Thomas Schaaf (verlässt Werder Bremen mit sofortiger Wirkung!)

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas Pingy
  • Erstellungsdatum Erstellungsdatum

Der Umbruch läuft - wie ist Eure aktuelle Meinung zu unserem Trainer?

  • TS genießt auch weit über die Saison hinaus weiterhin mein uneingeschränktes Vertrauen

    Votes: 288 30,4%
  • Wenn in der kommenden Saison kein internationaler Wettbewerb erreicht wird, sollte TS gehen

    Votes: 94 9,9%
  • Wenn in dieser Saison kein internationaler Wettberwerb erreicht wird, sollte TS gehen

    Votes: 67 7,1%
  • TS wird mit diesem Verein keinen Erfolg mehr haben und sollte spätestens im Sommer gehen

    Votes: 266 28,1%
  • TS sollte sofort gehen, um einen möglichen Abstiegskampf diese Saison zu vermeiden

    Votes: 231 24,4%

  • Total voters
    946
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Da Schaafs Raute kein starres System ist und im Spiel häufiger auch eine 4-3-3 Formation zu sehen ist, kann ich der einschätzung, dass dieselben Spieler plötzlich besser spielen würden, wenn man sie ein paar Zentimeter auf der Taktiktafel verschiebt, in keinster Weise zustimmen. Das ist eben die Überschätzung der Systemfrage durch Leute, die nur in starren, schematischen Systemen denken können. Die glauben wahrscheinlich auch, dass Dortmund oder Barca so gut sind, läge an deren Systemen. Dass z.B. Bayern dasselbe System wie Dortmund ganz und gar erfolglos spielt, interessiert da nicht.

Die durchaus richtige Feststellung, dass in Werders Mittelfeld gestaltende Spieler fehlen, insbesondere für die zentralen Positionen, wird dann umgemünzt in die Forderung, nicht etwa solche SPieler für die Zukunft zu holen oder selbst dahin zu entwickeln, sondern eben "einfach" anders spielen zu lassen - als ob dann nicht, wenn dieselben 11 Spieler spielen, niht haargenau dieselben spielerischen Defizite aufträten. Jeder kennt es aus der eigenen Erfahrung als Fußballer: Nur weil man eine Position weiter rückt, kann man noch lange nicht besser kicken.

Das Bargfrede-Problem besteht seit längerem und es liegt nicht darin begründet, dass er nicht "alleiniger 6er" spielen könne und viel besser "Doppelsechser" spielen kann, sondern es liegt darin, dass Bargfrede unser erfahrendster und bester Spieler für das defensive Mittelfeld ist, dass wir also auf dieser Position viel zu schlecht besetzt sind, egal wie wir taktisch spielen. Spielt Werder mit "doppelsechs", dann wird dasselbe Problem mit denselben, unzulänglichen Spielern einfach nur auf andere weise fortgesetzt.
 
Ich habe deinen Tenor gestern schon nicht verstanden. Ich kann mir dieses Spiel gegen Katastrophen-Hertha einfach nicht schönreden, sorry.

Oh, man was für ein Spiel hast du gesehen? FdB beschreibt es exajkt so, wie ich das Spiel im Stadion gesehen habe. Unser Problem ist die nicht vorhandene Abschlussstärke. Wie oft war Rosi auf aussen gewesen und Flanke vermurkst oder in der Spitze sind sie nicht richtig gelaufen. Wie oft hat Heartherz die Flanke ins Nirgendwo geschlagen. Wie oft hat Piza das Tor nicht gemacht?
Die Defensive (dank Sokratis, Affolter will ich erstmal nicht mehr in der IV sehen) stand. Wann hat Hertha je eine gute Chance gehabt. Meine Kritik an TS ist, dass man in der Spitze nicht eingespielt ist. An Piza kritisiere ich, dass er zZt kein Killerinstinkt hat.
 
Das sind mir zu wenig Optionen von maddin. Ich sehe da mehr Möglichkeiten und würde das mal anhand der Postionen aufdröseln:

Abwehr: Wiese - sehr gut Leistung zur Rückrunde.
Innenverteidigung: Der Verlust von Prödl wiegt schon schwer. Damit fehlt uns mal wieder in der Saison eine eingespielte Innenverteidigung. Die Anspielstationen bei Eckbällen fehlen. Die Spieleröffnung ist mir auch viel zu langsam und die Unerfahrenheit von Affolter bringt uns häuffg in brenzlige Situationen. Ein Wechsel Silvetsre / Affolter könnte kruzfristig mehr Sicherheit bringen.

