Dass du stark von einer Schuld ausgehst, heißt nicht, dass er schuldig ist.
Moralische Maßstäbe muss jeder für sich selbst festlegen. Und man kann sagen, dass ein Verhalten moralisch oder unmoralisch ist. Aber das ist eben subjektiv.
Zum anderen solltest du aufhören Menschen ohne Beweise vorzuverurteilen, denn so etwas ist ebenso "unmoralisch" aus der Sicht bestimmter Personen.
Was hat er sich denn zu "Schulden" kommen lassen. So lange da juristisch nichts ist, verbietet es sich von Schuld zu reden.
Moral ist wie gesagt was ganz anderes. Und wenn die Medien hier anfangen den moralischen Zeigefinger zu heben, dann müssen sie sich auch selbst den Spiegel vorhalten lassen. Und wenn du mal liest, was teilweise in den Medien für Halbwahrheiten und Herabwürdigungen veröffentlicht worden sind, in diesem Thread sind einige Quellen zu finden, dann finde ich das schlicht abartig.
Ganz generell kannst du ganz vielen Menschen juristisch ans Zeug flicken, wenn du lang genug siehst. Moralisch kannst du ebenso fast jedem irgendetwas vorhalten.
Und Politiker wandern ohnehin immer auf einem schmalen Grad. Habe ja schon mal gefragt, wann für einige irgendwie eine "unmoralische Handlung" in diesem Zusammenhang beginnt. Beginnt sie da, wo man sich auf Veranstaltungen von Industrieverbänden, NGOs, Handelskammern etc. einladen lässt und prächtig verköstigt wird? Wo zieht man die Grenze?
Und dann kommen wir wieder zu den hochmoralischen Journalisten, die keine Gelegenheit auslassen, um Vergünstigungen in Aspruch zu nehmen. Die werden ihnen natürlich nicht gegönnt, weil sie so tolle Menschen sind, sondern weil sie die Gönner davon im Zweifel eine positive Berichterstattung erhoffen.
Diese Art der "Korruption" findest du in ganz, ganz vielen gesellschaftlich/wirtschaftlichen Bereichen. Das fängt bei Kugelschreibern an und Endet bei netten Kreuzfahrten für die Chefeinkäufer von Unternehmen oder gar in sehr zweifelhaften Inklusivleistungen bei Auslandsreisen für Betriebsratsangehörige.
Und weil man bei alldem eine Grenze ziehen muss, hat man Recht kodifiziert. Daran misst man eben objektiv, ob jemand eine Verfehlung begangen hat, oder ob es, zwar nicht wirklich moralisch, noch in Ordnung ist.
Das stimmt natürlich, ist auch nicht richtig von mir. Aber ich denke mir halt, allein, dass die Verdächtigungen aufgetaucht sind und dass Wulff sie nicht wirklich entkräftigen konnte, sprechen stark von einer Schuld. Wenn nur die Hälfte der Anschuldigungen stimmen, wäre es schon schlimm.



Was für eine Vorstellung: die ein im Kanzleramt, die andere in Schloss Bellevue...die Mädchen vom Immenhof...und dann erst die Weihnachts- und Neujahrsansprachen :wuerg:
"Wünsch...mann schaff...Ähh Leute...ein gute Weihnachten..musse nach Brasilia..."