Thomas Schaaf (verlässt Werder Bremen mit sofortiger Wirkung!)

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Der Umbruch läuft - wie ist Eure aktuelle Meinung zu unserem Trainer?

  • TS genießt auch weit über die Saison hinaus weiterhin mein uneingeschränktes Vertrauen

    Votes: 288 30,4%
  • Wenn in der kommenden Saison kein internationaler Wettbewerb erreicht wird, sollte TS gehen

    Votes: 94 9,9%
  • Wenn in dieser Saison kein internationaler Wettberwerb erreicht wird, sollte TS gehen

    Votes: 67 7,1%
  • TS wird mit diesem Verein keinen Erfolg mehr haben und sollte spätestens im Sommer gehen

    Votes: 266 28,1%
  • TS sollte sofort gehen, um einen möglichen Abstiegskampf diese Saison zu vermeiden

    Votes: 231 24,4%

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Ich kann leider, entgegen der meisten Meinungen hier, keinen Aufwärtstrend feststellen. Wir haben zwar besser gespielt als z.B. gegen Heidenheim, aber das lag zum einen daran, dass sich Sokratis immer besser zurecht findet, dass Merte wieder mit von der Partie ist und nicht zuletzt, dass Aaron Hunt endlich einmal wieder ein sehr ordentliches Spiel gemacht hat. Bargfrede hatte auch in den Spielen zuvor ganz gut gespielt, sah nur evtl. weniger gut aus, da er aufgrund des schwächeren Spiels vor ihm viel mehr zu tun hatte. Was ich sagen will ist, dass dieser Sieg nicht die unübersehbare Handschrift von TS trägt. Hätten wir einen stärkeren Gegner gehabt, hätte die Geschichte ganz anders ausgesehen. Ja ja, ich weiß, hätte hätte, wenn und aber.

Das dumme an der Sache ist, dass TS nun auch noch bestätigt wird, dass seine Raute das richtige Mittel ist, doch der Schein trügt m.E. Ob ich damit Recht behalten soll, werden die nächsten Spiele zeigen und somit möchte ich mich erstmal nur auf Fakten beschränken.

Wie schon öfter mal von mir geschrieben, gibt unser Spielermaterial viel mehr her, als es in einer Raute an die Effektivitätsgrenze gebracht werden könnte. Da wird Marin als 10er spielen gelassen und sogar bei Einwechslung von Ekici nichts daran geändert. Zwar mag Ekici die Halbposition einigermaßen gut bekleiden können, zieht aber dennoch oft in die Mitte, was so verkehrt wohl nicht ist, da Marin mindestens ebenso oft ausweicht, nämlich auf den Flügel. Ergibt sich in diesen Situationen zwar durchaus wieder eine Raute, dann mit Ekici auf der 10, so muss aber das DM die Lücke von Ekici schließen und der von Marin "verdrängte" LM auf DM wechseln. So haben wir wieder die Problemsituation, dass Marin defensiv zu schwach ist und die linke Verteidigung Probleme bekommt. Evtl. versucht das DM auszuhelfen, hinterlässt dann aber eine Lücke im zentralen MF. Marin im Stamm spielen lassen zu wollen, bedingt es mMn in höchstem Maße die Umstellung auf ein System mit mehr Absicherung im zentralen DM. Es bleiben nicht viele Optionen, ein 4-5-1 oder 4-3-3, respektive ein situationsbedingter Hybrid daraus.

Ich kann nur hoffen, TS begreift das irgendwann, zumindest spätestens, wenn uns stärkere Teams die Schwächen aufzeigen, welche auszunutzen Lautern qualitativ nicht in der Lage war.

Ich denke, dass dem Spielsystem eine viel zu hohe Bedeutung zugemessen wird. Vielmehr hängt es meiner Meinung nach davon ab, welche Spieler mit welcher Philosophie auf dem Platz stehen und eine homogene Mischung ergeben, ob wir erfolgreichen Fußball spielen oder nicht, da wir entweder ein Qualitätsproblem im Mittelfeld haben oder aber eine mangelhafte Aufgabenverteilung.