Die AVs: Für mich einer der Hauptgründe für unser schwaches und torloses rumgekicke im Mittelfeld. Wenn etwas nach vorne geht dann meistens über die Achse Hartherz/Trybull oder wie gestern über 90 Minuten ein einziges mal über Affolter, der eine lange Flanke auf den startenden Iggy spielte und der, auf der rechten Seite, bis zum 16er durchlaufen konnte. Das ist mir viel zu wenig und da muss Schaaf den Hebel ansetzen. AVs weiter nach vorn ziehen, Überzahl auf den Aussenpositionen schaffen und erst ab den 16er in die Mitte ziehen. Ergo werden wir mehr Tore schießen, sicherlich auch häuffiger ein Gegentreffer kassieren, aber im Allgemeinen einfach Torgefährlicher werden. Oder das System ändern. Aber das Thema hatten wir ja schon.

Das Mittelfeld: Rein personel gesehen ist das unser Sahnestück; aber trotzdem schon erschreckend wie wenig Torchancen die sich erspielen. Da geht es nur noch mit Kampf um jeden Meter durch die Mitte, wirklich erschreckend. Ich bin mir sicher, wenn wir mit aufgerückten AVs ein vernünftiges Flügelspiel aufziehen könnten und die Jungs mal öfter den Kopf hoch nehmen würden, um zu schauen, wo die Gegenspieler stehen, würden wir ein auf technisch höchsten Niveau tolles One-Touch-Fussballspiel sehen. Aber bitte nicht mehr durch die Mitte.

Der Sturm: Rosenberg hat sich viel bewegt, Arnautovic hat sich viel bewegt und waren als Passspielstationen einsatzfreudig. Das ist aber auch das einzigst positive an den beiden. Sie fehlen ganz häufig auf ihren Positionen, wenn ein Mittelfeldspieler mal durchkommt. Auch behaupte ich mal, dass beide keinen Knipserinstinkt besitzen. Was da schon an Chancen versemmelt wurde, sucht in der Bundesliga immo seines gleichen. Büdde, büdde, liber Thomas Schaaf: lass die beiden genannten Torschüsse üben, bis zum Erbrechen. Und wenn die abends noch unter Flutlicht die Dinger aufs Tor dreschen, dass muss bei beiden aus dem FF kommen.

Pizarro ist in der Rückrunde nur noch ein Schatten aus der Hinrunde. Er lässt sich häufig ins MIttelfeld fallen, fehlt im Sturm so mit als Anspielstation und spielt darüber hinaus häufig schlampige Pässe. Immo störrt er Mittelfeld mehr, als dass er uns nützt. Bitte im Sturm anketten.
 
Gut, aber das ist eine grundsätzliche Frage, also die, ob Thomas Schaaf über die aktualität noch der richtige Mann für Werder ist. Dieser Ansicht bin ich seit über einem Jahr nicht mehr. Aber diese Ansicht ist mir, wenn ich mir ansehe, was im Hier und Jetzt passiert, ziemlich egal, ich muss doch bewerten, was derzeit passiert und was man anders machen könnte. Die Punkte stehen nicht da, wo sie stehen müssten, Werder münzt auch klare Chancen nicht in genug tore um, die Konsequenz in den offensiven Aktionen fehlt und dann kommt auch noch Pech dazu (Pfostentreffer, klarer Elfmeter in Kaiserslautern, Verletzungen). Es gibt ja viele Gründe dafür, dass es nicht so läuft und der Trainer, seine Taktik und auch die vielen jungen, (bundesliaga-)unerfahrenen Spieler sind nur zwei Teilaspekte. Mir ist es zu billig, jedesmal dieselben grundsätzlichen Dinge zu bemängeln, sondern man sollte mal lieber die aktuelle Situation betrachten. Und da hieße es, sich im Falle des Trainers zu fragen, was der denn ganz konkret und in Bezug auf dieses Spiel hätte anders machen können bzw. sollen.

Das ist natürlich richtig. Richtig ist auch, dass die Trainerfrage bei den Verantwortlichen nicht gestellt wird - ob zu Recht oder Unrecht, muss jeder für sich selbst entscheiden. Allerdings bringt uns die Diskussion um dieses Thema, nach jeder weiteren Niederlage nicht weiter, sondern es müssen Antworten auf das aktuelle Geschehen gefunden werden. Eine Trainerentlassung, ist keine Lösung, sondern nur eine Verlagerung des Problems. ´

Aus diesen Gründen, halte ich aktuell nichts von einer Trainerdiskussion.
 
@Velmont:

Was willst Du von Werder sehen?

Ich habe gestern kein schönes Spiel gesehen. Bisweilen waren die Jungs überhastet, leider.

Größtenteils haben sie versucht, das Geschehen zu kontrollieren und scheiterten daran, die richtige Balance zwischen schnellem Spiel des Balles und genauem Spiel des Balles zu finden. So mein Fazit, warum unsere Offensivbemühungen leider oft versandeten.

Was will ich da als Trainer als Losung ausgeben? Was?

