Nö, bei Magath stünden Konsequenzen wie Straftrainung, Verbannung in die 2. Mannschaft o.ä. auf dem Programm.
Es ist nicht 1:1 dasselbe, aber unterm Strich sind es PR-Maßnahmen, die die Stimmung in der Mannschaft in schwierigen Situationen zusätzlich vergiften und in erster Linie als Tätigkeitsnachweis für den Trainer dienen.
Bei Salzburg mag das gegriffen haben, weil die sportliche Situation da eine andere war - wenn man im oberen Drittel mitspielt und es um die internationalen Plätze geht, ist das eher wie Geld auf den eigenen Erfolg wetten. Wenn man sportlich gewinnt gibts auch ein kleine finanzielle Belohnung, wenn man sportlich verliert muss man halt seinen Wetteinsatz zahlen.
Im Abstiegskampf fühlt sich so eine Maßnahme aber nicht wie eine Spielerei auf der Seite an, sondern wie Sippenhaft für die Fehler Einzelner. Da wird der eine oder andere schon sauer sein, weil er überhaupt zahlen muss, auch wenn die Summe nicht wirklich ins Gewicht fällt -
Magath machts ja ähnlich, wenn die Mannschaft geschlossen zum Straftraining antreten darf - da hat dann jeder Zeit sich während des Dauerlaufs zu überlegen, wem er denn dieses Vergnügen zu verdanken hat - im Erfolg geht sowas vielleicht noch mal gut, im Misserfolg bringt das eine unüberbrückliche Lücke zwischen Mannschaft und sportliche Leitung.
In beiden Fällen steht der Trainer aber als der da, der die Spieler stellvertretend für enttäuschte Fans und Boulevardmedien für ihr Versagen abstraft. Schaaf wird dann von diesen Fraktionen in der Luft zerrissen, wenn er gezielt eingeplante belastungs- und trainingsfreie Tage nicht streicht, weil er die körperliche Regeneration und damit die Objektive Leistungsfähigkeit der Mannschaft über diesen plumpen Populismus stellt. Von daher sind das Maßnahmen, die in erster Linie Fink und Magath weiterhelfen sollen, aus der Perspektive sind die sich schon sehr ähnlich.