Daran wir er gemessen.
"Korruption bezeichnet das unmittelbare oder mittelbare Fordern, Anbieten, Gewähren, Annehmen oder Inaussichtstellen von Bestechungsgeldern oder eines anderen ungerechtfertigten Vorteils, das die Erfüllung der dem Begünstigten obliegenden Pflichten beeinträchtigt oder das dazu führt, dass er sich nicht wie geboten verhält."
Ich halte es da mit Hr. von Arnim.
Das ist aber schön von Herrn Prof. von Arnim, dass er noch in der Lage ist einen gängige Definition von Korruption zu bieten. Für einen Professor der Rechtswissenschaften sollte dies aber kein Besonderheit sein. Was du aber vergiss ist schlicht die Subsumtion.
Und die kann derzeit nicht gelingen, da die aufgezählten Tatbestandsmerkmale nicht beweisbar erfüllt sind. Wenn wirs mal ganz formal handhaben wollen.
Gleichzeitig halte ich so mansche Aussgage von Herrn Prof. von Arnim für durchaus fragwürdig. Wenn er derzeit die BILD als Quelle bezeichnet, dann schlacker ich schon leicht mit den Ohren. Also Tageszeitungen werden von Professoren der Rechtswissenschaften ungerne als Quelle in den Fußnoten gesehen und dann auch noch die BILD.
OOhne die Kirche aus dem Dorf zu vertreiben ist a) wulffs Salami-Taktik nur das zuzugeben was schon klar ist nicht angemessen. Er vertritt das höchste zu vergebene Amt in Deutschland und er ist an vorderster Front es mit Füßen zu treten.
Das kann man durchaus so sehen. Und ich habe für diese Sichtweise ein gewisses Verständnis. Allerdings stellt sich halt auch immer die Frage wie weit das Privatleben einer Person des öffentlichen Lebens halt tatsächlich in die Öffentlichkeit gehört. Sicher kann man das bejahen, wenn man wirklich einen Beweis dafür liefern könne, dass beispielsweise ein Politiker sein Amt mißbraucht hat. Auf der anderen Seite wirkt doch vieles in dem Zusammenhang mit Wulffs-Hauskredit sehr konstruiert.
Habe das auch schonmal ganz zu Beginn der Diskussion gesagt. Ich halte es weder für verwerflich noch für ungewöhnlich, dass man sich auch Geld bei Freunden leiht, wenn diese dazu in der Lage sind. Nun kommt halt im Fall Wulff das missliche Problem auf, dass Herr Geerkens seinerseits unternehmerisch tätig war und zum anderen Wulff eben MP von Niedersachsen. Zieht man nun die bekannten Fakten zu rate, dann komme ich eben dazu zu sagen, dass der Kredit von Frau Geerkens gewährt wurde und Wulff nun schon lang vor seiner politischen Tätigkeit eine freundschaftliche Beziehung zu Herrn Geerkens gepflegt hat. Auf der anderen Seite sind da halt die gewissen Verschleierungsversuche. Die wiederum kann ich eben vor dem Hintergrund des Verhaltens der Medien (Stichwort: "Wie produziere ich einen Skandal") durchaus nachvollziehen.
Dass Wulff sich in der gesamten Affäre einfach dumm und ungeschickt verhält ist allerdings eine Tatsache. Ein Mensch mit der politischen Erfahrung muss das anders handhaben. Auch wenn ich nicht glaube, dass es ihm wirklich viel genutzt hätte.
Hat jemand davon schon mal gehört?