Wir spielen jetzt 4-3-3 und dann knacken wir die da Hinten? Wie?

Das Team hat weiter an seiner Balance zu arbeiten und braucht das Erfolgserlebnis. Das Spiel sieht doch nur so grausig aus, weil Platz und Gegenspieler es nicht zulassen! Wir lassen uns unser Spiel zerstören und schaffen es nicht, dies nicht zuzulassen, weil das Team noch nicht derart gefestigt ist.
 
Du hast keine Ahnung von dem, worüber Du schreibst. Das lese ich!

Oha, jetzt hast du es mir aber gegeben.

Aber mal im Ernst. Wie ist denn dein Post zu verstehen? Klär mich bitte auf.
Meinst du, dass beispielsweise zur Zeit unter Umständen nur die Defensivarbeit trainiert wird und die "Performance" daher auch im übrigen ok sei?

Oder: Wenn man zur Zeit nicht an den Standards arbeitet, müssen die auch nicht gut sein..?
 
Was war das denn bitte gestern?
Ich bin(nicht explizit wegen des gestrigen Spiels) dafür,das TS seinen Hut nimmt.Es geht seit langer Zeit eigentlich nur noch in eine Richtung,nämlich abwärts.

Fangen wir mal an:
Unsere Defensive ist ein Witz.
TS schafft es seit gefühlten 10 Jahren nicht eine vernünftige Defensive zu formieren,trotz wechselnden Personals.Wenn ich mir da z.B.L.Favre ansehe,der mit gleichem Personal aus einer Schießbude eine super Abwehr geformt hat,Hut ab Herr Favre.Ich béfürchte,TS könnte die Viererkette der spanischen Nationalmannschaft zur Verfügung haben und wir hätten dhinten trotzdem eine Schießbude.

Unsere Standards sind inzwischen so gefährlich,wie eine schwarze Mamba,der man die Giftzähne entnommen hat.Den Freistoß gestern kurz vor Schluß könnte man,wenn es nicht so traurig wäre auch als Lacher in der Klamottenkiste bringen.

TS schafft es auch nicht mehr Spieler weiterzuentwicklen,wie seiner Zeit z.B.einen Fabian Ernst,oder Lisztes.Wir können froh sein,wenn die Spieler die wir verpflichten und die anderswo schon überzeugt haben,oder zumindest ihr Potential haben aufblitzen lassen nur stagnieren.Bei uns machen sie sogar einen Rückschritt,bspw.Marin.

Wo ist unser Spielsystem?Wir können nur hoffen,das wir den Ball irgendwie zu Pizza bekommen und der dann das Ding im gegnerischen Tor versenkt.

Das Einsetzen von Spielern auf Positionen,wo sie nachweislich nicht gut aufgehoben sind.
Bestes Beispiel ist hier wohl Marin.
Ganz Fußball-Europa weiß,das Marin kein 10er ist,nur TS hat das noch nicht begriffen,oder will er es einfach nicht?Denn wo setzt unsér Trainerfuchs ihn ein?Richtig auf der 10er Position in seiner so geliebten Raute.

Oder Junuzovic,hat bei Austria Wien als LOM oder auch auf der 10 gespielt,wo spielt er bei uns?Auf der rechten Halbposition in der Raute.Wen interessieren schon die Stärken und Schwächen der einzelnen Spieler,TS offensichtlich nicht.
Ich glaube TS würde selbst einen ausgewiesenen Flügelspieler wie A.Young von Man.Utd noch als 10er,oder auf einer Halbposition einsetzen und ihn damit zur Bedeutungslosigkeit degradieren,da seine Stärken dort nicht mehr zum Tragen kommen.
Egal ob Flügelspieler,oder zentraler Mittelfeldspieler,wir pressen ihn schon in die Raute herein.

Nichts gegen die Raute,aber wir haben dafür nicht mehr die entsprechenden Spieler(oder noch nicht).

Das Argument mit der jungen unerfahrenen Mannschaft,ist für mich auch kein Grund für solche Darbietungen wie gestern.
Freiburg spielt auch mit einer jungen und teils unerfahrenen Mannschaft,aber dort kann man ein System erkennen,dort kommen auch Pässe über 5 Meter zum eigenen Mitspieler an den Mann.

Auch das TS (wie im Sky Interview gestern gehört) sich nicht dafür interessiert,wie Hertha spielt zeigt wie lernresisstent er mittlerweile geworden ist.Natürlich braucht man sich dafür nicht zu interessieren,wenn man eine Mannschaft hat,wie wir sie einmal hatten mit Micoud,Ernst,Lisztes usw.,oder Barca,die so erstklassig besetzt sind das sie jeden Gegner auseinander spielen können.
Aber diese Qualität haben wir nicht mehr,bzw. auf Barca bezogen noch nie gehabt.Also muß man schauen,das man sich ein wenig am Gegner orientiert,seine Schwächen versucht auszunutzen.
Aber nein,was macht TS,er lässt den gleichen Stiefel wie immer spielen.

