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Mick_666
Guest
Eben. Das ist das Problem.Es sei denn, dieses Denken wurde im Elternhaus oder wo auch immer weitergelebt.
Edit: Spreewerder war schneller.
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Eben. Das ist das Problem.Es sei denn, dieses Denken wurde im Elternhaus oder wo auch immer weitergelebt.
Ein guter Bekannter von mir, der aus einem Kaff in Brandenburg kommt, wurde da schon schief angesehen, weil er nach Berlin (!) zum Studieren (!!) ging.
Maddin: was schließt du daraus?
Was ist daran überraschend? Eine Ideologie, die knapp 40 Jahre gelebt und eingetrichtert wird, ist doch nicht in kurzer Zeit weg. Ich bin zwar froh, dass dieser Unsinn Geschichte ist, dennoch gab es bestimmte Dinge, die gut waren, aber im heutigen Gesamtdeutschland so nicht mehr gegeben sind. Und das prägt viele Menschen, dies es demzufolge in Generationen weitergeben.Ich habe den Mauerfall und die Einheit als junger Erwachsener miterlebt, und unter Berücksichtigung der damaligen Betrachtung ist es schon überraschend, daß bei dem allgemeinen Hype um diese Ergeignisse die SED-Ideologie bei so vielen Familien weiterlebte, so daß die Folgeerscheinungen dessen selbst bei den heute unter 25jährigen noch ein gesellschaftspolitisches Problem sind.
Du beschäftigst Dich doch bspw. manchmal mit gruppendynamischen Prozessen, wie schwierig es ist, diesen entgegenzuwirken, oder? Was wir alle tuen können usw.... Hier läge ein Diskussionansatz.
Eine anderer wäre, mal zu überlegen, was genau Dresden denn nun gegen solche Leute tun kann (was sie angeblich nie getan haben). Denn den Vereinen wie Zwickau, Dresden etc. ständig vorzuwerfen, dass sie nichts dagegen tun, ohne zu sagen, wie sie hätten handeln können oder müssen, ist eben auch keiner Diskussion zuträglich.
oder Nazi-Sympathisant zu sein, dem es frei steht, die Nazis zu dulden oder ihnen entschieden entgegenzutreten, dem es frei steht, die Nazis verantwortlich zu machen oder die "Bonzen", Nestbeschmutzer oder andere volksfremde Elemente, das entschuldigt ihn in keiner Weise.Nix. Außer dass man die Provinz meiden sollte. Gilt im übrigen auch für die niedersächsische.

