Thomas Schaaf (verlässt Werder Bremen mit sofortiger Wirkung!)

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Der Umbruch läuft - wie ist Eure aktuelle Meinung zu unserem Trainer?

  • TS genießt auch weit über die Saison hinaus weiterhin mein uneingeschränktes Vertrauen

    Votes: 288 30,4%
  • Wenn in der kommenden Saison kein internationaler Wettbewerb erreicht wird, sollte TS gehen

    Votes: 94 9,9%
  • Wenn in dieser Saison kein internationaler Wettberwerb erreicht wird, sollte TS gehen

    Votes: 67 7,1%
  • TS wird mit diesem Verein keinen Erfolg mehr haben und sollte spätestens im Sommer gehen

    Votes: 266 28,1%
  • TS sollte sofort gehen, um einen möglichen Abstiegskampf diese Saison zu vermeiden

    Votes: 231 24,4%

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Die Kritik von meiner Seite reisst nicht ab, weil die elementaren Schwachstellen der Mannschaft noch lange nicht als behoben anzusehen sind und nicht nur an Ergebnissen messbar sind.

Es ist durchaus so, dass man Spiele verlieren, aber dennoch eine sehr gute Leistung gezeigt haben kann - und so ist es auch möglich, Spiele zu gewinnen, aber die selben Schwachstellen zu offenbaren, wie zu Zeiten, in denen man verloren hat.


In diesem Zusammenhang ist es eigentlich ein Unding, dass ein Trainer, der so lange im Amt ist und keine nennenswerten Abgänge für die aktuelle Saison hat hinnehmen müssen, damit zu kämpfen hat, dass die Basics fehlen.

1) Wer hat das erwartet? Nach einer Pleite gegen einen Drittligisten und einer damit einhergehenden Verunsicherung aller Beteiligten?

2) Wie Werder letztes Jahr im Pokalspiel in München, als man klar besser war als der Gastgeber? - übrigens unter Schaaf !

3) Was ist mit den vielen Neuzugängen, die aufgrund vieler Verletzter eingebaut werden mussten/müssen?
 
@Nicole:

Ich freue mich über den Sieg. In einigen Spielerthreads habe ich zudem anerkennden Lob gespendet, auch dem von mir viel kritisierten Aaron Hunt. Ich würde auch TS Lob zollen, wenn ich Anlass dazu sehen würde.

Der Sieg ist positiv, doch heißt das lange nicht, dass alles was ich gesehen habe auch positiv zu bewerten ist.

Ich gehöre nicht zur "Schaaf-raus-Fraktion", aber möchte Kritik anbringen dürfen, wenn ich das für gerechtfertigt halte. Ich muss kein Haar in der Suppe suchen, wenn die Suppe eh nur mäßig schmeckt und mir das Haar bereits im Mund hängt.

Es ist zu einfach, zu sagen "Schaaf wird die Schuld für Niederlagen gegeben, aber für Siege wird er nicht gelobt". Ich sehe bei vielen Niederlagen, wie du bemerkt haben solltest aber sogar auch bei Siegen einiges, was ich nicht gut finde und mit Schaafs Arbeit begründen würde. Weil wir nun einmal gewonnen haben, übersehe ich nicht plötzlich was mir zuvor schon nicht gefiel, nur um in undifferenzierte Jubelarien zu verfallen. Wenn wir wieder mehr Spiele gewinnen, die in meinen Augen Schaafs Handschrift erkennen lassen, dann werde ich ihn hier genauso loben, wie ich ihn momentan kritisiere. Ja dann würde ich mich sogar bei vereinzelten Niederlagen mit der Kritik zurück halten, da ich im Allgemeinen zufrieden wäre. Zur Zeit ist das aber nicht der Fall und ich habe leider Zweifel, dass sich daran etwas ändern wird. Falls aber doch, wie gesagt, dann wäre ich sehr erfreut und würde hier auch anerkennenden Lob spenden.
 
