FC Bayern München

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Viele finden die Bayern scheiße, aber warum eigentlich?


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@ hammra

Warum sollte sich eine Staatsanwaltschaft mit dem Arbeitgeber über eine mögliche Fluchtgefahr über einen derer Arbeitnehmer in Verbindung setzen? Es könnte ja auch sein, daß der Arbeitgeber seinen Mitarbeiter decken will.

Da gab es nichts mehr zu decken, die Tat war vollbracht, Breno in Haft und wird befragt, darf sogar seinen Anwalt dabei haben, wenn er verdächtig wird.
Es ist schon eine andere Situation bei einem relativ jungen Profi-Fußballer aus dem Ausland im Vergleich zu einen nicht bekannten jungen Deutschen oder zu einen inländischen Profi-Fußballer. Er (Breno) darf sich in Deutschland (weil Nicht-EU-Ausländer) langfristig aufhalten, solange er ein Arbeitsverhältnis nachweisen kann. Ansonsten kann er sich in Deutschland aufhalten per Besucher- oder Touristenvisum.

Bei einem Deutschen hätte man höchstwahrscheinlich die Fluchtgefahr nicht ohne weiteres bejaht und nach Befragung wieder entlassen. Weil aber Breno Ausländer ist, besteht ein Bezug zum Ausland und somit würde er sich eher absetzen als ein Deutscher (zumindestens nimmt man das landläufig so an).
Da aber Breno als Profi beim FC Bayern ist und somit seine meiste Zeit dort verbringt und auch nur auf Grund dessen sich in Deutschland aufhält und eigentlich mit einer Flucht ins Ausland (Brasilien) seine Karriere extremst schaden könnte, liegt hier ein besonderer Fall. Ich sage ja nicht, dass die StA ihre Entsccheidung von Wurst-Ulli sich diktieren lassen sollte. Aber zur Bewertung des Einzelfalls hinsichtlich Fluchtgefahr hätte da die StA/ Richter mit den Bauern mehr kommunizieren sollen.
 
Warum? Inwiefern hätte das wirklich Einfluß auf eine Flucht - oder Verdunklungsgefahr bei Breno gehabt?
Was sollten die Bayern denn sagen damit sich dieser Fall plötzlich anders darstellt?

Ein Fußballprofi (Breno) ist in gewisser Hinsicht viel stärker an seinen Arbeitgeber (FC Bayern) gebunden als eine nicht bekannte Person. Ein Profiverein geht mit dem Spieler nicht nur ein normales Arbeitsverhältnis ein, sondern auch ein viel stärkeres Betreuungsverhältnis. Der Profi-Verein bietet dem Spieler viele Hilfestellungen privater Art, die bei einem normalen Arbeitsverhältnis nicht gegeben sind. Bei einem ausländischen Fußballprofi ist dieses Betreuungsverhältnis noch stärker ausgeprägt. Es geht hier um die Fluchtgefahr und somit darum zu beurteilen, inwiefern es bei einem ausländischen Fußballprofi als eher möglich anzunehmen, dass er sich davon machen möchte, also sich ins Ausland abzusetzen (in seine Heimat). Er kann zB nicht ohne Weiteres seinen Arbeitsplatz wechseln, wenn er einfach abhaut, kann auf Grund FIFA-Statuten nicht in Brasilien spielen oder so. Er ist stärker Zwängen ausgesetzt. Zum anderen scheint mir speziell bei Breno in der Vergangenheit einiges passiert zu sein, wo ihm der Verein zur Seite gestanden hat. Es geht insgesamt um sein soziales Umfeld und inwiefern man daraus schließen könnte, dass er sich dem ohne Weiteres entziehen könnte.
 
@ hammra

Grundsätzlich sind Deine Thesen nachvollziehbar, aber einer Staatsanwaltschaft muß es bei der Bewertung einer Fluchtgefahr egal sein,ob es sich bei einem Verdächtigen um einen brasilianischen Fußballprofi oder z.B. um einen osteuropäischen Erntehelfer oder einen deutschen Staatsbürger handelt. Denn sie hat den Fall allein anhand der gültigen Gesetze zu bewerten und zu behandeln, schließlich sagt schon der Art. 3 des Grundgesetz aus, daß vor dem Gesetz alle Menschen gleich sind.
 
