Die Aussagen der Fananwälte sind entscheidend eines gerade nicht, nämlich korrekt. Und nicht nur das, sie sind darüber hinaus irreführend, was den Diskutanten hier nicht vorenthalten werden sollte, unabhängig davon, welche Ziele sie verfolgen.
Die Aussagen der Fananwälte stellen haltlose Behauptungen ohne auch nur einen Beleg dar. Sie stellen allenfalls Wunschvorstellungen einer im Verhältnis zur Gesamtzuschauerzahl eben nicht repräsentativen, sehr kleinen Szene (Ultras) dar.
Vielmehr interessierte Pyrotechnik in den vergangenen vierzig Jahren die Zuschauer in Deutschland überhaupt nicht. Sie sind dafür in diesen vierzig Jahren nicht dafür eingetreten. Und auch heute interessiert Pyrotechnik die überwältigende Mehrheit der Zuschauer im Stadion oder vor dem TV ebenfalls überhaupt nicht. Schon gar nicht im Sinne eines Stilmittels zur Fankultur oder Begeisterung.
Lediglich die im Verhältnis zur Gesamtzuschauerzahl prozentual sehr kleine Ultraszene tritt hierfür in Deutschland erst seit kurzem ein.
Nicht nur falsch, sondern auch überaus ironisch ist die Behauptung zur Pyrotechnik, "Zuschauer, Vereine ... [haben] von diesen Bildern profitiert". Die von den Vereinen zu zahlenden Geldstrafen reichen als ein Beleg des Gegenteils hierfür schon aus.
Befürworter von Pyrotechnik sollten nicht im Namen aller Zuschauer, Fans, Vereine oder Medien sprechen, wenn sie ihre ganz eigenen Wunschvorstellungen vortragen. Sie stellen im Verhältnis zu allen Zuschauern und Freunden des Fußballs nur eine repräsentativ kleine Gruppe dar.