-6 Jahre Championsleague, Meisterschaft, 3 Pokalsiege - alles lag nur an dem überragenden Spielermaterial. Schaaf hat mehr oder weniger "Glück gehabt" und von den Superstars profitiert.

Dortmund unter Klopp erstmals Meister - eindrucksvolle Spielperformance. - Hier ist es alles dem Taktikfuchs Klopp zuzuschreiben, nicht etwa den Stars Sahin, Hummels, Barrios, insbesondere Götze.

Das ist schon eines sehr eigenwillige und einseitige Betrachtung!:rolleyes:

Sei vorsichtig mit solchen Argumentationen.. Du wirst Dir anhören dürfen, da fehle die Substanz etc. pp. :D
 
Och Leute, ist denn die Freude über den guten Start wieder vergessen? Einfach vor die aktuelle Tabelle setzen, ein Loch in den Bauch freuen, sehen wer da so alles ab Platz 13 nach unten steht, dann an die langen und roten Gesichter der Bayernfunktionäre heute abend denken und wie sauer sie in ihre Lachshäppchen gebissen haben dürften, und dass gestern die Null stand. Und wenn es dann beim nächsten Spiel mindestens einen Punkt gibt, wäre es noch besser.

So schlicht kann es manchmal sein, ohne Dinge zu zerreden.

:applaus::applaus::applaus::applaus::applaus::applaus::applaus::applaus:
 
Grundsätzlich hast Du recht. Ich wundere mich auch über die Argumentationen:

-6 Jahre Championsleague, Meisterschaft, 3 Pokalsiege - alles lag nur an dem überragenden Spielermaterial. Schaaf hat mehr oder weniger "Glück gehabt" und von den Superstars profitiert.

In München kannste doch fast auf den Stuhl setzen, wen du willst. Die CL wird quasi immer erreicht. Klar sind wir nicht die Bayern, aber in den für uns so erfolgreichen Jahren, gab es nicht viele Teams die ebenso viel Qualität im Kader hatten wie wir. Klar muss man so ne Truppe auch erstmal formen. Ich unterstelle Schaaf ja auch keine kompette Inkompetenz. Ich halte ihn allerdings für kaum lernfähig. Das bekamen wir in den jüngeren Jahren doch permanent bewiesen. Wenn sich ein Trainer bei ausbleibendem Erfolg nicht von seinen festgefahrenen Methoden lösen kann, muss solche Kritik erlaubt sein.

Dortmund unter Klopp erstmals Meister - eindrucksvolle Spielperformance. - Hier ist es alles dem Taktikfuchs Klopp zuzuschreiben, nicht etwa den Stars Sahin, Hummels, Barrios, insbesondere Götze.

Das ist schon eines sehr eigenwillige und einseitige Betrachtung!:rolleyes:

Ist das so? Ich jedenfalls schreibe das keinesfalls Klopp alleine zu, sonst wär er doch mit Mainz auch Meister geworden, nicht?!

Dass Werder unter Schaaf auch mal so gespielt hat, wie Dortmund derzeit? - Vergessen!

Ich hab Werder nur in einem Jahr so spielen sehen, wie Dortmund im Moment. Das war die Saison, an deren Ende Stuttgart der lachende 3. war, Meister vor den eigentlichen Favoriten, Bremen und Schalke. Wir hatten zu dieser Zeit noch Spieler wie Wome, Diego, Klose, Klasnic, usw. Wie gesagt, an Qualität hatten da nur die Bayern mehr zu bieten.

Im Moment gibt es leider wenig Anlass auf Allofs zu motzen, also konzentriert sich hier einiges auf den Trainer. Irgendeinen "Schuldigen" muss es ja geben, dass Werder Lautern nicht mit 6:0 aus dem Stadion geschossen hat.

Was wird denn das für ne unsachliche Rückendeckung für TS. Habe doch ausführlich begründet was mich stört. Wer soll denn an den von mir geäußerten Kritikpunkten sonst "Schuld" haben?
 