@ hammra

Grundsätzlich sind Deine Thesen nachvollziehbar, aber einer Staatsanwaltschaft muß es bei der Bewertung einer Fluchtgefahr egal sein,ob es sich bei einem Verdächtigen um einen brasilianischen Fußballprofi oder z.B. um einen osteuropäischen Erntehelfer oder einen deutschen Staatsbürger handelt. Denn sie hat den Fall allein anhand der gültigen Gesetze zu bewerten und zu behandeln, schließlich sagt schon der Art. 3 des Grundgesetz aus, daß vor dem Gesetz alle Menschen gleich sind.

Alle Menschen sind gleich, es gibt hierfür jedoch Einschränkungen, die verfassungsrechtlich konform sind. Es muss nämlich ein zwingender Grund vorliegen. Man kann bei der Beurteilung der Fluchtgefahr bei einem Ausländer, seine ausländische Herkunft heranziehen, das ist unbedenklich, nur darf hier die Beurteilung des Einzelfalls bzw die Differenzierung nach den tatsächlichen Umständen nicht fehlen. Das habe ich aber gemacht, in dem ich sagte dass die StA sich mit dem FC Bayern hätte austauschen sollen. Ich habe auch gesagt, ich weiß es nicht, ob sie es getan haben. Vieles wird nämlich inoffiziell gemacht, wo wir nicht unbedingt davon erfahren.
 
Naja, die Staatsanwaltschaft muss schon den Einzelfall betrachten.

Nur glaube ich ehrlich gesagt das Hammra die Bedeutung die der Fußballverein für den ausländischen Profi hat, auch wenn dieser dem Spieler mit einem Dolmetscher ect. zur Seite steht, deutlich überschätzt. Das ein Spieler sich dann besonders an den Verein gebunden fühlt, halte ich eher für die Ausnahme als für die Regel. Ich denke eher das es trotz aller Hilfe zunächst einmal einfach der Arbeitgeber bleibt.
Nach dieser Sache könnte sich das Ganze dann vielleicht ein wenig anders darstellen, da die Situation jetzt natürlich schon eine besondere ist.
Da hätten sie die Bayern natürlich Fragen können inwiefern da eine enge Bindung an den Verein besteht - nur wenn man ehrlich ist: Wie sollen das die Bayernverantworlichen realistisch einschätzen können?
Und es ist ganz sicher nicht Sinn der Sache sich erstmal ausführlich im Umfeld zu informieren wenn es um eine akute Fluchtgefahr geht. Da soll ja nunmal schnell gehandelt werden.

Dazu kommt, das der Profifußballer vielleicht schlechter den Arbeitsplatz wechseln kann, dafür aber eben auch einen ganz anderen finanziellen Background hat als der durchschnittliche Arbeitnehmer.
 
Zur Frage warum die Staaatsanwalt sich mit FC B ins benehmen hätte setzen sollen:

Weil die Staatsanwalt mit diesem Vorgehen, wie sie es tat, Steuergelder verschludert, darum. Das hätte grundsätzlich vermieden werden können. "Die" wollten ein Exempel statuieren - würden sie nie zugeben aber so stellt es sich für mich da. Wofür das auch immer gut ist und warum auch immer. Da herrschte Corpsgeist bei den Entscheidungsträgern.
 
Zur Frage warum die Staaatsanwalt sich mit FC B ins benehmen hätte setzen sollen:

Weil die Staatsanwalt mit diesem Vorgehen, wie sie es tat, Steuergelder verschludert, darum. Das hätte grundsätzlich vermieden werden können. "Die" wollten ein Exempel statuieren - würden sie nie zugeben aber so stellt es sich für mich da. Wofür das auch immer gut ist und warum auch immer. Da herrschte Corpsgeist bei den Entscheidungsträgern.

