Whisk(e)y

Ein Talisker ist unvergleichbar, weil er der einzige Whisky von der Isle Of Skye ist :D - Spaß beiseite, grundsätzlich kann man ihn wegen seinem Aroma fast nur mit einem Islay-Whisky wie Lagavulin o. Laphroaig vergleichen, einzige Ausnahme wäre der von maddin erwähnte Connemara.
:tnx: schönen Dank für den Tipp, werde ich mal antesten.

Eigentlich stand ich immer mehr auf die milden Single Malts und mein Favorit war Glennmorangie (entweder 16 yo oder die X-Wood finshed, selbst in der Destillery war ich schon:applaus:), aber man wird mit zunehmenden Alter wohl empfänglicher für sperrigere Aromen und so stolperte ich unlängst über den Talisker (der mir vor Jahren gar nicht zusagte) und war begeistert von dieser Torf-Rauch-Jod-Offenbarung in meinem Mund, die ich zwar intensiver, aber auch ausgewogener und keineswegs so sperrig fand wie einen Lapphroaig
 
:tnx: schönen Dank für den Tipp, werde ich mal antesten.

Eigentlich stand ich immer mehr auf die milden Single Malts und mein Favorit war Glennmorangie (entweder 16 yo oder die X-Wood finshed, selbst in der Destillery war ich schon:applaus:), aber man wird mit zunehmenden Alter wohl empfänglicher für sperrigere Aromen und so stolperte ich unlängst über den Talisker (der mir vor Jahren gar nicht zusagte) und war begeistert von dieser Torf-Rauch-Jod-Offenbarung in meinem Mund, die ich zwar intensiver, aber auch ausgewogener und keineswegs so sperrig fand wie einen Lapphroaig

Man sollte sich auch nicht zu früh mit den "Torfbomben" befassen, das geht i.d.R. nach hinten los.

Ich habe mich während eines Irland-Urlaubs Mitte der 90er angefangen, mich mehr mit dem Whisk(e)y zu befassen, und die milden Irish Blends waren genau die richtige "Einstiegsdroge", über die ich mich peu á peu bis hin zu den "Torfbomben" vorgearbeitet habe. Hätte ich gleich mit Connemara oder einem Islay-Whisky angefangen, würde ich wohl heute nur Wein oder Bier saufen.

Mein letzter Talisker ist schon ne Weile her, aber bei ihm habe ich nicht diese Kraft von Torf, Rauch und Salz in Erinnnerung wie im Vergleich zu einem Islay-Whisky wie Ardbeg, Laphroaig, Lagavulin etc. Wenn Du aber mal einen milden Insel-Whisky probieren möchtest, dann kann ich Dir Scapa von den Orkneys empfehlen, bei dem ist "nur" das Problem, daß sich dessen Preis bei der Umstellung von 14y auf 16y fast verdoppelt hat. :wild:
 
Man sollte sich auch nicht zu früh mit den "Torfbomben" befassen, das geht i.d.R. nach hinten los.

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Mein letzter Talisker ist schon ne Weile her, aber bei ihm habe ich nicht diese Kraft von Torf, Rauch und Salz in Erinnnerung wie im Vergleich zu einem Islay-Whisky wie Ardbeg, Laphroaig, Lagavulin etc.

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Wenn Du aber mal einen milden Insel-Whisky probieren möchtest, dann kann ich Dir Scapa von den Orkneys empfehlen, bei dem ist "nur" das Problem, daß sich dessen Preis bei der Umstellung von 14y auf 16y fast verdoppelt hat. :wild:

@Torfbomben. Ich warte nach wie vor auf den richtigen Zeitpunkt, dass sie mir schmecken ;)

@Talisker versus Lagavulin & Co. Das sehe ich genauso wie Du, denn Talisker schmeckt mir, die anderen aber nicht... ;)

@Scapa. Nicht nur, dass der 16jährige deutlich teurer ist, er ist auch weniger lecker als es der 14jährige war. Die leere Flasche Scapa 14 Years steht hier noch und macht mich immer traurig, wenn ich sie sehe...

Ach ja - wenn ich mal gaaanz viel Zeit habe, werde ich probieren, die hier diskutierten Whisk(e)ys alphabetisch in den Startpost zu packen - da sind schon so viele tolle Infos dabei, dass die nicht untergehen sollten...
 
@Torfbomben. Ich warte nach wie vor auf den richtigen Zeitpunkt, dass sie mir schmecken ;)

@Talisker versus Lagavulin & Co. Das sehe ich genauso wie Du, denn Talisker schmeckt mir, die anderen aber nicht... ;)

Das kommt vllt. oder hoffentlich noch. Der Lagavulin hat ja einen sehr hohen Torfgehalt, zum Einstieg bei Islay kann ich Dir die weniger trofhaltigen wie Bunnhabhain oder Bruichladdich empfehlen.