1) Wer hat das erwartet? Nach einer Pleite gegen einen Drittligisten und einer damit einhergehenden Verunsicherung aller Beteiligten?

2) Wie Werder letztes Jahr im Pokalspiel in München, als man klar besser war als der Gastgeber? - übrigens unter Schaaf !

3) Was ist mit den vielen Neuzugängen, die aufgrund vieler Verletzter eingebaut werden mussten/müssen?

1)
Das sollte man erwarten dürfen, weil es Basics sind. Bei anderen Basics funktioniert es doch auch. So wird zum Beispiel sehr ordentlich gedoppelt, was die Viererkette betrifft. Warum allerdings die Laufbereitschaft nicht auf ein angemessenes Niveau angehoben werden kann, ist mir unbegreiflich, insbesondere dann, wenn man, wie Du sagst, verunsichert ist.

Ich will nicht in Abrede stellen, dass mitunter einfach Blei in den Beinen ist, wenn man unter Druck steht und im zuge dessen einfach nicht an bestimmte, physisch machbare Grenzen heranreicht, allerdings ist das bei Werder kein selten auftretendes Phänomen, sondern leider Standart, wie es leider auch alltäglich ist, dass der Ball viel zu lange gehalten wird und das Spiel dadurch langsam wird. Das sind durchaus Dinge, die man als Trainer beeinflussen kann, unabhängig von Druck oder Versagensängsten.

Hier geht es um eine klare Linie innerhalb des Spiels, um eine Handschrift des Trainers - und diese ist derzeit nicht zu erkennen.


2)
Richtig. U.a. an dieses Spiel dachte ich. Mit einer solchen Leistung in München auszuscheiden war alles andere als eine Schande und man konnte mit hocherhobenen Haupt den Platz verlassen. Dass diese Leistung die allermeisten trotz des enttäuschenden Ergebnisses erreicht hat, sah man übrigens auch an den Reaktionen auf dieses Spiel.

Dass der Trainer damals wie heute der von mir aktuell scharf kritisierte Thomas Schaaf hieß, ist allerdings kein Widerspruch, schließlich dürfte außer Frage stehen, dass Schaaf kein völlig Blinder ist, um es überspitzt auszudrücken.

Natürlich besitzt Thomas Schaaf eine gewisse Qualität, was allein schon daran abzulesen ist, dass er sich seit 12 Jahren bei einem einzigen Club hält, allerdings ist es auch durchaus so, dass heute aufgrund der besonderen Situation eigentlich dringend benötigte, automatisierte Grundlagen schmerzlicher vermisst werden, als das in besseren Zeiten der Fall war. Das zu Teilen fehlende Vorhandensein dieser Grundlagen konnte in der Vergangenheit immer wieder kompensiert werden, den Fakt, dass sie nun aber zu noch größeren Teilen fehlen und angesichts des durch Verkäufe entstandenen Ausbleiben der Stabilisationskriterien noch schwerer ins Gewicht fallen, als das immer mal wieder der Fall war, macht es nicht besser.

3)
Die Zahl dieser "vielen Neuzugänge" belief sich am Samstag mit Papastathopoulos, Schmitz und Wolf auf genau drei Spieler in der Startformation, was nun wirklich nichts ins Gewicht fallendes darstellt. Doch selbst wenn mehr Neuzugänge auf dem Platz gestanden hätten, wären es genau diese bei den Etablierten bekannten Basics gewesen, die eine Einpassung ins Spiel erleichtert hätten.

Ich möcht es mal mit einer Frage verständlicher machen:

Wofür steht das Werder Bremen heutiger Tage sportlich?