Gegen uns weiß wohl mittlerweile jeder Hobbytrainer wie er spielen lassen muß.König Otto hätte es bei seiner Heimpremiere nicht einfacher haben können,als gestern.
Die Mitte dicht machen,tief stehen und Kontern,am besten über außen,denn da ist ja meistens keiner,da alle in die Mitte rennen.Das hat Hertha gestern auch getan und oh Wunder es hat gereicht.
Ich frage mich manchmal,ob man bei uns weiß,das man auch links und rechts auf dem Spielfeld Fußball spielen darf,anscheinend wohl eher nicht.

Ich erwarte sicherlich keinen Barcafußball,aber das was TS aus der Mannschaft rausholt,würde wohl auch der ein oder andere 2.Ligatrainer schaffen.

Das TS von alleine geht,glaube ich nicht,dazu ist er zu stur.Entlassen wird man ihn auch nicht,da man ja mit seiner Arbeit zufrieden ist,wie die unlängst völlig voreilige Vertragsverlängerung beweist.Schade,ich würde mir einen neuen Trainer wünschen,damit mal wieder frischer Wind,neue Ideen und auch mal wieder Taktik usw. Einzug in Bremen finden.Von mir aus könnte das auch mit TS erfolgen,aber daran glaube ich nicht mehr,da er einfach lernresisstent ist und es meiner Ansicht nach mit ihm nicht mehr gelingen wird.

Schönen Sonntag noch an alle,insbesondere an die,welche gestern für diese Live Horrorshow noch Geld bezahlen mußten.

Muss ich in voller Länge zitieren weil es den Nagel auf den Kopf trifft.
 
@maddin: Du überschätzt aber, wie wenig tatsächlich im 4-3-3 gespielt wird. Das ist tatsächlich nur partiell der Fall. Gegen Nürnberg ließ sich beispielsweise erkennen, dass der rechts Flügel zu offen war. Gerade im 4-3-3 sind die aber besetzt. Würde Marin das Zentrum verlassen, wo er zugestellt wäre, und der andere Stürmer noch mehr den Flügel suchen, dann hättest du recht und es wäre in der Tat egal, welche Startaufstellung auf dem papier gelistet ist. Ganz nebenbei würde in dem Fall Bargfrede durch die Halbpositionsspieler noch unterstützt.

In typischer Rautenauslegung gehört aber ein großteil des Flügelspiels den Außenverteidigern, wobei Fritz nicht mehr das Tempo früherer Tage hat. Unterstützt werden die durch Halbpositionsspieler, und Marin hängt zentral phasenweise in der Luft. Die Gesamtausrichtung der Raute ist das Problem und eben nicht, dass auf dem Papier ein starres System steht, in dessen Betrachtung die Bewegung (haha) einiger Spieler einfach mal ignoriert wird.
 
Da Schaafs Raute kein starres System ist und im Spiel häufiger auch eine 4-3-3 Formation zu sehen ist, kann ich der einschätzung, dass dieselben Spieler plötzlich besser spielen würden, wenn man sie ein paar Zentimeter auf der Taktiktafel verschiebt, in keinster Weise zustimmen.

Das wurde ja auch nie gesagt, sondern eigentlich nur polemisch von dir behauptet. Es geht darum, wie sich die Aufgabenverteilung verändert mit der entsprechenden Systemumstellung nicht darum, dass die Leute auf dem Papier einen anderen Platz zugeordnet bekommen.

Das ist eben die Überschätzung der Systemfrage durch Leute, die nur in starren, schematischen Systemen denken können. Die glauben wahrscheinlich auch, dass Dortmund oder Barca so gut sind, läge an deren Systemen.

Nö. Aber die WISSEN, dass es immer eine Wechselwirkung zwischen Spielermaterial, eingespieltes System und Nachhaltigkeit gibt.

Dass z.B. Bayern dasselbe System wie Dortmund ganz und gar erfolglos spielt, interessiert da nicht.

Lächerliche Pauschalisierung. Bayerns Grundauslegung mag der von Dortmund ähneln (4-2-3-1), allerdings interpretieren die Spieler die Rolle gänzlich anders. Lewandowski ist mitspielender Stürmer, Gomez ist Knipser und steht am Ende der Verwertungskette. Robben und Ribery interpretieren die Flügelrolle auch gänzlich anders, als Großkreutz (überragender Spieler btw) und Götze. Und einen Spielertyp wie Kagawa besitzt Bayern nichtmal. Es ist schlicht falsch Leuten, die für ein anderes System plädoyieren grundlegend ein starres Systemdenken vorzuwerfen. Wir können das schon ganz gut differenzieren.

