Allgemeiner Politik Thread

Interessant finde ich, dass Margot Käßmann zum Kandidatenkreis zählt. Menschlich auf jeden Fall eine tolle Wahl. Kritisch sehe ich, dass es eine ehemalige Kirchenvertreterin ist. WEnigstens hat sie Kirchen positiv repräsentiert - heutzutage eine Seltenheit.

Ein Wahlentscheid zwischen Käßmann und Walter Mixa wäre doch fein. :D
 
Interessant finde ich, dass Margot Käßmann zum Kandidatenkreis zählt. Menschlich auf jeden Fall eine tolle Wahl. Kritisch sehe ich, dass es eine ehemalige Kirchenvertreterin ist. WEnigstens hat sie Kirchen positiv repräsentiert - heutzutage eine Seltenheit.

Ein Wahlentscheid zwischen Käßmann und Walter Mixa wäre doch fein. :D

in dem Amt hätte sie ja auch einen Chauffeur und könnte sich vollaufen lassen, ohne den Verkehr zu gefährden.
 
Aber manchmal ist es der richtige Weg, sich über die eigene Klientel hinwegzusetzen. Das sieht man in der Politik leider viel zu selten, weil die Damen und Herren wohl Muffensausen davor haben, daß sie mit der einen oder anderen politischen Entscheidung, die sich gegen das Gros ihrer Wähler und auch Gönner richtet, in der nächsten Legistaturperiode nicht mehr im Parlament zu sitzen bzw. finanzielle Einbußen ihrer Partei hinnehmen zu müssen.

Wollte damit nicht sagen, dass das falsch war. Fand das sogar nicht nur inhaltlich richtig, wenn die Gesetze am Ende tatsächlich gewisse Schwächen hatte und imho nicht weit genug gingen, und sogar äußerst mutig.

Ähnlich war es ja auch von der CDU/CSU im Wahlkampf die angedachte MwSt-Erhöhung auf den Tisch zu legen. Am Ende dürfte es 2005 die nötigen Stimmen für eine deutliche Unionsmehrheit gekostet haben.

Ich will nur sagen, dass solche Entscheidungen immer äußerst unpopulär sind und eben von der Wahlbevölkerung meist nur sehr unzureichend dotiert werden, eher sogar bestraft werden. Daher finde ich diese pauschale Verurteilung von Politikern, dass sie allein an den Misständen Verantwortung tragen würden, einfach daneben. Es ist ein Wechselspiel zwischen den Wählern und der Politik.
Übrigens ist es ja auch faszinierend, dass für Misstsände die Politik die alleinige Verantwortung trägt, für positive Entwicklungen der Politik maximal ein kleiner Anteil zugesprochen wird. ;)
 
Interessant finde ich, dass Margot Käßmann zum Kandidatenkreis zählt. Menschlich auf jeden Fall eine tolle Wahl. Kritisch sehe ich, dass es eine ehemalige Kirchenvertreterin ist. WEnigstens hat sie Kirchen positiv repräsentiert - heutzutage eine Seltenheit.

Ein Wahlentscheid zwischen Käßmann und Walter Mixa wäre doch fein. :D

Genau! Die Frau die Nachts besoffen durch Hannover gondelt und ein Mann der Mittelalter lebt. :stirn:
 
Genau! Die Frau die Nachts besoffen durch Hannover gondelt und ein Mann der Mittelalter lebt. :stirn:

Entschuldige mal bitte. Wulffs Vergehen werden relativiert, und Käßmanns Delikt, der nichtmal im Zusammenhang mit ihrem Beruf steht (!), und von ihr auch unmittelbar konsequent mit ihrem Rücktritt begangen wird, ist ein KO-Kriterium? Nach welchen Maßstäben urteilst du?

Und was kann Frau Käßmann für ihren Mann? Wulff kann ja auch nichts für sein Blondchen.

Ich sehe ungern (Ehem.)Kirchenvertreter an der Landesspitze und hätte zudem gerne einen Bundespräsidenten, der unmittelbar aus der Parteispitze. Menschlich ist Käßmann aber fähiger als ein Großteild er Politiker.
 
Unabhängig von dem Fall Wulff sollte diese "moralische Komponente" niemals Grundlage der Entscheidungen sein. Moral ist keine sachlich fassbare Größe, sondern wird von jedem Menschen nach seinen individuellen Vorstellungen anders definiert, von daher darf es keine allgemein verbindlichen Entscheidungen auf einer solch schwammigen Grundlage geben.