Um das wirklich realistisch beurteilen zu können fehlen dir genauso wie mir die Detailkenntnisse.
Alles andere ist dummes Stammtischgelaber.
 
:zzz:

So wie die Meinung hier vorherrscht, daß an Breno gut getan wird, bin ich der Meinung, daß es nicht so ist. Und so wie hier versucht wird zu begründen warum die Kammer so verfuhr habe ich halt polemisiert. Stammtischgelaber? Ja. Wie alles zu diesem Thema in diesem Thread! :tnx:
Deswegen gibts ja Foren :tnx: Foren = Die Stammtische der Intellektuellen und Besserwisser (und damit nehme ich mich nicht aus, bevor hier der große Aufschrei losgeht, sondern schließe mich mit ein :tnx:)
 
Habe ich irgendwo eine Aussage der für die U-Haft verantwortlichen überlesen oder warum wird die Begründung dauernd nur auf die Fluchtgefahr reduziert?
Viel interessanter finde ich in dem Zusammenhang den schönen Begriff der Verdunkelungsgefahr.

Ich möchte mir hier kein Urteil erlauben, ob mit Breno der richtige im Visier der Staatsanwaltschaft ist, aber sobald die Zuständigen davon ausgehen, dass Beweise verfälscht werden oder "abhanden" kommen könnten, dass Zeugen in welcher Art auch immer beeinflusst werden könnten - sprich die Beweismittel durch den Verdächtigen manipuliert werden könnten, gibt es überhaupt keine andere Wahl als eine U-Haft zu beantragen/anzuordnen.

Dass man sich dann während der laufenden Ermittlungen auch an den Verein wendet sollte logisch sein, aber nicht um festzustellen, ob eine Flucht-/Verdunkelungsgefahr besteht. Wenn sich dabei herausstellt, dass die U-Haft nicht notwendig ist, kann man Breno problemlos entlassen.

Nur was ist, wenn Breno wirklich diesen Brand gelegt hat (noch einmal: ich will mir hier nicht herausnehmen ein Urteil zu fällen, das kann ich nicht)?
Ihm käme es doch nur gelegen, wenn sich das ein oder andere Beweismittel "korrigieren" ließe. Wer ein Wohnhaus anzündet wird sicher auch nicht davor zurückschrecken Beweismittel zu manipulieren.

Um das ganze also rechtlich sauber abzuwickeln ist es mMn auch nur beim geringsten Anzeichen einer Verdunkelungsgefahr absolut legitim den Verdächtigen bis zur Sicherstellung der unmittelbaren Beweismittel - oder dem Enträften des Verdachts in U-Haft zu nehmen.

Thema Fluchtgefahr:
Klar, wenn er einfach so abhaut wird er im Profifußball in näherer Zeit wohl kaum Fuß fassen können. Sollte er allerdings tatsächlich schuldig sein gehe ich davon aus, dass sich der FC Bayern "sehr enttäuscht" zeigen wird und man den Vertrag vorzeitig auflösen wird.
Und welcher Verein stellt einen Verurteilten Brandstifter ein? - Ich gehe in dem Moment davon aus, dass die Karriere auf Jahre hinaus, wenn nicht für immer kaputt wäre.
Man könnte also - vorrausgesetzt man sieht eine Schuld als gegeben an - durchaus davon ausgehen, dass es ein Motiv für Fluchtgedanken geben könnte.

Die Staatsanwaltschaft ist weder Uli Hoeness noch dem FC Bayern in diesem Fall Rechenschaft schuldig. Sie muss sich mit der U-Haft vor dem Menschen Breno, dem deutschen Rechtssystem und der Gesellschaft im allgemeinen verantworten können, keiner Einzelperson oder eines Vereins - egal wie groß, angesehen usw.
 
So wie die Meinung hier vorherrscht, daß an Breno gut getan wird, bin ich der Meinung, daß es nicht so ist. Und so wie hier versucht wird zu begründen warum die Kammer so verfuhr habe ich halt polemisiert.

