Markus Rosenberg

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Hellsichtigkeit braucht man nicht.

Man braucht den Willen, einen talentierten Spieler zu fördern, auch wenn eventuell andere noch besser sein mögen. Es gibt auch die Götzes und Özils, die von allein Superspieler werden, die anderen 99% werden es dadurch, dass man auf sie setzt, d.h. sie auch bringt.

Du drehst Dich im Kreis. Mach das mal als Werder-Trainer, nach 3 Gurkenspielen Deines Zöglings hast Du die Meinung exklusiv und nach 5 bestenfalls mittelprächtigen Spielen wird man Deinen Kopf fordern. Selbst ein TS muss mit solcher Kritik leben.

Man muss, um das zu sehen, nur mal in den alten Harnik-Fred einsteigen, da bin ich mir ganz sicher.

Es gibt immer genügend Fans, die immer was zu meckern haben und die Beispiele, in denen in diesem mittlerweile sehr schnellen Geschäft auch Fans extrem kurzfristig um nicht zu sagen kurzsichtig denken, macht es jedem Trainer schwer, ein Talent weiter durch Einsätze in der ersten Elf zu fördern, wenn dieses Talent keinen schnellen Erfolg hat.
 
@Manolo
1972/1973! Korrekta munde! Herbert Laumen - da fing datt ganze Drama im Sturm mit an!
:thumb:

Nö, es war nicht 1972/1973, sondern 1971. Und es war nicht der Laumen allein. Da muss man noch den Dietrich und den Neuberger mit dazu zählen. Acker "Weist" eigentlich auch, aber der war eigentlich keiner der "richtigen" Millionaros, denn er blieb lange Zeit mit dabei und war zumindest anfangs auch immer erfolgreich. Ich hab ihn selber spielen sehen, das Bemühen war immer voll da. Einige zählen auch Hasebrink mit zu den Millionaros dazu, der hat aber glaub ich nicht soviel verdient und der hat ebenfalls zumindest kurzfristig Leistung gebracht, jedenfalls erinner ich mich zumindest an ein Super Spiel gegen die Bayern mit einem Tor zum entscheidenden 1:0.

1972/1973 war Werder schon zu großen Sprüngen nicht mehr in der Lage. Die Zugänge hiessen Dieter Burdenski, Dieter Tippelt und Mario Kontny.

Budde konnte man billigst vom Skandal-Zwangsabsteiger Bielefeld holen, Tippelt kam nahezu umsonst (!) von der Reserve des H?V, wo er wohl meinte, sich nicht durchsetzen zu können (er konnte dies auch bei Werder nicht) und Mario Kontny war ein zwar großes Talent aus Wilhelmsburg (Hamburg), das der H?V völlig verkannt hatte, wie es später ja so viele tolle Werder-Spieler gab, die aus Hamburg kamen und vom "großen" H?V ignoriert wurden (Norbert Meier, Stonie Wolter, Socrates Neubarth, Killer Klasnic, Max Kruse, Martin Harnik, Holger Wehlage, Patrick Owomoyela um nur einige zu nennen) bevor sie dann bei Werder was wurden. Kontny war leider ein tragischer Fall, dem ähnlich wie später Rigo Gruber eine große Karriere bei Werder durch Verletzung nicht vergönnt war.
 
Die Rente haben sie mir letztens abbestellt. :lol:

In der Saison 1971/1972 hat mich mein Papa das erste Mal mit ins Weserstadion genommen. :applaus: ich war da ja schon "alt genug" weil gerade eingeschult. Das Stadion sah noch ganz anders aus, die damalige alte Nord-Gerade war mit beiden Kurven ein zusammen hängendes Bauwerk, feste Blocks gab es nicht und wir sind in der Pause immer "mit Werder-Sturm" in die andere Kurve hinters gegnerische Tor gegangen, ohne die Tribüne/Kurve verlassen zu müssen. Pädagogisch überaus wertvoll von meinem Vater, weil ich mir so die immer weit entfernt fallenden Gegentore schon damals nicht gemerkt habe. :D

Die ganz überwiegende Anzahl der Zuschauer trug Mantel mit Hut, Schirm und Krawatte und war so alt wie ich heute. Die krakehlenden Youngsters so wie ich damals waren absolut in der Minderheit, also genau umgekehrt wie es heute ist. :lol:
 
Die Rente haben sie mir letztens abbestellt. :lol:

In der Saison 1971/1972 hat mich mein Papa das erste Mal mit ins Weserstadion genommen. :applaus: Die ganz überwiegende Anzahl der Zuschauer trug Mantel mit Hut, Schirm und Krawatte und war so alt wie ich heute. Die krakehlenden Youngsters so wie ich damals waren absolut in der Minderheit, also genau umgekehrt wie es heute ist. :lol:

Heute ist deine Generation halt alt! ;)
 
Meine "Alte" behauptet andauernd das Gegenteil, wenn sie sich über den "kindischen Unfug" beschwert, den ich angeblich mache. :lol:
 
Um noch mal auf die Aussage: "Mit dem Laumen als Stürmer fing das ganze Drama an" zurück zu kommen:

Laumen kam damals vom Super-Team aus Gladbach, das gerade Meister geworden war, Laumen war einer der Top-Torschützen und gerade Nationalspieler geworden, wenn ich das noch richtig in Erinnerung habe.

Neuberger war auch Nationalspieler und Dietrich war ebenfalls ein sehr guter Spieler. Eigentlich war die hinter dem "Millionaro-Projekt" stehende Idee klasse. Nur ist der tolle Plan eben dann voll in die Hose gegangen.

Daran können wir heute noch sehen, wie komplex es ist, in einem Bundesligaverein die sportliche Leitung in den Händen zu haben. Und wie schwer bis unmöglich man den Erfolg garantieren bzw. kaufen kann.

Das entscheidende, wie wir heute u.a. durch die Interviews der damals beteiligten Spieler wissen war, das die neuen Stars menschlich nicht mit den vorhandenen Spielern harmonierten, die alten Stammspieler viel weniger verdienten, obwohl etliche von ihnen lange bei Werder waren, 5 Jahre zuvor den ersten Meistertitel für Werder und zwei Jahre davor die Vize-Meisterschaft geholt hatten und es der rückständige Trainer Gebhardt nicht fertig brachte, die Mannschaft zu einer Einheit zu formen und die neuen Spieler auch vom System her zu integrieren.

Umgekehrt waren auch das Werder-Wiedergeburt-Wunder von 1981/1982 und die folgenden "goldenen Jahre" nicht vorhersagbar. Denn am Anfang standen eine Absteigermannschaft ohne ein paar Stars (zB. Röber) und ein paar namenlose bzw. vorzeitig abgeschriebene Neueinkäufe wie zB. Norbert Meier, Erwin Kostedde und Klaus Fichtel (schon im Vorjahr in der 2.Liga Nord) oder Okudera, Rautiainen und danach zB. Rigobert Gruber. Die Einzelspieler waren in den ganzen folgenden Jahren nie so gut, als das man Werder in die Reihe der Spitzenteams hätte einsortieren müssen. Aber sie wurden von einem Trainer Rehagel zu einer Einheit zusammen geschweißt, in der die Mannschaft viel viel stärker war als die "Summe der Einzelspieler".

So viel sich auch verändert und im Fußball total modernisiert hat, etliche Probleme sind in anderer Verkleidung heute immer noch aktuell. Nur das ich TS grundsätzlich weder für schlecht, noch für rückständig halte.
 

Man ist so alt wie man sich fühlt! Und ich (im Alter von Sofatester) fühle mich noch verdammt jung...und bin jetzt an meinem Geburtstag von vielen sogar auch um rund zehn Jahre jünger geschätzt worden...:)

Vielleicht liegt es auch mit daran, das mich immer nur junge Mädels interessiert haben und interessieren...:lol:

Gruß vom
Werder-Oldie
(der auch gerne noch "kindischen Unfug" macht...)

PS: Die Zeit unter Rehhagel war aber auch einfacher. Damals konnte man eine Mannschaft aufbauen und über viele, viele Jahre zusamenhalten. Das war Werders großer Vorteil damals. Heute krähen doch schon viele Spieler gleich nach paar guten Spielen um mehr Geld und kokettieren mit einem Wechsel zu perspektivvolleren Clubs.
 
@sofatester
Die jahresdaten kriegte ich nicht mehr so zusammen. "Acker" Weist war noch einer von den Guten. Hasebrink hatte sogar nen eigenen Schlachtruf, wie ich hörte: "Ein Rassemann, ein Klassemann, das ist der Hasebrink!". Unser Topstürmer der Siebziger müßte "Anneliese" Görtz gewesen sein, oder?