Konnte man vor drei Jahren noch klar definieren, dass man für eine offensive, kreative und bisweilen spektakuläre Spielweise stehe und daran ablesen, dass die Schwerpunkte auf der Offensive lagen, wo die Automatismen und Basics seinerzeit auch durchaus vorhanden waren, fällt es heute schwer, diese Frage zu beantworten. Am ehesten würde man sie wahrscheinlich mit dem Wort "Unsicherheit" beantworten. Ein klares Spielsystem ist nicht ablesbar.

Spielen wir nun mit Raute oder Doppelsechs? Sind wir offensiv ausgerichtet oder doch defensiv? Spielen wir primär ein schnelles Kurzpasspiel oder eher mit langen Bällen?

Die Identität ist bei der Suche nach einer Neudefinierung der eigenen Spielweise auf der Strecke geblieben und die generellen Basics sind völlig durcheinander geraten. Wir haben im vergangenen Jahr krampfhaft versucht, das Umschalten von Angriff auf Abwehr zu verbessern. Man war erpicht darauf, möchlichst schnell hinter den Ball zu kommen, installierte sogar einen zweiten defensiven Mittelfeldspieler - fing sich aber weiterhin viele Gegentreffer und war plötzlich im Angriff harmlos wie ein Eichhörnchen.

Perfektion erwartet niemand und ich bin weit davon entfernt, einen so verdienten Trainer wie Thomas Schaaf "rauszuschreiben", bzw. seine sofortige Entlassung zu fordern, aber es ist für Werder unablässig, dass wir wieder einen klar erkennbaren Spielstil ins Team bekommen.

Natürlich würde ein starker Charakter wie Johan Micoud vieles vereinfachen, aber eine gemeinsame Vision von Trainer und Mannschaft würde uns auch schon ein großes Stück weiter bringen. Aktuell sind wir eine völlig unausgereifte Wundertüte.
 
@ Pan

Werder hat in dieser Spielzeit einmal verloren und einmal gewonnen.

Es ist durchaus so, dass man Spiele verlieren, aber dennoch eine sehr gute Leistung gezeigt haben kann - und so ist es auch möglich, Spiele zu gewinnen, aber die selben Schwachstellen zu offenbaren, wie zu Zeiten, in denen man verloren hat.

Welche Schwachstellen? Unsere Schwachstellen wurden ausgebessert. Man hat sich in der Abwehr verstärkt. Wir haben einen Spielmacher und somit auch einen besseren Hunt, da er davon profitiert wie auch andere Spieler.

Im Sturm wurde die Mannschaft verstärkt.

Es herrscht nun ein Konkurrenzkampf auf allen Positionen. Unsere Schwachstellen von letzter Saison wurden somit in meinen Augen mit Spielern ausgebessert. Die Qualität des Kaders ist eine bessere.

Ich denke, dass KATS an den Schwachstellen gearbeitet haben. Ich denke, dass mit Rückkehr der Verletzten sich die Situation noch mehr verbessert!

Nun muss man abwarten. Ein Spiel reicht nicht aus, um sich ein schlechtes Bild zu machen. Man muss abwarten. Gewisse Urteile ann man sich noch nicht erlauben. Viele geäußerte Kritiken gehören dazu, da sie entweder nur aufs Heidenheim-Spiel oder auf die vergangene Saison beruhen. Die nächsten Spiele sind abzuwarten und dann kann man urteilen!

Man muss auch mal einen Sieg genießen können. Wer so viel kritisiert, übersieht das Gute. Und dieser Sieg ist gut! Viele Leute sind von einer Niederlage ausgegangen, haben alles schlacht geredet. Wir haben gewonnen.

Nochmals zu deinem Post Pan:

Zu Marin: Der hat das Spiel schon immer schleppend gestaltet, da er sich zu spät vom Ball trennt. Das war schon immer so, ist aber durch zB Mesut Özil zuerst nicht weiter aufgefallen, weil er zu dem Zeitpunkt sich nicht alleine ums Spielgeschehen kümmern musste.
Er muss lernen sich vom Ball zu trennen. Aber nun hat er Konkurrenz und wird daher zwangsläufig gezwungen..

