Claudio Pizarro

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Im Ergebnis ist es doch haargenau so, wie KA heute in der Kreiszeitung (siehe auch Presseschau hier auf werder.de) sagt:

An sich sind die 2 Spiele Sperre wohl genau die richtige Ahndung des Vorfalls. Auf der anderen Seite muss man sich an die Regeln halten. Und die Regeln besagen, das man bei einer Tatsachenentscheidung des SchiRi nicht nachträglich ermitteln darf.

Der SchiRi hat nun eine Aussage gemacht, nach der er die "streichelnde Backpfeife" für Pogatetz angeblich nicht bemerkt hätte. Das ist nach Ansicht der TV-Bilder noch alberner als die Ausrede Pizarros.

KA sagt zurecht, das er zwar sauer auf den SchiRi ist, weil dieser offensichtlich gelogen hat. Er sagt aber auch das Entscheidende: Man kann dem SchiRi nur eingeschränkt böse sein, weil wenn dieser seinen Fehler (öffentlich) zugegeben hätte, dann hätte er ganz anscheinend hinterher schlechtere Karten gehabt, wieder in der BuLi pfeifen zu dürfen. Und das wird ja mittlerweile auch ganz gut bezahlt.

Die eigentliche Adresse für die Wut ist daher völlig zurecht der DFB und sein Kontrollausschuß selbst: Wenn man so gut gucken kann, das man die Aktion von Pizarro zutreffend bewertet, dann kann man auch nicht daran vorbei sehen, DASS SchiRi Dingert die Aktion gesehen und bewertet hat.

Und damit schafft die Strafe kein Recht, sondern Unrecht: Nämlich Willkür. Da wo Willkür herrscht, gelten die Regeln nicht mehr. Und dann braucht man eigentlich keine Schiedsrichter, keinen Kontrollausschuß und keinen DFB mehr.

Nun war ja hier gegen KA gesagt worden, das er ein Weichei wäre. Er hätte Einspruch einlegen und auf mündlicher Verhandlung bestehen sollen. Dingert hätte dann als Zeuge aussagen müssen und jeder mittelprächtige Anwalt hätte ihn wahrscheinlich in der Luft zerrissen. Wahrscheinlich hätte dann auch das Verfahren eingestellt werden müssen. So gesehen völlig richtig.

Aber manchmal muss man weiter denken: Nämlich sich die Frage stellen, ob sowas dann nicht ein Pyrrhus Sieg geworden wäre: Man hätte dann nämlich mit vielem rechnen können: Mit einer BLÖD-Hetzkampagne gegen Piza, mit einer Anti-Werder-Kampgane ("am grünen Tisch die berechtigte Sperre verhindert") und vor allem mit der negativen Einstellung aller SchiRis, die dann zugesehen hätten, wie einer ihrer Kollegen, der auch unter dem Druck des DFB stand bei seiner offensichtlichen Falschaussage dann hinterher vorgeführt wird. Und es wäre zu befürchten gewesen, das so ein "Erfolg", der dann ja gleichzeitig eine Blamage für den Kontrollausschuss selbst gewesen wäre, was auch in diesem wichtigen Gremium für die Zukunft von Werder nicht unbedingt positiv gewesen wäre.

Denn wenn so ein Gremium schon so tief gesunken ist, das es offensichtliche Willkür übt und gegen die eigenen Regeln verstößt, dann muss man bei solchen Leuten auch damit rechnen, das sie nachrtragend und auch sonst unfair sind.

Und die Spätfolgen solcher Umstände wären dann sicher für Werder nachteiliger gewesen als die 2 Spiele Sperre für eine dumme Undiszipliniertheit eines Spielers, der trotz Alter und Erfahrung nicht das erste Mal mit so etwas auffällt (auch wenn er den Regeln nach nicht als Wiederholungstäter gilt).

Und aus diesem Grunde komme ich zu dem Ergebnis, das KA trotz der offensichtlichen und beschämenden Willkür beim DFB letztlich (mit geballter Faust in der Tasche) das einzig Richtige getan hat. :tnx:

Man hat nach außen hin die regelwidrige Bestrafung hingenommen. Jetzt ist es an der Zeit, in Ruhe hinter den Kulissen dafür zu arbeiten, das sich so etwas in Zukunft nicht wiederholt. Oder das man so ehrlich ist und die Regeln ändert. Für alle gleich.
:tnx:
Bis auf eine Sache. Die mündliche Verhandlung hätte nada gebracht. Das wissen wir aus eigener Erfahrung. Vielleicht hat man da minimal Chancen, wenn wirklich gar nichts war wie bei Frings damals, aber selbst da wurde ja nicht von der Entscheidung abgerückt. Ist also hier reine Zeitverschwendung, weils im Grunde ja eine berechtigte Sperre ist.
 