Natürlich. Wie es sich mit dem Nazi als "autoritärem Charakter" verhält, ist doch mehrfach diskutiert worden. Der Nazi will, ob bewusst oder unbewusst, Bestandteil und Vollstrecker des "Volkswillens" sein oder werden. Deswegen wird man ihn nur dadurch los, dass man ihm entschieden mitteilt, dass er unwillkommen ist und alles weitere dem Polizeiknüppel überlässt. Dann merkt der Nazi, dass die Autorität stärker ist und die Mehrheit von ihnen abzüglich der vollkommen radikalisierten und nicht mehr ansprechbaren Wirrköpfe knickt ein.
Darum ist es ja so wichtig zu betonen, warum das Umfeld für Nazis in bestimmten Gegenden günstiger ist als anderswo. Es gibt im Übrigen auch im Westen solche braunen Hochburgen, allerdings sehr viel seltener und der Verweis geht am Problem vorbei. Das Problem ist, dass die Mehrheit in weiten Teilen Ostdeutschlands (ich hoffe das ist Dir jetzt genug relativiert) eben nicht entschieden gegen Nazis und ihr Gedankengut auftritt, sondern sogar noch diejenigen, die auf das Problem hinweisen und etwas dagegen tun wollen, als Nestbeschmutzer zu diskriminieren. Ich war z.B. auch des öfteren in westdeutschen Nazi-Hochburgen auf Protestveranstaltungen gegen Nazis. Da stehen so 1.000 bis zu 10.000 Gegendemonstranten gegen maximal ein paar hundert, unter breiter Zustimmung gesellschaftlicher Gruppen, Passanten, Verbände, Gewerkschaften etc. pp. Aber in einem Dorf in der ostdeutschen Provinz ist man in der Minderheit und die breite Masse ist nicht wohlwollend oder zumindest schweigend zustimmend, sondern aggressiv.
Und nun kann mir keiner erzählen, dass diese Mentalität logisch auf gesamtdeutsche Phänomene zurückzuführen ist. Natürlich gibt es immer Gründe und Erklärungen, warum es irgendwo mehr Nazis und -Sympathisanten gibt. Das aber entschuldigt den Einzelnen, der die freie Entscheidung hat, Nazi-Ups, ich muss meine Wortwahl ändernoder Nazi-Sympathisant zu sein, dem es frei steht, die Nazis zu dulden oder ihnen entschieden entgegenzutreten, dem es frei steht, die Nazis verantwortlich zu machen oder die "Bonzen", Nestbeschmutzer oder andere volksfremde Elemente, das entschuldigt ihn in keiner Weise.
Damit man diesem Problem aber irgendwie begegnen kann, das gilt in der Gesellschaft ebenso wie in der INdividualpsychologie, muss man erstmal eingestehen, dass man ein Problem hat. Und dafür sind Verweise auf die schlechte Kindheit, die Arbeitslosigkeit und die gesamtgesellschaftliche Lage nicht hilfreich. Die kann man bearbeiten, wenn man erstmal darüber einigkeit hergestellt ist, dass dieses spezifische Problem, das sich im Ostfußball in massiver Gewalt und in der Verknüpfung von Fan- und Nazi-Szene äußert, überhaupt besteht. Solange das geleugnet, abgespalten, verdrängt und relativiert wird, kann man ihm jedenfalls nicht begegnen.
Ich denke, es wäre das beste, wenn du mal nach Dresden kommst und den Verantwortlichen von Dynamo erläuterst, wie sie das Problem lösen sollen. Danach fährst du gleich noch nach Zwickau, Leipzig und Rostock und schon ist alles schick....
Der erste Schritt wäre, wenn sich die genannten Vereine eingestehen, dass sie ein Problem haben und nicht, wenn sie bestraft werden, über vermeintlich himmelschreiende Ungerechtigkeit philosphieren, mit den Finger auf andere Zeigen und deren angeblich zum milde Bestrafung kritisieren.
Ein wichtiger Absatz, wie ich finde.Damit man diesem Problem aber irgendwie begegnen kann, das gilt in der Gesellschaft ebenso wie in der INdividualpsychologie, muss man erstmal eingestehen, dass man ein Problem hat. Und dafür sind Verweise auf die schlechte Kindheit, die Arbeitslosigkeit und die gesamtgesellschaftliche Lage nicht hilfreich. Die kann man bearbeiten, wenn man erstmal darüber einigkeit hergestellt ist, dass dieses spezifische Problem, das sich im Ostfußball in massiver Gewalt und in der Verknüpfung von Fan- und Nazi-Szene äußert, überhaupt besteht. Solange das geleugnet, abgespalten, verdrängt und relativiert wird, kann man ihm jedenfalls nicht begegnen.

Auch dich lade ich ein an der Problemlösung zu helfen. Das Fanhaus von Dynamo befindet sich auf der Löbtauer Straße 17 in Dresden. Ansprechpartner vor Ort ist Thorsten Rudolph. Der ist total cool und freut sich sicher, wenn du mit Maddin langkommst!
Womit ich wieder fragen muss: Was tun? Stärkere (Video-) Überwachung der einzelnen Zuschauer samt deren Identitäten, bessere Einbindung der Polizei, härtere Sanktionen gegen bekannte Täter? Wird es was nützen? Meinst Du, das wird absichtlich nicht forciert? Oder nicht erkannt?
Ein guter Bekannter von mir, der aus einem Kaff in Brandenburg kommt, wurde da schon schief angesehen, weil er nach Berlin (!) zum Studieren (!!) ging.

Du bist nicht nur nicht in der Lage, deutsche Sätze korrekt wiederzugeben, sondern auch noch so dreist, das mir in die Schuhe zu schieben, dass Du nicht verstehst, was ich geschrieben habe? Und dann meine Aussagen, die Du nicht richtig verstanden hast und nicht korrekt wiedergeben kannst, als "lächerliche Behauptungen" abzuqualifizieren?
Respekt. Das traut sich nicht jeder.

Und es bedarf schon einer gehörigen Portion Unverschämtheit Menschen nicht nur nach ihrer Herkunft zu bewerten- sondern ihnen auch noch fehlende Intelligenz zu unterstellen, obwohl man sie nicht ein Stück kennt.
Warum? Die sind doch bestimmt für jeden Dialog offen.