Dann hast Du noch Thy und Rosi angesprochen. Rosi hat verdient 2 Tore geschossen. Damit hat er sein Soll doch mitunter erfüllt. Tore, viel Einsatz. Thy kann ich noch nicht in der Form beurteilen. Er ist viel gelaufen, es war aber auch irgendwie sein erstes reelles Bu-Li-Spiel.
Pizarro macht über ein Spiel manchmal garnichts und schießt dann plötzlich aus dem nichts heraus ein Tor.

Ich genieße den Blick in die Bayerngesichter. Ich freue mich über den Sieg. Und wenn Werder so spielt und sich weiterhin verbessert, dann werden noch viele Siege folgen...

Achja: zu 0 gewonnen!!!!

Weiter so Jungs und KATS!
 
Warum werden Niederlagen Schaaf zugeschrieben, Siege aber nicht?

Ich würde nicht sagen, dass dies so ist. Schaaf hat durch die Hereinnahme von Wesley maßgeblich auf das Spiel Einfluss genommen und das weiß sicher auch jeder richtig einzuordnen.

Ich glaube, dass ein Großteil der Kritik daher rührt, dass in vielen Phasen dieser unbedingte Wille ein Spiel zu gewinnen nicht auf dem Platz erkannt werden kann. Statt dessen -und das muss erstmal nicht schlecht sein- wird eine relativ ruhige Kugel geschoben im Vertrauen darauf dass man besser ist und ein Tor irgendwann schon fallen wird. Genau diese Einstellung aber hat zum Pokalaus geführt, weil es einfach sehr schwer ist den Schalter auf Vollgas umzulegen, wenn man erst eine Stunde relativ behäbig spielt.

Ich fand das Spiel am Samstag ok, es wurde auch zwischendurch ordentlich versucht das Spiel schnell zu machen. Aber eben nur zwischendurch. Am Trainer würde ich das insofern festmachen wollen, als in der zentralen Position für den Spielaufbau mit Marin schlicht der falsche Spieler steht. Wir haben eine komplette Saison -inklusive Eingeständnis der sportlichen Leitung- erleben dürfen, dass Marin und Hunt diese Position nicht spielen können. Hunt hat Samstag auf einer für ihn viel besseren Position dementsprechend auch sehr ansprechend gespielt, Marin eben nicht. Ich würde gar nichts sagen, hätten wir keine Alternativen, aber da sind Wesley, Ekici und Trinks, die allesamt viel besser für die Position hinter den Spitzen geeignet sind. Warum spielt keiner von denen?

Was das Spiel insgesamt angeht, sollte man nicht groß kritisieren. Wir stehen am Anfang der Saison, haben insgesamt ok gespielt und im Gegensatz zu den Bayern drei Punkte geholt. Darauf lässt sich aufbauen. Ich hoffe nur, dass ich Marin in den nächsten 33 Spieltagen möglichst nie wieder auf der 10 sehen muss, sondern dort wo er seine Stärken hat, auf den Flügeln!
 
Wenn sich ein Trainer bei ausbleibendem Erfolg nicht von seinen festgefahrenen Methoden lösen kann, muss solche Kritik erlaubt sein.


Warum sollte er sich von seiner über Jahre hinweg erfolgreichen Spielphilosophie lösen, nur weil in einem Jahr der Erfolg ausgeblieben ist.

Ist das so? Ich jedenfalls schreibe das keinesfalls Klopp alleine zu, sonst wär er doch mit Mainz auch Meister geworden, nicht?!

Das wäre doch sicher nur noch eine "Frage der Zeit" gewesen, oder? ;)

Ich hab Werder nur in einem Jahr so spielen sehen, wie Dortmund im Moment. Das war die Saison, an deren Ende Stuttgart der lachende 3. war, Meister vor den eigentlichen Favoriten, Bremen und Schalke. Wir hatten zu dieser Zeit noch Spieler wie Wome, Diego, Klose, Klasnic, usw. Wie gesagt, an Qualität hatten da nur die Bayern mehr zu bieten.