Was mich fast am meisten stört ist die Berichterstattung, in der grundsätzlich von einer Ohrfeige die Rede ist "Claudio Pizarro hatte seinen Gegenspieler Pogatetz im gegnerischen Strafraum eine Ohrfeige verpasst" --> jemandem eine Ohrfeige verpassen ist etwas anderes, als dass was Piza getan hat, aber die Medien stürzen sich ja auf alles, was irgendwie nach Skandal aussehen könnte...furchtbar



Aber manchmal muss man weiter denken: Nämlich sich die Frage stellen, ob sowas dann nicht ein Pyrrhus Sieg geworden wäre: Man hätte dann nämlich mit vielem rechnen können: Mit einer BLÖD-Hetzkampagne gegen Piza, mit einer Anti-Werder-Kampgane ("am grünen Tisch die berechtigte Sperre verhindert")


Damit allerdings hätte ich sehr gut leben können....
 
:tnx:
Bis auf eine Sache. Die mündliche Verhandlung hätte nada gebracht. Das wissen wir aus eigener Erfahrung. Vielleicht hat man da minimal Chancen, wenn wirklich gar nichts war wie bei Frings damals, aber selbst da wurde ja nicht von der Entscheidung abgerückt. Ist also hier reine Zeitverschwendung, weils im Grunde ja eine berechtigte Sperre ist.

Das ist der entscheidende Satz.
 
zu sofatester 100% Zustimmung.

Der DFB ist mit seinem Kontrollausschuss eine Mogelpackung und folgt zumeist der BILD, vgl. Guerrero 8 Spiele gefordert 8 Spiele ausgesprochen. Außerdem steht der DFB wegen des aktuellen Falles Podolski im Fokus.
Normalerweise wären das mind. 3 eigentlich 4 Spiele Sperre wegen Wiederholungstäter. Es ist zwar de jure 2008 (und gilt daher wohl nicht mehr als Wiederholungstat) in dem CP verurteilt worden ist, aber er hat diese Saison mehrfach nachgeschlagen. Badstuber ist nur ein Beispiel, da gab es ähnliche Szenen mit CP.
Daher hätte der DFB konsequent und medial (BILD) gesteuert, wie sie nun einmal sind, eine drakonische Strafe verhängen müssen, um dem Spieler CP klar zu machen, dass man das auf dem Platz nicht sehen will.
Aber genau hier fehlt es dem DFB, daher stimme ich KA in dieser Angelegenheit 100% zu.
 

Wenn der Schiri was sieht, dann gehe ich davon aus, dass er das auch bewertet. Das ist soweit ich weiß seine Aufgabe. Oder meinst du, dass der Schiri zwar die Szene gesehen hat und in diesem Augenblick so perplex war, dass er dann nicht in der Lage war sein Job zu machen?

@ Sofatester:
Ich sehe es etwas anders als du, was das Aktivwerden gegen regelwidrige Regelanwendung durch den DFB. Hier hätte Werder sehr wohl dagegen vorgehen sollen. Wenn die Mitglieder (das sind letzlich die Vereine und somit Werder) eines Verbandes sich nicht gegen das regelwidrige Verhalten ihrer Verbandsspitze vorgehen, wer denn sonst sollte es tun?
 
Ich habe die Eintstellung nicht gesehen, in der man erkennen kann, wie klar der Schiri die "recht milde Watschn" von Claudio gg. Pogatetz gesehen haben müsste oder sollte.
Ich weiß nur, dass ich auch den - wie ich finde - masochistischen, in der BuLi sehr gut bezahlten, (bei mir nicht so) Schiri-Job offiziell ausgebildet, zeitweilig ausgeübt habe, nicht hochklassig in der Liga aber doch recht zufriedenstellend in den jeweiligen Spielen, wie ich denke.