Die durchaus richtige Feststellung, dass in Werders Mittelfeld gestaltende Spieler fehlen, insbesondere für die zentralen Positionen, wird dann umgemünzt in die Forderung, nicht etwa solche SPieler für die Zukunft zu holen oder selbst dahin zu entwickeln, sondern eben "einfach" anders spielen zu lassen - als ob dann nicht, wenn dieselben 11 Spieler spielen, niht haargenau dieselben spielerischen Defizite aufträten. Jeder kennt es aus der eigenen Erfahrung als Fußballer: Nur weil man eine Position weiter rückt, kann man noch lange nicht besser kicken.
Das Bargfrede-Problem besteht seit längerem und es liegt nicht darin begründet, dass er nicht "alleiniger 6er" spielen könne und viel besser "Doppelsechser" spielen kann, sondern es liegt darin, dass Bargfrede unser erfahrendster und bester Spieler für das defensive Mittelfeld ist, dass wir also auf dieser Position viel zu schlecht besetzt sind, egal wie wir taktisch spielen. Spielt Werder mit "doppelsechs", dann wird dasselbe Problem mit denselben, unzulänglichen Spielern einfach nur auf andere weise fortgesetzt.

Es geht ja nicht nur darum, dass die Leute eine andere Position bekleiden, sondern wie sie die neue Rolle interpretieren. Ein Bargfrede in einer Doppel-6 hat schon nachweislich sehr gut funktioniert, als alleiniger Rauten-6er hat er nunmal andere Aufgaben. Das ist nunmal so. Ein "10er" wie Ekici hat im offensiven MF nunmal wenig Platz, wenn er auf ein Team mit Doppel-6 trifft und hätte nunmal weiter nach hinten gezogen die Möglichkeit das Spiel anders zu lenken. Ebenso verhält es sich mit Marin und Arnautovic, die auf den Flügeln eben ganz anders im Spiel integriert wären, als auf der 10 oder im Sturm. Auch diese beiden haben nachweislich in einem anderen System schon funktioniert.
Natürlich ist die Raute an sich nicht starr, aber sie mit dem Kader schlicht nicht sehr gut ausführbar.
 
Oha, jetzt hast du es mir aber gegeben.

Aber mal im Ernst. Wie ist denn dein Post zu verstehen? Klär mich bitte auf.
Meinst du, dass beispielsweise zur Zeit unter Umständen nur die Defensivarbeit trainiert wird und die "Performance" daher auch im übrigen ok sei?

Oder: Wenn man zur Zeit nicht an den Standards arbeitet, müssen die auch nicht gut sein..?

Performanz kann man mE nur individuell festmachen und dazu braucht es dann Werte, anhand derer ich eine Performanz messen kann.

Du sprichst hier irgendetwas gefühltes an, aber gerade deshalb finde ich es nicht richtig, dies mit Performanz zu verquicken.

Performanz wäre es bspw. wenn ich die Zeit beim Sprint nehme und dann irgendwann sagen kann, dass sich jemand zeitlich verbessert hat. Beim Fußball wäre es mal interessant, wie man Performanz überhaupt abbilden kann.
 
Die Frage ist die nach den Alternativen und die muss gestellt werden. Was also hätte Schaaf zuletzt anders machen können?

Schaaf hätte eine Menge anders machen können. Er hatte eine Woche Zeit, die Mannschaft so zu formen, dass sie nicht völlig ausrechenbar auftritt. Noch dazu wenn man die Aussagen von Allofs letzte Woche im Kopf hat: "Otto war ein häufiger Gast beim Werder Training in der Hinrunde".

Personaltechnisch muss man da auch nicht viel ändern, das sind alles Spieler die den Spielern der Herta deutlich überlegen sein sollten. Bis auf Trybull und Hartherz sind die alle schonmal für ihre A-Nationalmannschaft aufgelaufen oder haben in EL/CL gespielt.

Die Mannschaft müsste wieder in die Lage versetzt werden, dass sie die gegnerische Hälfte mit max. 4 flachen Pässen schnell durchspielen können, aber davon ist man so weit entfernt wie der Mond von der Erde. Man könnte Woche für Woche meinen, dass da 11 Spieler auflaufen die noch nie zusammengespielt haben, so wie die sich gegenseitig übersehen oder über den Haufen rennen und das ist einfach traurig.

Da muss taktisch einfach viel mehr gehen. Laufwege in die Schnittstellen und freien Räume, einfache Doppelpässe und komplexere Passwege müssten einstudiert werden. Die Raumaufteilung bei gegnerischen Kontern grade den unerfahreneren Spielern (Hartherz, Trybull, Iggy als RV, Juno) stärker eingeprägt werden, so das da nicht immer ein IV sich entscheiden muss ob er jetzt den Mann in der Mitte frei lässt um außen für den AV auszuhelfen oder lieber die Flanke frei schlagen lässt und in der Mitte den Zweikampf aufnimmt.
Dazu dann noch ein intensives Standart-, Abschluß- u. Pass-Training und man könnte von einer gut eingestellten Mannschaft reden.
 