Es ist halt schön wenn man seine Meinung auch vernünftig begründen kann. Bei deiner Meinung kann ich ehrlich gesagt überhaupt nicht erkennen worin sie begründet ist. Es ist lediglich eine (relativ dreiste) Behauptuntg.
Sowas werde ich immer etwas dünn finden wenn man sich dann mit irgendwelche Vorwürfen wie "da will sich nur jemand profilieren" oder "die verschwenden Steuergelder" hinstellt.
Von daher bleibe ich dabei, das ist nur Stammtischgesabbel. Wenn man das so polemisch ausdrückt muss man eben mit den entsprechenden Reaktionen leben.

Ich bleibe nach wie vor dabei: Ich kann nicht beurteilen ob die Untersuchungshaft zurecht angeordnet wurde. Und du kannst das auch nicht :D


@ Darkut

Guter Beitrag :tnx:
 
Um das ganze also rechtlich sauber abzuwickeln ist es mMn auch nur beim geringsten Anzeichen einer Verdunkelungsgefahr absolut legitim den Verdächtigen bis zur Sicherstellung der unmittelbaren Beweismittel - oder dem Enträften des Verdachts in U-Haft zu nehmen.

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Also, das würde ich mal stark bezweifeln, immerhin leben wir in einem Rechtsstaat und da gilt ja der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit. Wenn der Staat jemanden seine Freiheit nimmt, sollten nicht nur geringste Anzeichen einer Verdunkelungsgefahr vorliegen. Ansonsten könnte der Staat immer was finden, um jemanden hinter Gitter zu bringen. Da wir hier aber über keine genauen Informationen verfügen, sollten wir hier nicht zuviel hineinspekulieren, ansonsten artet das in eine allgemeine juristische Diskussion.

Fluchtgefahr ist ja naheliegend, da er ja sich in seine Heimat Brasilien absetzen könnte, daran habe ich angeknüpft und gemeint, das sollte aus der Sicht der StA nicht das einzige Argument sein, daher bedarf es weiterer Feststellungen, ob es sicher zu erwarten sei oder für möglich zu halten ist, dass Breno sich den deutschen Behörden bei nächstbietender Möglichkeit entziehen möchte. Um das herauszufinden, hätte man sich mit dem FC Bayern austauschen können. Ich habe aber in meinem früheren Postings gesagt, ich weiß nicht, ob sie es getan haben.
 
Heimat-Psychiater für Breno

Jetzt gibt es auch Hilfe aus Brenos brasilianischer Heimat:

Der Verteidiger des FC Bayern, der unter dem Verdacht der schweren Brandstiftung steht und zeitweise in Untersuchungshaft saß, bekommt vom FC Sao Paulo offenbar juristischen und medizinischen Beistand nach München geschickt.

Der TV-Sender "Globoesporte" zitiert Juvenal Juvencio: "Wir haben Interesse an ihm und waren nach dem Brand schon in Deutschland. Wir haben einen Psychiater und einen Anwalt geschickt.“

Der Klub-Boss weiter: "Brenos Problem ist, dass er zu früh nach Deutschland kam. Das ist kein einfacher Platz zum Leben. Es gibt da kein Montags-Grillfest, keine Samba und auch keine schönen Frauen wie beim Karneval. Danach hatte er Stress mit seiner Familie, Probleme mit Beratern und finanziell war er auch nicht gut beraten."

Allerdings ist ein Breno-Wechsel nach Sao Paulo bereits im Winter unrealistisch, weil sich die Ermittlungen gegen den an Depressionen leidenden Breno bis weit ins nächste Jahr ziehen dürften.

Auf SPORT1 erklärte Bayerns Klub-Chef Karl-Heinz Rummenigge zudem: "Sein Vertrag läuft zum Saisonende aus - wie es da weitergeht, kann ich heute nicht seriös voraussagen. Aber wir stehen zu Breno, werden ihn weiter unterstützen. Jetzt liegt es auch an uns, ihm zu helfen, damit er aus diesem Problem wieder rauskommt.“

:lol:

in München gibts sowas bestimmt nicht da hat er wohl recht aber zumindest in anderen Teilen Deutschlands ist sowas doch drin :D
 
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