Ich kann nur sagen, dass meine Erfahrung ist, dass man/ich manche Situationen halt nicht so klar erkennt, wie es außenstehende oder Spieler annehmen und man dann öfter halt doch ein Stück weit nach Gefühl die Situation bewerten muss. Wenn man z. B. nur noch sieht, dass die Hand von Claudio im Gesicht ist aber auch die beiden Hannoveraner dicht an ihm "drängeln" oder aber gar nur noch das Gedränge wahrnimmt, was entscheidet man da richtig und ist das Handeln dann eine Tatsachenentscheidung oder hat man dann die entscheidende Szene für eine (umfängliche - wie umfänglich muss die Bewertungsgrundlage sein) Tatsachenentscheidung eben nicht wahrgenommen/bewertet. Mich würde die Urteilsbegründung und Darstellung des Schiris, den ich ich eigtl. nicht negativ wahrgenommen habe, wirklich interessieren.

Gruß aus Berlin
 
@ Joe G.:
Deine Fragen sind berechtigt. Aber irgendwo muss ein Punkt gesetzt werden. Der Schiri hat doch in diesem Bereich geschaut, wo sich das ganze abgespielt hat, zumindest, dass Piza den Pogatetz mit der offenen Hand an der Wange gestreichelt hat. Mehr muss der Schiri zur Beurteilung nicht wissen oder sehen. Hier hat er sein Job zu machen, nämlich wie ist diese Handlung von Piza zu werten. Selbstverständlich kann er da die Intensität der Berührung nicht eindeutig zuordnen. Aber ist das denn nicht genauso bei anderen strittigen Situationen?
Und da spricht man dennoch von einer Tatsachenentscheidung.
 
KA hat es doch jetzt eigentlich auf den Punkt gebracht:

Die Aktion von Pizza war dumm und die Sperre vertretbar, jedoch hat der Schiri seiner Meinung nach sehr wohl die Szene bewertet und deshalb greift der Tatsachenentscheid.

Jetzt ist also die Frage: hat Dingert gelogen oder nicht? Also ich verstehe eigentlich nicht, warum er lügen sollte. Wenn er einfach sagt, dass er die Szene bewertet hat und den leichten Schlag aus der Rangelei heraus für nicht rotwürdig gehalten hat, dann wäre doch auch alles ok.
Jetzt wird er von KA als Lügner (jaja Notlügner) bezeichnet und in Zukunft wird noch viel strenger auf ihn geachtet.

Daher kann man ihm doch schon irgendwo glauben, dass er es nicht explizit gesehen hat. Inwieweit die Rangelei von dem leichten Schlag bei einer Bewertung der Szene zu trennen ist, das weiß ich nicht. Wenn die Regeln da nicht eindeutig sind, dann sollte das schnellstmöglich geändert werden.

Insgesamt gibt es aber nur Verlierer:

Pizza: dumme Aktion
Dingert: unglaubwürdig
DFB: Verdacht der Willkür
Werder: zwei Spiele ohne den Topstar
 
Der Sofatester hat völlig Recht.

Aber auch wenn ich gestern im Zorn über diese Sperre den Gang notfalls bis zum Bundesverfassungsgericht bzw. zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte mehr als angemessen gefunden hätte, sehe ich die Sachlage nun eher so wie Allofs. Der Einspruch hätte nix gebracht. Man muss den Scheiß nun einmal so hinnehmen und das Beste draus machen, auch wenn sie noch so ungerecht war.

Da wir in Dortmund aller Voraussicht nach sowieso verlieren werden und Pizza nach dem Hannover-Spiel angeschlagen war und meiner Ansicht nach sowieso viel zu selten mal geschont wird, er wird ja nicht jünger, sehe ich die Sperre für Dortmund sogar positiv. Bleibt allein Augsburg. Und vor dem Spiel muss man allen Spielern einbläuen, dass sie für Pizza zu kämpfen haben, da muss man den Ball irgendwie ohne ihn ins Tor würgen! Gewinnen wir das Spiel gegen Augsburg, haben wir den Pappnasen von der Sportgerichtsbarkeit ne lange Nase gedreht, Pizza für den Endspurt geschont und gehen gestärkt aus der Nummer heraus.
 
Ich glaube ich sollte jetzt erstmal den Piza-Thread meiden.
Was einige hier an gequirlte Sch.... schreiben, ist nicht mehr auszuhalten (Willkür, Fußball Mafia DFB, alles blinde Schiris etc.).
 