Ich kann mich an die Saisons 2003/04 - 2006/07 erinnern, in denen wir unseren berühmten "One-touch-Fußball" zelebriert haben. Seit dem suchen wir die Balance!

Was wird denn das für ne unsachliche Rückendeckung für TS. Habe doch ausführlich begründet was mich stört. Wer soll denn an den von mir geäußerten Kritikpunkten sonst "Schuld" haben

Vielleicht das Verletzunspech? :confused: Die nicht erfolgreichen Einkäufe?

?

;)
 
Im Sturm wurde die Mannschaft verstärkt.

Es herrscht nun ein Konkurrenzkampf auf allen Positionen. Unsere Schwachstellen von letzter Saison wurden somit in meinen Augen mit Spielern ausgebessert. Die Qualität des Kaders ist eine bessere.

Ich denke, dass KATS an den Schwachstellen gearbeitet haben. Ich denke, dass mit Rückkehr der Verletzten sich die Situation noch mehr verbessert!

Wir diskutieren doch hier aber über die Arbeit von TS. KA hat seinen Job prima gemacht, da geb ich dir Recht.

Nun muss man abwarten. Ein Spiel reicht nicht aus, um sich ein schlechtes Bild zu machen. Man muss abwarten. Gewisse Urteile ann man sich noch nicht erlauben. Viele geäußerte Kritiken gehören dazu, da sie entweder nur aufs Heidenheim-Spiel oder auf die vergangene Saison beruhen. Die nächsten Spiele sind abzuwarten und dann kann man urteilen!

Richtig, in der vergangenen Saison hauptsächlich, sowie auch in den Spielen danach, selbst in dem Spiel von gestern. Manches erkennt man sogar schon seit Jahren. TS schafft es nicht das abzustellen. Wieso sollte man sich diese Kritik nicht erlauben dürfen?! Sie beruht auf dem Zeitraum von Vergangenheit bis jetzt in die Gegenwart. Wenn er es in Zukunft besser macht, ist möglicherweise auch wieder Lob angesagt.

Man muss auch mal einen Sieg genießen können. Wer so viel kritisiert, übersieht das Gute. Und dieser Sieg ist gut! Viele Leute sind von einer Niederlage ausgegangen, haben alles schlacht geredet. Wir haben gewonnen.

Ich bin um Gotte Willen von keiner Niederlage ausgegangen. Ich habe genau das erwartet, was wir gesehen haben. Der Sieg hat mich nicht sonderlich verwundert, dennoch gefreut, aber nun auch wieder nicht so sehr, dass es mich die Augen vor altbekannten Schwächen verschließen lassen würde.
 
@FatTony:

:tnx:

Ich glaube eh, dass ab nächsten Samstag Ekici die Position hinter den Spitzen einnehmen wird.

Für Marin wird es, meiner Meinung nach, eh schwer. Ich halte ihn für äußerst ineffektiv. Er ist es, der die Bälle viel zu lange hält und unser Spiel verzögert oder sich bei seinen Dribblings verzettelt. Ich finde, dass man ihn, bei einem passenden Angebot, als ehesten verkaufen sollte. Vor Merte, vor Wiese !
 
@DR AKR:

Am Verletzungspech und gefloppten Einkäufen gebe ich TS keine Schuld. Meine Kritik bezieht sich aber auch nicht auf daraus resultierter Schwächung der Mannschaft.
 
Ich kann leider, entgegen der meisten Meinungen hier, keinen Aufwärtstrend feststellen.
Ich spiele nur ungerne den Partycrasher, aber abgesehen vom Ergebnis, einigen wenigen Individualleistungen und der ersten Viertelstunde kann ich dem Spiel wenig positives abgewinnen.
Ich schon. Aber von Aufwärtstrend nach einem Spiel zu sprechen, sehe ich auch als übertrieben an.