@Scapa. Nicht nur, dass der 16jährige deutlich teurer ist, er ist auch weniger lecker als es der 14jährige war. Die leere Flasche Scapa 14 Years steht hier noch und macht mich immer traurig, wenn ich sie sehe...

Ich finde den 16y Scapa okay, aber zu den kursierenden Preisen ist er schlicht und ergreifend überteuert. An den 14y habe ich nicht nur preislich bessere Erinnerungen, sondern auch Erinnerungen an den Abend im Hegartys, wo ich mir mit einer Kollegin fast ne ganze Flasche geteilt habe...

Ach ja - wenn ich mal gaaanz viel Zeit habe, werde ich probieren, die hier diskutierten Whisk(e)ys alphabetisch in den Startpost zu packen - da sind schon so viele tolle Infos dabei, dass die nicht untergehen sollten...

Gute Idee. Slainté! :beer:
 
Fudge ist nicht meins - egal ob mit oder ohne Whisky... Aber Whisky-Schokolade (dunkle) und Whisky-Marmelade... Lecker... :D
 
Fudge ist nicht meins - egal ob mit oder ohne Whisky... Aber Whisky-Schokolade (dunkle) und Whisky-Marmelade... Lecker... :D

:eek: Sowas gibt's auch!?

Also das Glengoyne-Fudge schmeckt mir richtig gut. Obwohl der Whisky-Geschmack durch die pure Süße irgendwo im Nirvana verschwindet ;)

Den hatte ich gestern auch gesehen: klick Klingt aufgrund seiner Tasting Notes interessant für mich, und dann auch noch der schmale Preis. Hat den schon mal jemand probiert, bzw. kann jemand Finlaggan irgendwie einordnen?
 
@mola23

Von Bruichladdich 12y abgesehen, kenne ich keinen Islay-Whisky, der seine rauchtig-torfige Herkunft mit einer schönen Fruchtnote kombiniert wie der Finlaggan Old Reserve. Er ist zwar kein herrausragender Whisky, aber sein Geld auf jeden Fall wert.
 
Ich habe mir neulich zwei Tafeln Schokolade aus einer Schokoladenmanufaktur gekauft, die wunderbar zum Whisky passen:

Die erste ist eine kubanische, 70%ige Schokolade mit Criollo (einer hochwertigen Kakaosorte mit wenig Bitterstoffen und geringem Säuregehalt), intensive Würze mit leichtem Tabak- owie Vanillearoma. Paßt sehr gut zu im Sherryfaß gefinishtem Whisky oder auch zu Rotwein wie z.B. Cabernet Sauvignon.

Nr. 2 nennt sich Guinea-Ancho. Stammt, wie der Name schon vermuten läßt, aus Neu-Guinea und enthält ebenfalls Criollo sowie Trinitario, einer ursprünglich aus Trinidad stammenden, sehr kräftigen Kakaosorte. Dieser Blend (dieser Begriff ist auch beim Verschnitt von Schokolade üblich) wurde mit Anchochilli und leichter Raucharomen verfeinert, so daß daraus eine Schokolade entstanden ist, die auch beim puren Genuß eine schönes rauchiges Aroma entflatet, so daß Guinea-Ancho sich hervorrgend zu getroften Whiskys oder auch zu holzfaßgereiften Rotweinen (u.a. Tempranillo, Carmenere, Cabernet Sauvignon, Merlot) ergänzt.
 
Hab grad nen Bericht über Chivas Regal bei Kabel1 gesehen. Es scheint, als sei es wirklich eine Kunst, nen Blended Whisky, der immer gleich schmeckt, herzustellen, erst Recht, wenn sich die Ausgangssorten ändern. Wos mir in der Seele wehtat, war der Punkt, als die gezeigt haben, wie letzten Endes der Blend entsteht. Da wird Fässerweise guter Single Malt Whisky einfach ne Blechrinne runter gekippt.
 
Es gibt schon Whiskys, die nach dem Blending noch reifen, wie z.B. der Famous Grouse Islay Cask, aber solche Whiskys sind eher die Ausnahme. Denn eine nachträgliche Reifung verändert Aussehen und Geschmack eines Whiskys, aber die Käufer von (den einfachen Sorten von) Johnnie Walker, Ballantines, Jameson, Paddy, Jim Beam, Jack Daniels etc., die das Gros der Blends ausmachen, erwarten bei ihrer Sorte einen stets gleichbleibenden Geschmack und identisches Aussehen.
 
Sag mal Bremen, wohnst Du eigentlich in Bremen? Kannst Du den lokalen Fachdealer empfehlen?
 
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