Wenn er sie gesehen hat, muss er sie auch bewerten. Punkt. Tut er dies nicht, obwohl er alles gesehen hat, stellt er damit in Frage, ob er überhaupt noch ein Spiel leiten darf. Rein hypthetisch: Hätte er zugegeben, dass er alles gesehen hat, hätte er sagen müssen, er habe es bei einer Ermahnung belassen. Nur dann wäre er raus aus der Sache.
 
Ganz einfach. Die deutschen Schiris drehen sich wie ein Fähnchen im Wind. Er hat gesehen, dass die Öffentlichkeit seine Entscheidung als Fehlentscheidung sieht und damit er gut dasteht, dreht er das nun so zurecht. Der Druck von Medien und DFB auf ihn ist größer als der Druck von Werder. So einfach ist das.

Ob er damit jetzt wirklich besser dasteht ?? Ich weiss es nicht. Der Trubel um senie Person wäre imho viel geringer gewesen, wenn er gleich gesagt hätte, dass er es bewertet hat, aber nach Ansicht der Fernsehbilder man doch anderer Meinung sein muss. Dann hätte es keine Ermittlung gegeben und 2 Tage später hätte keiner mehr drüber geredet.
 
@ Sofatester:
Ich sehe es etwas anders als du, was das Aktivwerden gegen regelwidrige Regelanwendung durch den DFB. Hier hätte Werder sehr wohl dagegen vorgehen sollen. Wenn die Mitglieder (das sind letzlich die Vereine und somit Werder) eines Verbandes sich nicht gegen das regelwidrige Verhalten ihrer Verbandsspitze vorgehen, wer denn sonst sollte es tun?

Nun, das sehe ich eigentlich genauso wie Du. Das ich zum anderen Ergebnis gekommen bin, hat allein mit der Betrachtung zu tun, ob es langfristig vorteilhaft wäre, das eigentlich Richtige zu tun. Natürlich kann man sagen, wer so denkt und handelt, ist schon in gewissem Maß korrumpiert. Das wäre durchaus konsequent.

Auf der anderen Seite kann man aber auch sagen, das KA es eben nicht einfach wortlos hingenommen hat. Er hat sich ja dagegen gewendet: Nur hat er dafür eben nicht den Weg über die (vorhersehbarer Weise erfolglose) mündliche Verhandlung vor dem DFB-Sportgericht gewählt, sondern er geht den Weg über die Öffentlichkeit und die Medien und macht dort Druck.

Was ich im Endeffekt für den geschickteren Weg halte: Denn jetzt ist die Sperre für Piza schon durch, damit für den Medienzirkus uninteressant und es gibt somit keine schlechte Presse mehr gegen Piza und gegen Werder, sondern den gleichen öffentlichen Druck gegen den DFB, sich an seine eigenen Regeln zu halten.

Der SchiRi steht öffentlich als (Not-) Lügner da, der nicht den Mumm hatte, hinter seiner laut Video im Spiel von ihm ersichtlich getroffenen Entscheidung auch zu stehen.

Der DBF steht in der Öffentlichkeit jetzt wieder mal so da, das er seine eigenen Regeln willkürlich und widersprüchlich anwendet.

Das es eine Sperre für Piza gab, kann man trotz des Regelverstoßes schweren Herzens akzeptieren, weil nicht nur der DFB mit seiner Regelwillkür, sondern vorher ja auch der SchiRi eine falsche Entscheidung traf: Ohne Werder-Fanbrille kann es bei der Bewertung des eigentlichen Vorgangs keine zwei Meinungen geben: Pizarro hätte mit roter Karte des Feldes verwiesen werden müssen und letztlich sind 2 Spiele Sperre auch für den "etwas heftigeren Streichler" völlig in Ordnung.

Die einzig richtige Konsequenz aus der ganzen Affaire wäre es daher, dem Kontrollausschuß bei Tätlichkeiten grundsätzlich auch dann die Befugnis zu Ermittlungen und dem Sportgericht die Befugnis zu Sanktionen zu geben, wenn es eine vorherige Tatsachenentscheidung gab, diese aber in besonders grober Weise sich als falsch heraus stellt.

DAS wäre die eigentliche, ehrliche Lösung des Dilemmas für die Zukunft. Es ist aber seitens des DFB und der FIFA nicht gewollt, weil man damit das Prinzip der Tatsachenentscheidung an sich aufgeben oder schwächen würde und die SchiRis in der Folge wohl bei krassen Fehlentscheidungen noch mehr unter Druck geraten würden.