Auch im 4-3-3 ziehen, je nach Ausrichtung, Spieler in die Mitte. Und auch im 4-3-3 gibt es einen zentralen Mittelfeldspieler, der den Takt gibt. Die meisten Unterschiede sind tatsächlich in der Bedeutung des Flügelspiels zu finden. Wenn aber gesagt wird, es wisse jeder Hobbytrainer, wie er gegen Werder zu spielen habe, dann gilt das erst Recht für Bayern. Die Außen, also Robben bzw. Ribery doppeln. Passiert dann außen nichts, ist Bayerns Spiel tot.

Um solche Gegenstrategien, die es gegen ausnahmslos jedes System gibt, zu unterbinden, benötigt es ein hohes Spieltempo. Wird ein Angriff schnell und zielstrebig genug vorgetragen, bleibt zum Doppeln keine Zeit und es entstehen Lücken. Dieses Tempo fehlt uns und dies lässt sich nicht durch Systemumstellung verbessern. Ich vermute eher noch im Gegenteil, dass bei einer so jungen und unerfahrenen Truppe das Tempo nochmal absinkt, wenn etwas ganz anderes gespielt werden sollte.
 
Was war das denn bitte gestern?
Ich bin(nicht explizit wegen des gestrigen Spiels) dafür,das TS seinen Hut nimmt.Es geht seit langer Zeit eigentlich nur noch in eine Richtung,nämlich abwärts.

Fangen wir mal an:
Unsere Defensive ist ein Witz.
TS schafft es seit gefühlten 10 Jahren nicht eine vernünftige Defensive zu formieren,trotz wechselnden Personals.Wenn ich mir da z.B.L.Favre ansehe,der mit gleichem Personal aus einer Schießbude eine super Abwehr geformt hat,Hut ab Herr Favre.Ich béfürchte,TS könnte die Viererkette der spanischen Nationalmannschaft zur Verfügung haben und wir hätten dhinten trotzdem eine Schießbude.

Unsere Standards sind inzwischen so gefährlich,wie eine schwarze Mamba,der man die Giftzähne entnommen hat.Den Freistoß gestern kurz vor Schluß könnte man,wenn es nicht so traurig wäre auch als Lacher in der Klamottenkiste bringen.

TS schafft es auch nicht mehr Spieler weiterzuentwicklen,wie seiner Zeit z.B.einen Fabian Ernst,oder Lisztes.Wir können froh sein,wenn die Spieler die wir verpflichten und die anderswo schon überzeugt haben,oder zumindest ihr Potential haben aufblitzen lassen nur stagnieren.Bei uns machen sie sogar einen Rückschritt,bspw.Marin.

Wo ist unser Spielsystem?Wir können nur hoffen,das wir den Ball irgendwie zu Pizza bekommen und der dann das Ding im gegnerischen Tor versenkt.

Das Einsetzen von Spielern auf Positionen,wo sie nachweislich nicht gut aufgehoben sind.
Bestes Beispiel ist hier wohl Marin.
Ganz Fußball-Europa weiß,das Marin kein 10er ist,nur TS hat das noch nicht begriffen,oder will er es einfach nicht?Denn wo setzt unsér Trainerfuchs ihn ein?Richtig auf der 10er Position in seiner so geliebten Raute.

Oder Junuzovic,hat bei Austria Wien als LOM oder auch auf der 10 gespielt,wo spielt er bei uns?Auf der rechten Halbposition in der Raute.Wen interessieren schon die Stärken und Schwächen der einzelnen Spieler,TS offensichtlich nicht.
Ich glaube TS würde selbst einen ausgewiesenen Flügelspieler wie A.Young von Man.Utd noch als 10er,oder auf einer Halbposition einsetzen und ihn damit zur Bedeutungslosigkeit degradieren,da seine Stärken dort nicht mehr zum Tragen kommen.
Egal ob Flügelspieler,oder zentraler Mittelfeldspieler,wir pressen ihn schon in die Raute herein.

Nichts gegen die Raute,aber wir haben dafür nicht mehr die entsprechenden Spieler(oder noch nicht).

Das Argument mit der jungen unerfahrenen Mannschaft,ist für mich auch kein Grund für solche Darbietungen wie gestern.
Freiburg spielt auch mit einer jungen und teils unerfahrenen Mannschaft,aber dort kann man ein System erkennen,dort kommen auch Pässe über 5 Meter zum eigenen Mitspieler an den Mann.