Aus meiner Sicht bot dieses Spiel in mehrfacher Hinsicht Positives:
Schaaf hat mit Fritz Lauf- und Zweikampfstärke auf eine Halbposition gebracht und damit schon mal einen gravierenden Punkt aus dem Heidenheim-Spiel ausgemerzt. Mit Hunt, Fritz und Bargfrede hatten wir damit drei Spieler, die genau diese Elemente mitbringen. Gut, Hunt ist sicher nicht DER Zweikämpfer, aber ein Zweikämpfer. Wir haben momentan KEINEN Spieler, der die spieltaktischen und strategischen Anforderungen des Rautensechsers erfüllen kann.

Von daher war es absolut richtig, auf diese Stärken zu setzen, gerade im ersten Saisonspiel, wo die Automatismen noch nicht stimmen können. Zwei Dinge haben mir seit langem mal wieder richtig gefallen: Erstens, dass die drei defensiveren Spieler der Raute stets versucht haben, auf einer Linie die Positionen zu halten, also wie eine defensive Dreierreihe vor der Deckung bei gegnerischem Ballbesitz. Zweitens haben wir, nachdem in der guten Anfangsphase der Torerfolg ausblieb, nicht wie üblich eindimensional weitergegurkt oder überdreht und noch mehr aufgemacht, sondern den Gegner versucht ein bisschen machen zu lassen. Und, noch wichtiger, wir haben gleichzeitig relativ gut die Ordnung halten können. Das war ja, wenn wir in der Vergangenheit so was versucht haben, nicht immer der Fall.
Mit Ekici und Marin nach der Pause ging dann ein wenig die Ordnung verloren, weil wir mit Ekici und Marin nicht Raute, auch nicht in dieser Ausrichtung spielen können. Es kam mir vor wie eine Umstellung vom verkappten 4-3-1-2 zum verkappten 4-2-2-2, das birgt natürlich Gefahren.
Wir sollten dennoch künftig mit beiden spielen, dafür nur mit einem Stürmer. Aber das ist ein anderes Blatt Papier.

Spielerisch war es natürlich gerade in der ersten HZ mässig, dennoch hoch interessant. Was Raumbeherrschung, Abstimmung und Ordnung angeht, war es das Beste, was wir unter Schaaf seit der Hinrunde 2009, etwa dem Hoffenheim-Heimspiel, zu sehen bekamen. Im BL-Maßstab sicherlich immer noch mittelmäßig, aber für gewohnte Werder-Verhältnisse vergleichsweise überragend.

Wir konnten spielerisch gestern lange Zeit wenig zusetzen, nur war das auch eine logische Folge der Spielausrichtung. Sokratis ist kein Rechtsverteitiger, Bargfrede kein Rautensechser, Wolf noch weniger als Merte ein Spieleröffner, da hast Du dann eben kaum Schnelligkeit im Spiel, Umkehrfussball und Struktur. Aber: alle sind sehr wichtig gegen den Ball und solange der Rest unterstützt, ergibt das ein Mannschaftsgefüge, welches so wie gestern dem Gegner das Leben schwermacht, dessen Rhytmus im Ansatz zerstört bzw. die Null hält. Und das ist erstmal das Wichtigste, gerade zu Saisonstart.

Ich bin überzeugt davon, dass wir auf dieser Basis in dieser Saison viel Erfolg haben werden. Denn die fussballerischen Elemente entwickeln sich nach und nach automatisch, wenn neben dem Selbstvertrauen die abgestimmten Laufwege kommen, die Organisation besser wird. Denn Fussball spielen können die Jungs so oder so. Bei Wesley z. Bsp. war gestern in der Schlussphase zu sehen, wo genau er seine Stärken hat. Und da liegt mMn auch eher seine Zukunft, da kann er möglicherweise wertvoll werden.

