Der Fall Arnautovic hat mich heute mal ins Nachdenken gebracht. Klar, für seine Verletzung kann er nichts, aber sein Weregang ist sinnbildlich für Werder. Wir schaffen es nicht mehr, Neuzugänge weiter zu entwickeln.
- Arnautovic: Konnte sich in 2 Spielzeiten nich durchsetzen, hat kein Vertrauen vom Trainer und hatte nur wenig Möglichkeiten, sich zu entwickeln.
- Wesley: Hier hält sich der Schaden materiell in Grenzen, aber auch peinlich. Ein teurer Einkauf aus Brasilien, der sich nicht durchsetzen kann und nach 1,5 Jahren wieder sang- und klanglos "abgeschoben" wird.
- Wagner: Auch mit großen Ambitionen trotz Verletzungen gekauft, zeigt kaum Weiterentwicklung, kann sich selbst gegen schwache Konkurrenz nicht durchsetzen und wird zu wirtschaftlich ungünstigen Bedingungen an einen Abstiegskandidaten abgegeben.
- Marin: Konnte in Bremen so gut wie nie an seine Zeit in Gladbach anknüpfen, verheddert sich spielerisch und taktisch immer wieder in den gleichen Fehlern und wird auf einer Position eingesetzt die ihm wohl nicht zu liegen scheint.
Das sind jetzt nur 4 Beispiele die mir spontan einfallen. Spieler, die sich in den letzten beiden Jahren massiv verbessert haben, fallen mir eigentlich nicht ein. Höchstens Wiese vielleicht. Vielleicht... Nur woran liegt das? Ich glaube nicht, dass die oben genannten Spieler alle zu schlecht für die Bundsliga sind. Und warum ist keine Weiterentwicklung zu sehen. Gerade die Entwicklung junger Spieler war etwas, was Bremen ausgezeichnet hat und Spieler wie Borowski, Frings, Pizarro, Diego, Özil, Klose, Mertesacker usw. hervorbrachte. Wer aus den heutigen Spielern wird sich in diese Liste einreihen? Etwa ein Bargfrede, der seit Jahren völlig überschätzt ist? Oder ein Rosenberg, der spielerisch mittlerweile kaum ein lukratives Angebot von einem Bundesligisten bekommen würde?
Nun kann man fragen, warum ich diesen Senf in den Thread von Thomas Schaaf stelle. Ganz einfach: Weil er für die sportliche Entwicklung der Mannschaft (und damit auch des Einzelnen) verantwortlich ist. Und hier liegt ein Problem. Es gibt eigentlich nur zwei Extreme bei Schaaf. Das eine ist das krampfhafte Festhalten an Spielern (z.B. Bargfrede, Rosenberg,...) oder ein sehr schnelles Abschreiben der Spieler, was für mich (auch menschlich) sehr abschätzig und ungerecht daherkommt. In der Hinrunde wurden uns Trinks und Thy als zwei vorgestellt, die "es geschafft haben". Wo sind die heute? Ich möchte annehmen, dass es mit Füllkrug und Hartherz genau die gleiche Entwicklung nehmen wird.
Ich sehe bei der Förderung einzelner Spieler in Punkten wie Taktik, Spielverständnis und fußballerischen Fähigkeiten einfach kein System bei Schaaf. Die "Entwicklung" im wörtlichen Sinne, also das Formen der Mannschaft, die Art und Weise wie gezielt an Spielern im Einzelnen und einer Mannschaft im Allgemeinen gearbeitet wird, wirkt bei Schaaf total willkürlich, zufällig und kein Stück kalkuliert oder geplant.
Dies finde ich problematisch unter mehreren Geischtspunkten: Vorrangig natürlich in der sportlichen Entwicklung, aber vor allem auch im menschlichen Bereich scheint da einiges schief zu laufen. Und zu guter letzt wird dadurch auch das Image des Vereines, welches Anfang der 2000er hart aufgebaut wurde, nicht unerheblich geschädigt. Warum ist es für Werder so schwer, Spieler an die Weser zu holen? Weil viele mittlerweile den Eindruck gewonnen haben, dass es an in Bremen schwer ist sich durchzusetzen. NIcht weil die Konkurrenz so hart ist, sondern weil hier ein Trainer wirkt der kopf- und planlos agiert, erfolgreiches Spiel schon mal mit der Auswechselbank belohnt und zudem seine Lieblinge hat die zwer fußballerisch limitiert sind, dafür aber anscheinend einen Freifahrtschein für die Startelf besitzen.
Im Fuball gibt es doch den Begriff der "Karriereplanung". In Bremen und unter Thomas Schaaf scheint dies momentan unmöglich zu sein.