiedlich beurteilen. Beim 3:1 gegen H96 habe ich bis zum 3:1 jeden Moment das Einbrechen unserer Mannschaft erwartet, nach der Anfangshalbestunde... Gegen den HSV auswärts, trotz der drückenden Feldüberlegenheit der Hamburger habe ich nach dem 1:0 für uns nicht mehr gezweifelt, bezeichnenderweise geht so'n Luschiding von Petric oder wie der heißt rein. So viel dazu.

Zitat von Stefan.e:
[...]Ich will einfach mal wissen wo die Pro Schaaf Fraktion die Lösung sieht.[...]

1.) Ich sehe die Lösung vor allem darin, das unsägliche Verletzungspech auszuglätten und TS dadurch auch mal vor Alternativen zu stellen.

2.) Desweiteren stimme ich @Sofatester zu, dass TS wohl ein Konzept fährt, dessen Früchte noch reifen. Daran sollte festgehalten werden. Wenn schon Scheisse, dann Scheisse mit Schwung. Es wird ja auch oft genug angemäkelt, dass TS ein System spielen lässt, aber dafür nicht die richtigen Spieler hätte bzw. die Spieler ob ihrer Stärken und Schwächen nicht einsetzen würde. Wenn TS nur nach den Stärken und Schwächen einzelner Spieler aufstellen würde, dann müsste nach jeder Transferperiode mit neuen bzw. abgewanderten Spielern immer wieder etwas Neues einstudiert/erfunden werden. Dann doch besser einmal einen definierten Ausgangszustand herstellen und wie schon geschrieben am Plan festhalten (so es ihn denn gibt).

3.) Die oftmals zumindest von mir empfundene "Null-Bock-Mentalität" von einzelnen Spielern und teilweise auch mehreren Spielern sollte durch KATS nachhaltig bekämpft werden. Wer nicht so gut Fußballspielen kann wie der Gegner, muss eben mehr laufen. Wenn der Gegner besser im Raum steht, muss man eben schneller sein bzw. im 1 gegen 1 überzeugen. Wenn man weniger Chancen bekommt, muss man diese eben nutzen.
 
@Sofatester: DANKE für die Erheiterung! Danke!

Die Situation hier im Forum kommt mir vor wie nen Haufen Kinder, die die Simpson schauen. Simpsons sind cool, alle finden Simpsons cool, aber nur ....was geht da ab???
 
@Sofatester: DANKE für die Erheiterung! Danke!

Die Situation hier im Forum kommt mir vor wie nen Haufen Kinder, die die Simpson schauen. Simpsons sind cool, alle finden Simpsons cool, aber nur ....was geht da ab???

Die Simpsons sind ein schöner Vergleich. Haben nämlich genau so massig Qualität eingebüst und sind in die Jahre gekommen, wie Thomas Schaaf bzw. seine "Fussballvision". Beide gehören abgesetzt. ;)

(Das war jetzt mal Polemik :D)
 
@Sofatester: danke für deinen langen Beitrag. Ich denke, du hast da einige sehr gute und wichtige Punkte getroffen, die ich bei meinem - zugegebenermaßen - recht emotionalen Beitrag heute Mittag nicht so gesehen habe. Besonders mit diesem Absatz hast du mich abgeholt:
Das man im Zeitraum 2005-2009 mit einem damals superteuren und superguten Kader keine einzige Meisterschaft und nur einen DFB-Pokaltitel geholt hat, diese supertolle aber dafür überraschender Weise supererfolglose Periode kritisiere ich stärker als die Tatsache, das Werder nach Jahren der ungesund hohen Spielerbezahlung, ziemlich leerer Kassen und der durch eine saumäßige Pleitensaison verschärfte Krise jetzt mal wieder in einer wahrscheinlich mehrjährigen Umbruchphase steht, in der es eben für ein paar Jahre keinen absoluten Spitzenfussball zu sehen gibt -oder nur einzelne saugute Spiele.

Jetzt will ich aber auch verdammt noch mal, dass du Recht hast und Werder wirklich wieder auf einem guten Weg ist. :ugly:

:beer:
 
@Norge: :tnx:
Schön, dass Du dies überaus gute Zitat nochmal rausgearbeitet hast.

@NAE:
Man konnte in einigen Partien, in denen das Tor gemacht wurde, sehen, worauf es hinausläuft. Es gab Partien, in denen wurde dann gut getimet gepasst, man stand und lief richtig, etc. .

Nur ist das noch nicht das Standardrpertoire der Mannschaft. Dazu brauchts Zeit, die wir eigentlich nicht haben.
 