Was mir weniger gefällt, ist das System mit zwei Stürmern, weil es a) angesichts unserer Kreativität nicht wirklich Sinn macht und b) gerade diese beiden Stürmer in Summe zu wenig physische Präsenz und spielerische Mittel mitbringen. Marin als zweite Spitze hängend, dahinter meinetwegen Raute, wenn es denn unbedingt sein muss. Aber mit Ekici als zentralem Gestalter, dann die Formation mit Hunt, Bargy und Fritz. Das macht Mut, wobei ich hoffe, dass Ignojvski da noch einen verdrängt und die vermissten, kreativen Elemente einstreut. Kann er das?

Die zentrale Frage für mich ist allerdings, gerade weil wir das Problem unter Schaaf bestens kennen, ob die (absolut notwendige) Geduld aufgebracht wird, an dieser Marschroute lange genug festzuhalten bzw. rechtzeitig entgegenzuwirken, wenn es nicht mehr passt.

Deshalb bleibt auch trotz dieses Spiels meine Kritk im Wesentlichen bestehen. Wir hatten immer mal solche Phasen, bis kurz darauf der an Dämlichkeit kaum zu überbietende Fussball wieder anfing. Ein langfristiger Trend wäre was anderes. Nach einer Saison wie die letzte bzw. rückgreifend bis 08/09 müssen wir immer versuchen, so wie gestern zu spielen.
 
Wieso sollte man sich diese Kritik nicht erlauben dürfen?!

Weil es vergeudete Atemluft ist ;) Ich wünsche mir die Zeit zurück, als man jeden Spieltag auf's Neue nur den aktuellen Gegner gesehen hat und gegen ihn angetreten ist, als sei es der FC Barcelona. Wo man einfach geil drauf war jeden Ball abzugrätschen und möglichst früh das Spiel klarzumachen. War der Gegner nicht von der ersten Minute hellwach, wurde er bereits nach 10 Minuten in Grund und Boden gerannt und es stand 2:0. Irgendwie ist uns diese Eigenschaft mit all diesen Champions League Teilnahmen abhanden gekommen, gleichzeitig wurde aber auch nicht eine bremische Form des "Mir san mir" entwickelt. Ich hoffe, dass wir nach dieser Katastrophen-Saison wieder ein wenig die Einstellung von 2003 bis 2006 wiederfinden.
 
@FatTony:

:tnx:

Ich glaube eh, dass ab nächsten Samstag Ekici die Position hinter den Spitzen einnehmen wird.

Für Marin wird es, meiner Meinung nach, eh schwer. Ich halte ihn für äußerst ineffektiv. Er ist es, der die Bälle viel zu lange hält und unser Spiel verzögert oder sich bei seinen Dribblings verzettelt. Ich finde, dass man ihn, bei einem passenden Angebot, als ehesten verkaufen sollte. Vor Merte, vor Wiese !

Ich halte Marin für den perfekten Einwechselspieler. Gegen eine müde gespielte Mannschaft Marin einwechseln und ihn 20 Minuten lang mit Vollgas auf dem Flügel gegen die Abwehr rennen lassen. Wenn sich Ekici (und hoffentlich Trinks) in die erste Elf spielen, sehe ich irgendwie auch keien andere "Verwendung" für Marin. Jedenfalls, wenn es nach mir ginge ;)
 
Ich halte Marin für den perfekten Einwechselspieler. Gegen eine müde gespielte Mannschaft Marin einwechseln und ihn 20 Minuten lang mit Vollgas auf dem Flügel gegen die Abwehr rennen lassen. Wenn sich Ekici (und hoffentlich Trinks) in die erste Elf spielen, sehe ich irgendwie auch keien andere "Verwendung" für Marin. Jedenfalls, wenn es nach mir ginge ;)

Das stimmt.

Aber, ob wir uns das leisten können? Marin nur als Einwechselspieler zu halten? :(
 
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Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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