Auch das TS (wie im Sky Interview gestern gehört) sich nicht dafür interessiert,wie Hertha spielt zeigt wie lernresisstent er mittlerweile geworden ist.Natürlich braucht man sich dafür nicht zu interessieren,wenn man eine Mannschaft hat,wie wir sie einmal hatten mit Micoud,Ernst,Lisztes usw.,oder Barca,die so erstklassig besetzt sind das sie jeden Gegner auseinander spielen können.
Aber diese Qualität haben wir nicht mehr,bzw. auf Barca bezogen noch nie gehabt.Also muß man schauen,das man sich ein wenig am Gegner orientiert,seine Schwächen versucht auszunutzen.
Aber nein,was macht TS,er lässt den gleichen Stiefel wie immer spielen.

Gegen uns weiß wohl mittlerweile jeder Hobbytrainer wie er spielen lassen muß.König Otto hätte es bei seiner Heimpremiere nicht einfacher haben können,als gestern.
Die Mitte dicht machen,tief stehen und Kontern,am besten über außen,denn da ist ja meistens keiner,da alle in die Mitte rennen.Das hat Hertha gestern auch getan und oh Wunder es hat gereicht.
Ich frage mich manchmal,ob man bei uns weiß,das man auch links und rechts auf dem Spielfeld Fußball spielen darf,anscheinend wohl eher nicht.

Ich erwarte sicherlich keinen Barcafußball,aber das was TS aus der Mannschaft rausholt,würde wohl auch der ein oder andere 2.Ligatrainer schaffen.

Das TS von alleine geht,glaube ich nicht,dazu ist er zu stur.Entlassen wird man ihn auch nicht,da man ja mit seiner Arbeit zufrieden ist,wie die unlängst völlig voreilige Vertragsverlängerung beweist.Schade,ich würde mir einen neuen Trainer wünschen,damit mal wieder frischer Wind,neue Ideen und auch mal wieder Taktik usw. Einzug in Bremen finden.Von mir aus könnte das auch mit TS erfolgen,aber daran glaube ich nicht mehr,da er einfach lernresisstent ist und es meiner Ansicht nach mit ihm nicht mehr gelingen wird.

Schönen Sonntag noch an alle,insbesondere an die,welche gestern für diese Live Horrorshow noch Geld bezahlen mußten.

Ja ich muss ihn auch komplett zitieren, denn es ist das was ich auch schon seit x Spielen sage. Resistenz und Stagnation von Schaaf seit Wochen. Aber ich dachte schon, dass ich etwas dumm bin, weil ich dachte ich wäre der einzigste der sich fragt warum ein Juno als links. Spieler rechts ran muss und Marin zentral.

Wie gesagt ich mag auch Schaaf und seine Hingabe, aber auch ich bin mittlerweile der Meinung das er ein schlechter Trainer geworden ist. Ich denke nicht mehr, dass wir nur Flops holen, sondern das wir gute Spieler kaufen und diese mit schlechten Systemen und Methoden kaputt machen. Des Weiteren macht mir auch unsere Jugend sorgen... mag sein, dass ich damit alleine bin, aber ich halte es für falsch auf Teufel komm raus das Draxxler Syndrom bei Werder zu reproduzieren. Am Ende kommt es eher so, dass dieses überhastete hochholen der Jugend die Spieler am Ende komplett kaputt macht.
 
Dieses Tempo fehlt uns und dies lässt sich nicht durch Systemumstellung verbessern.

Meiner Meinung nach wäre genau die Systemumstellung der Schlüssel zur Tempo-Erhöhung.

Weg vom Klein-Klein ohne richtige Ausrichtung hin zum konsequenten Flügelspiel über Marin und Arnautovic.

Dazu zentral Trybull und Junu (später Hunt), die diese wiederum einsetzen bzw. gerade Junu die Lücken für seine Weitschüsse nutzen könnte wahlweise den tödlichen Pass auf Pizza spielen kann.

Mir fehlt einfach die Variabilität in unserem Spiel, es gibt keinen Plan B. Zu vieles entsteht aus dem Zufall, Laufwege wirken nicht einstudiert, ebenso Kombinationen, gelernte Spielzüge gibt es praktisch nicht.

Werder Bremen hat keinen Wiedererkennungswert mehr.
 
Für mich liegt ein weiteres Problem darin, dass Marin und Arnautovic keine typischen Flügelspieler in der Weise sind, wie z.B. Dortmund sie mit Großkreutz, Kuba und auch Götze hat. Die haben einen ganz anderen Aktionsradius und arbeiten auch defensiv beeindruckend. Zudem weiß ich nicht, wer im 4-3-3 zentral spielen soll. Nein, ich vermute dass Werder in diesem System, wie schon letzte Saison, defensiv gewaltige Probleme bekäme, gerade weil Marin und arnautovic reine Offensivspieler sind. Zudem ergäbe sich das Bayern-Problem in verschärfter Form, da die beiden dafür weder effektiv noch torgefählich genug sind.