Für den DFB und die FIFA würde dies bedeuten, die Büchse der Pandora zu öffnen, es wäre wohl der Einstieg in die Zulässigkeit des Videobeweises allgemein. Lieber verstößt man gegen die eigenen Regeln und handelt willkürlich, als die Regel, die man beibehalten will, auch nur um ein Jota zu ändern.

Besonders erwähennswert und richtig ist der Gedanke von maddin:

Der Trainer muss die Sperre für Piza jetzt nutzen, die gesamte Mannschaft einzuschwören und heiss zu machen, für Piza zu spielen. Dortmund ist noch kein Meister und wir haben das Spiel bei denen noch keineswegs verloren. Auf geht's. :svw_applaus:
 
Ich glaube ich sollte jetzt erstmal den Piza-Thread meiden.
Was einige hier an gequirlte Sch.... schreiben, ist nicht mehr auszuhalten (Willkür, Fußball Mafia DFB, alles blinde Schiris etc.).

Pizas Verhalten war falsch, sowas darf er sich nicht leisten, und dennoch würde ich zumindest was Deinen ersten Punkt angeht, sagen: Willkür? Ja, definitiv.
Ich würde nicht so weit gehen, zu sagen, dass bestimmte Vereine grundsätzlich bevorzugt werden (so vonwegen "Der große FC Bayern, Robben wäre nie gesperrt worden), das ist tatsächlich Unsinn, aber eine unsystematische Willkür herrscht meines Erachtens tatsächlich vor.
 
Ganz einfach. Die deutschen Schiris drehen sich wie ein Fähnchen im Wind.

Wie ich solche beschissenen Verallgemeinerungen hasse.

Aber naja hier gehts ja um die Schiris, da ist ja nunmal das in Ordnung was hier wahrscheinlich bei allen anderen Themen verpönt wäre ;)

Wenn dann war das Dingert und nicht "DIE Schiedsrichter".

Was Dingert angeht würde mich aber in der Tat brennend interessieren was der angegeben hat was er wahrgenommen oder nicht wahrgenommen hat. Aber das werden wir wohl nie erfahren.
 
Der SchiRi steht öffentlich als (Not-) Lügner da, der nicht den Mumm hatte, hinter seiner laut Video im Spiel von ihm ersichtlich getroffenen Entscheidung auch zu stehen.

Der DBF steht in der Öffentlichkeit jetzt wieder mal so da, das er seine eigenen Regeln willkürlich und widersprüchlich anwendet.

:

Ich würde dem gern zustimmen, insbesondere Deinen Ausführungen bzg. der Abwägung nachhaltig strategischer Vorteile gegenüber dem zweifelhaften taktischen Wert eines Einspruchs, ABER:

Bist Du Dir sicher, dass dies in der Öffentlichkeit so wahrgenommen wird? Ich habe noch keinen Videoausschnitt im Netz gefunden, in dem man sehen könnte, dass der Schiedsrichter Einblick auf die Situation hatte. (ich glaube dir schon, nur) In sämtlichen Szenenausschnitten sieht man lediglich die Ohrfeige Pizarros im Spotlight, versehen mit dem Kommentar "Pizarro im Glück, Schiedsrichter Dingert hat's nicht gesehen, Pizza hätte Rot sehen müssen."

Ich denke nicht, dass sich der allgemeine Fußballfan so intensiv mit Werder beschäftigt, als dass der DFB und der Schiedsrichter im Besonderen da irgendwie ins Blickfeld geraten würden. Insbesondere nicht, nachdem was man dazu im Netz findet. Und einen Vorwurf kann man ihm daraus nicht machen, dem Fan. Für den Nicht-Werder-Fußball-Fan muss es sich so darstellen, als ob der Gerechtigkeit mit der nachträglichen Sperre jetzt Genüge getan wurde.

Ich denke, die kleinen Unstimmigkeiten, dass der Schiedsrichter die Situation schon gesehen und bewertet habe, sind ganz schnell vergessen - so überhaupt Notiz davon genommen wurde - und was bleibt, ist die "gerechte" (in Anführungsstrichen, da einerseits ja aber wegen der Tatsachenentscheidung eben auch nicht) Strafe für Pizarro.

Ich glaube weiterhin, dass die Bayern in einer vergleichbaren Situation alle strategischen Bedenken über Bord geworfen und auf Teufel komm raus losgepoltert hätten.
 
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