Warum nicht? Wenn ein Poltiker aus moralischen Gründen zurücktritt, zeigt er doch wenigstens Einsicht und Rückgrat. Beliebt er jedoch an seinem Sessel kleben, wird das ohnehin nicht große Vertrauen der Menschen in die Politik noch weiter reduziert und bringt die Menschen noch mehr gegen sich auf, das klare Votum gegen den Duisburger Bürgermeister Adolf Sauerland vor wenigen Tagen ist hierfür ein exemplarisches Beispiel.
 
Es ging nicht um Frau Käßmanns Ehemann, sondern um Mixa!

Und ja ich sehe einen Unterschied zwischen den Verfehlungen von Wulff und Käßmann. Wulff ist juristisch nichts nachgewiesen bisher. Und Frau Käßmann ist absolut fahruntüchtig unterwegs gewesen. Damit hat sie andere Verkehrsteilnehmer massivst gefährdet. Für mich ist das schon eine andere Qualität, wenn jemand das Leib und Leben anderer in Gefahr bringt, oder ob sich jemand Hotelaufenthalte bezahlen lässt.
 
Und ich frage mich noch, wie du auf Frau Käßmanns Ehemann kommst. Ich wollte das aber erstmal nicht weiter diskutieren.


Der Vorschlag Mixa war aber sarkastisch gemeint. Ich dachte, das wäre verständlich. So "gut", wie ich die Kirchenpolitik insgesamt, aber grade die katholische Kirche finde, wäre das absolute Dystopie.
 
Entschuldige mal bitte. Wulffs Vergehen werden relativiert, und Käßmanns Delikt, der nichtmal im Zusammenhang mit ihrem Beruf steht (!), und von ihr auch unmittelbar konsequent mit ihrem Rücktritt begangen wird, ist ein KO-Kriterium? Nach welchen Maßstäben urteilst du?

An Wulff's Vergehen kann nichts relativiert werden, genau so wenig wie an dem Fehlverhalten von Käßmann, egal ob dieses im direkten Zusammenhang mit der ausgeübten Tätigkeit steht oder eben nicht. Von daher waren beide Rücktritte fällig, nur mit dem Unterschied, daß der von Wulff überfällig war.
 
Und da ich der Meinung bin, dass Vergehen von Politikern noch nicht zwangsläufig ein KO-Kriterium sind, sondern viel entscheidender ist, wie man mit diesen umgeht, würde ich Käßmann menschlich für absolut tragbar halten. Wulfs oder zu Guttenbergs Vergehen hat mich auch nicht so gestört wie ihr hybrider Umgang mit diesem.

Wo hab ich denn was zu Frau Käßmanns Ehemann gesagt????

Meinst du "der Mann, der im Mittealter lebt"? Damit war Mixa gemeint!

Ich habe grade eben geschrieben, dass ich die Aussage auf Käßmanns Ehemann bezogen habe und deswegen dementsprechend irritiert war, aber keine Diskussion über ihn anfangen wollte.

Mit dem Urteil über Mixa liegst du mMn richtig. Aber auch da habe ich grade geschrieben, dass der Vorschlag sarkastisch gemeint war.
 
Und da ich der Meinung bin, dass Vergehen von Politikern noch nicht zwangsläufig ein KO-Kriterium sind, sondern viel entscheidender ist, wie man mit diesen umgeht, würde ich Käßmann menschlich für absolut tragbar halten. Wulfs oder zu Guttenbergs Vergehen hat mich auch nicht so gestört wie ihr hybrider Umgang mit diesem.

:tnx: Sehe ich genau so! Das rumwinden und leugnen der beiden war fast noch schlimmer, als ihre "Taten" selbst. Ja,ja ich weiß noch wurde ihnen nichts nachgewiesen, wie ja Felis nicht müde wird zu sagen. :p
 
Warum nicht? Wenn ein Poltiker aus moralischen Gründen zurücktritt, zeigt er doch wenigstens Einsicht und Rückgrat. Beliebt er jedoch an seinem Sessel kleben, wird das ohnehin nicht große Vertrauen der Menschen in die Politik noch weiter reduziert und bringt die Menschen noch mehr gegen sich auf, das klare Votum gegen den Duisburger Bürgermeister Adolf Sauerland vor wenigen Tagen ist hierfür ein exemplarisches Beispiel.