In der letzten Zeit machen sowohl KA als auch TS einen ganz anderen Eindruck. Speziell TS wirkte -u.a. auch beim Doppelpass neulich- sehr in sich ruhend, von der eigenen Marschroute überzeugt und beide wirkten glaubhaft, als sie davon sprachen, eine ganz klare Marschroute zu haben. KA hat ja auch ausdrücklich betont, das die internen Planungen doch deutlich über diese Saison hinaus reichen. Ich nehme ihnen das ab.

Na, hoffen wir das Beste. Ich sehe bei beiden kein großes Konzept mehr und sehe düstere Jahre auf uns zukommen. Die Zeit von KATS ist in meinen Augen abgelaufen. Okay, sie waren mal gut, sogar sehr gut. Aber das ist Jahre her...
 
@stefan.e
Wg. Lösungsansatz aus der "Pro Schaaf Fraktion": Ich bin der meinung, daß wir schneller und konsequent auf ein eigenes tor gehen müssen dann so schnell es geht einen nachlegen und dann so spielen, wie es aktuell geschieht.

Jemand anders, evtl. NewAgeEule warf eine Frage auf. "Warum sich die "alten Werderaner" so sicher seien und warum sie immer die alte Leier quasi runterbeten (war jetzt nicht der Originalton eher sinngemäß, bitte das zu entschuldigen :tnx: ).
Also: Ich für meinen Teil bin da deswegen so sicher, weil die Situation analog zur Situation 2000 - 2002 zu sehen ist mMn.
Möglicherweise sind wir gerade in einer Delle und wenn ja, dann haben wir glücklicherweise bessere Vorraussetzungen als die Delle in 95-99 und in der Zeit als wir uns wieder berappelten, also Saison 99/2000 - 2003.
Welche sind das?

a) Konstanz in der GF und sportlichen Führung - die fehlte zumindest zw. 95-99 und war Grund für die auch wirtschaftliche Talfahrt unseres SV Werder
b) Uns dürfte es mMn aktuell wirtschaftlich etwas besser gehen als noch 1999 als man gezwungen war, alles an Spielern zu "versilbern", was man konnte.
Ob man jetzt versilbern/verlängern will, ist ne andere Frage in der Qualität (mMn) als wenn es muß.

Wo ist Verlgeichansatz zw. 2000 -2003 zu jetzt?

a) kein klar zu erkennendes Spielsystem (despektierlich gefragt: Vielleicht ist das ja das System, das man es nicht erkennt :D)
b) derselbe Trainer
c) ein ähnlich aufgestellter Kader es fehlt aktuell der klassische Spielmacher -

Fast ähnlich war es damals - und wir hätten ohne Micoud mit der Mannschaft, die wir da hatten (Kader 2002/2003) kein Ergebnis, wie diese Saison erzielt, eher eines wie letzte Saison. Und nach der Saison 2002/2003 als wir Ach und Krach UI Cup spielten? Verlaat wurde geschasst - und das nicht gerade gentlemenlike und der Aufschrei hier im Forum war groß.

Das ist das was mch so ruhig bleiben läßt. Das kann man vielleicht Erfahrung und Abgeklärtheit nennen, wenn man meiner Meinung folgt andere mögen es Fatalismus nennen. Beides ist auch okay.
Nur: die Diskussion ist halt genauso alt wie 2002/2003 wenn nicht älter - Ja, ich meine hier im Forum. Ich glaube zum Teil sogar mit immer noch denselben Protagonisten.
Da kann man mal sehen wie die zeit veergeht.
solange also die Kritik an KATS aufrecht bleibt - hier im Forum meine ich oder bei den Medien - dann ist es noch in Ordnung.
 
Was ist für Dich denn ein klarer Sieg? Die beiden Siege gegen den HSV offenbar wohl nicht, der Sieg gegen H96 dafür schon.
So kann man Spiele unterschiedlich beurteilen. Beim 3:1 gegen H96 habe ich bis zum 3:1 jeden Moment das Einbrechen unserer Mannschaft erwartet, nach der Anfangshalbestunde... Gegen den HSV auswärts, trotz der drückenden Feldüberlegenheit der Hamburger habe ich nach dem 1:0 für uns nicht mehr gezweifelt, bezeichnenderweise geht so'n Luschiding von Petric oder wie der heißt rein. So viel dazu.

Für mich ist ein Sieg ein klarer, wenn er mit mind. 3 Toren Differenz kommt. gegen Hannoi haben wir jedoch nicht 3:1 gespielt, sondern 3:0 und waren dem 4:0 näher als die dem Ehrentreffer. Oder welches Spiel gegen Hannoi meinst Du? Übrigens Stellingen hätten wir 4:0 und 4:1 knallen müssen in Normalform, wenn da nicht Fussballgott Rosi wäre. So viel dazu:D
 
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Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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