Funktionieren tat das wohl nicht, weil die Gehaltsunterschiede eklatant waren (Neid), weil zuviele Häuptlinge aber kein Obehäuptling und zuwenig Indianer dabei waren. Der Legende nach, war man ja an Netzer dran und es soll am Werderecho gescheitert sein, das Matischak herausgab und das Netzer herausgeben wollte. Netzer hat dementiert, Böhmert wurde noch 2003/2004 so zitiert. Obs ne alltime-urban-werder-legend ist? Ich weiß es nicht.

Rosenberg jedenfalls hat so das Fleming Poulsen Syndrom. Von dem (Fleming Poulsen) sagte der große Fußballphilosoph Möller: "Wenn er mehr Tore schießen würde, wäre er der beste Stürmer der Welt!"
Tatsächlich war Poulsen einer, der größte Hochkaräter vergab. Mußte seine Karriere früh wg. Kreuzbandriss beenden.
Ähnlich wie "Mucki" Banach (R.I.P.), der ein kongenialer Chancentod war (in seinen beiden letzten Saisons schien dann aber der Knoten geplatzt zu sein). Oder man nehme "King" Arthur Wichniarek.

@Oldie
man kann jetzt Bosmann die Schuld geben. Kann man. Man muß aber auch mal die andere Seite sehen: Nach Großmannsart haben die Vereine Spieler vor 1995 an der Ausübung ihres Berufes gehindert und astronomische Ablösesummen gefordert. Sie wußten, das das irgendwann nicht mehr gut gehen konnte. Doch stattdessen sich auf eine einheitliche Arbeitsrichtlinie zu einigen, ließ man die EU darüber entscheiden. Und die stellt den Bedingungsrahmen fest. Dann hatte die Fifa den glorreichen Einfall, daß man Fußballer ja nicht zum Arbeitsamt schicken könne, sondern das es dafür spezielle Berater geben müsse.
Im Grunde völlig richtig, durch das Prüfungsprozedere aber konterkariert. Zwar gibts viele Durchfaller (70Prozent) aber neben dieser Prüfung (alle 5 Jahre zu wiederholen) mußt du nur noch eine Versicherung und ein polizeiliches Führungzeugnis als Befähigungsnachweis liefern.
Wenn die Vereine über geldgierige Spieler und noch geldgierigere Berater schimpft und meckert, dann schimpft und meckert sie sich selber aus. Zum jetzigen Status quo hätte es nicht kommen müssen, so sich die Fußballvereine europaweit geeinigt hätten, wie sie den Spielertransfer regeln wollen. Sie ließen die Quasifrist verstreichen und damit war das Kind in den Brunnen gefallen.

Und wenn sie es nicht hinbekommen, wird es bald in Bezug auf 50+1 genauso kommen. Dann kommt das Kind-Urteil. Noch hält Skeleton still aber bekommt man den Präses vom Fc Sion in den Griff?
 
Genauer lesen, bitte. Das eigentliche Thema dieses Strangs wurde immer wieder gestreift, man versucht das Phänomen des sympathischen Chancentods eben von allen Seiten zu beleuchten. Es waren ganze 9 Beiträge, 2 davon lediglich smilies, die sich nicht mit Rosenberg beschäftigten und wenn ein bisschen private Plauderei nicht mehr erlaubt ist, wird das Forum schnell öde und leer. Da gab und gibt es leider viel Schlimmeres hier.

@schmolle: Schöner Beitrag. :tnx:
 
Genauer lesen, bitte. Das eigentliche Thema dieses Strangs wurde immer wieder gestreift, man versucht das Phänomen des sympathischen Chancentods eben von allen Seiten zu beleuchten. Es waren ganze 9 Beiträge, 2 davon lediglich smilies, die sich nicht mit Rosenberg beschäftigten und wenn ein bisschen private Plauderei nicht mehr erlaubt ist, wird das Forum schnell öde und leer. Da gab und gibt es leider viel Schlimmeres hier.

@schmolle: Schöner Beitrag. :tnx:

Vergleiche mit Laumen, Banach oder Poulsen sind einfach nur schwachsinnig. Was das mit Rosenberg zu tun haben soll, frage ich mich schon die ganze Zeit?? Muss daran liegen das die "Argumente" dünn werden:lol:
 
Allerdings.

Allerdings gehe ich davon aus, dass er gegen Mainz spielt. Und dann hoffe ich natürlich, dass er dies erfolgreich tut.
 
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