Ohne einen richtig starken 6er, der das Spiel von hinten heraus organisiert und die Bälle direkt zu z.B. Marin bringt, sehe ich in diesem System mindestens genauso viele Probleme wie im derzeitigen Sytem. Mit der Frage kommen wir nicht weit. Eher stellt sich mir die Frage, ob es mit Leuten wie Trybull oder Junuzovic grundlegend besser werden wird, wenn sie mehr Spiele gemacht haben, ob dann mehr Tempo und sicherheit ins Mittelfeld kommen kann.
 

Man kann sogar aus der letzten Saison 10 Highlight-Minuten zusammenschustern. Was man aber in diesem Video erkennt:
a) Passicherheit
b) Anspielstationen in der Spitze - die gibt es in der Menge jetzt nicht
c) Aufteilung im Raum - deutlich besser als jetzt

@maddin: Keiner (bis auf die unsiriösen Krakelos) sieht die Alleinverantwortung im Spielsystem. Aber es stimmt schlichtweg nicht, dass es keinerlei Relevanz hat. Es hat einen Teil an Bedeutung.

Auch die Raute ist erfolgreich spielbar. Jedoch sind die Räume in der Mitte enger als auf den Außen - wie soll Marin da durch? Und wer setzt den Dribbler in Szene? Das Stichwort aus oben gesehenem Video lautet: Wechselbeziehung. Die fehlt.
Ähnliches Problem hat Ekici: Auf der 10 muss er durchsetzungsstark sein. Da hat er Defizite. Dabei liegen seine Stärken im Passspiel aus der Tiefe. Das hat auch Dieter Hecking nochmal bestätigt.

ZUmal wir eh eigentlich ein 4-1-3-2 spielen. Junuzovic und Trybull rücken nämlich auf Marins Höhe auf, weil die das Flügelspiel mitstemmen. Das ist nämlich mittlerweile deutlich wichtiger als zu den Zeiten, wo wir mit der Raute Meister geworden sind. Dann ist das Zentrum aber offen, und Bargfrede steht alleine hinter dem defensivschwachen Marin.

Normalerweise stopft Naldo das Loch, jetzt nimmt die Rolle Affolter ein.

Edit: Moderne, Flügelbetonte Spielsysteme wie das 4-2-3-1 oder das 4-3-3 laufen überhaupt nicht mehr mit klassischen Flügelspielern. Deswegen ist es auch nicht schlimm, dass Marin und Arnautovic keine reinen Flügelspieler sind. Der Außenstürmer der die Linie hochdribbelt, den Ball reinbringt oder mal ein Tor macht, ist in sehr vielen Fällen nur noch Theorie und bildet die Ausnahme. Stattdessen rochieren alle Spieler miteinander, tauschen die Positionen.
 
die Systemfrage wird aber hier immer als Allheilmittel angepriesen, und das ist vollkommen falsch. Wichtig ist nicht, welches System man hat, sondern dass man eines hat und es gut umsetzt. Wenn zweiteres nicht gelingt, liegt es nicht zwingend daran, dass das System falsch ist.

Wie bereits dargelegt, gibt es etliche Aspekte, die die Probleme Werders besser erklären als die Systemfrage. Sehr viel besser. Das zeigt im Übrigen glasklar die Tatsache, dass wir in der letzten Saison, als wir oft 4-3-3 gespielt haben, in Abstiegsgefahr gerieten. Seit Schaaf dann wieder auf Raute umgestellt hat, holt die Mannschaft kontinuierlich gut 1,5 Punkte pro Spiel. Das spricht auf ganz und gar empirischer Basis gegen das Märchen von Dreispitzenkäppchen und der bösen Raute.
 
ZUmal wir eh eigentlich ein 4-1-3-2 spielen. Junuzovic und Trybull rücken nämlich auf Marins Höhe auf, weil die das Flügelspiel mitstemmen. Das ist nämlich mittlerweile deutlich wichtiger als zu den Zeiten, wo wir mit der Raute Meister geworden sind. Dann ist das Zentrum aber offen, und Bargfrede steht alleine hinter dem defensivschwachen Marin.

Folgt man der Analyse zum Spiel dich ich gepostet habe, ist das richtig, wurde aber im Spiel unzureichend umgesetzt.
Demnach war es Junuzovic der unzureichend aufgerückt ist, wodurch unser Spiel in Verbindung mit Marin, der auch ständig auf den linken Flügel ausgewichen ist, viel zu linkslastig geworden ist.

Einer Umstellung auf ein klares 4-3-3 stehe ich aber auch skeptisch gegenüber, Defensiv würde das unser Mittelfeld mMn noch mehr destabilisieren.
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Back
Top