@Bremen sagt es doch richtig: Wenn wir nicht diskutieren wollen, dann können wir das Forum auch dicht machen und ein Gästebuch eröffnen, in dem nur Liebesbekundungen gestatte sind.
Geht es um den Kopf des Trainers? Zu diesem Zeitpunkt sicher nicht. Halte von Trainerwechseln in der laufenden Saison überhaupt nichts, außer die Situation ist wirklich völlig zerfahren und es liegt ein offensichtlicher Bruch zwischen Mannschaft und Trainer vor. Oder es kommen ganz besondere Kostellationen zustande.
Für micht gibt es keinen Unterschied zum Vorjahr. Die Mannschaft fightet in den Spielen. Hat se letzte Saison in vielen Spielen auch schon gemacht. Glaube das wird häufig verkannt. Wir sahen auch in der letzten Saison beileibe nicht in jedem Spiel so schlecht aus. Habe das Heimspiel gegen die Nürnberger schon angesprochen. In anderen Spielen wurde auch gefightet und man dachte, dass da nun die Wende kommt, weil dazu noch ganz ansehnlich Fussball gespielt wird.
Offensichtlich ist aber auch in dieser Saison, dass wir trotz einer komplett neuen Abwehrreiche die gleichen Fehler machen. Von den Jungs, die da am Freitag in der Abwehrreihe standen, war keiner in der letzten Saison bei uns aktiv. Dennoch die gleichen Unkonzentriertheiten, die gleichen Fehler. Mal davon abgesehen, dass das gesamte Defensivspiel weiterhin zu wünschen übrig lässt. Ist euch aufgefallen, dass wir in "nur" zwei Spielen ohne Gegentor geblieben sind? Und zwar nur gegen die Kellerkinder aus Lautern (die aber durchaus gute Chancen hatten) und Hamburg. Alle anderen Mannschaften haben mindestens eine Bude gegen uns gemacht. Und die dabei waren nicht mal nur Topteams der Liga.
Gleichzeitig ist - wie schon angesprochen - offensiv eine erschreckende Planlosigkeit erkennbar. Die Mannschaft ist nicht in der Lage auf dem Platz eine spielerische Lösung für unterschiedlichste Spielsituationen anzubieten. Allein der Einzelkönner - von vielen auch gerne in den Spieltagsthreads "die Lebensversicherung" genannt - Pizarro ist in der Lage mal was "Besonderes" zu initieren und sich so ein Tor zu erarbeiten. Er war ist schon wieder an neun (sechs Tore und drei Assist) von 16 Ligatoren beteiligt. Den Ball in Hanballmanier um den gegnerischen Sechszehner rotieren zu lassen, ohne dass dabei was zählbares rumkommt ist ebenso schlecht wie aus gefühlten 80 % Ballbesitz keine Tore zu produzieren.
Wenn man jetzt sagt, dass es allein an den Spielern läge, da sie das, was der Trainer vorgibt, nicht umsetzen können, dann gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder die Spieler sind dazu von ihrer Leistungsfähigkeit gar nicht in der Lage, dann muss der Trainer das System allerdings so anpassen, dass die Spieler mit ihrem Leistungsvermögen, das Optimum kreieren. Vielleicht ist es das ja auch, was wir in den ersten Saisonspielen gesehen haben, aber dann braucht man sich nicht über die Plätze, die zur Teilnahme den europäischen Wettbewerben berechtigen, unterhalten. Oder Trainer gibt generell falsche bzw. zu unflexible Vorgaben. Will heißen es gibt keine Spielpläne für unterschiedliche Situationen auf dem Feld. Auch hier gilt das gleiche. Damit kommt man nicht zurück in eine erweiterte Spitzengruppe der ersten sechs Bundesligateams.
Ich gehe, nachdem was man so in den letzten Jahren gesehen hat, von letzterem aus, da sich die Fehler mit unterschiedlichsten Spielern auf dem Feld gleichen. Bleibe dabei, dass wir in den erfolgreichen Jahren das große Glück hatten immer einen spieintelligenten Mann auf dem Platz zu haben, der dann auf die jeweilige Spielsituation reagieren konnte. Hinzu kam dann noch die individuelle Klasse in der Breite auf dem Platz. Es war ein Fehler Baumann nicht durch einen neuen Strategen zu ersetzen, wenn man dieses System beibehalten wollte und weiter will. Ansonsten muss man das System eben ändern.
Und das muss man eben TS vorwerfen dürfen.