Wenn ein Politiker für sich selbst eine Entscheidung trifft aus moralischen Gründen, ist das etwas anderes als wenn moralische Kriterien zur politischen Entscheidungsfindung herangezogen werden, das ist ein feiner, aber in meinen Augen sehr bedeutsamer Unterschied.

Wie untauglich moralische Bewertungen auch sein können, zeigt das Beispiel Sauerland: Nach allem, was mir bekannt ist, war er am Zustandekommen des Unglücks nicht direkt beteiligt und somit auch nicht objektiv dafür zur Verantwortung zu ziehen. Dennoch sollte er, obwohl er bis dahin überwiegend als durchaus beliebter und fähiger Bürgermeister galt, dafür Verantwortung übernehmen und zurücktreten aufgrund von schwammigen "moralischen Gründen". Hier musste wieder einmal eine nicht näher definierte Moral herhalten, weil es keine sachlichen Argumente gab. Darüber hinaus hilft sein Abschied niemandem weiter; einzig lässt sich aus manchen Äußerungen heraushören, dass dahinter die schlichte Gedankenkette stand: Ich leide, weil ich einen Angehörigen verloren habe, also soll jemand anders auch leiden, völlig egal, ob er etwas dafür kann oder nicht.
 
Und da ich der Meinung bin, dass Vergehen von Politikern noch nicht zwangsläufig ein KO-Kriterium sind, sondern viel entscheidender ist, wie man mit diesen umgeht, würde ich Käßmann menschlich für absolut tragbar halten. Wulfs oder zu Guttenbergs Vergehen hat mich auch nicht so gestört wie ihr hybrider Umgang mit diesem.

Ja und Nein! Klar muss man einen Politiker auch daran messen wie er mit bestimmten Verfehlungen umgeht.

Allerdings gibt es in meinen Augen tatsächlich da noch einen gewaltigen Qualitativen unterschied.

Die gute Frau Käßmann hat in leichtfertigster Weise die Gesundheit und da Leben anderer aufs Spiel gesetzt. Und ich finde das ist nicht mehr zu entschuldigen. Und gerade wenn derzeit ständig über die Intigrität dieses, ansich völlig unsinnigen Amtes, geschwallert wird, ist sie absolut ungeeignet.



Ich habe grade eben geschrieben, dass ich die Aussage auf Käßmanns Ehemann bezogen habe und deswegen dementsprechend irritiert war, aber keine Diskussion über ihn anfangen wollte.

Ich kenne ihren Ehemann nicht mal und wollte daher siche auch keine Diskussion über selbigen anfangen. Wir haben da glaube ich mächtig aneinander vorbei geredet!
 
Und da ich der Meinung bin, dass Vergehen von Politikern noch nicht zwangsläufig ein KO-Kriterium sind, sondern viel entscheidender ist, wie man mit diesen umgeht, würde ich Käßmann menschlich für absolut tragbar halten. Wulfs oder zu Guttenbergs Vergehen hat mich auch nicht so gestört wie ihr hybrider Umgang mit diesem.

Genau das ist in meinen Augen der springende Punkt. Reinen Tisch machen, den Fehler eingestehen und die Konsequenzen mit Fassung tragen. Da das aber scheinbar einem Teil der Menschen abgeht, müssen sie nunmal mit der geballten Macht der Presse Bekanntschaft machen.

@Felissilvestris: Es ist ja schön und gut, dass du hier die Politiker verteidigst, aber ich nehme mal an, dass die meisten sich ihren Beruf mit allen damit verbundenen Konsequenzen freiwillig ausgesucht haben. Entweder man ist dann dafür geeignet oder eben nicht. Um beim Beispiel Wulff zu bleiben, er ist in meinen Augen genau der richtige Politiker für ein Provinzstädtchen wie Hannover, für das höchste Amt im Staat ist er aber ungeeignet. Wenn ich jetzt höre, dass Wulff ziemlich mittellos sein soll ohne den Ehrensold, aber 2 Jahre ein Überbrückungsgeld von 7000€ kassiert, um kurz danach dann die Rente eines Landtagsabgeordneten zu kassieren, dann kommen mir fast die Tränen.
 
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