Meine Vermutung geht in letztere Richtung, denn es ist auffällig, dass bspw. ein Tim Borowski zu Zeiten von Johan Micoud (als dieser ihn quasi an die Hand nahm) sehr wohl dazu in der Lage war, seine Schnelligkeitsdefizite durch ein schnelles Passpiel zu kompensieren. Auch ist es auffällig, dass ein Marko Marin ebenso wie ein Aaron Hunt absolut dazu in der Lage war, an der Seite von Mesut Özil schnellen und erfolgreichen Fußball zu spielen, beide aber seit dem Abgang von Özil ebenso in der Luft hingen, wie Borowski seit dem Tag, an dem er nicht mehr mit Micoud zusammenspielen konnte.

Natürlich ist es eigentlich zu billig, vieles an einzelnen Spielern festzumachen, aber in unserem Fall scheint es in der Tat so zu sein, dass wir mangelns klarer taktischer Vorgaben einen extrem großen Interpretationsspielraum für die im Mittelfeld agierenden Spieler anbieten, was auch die mangelhafte Balance zwischen Viererkette und Mittelfeld erklären würde.

Gute Trainer macht es aus, jedem Spieler auf jeder Position eine klare Aufgabenstellung auf dem Platz an die Hand zu geben. Schaut man sich die Vergangenheit an, stellt man schnell fest, dass es in der Ära Schaaf nie die Strukturen waren, die das Team stark machten, sondern die Individualisten. Johan Micoud, Mesut Özil, Diego - sie alle waren bei Werder offenbar mehr als nur großartige Individualisten. Sie scheinen die Taktgeber gewesen zu sein, die ihre Spielphilosophie (teilweise notgedrungen) auf das Team übertrugen.

Ob wir nun mit Raute oder Doppelsechs spielen, erscheint mir daher nicht ganz so wichtig, wie die klare Struktur, die mit diesen Systemen im Normalfall verbunden ist, bzw. verbunden sein sollte.

Eine klare Struktur war gestern erneut nicht vorhanden. Es war erneut zu großen Teilen schwierig für den ballführenden Spieler, Anspielstationen zu finden, die Dreiecksbildung funktionierte nur sehr schleppend und gerade beim Spiel durch die Mitte tappte man das eine oder andere mal in die Falle, auch, wenn man sich ob der technischen Qualitäten Marins gestern diesbezüglich in der Konsequenz schadlos halten konnte. Gelingt es Marin allerdings einmal nicht, in einer solchen Situation den Pfiff zu bekommen, brennt es anschließend licherloh!

Werder fehlt es nach sechs Wochen Vorbereitung noch immer an einer taktischen Linie, was gegen gute Gegner angesichts der in Relation zu vielen anderen Teams eher unterdurchschnittlich ausgeprägten Laufbereitschaft unweigerlich zum Misserfolg führt, wenn man nicht wie gestern das Glück auf seiner Seite hat.

Festzuhalten bleibt allerdings auch, dass es relativ egal ist, ob wir mit Raute oder Doppelsechs spielen. Wenn jeder seine Aufgaben genau kennt und sie erfüllt, die Laufbereitschaft und der Einsatz stimmen, sind beide Systeme absolut erfolgreich zu spielen. An diesen Basics scheint es allerdings noch sehr zu hapern...
 
Du schreibst viel, das macht es in meinen Augen jedoch nicht richtiger. Das gestrige Resultat allein dem Glück zuzuschreiben (drastisch ausgedrückt, auch wenn Du es so nicht geschrieben hast), trifft es imo nicht. Die Mannschaft hat nicht die Geduld verloren, hat sich hinten nicht entblößt und nur wenig, sehr wenig zugelassen. Die Argumentation "gehen sie 1-0 in Führung, verlassen sie den Platz als Sieger", regt mehr oder weniger zum Schmunzeln an.

Ist das so? Bei allem Respekt, aber die zweite Halbzeit war bis zum Lattenschuss von Ilicevic mausetod. Ein völlig zerfahrenes Spiel, indem sich keine Mannschaft eine Chance herausspielen konnte. Kaiserslautern war zu diesem Zeitpunkt seinem Ziel sehr nahe, Werder völlig einzuschläfern, das Tempo des Werder-Spiels auf nahezu null herunter zu korrigieren und selbst das Kommando zu übernehmen.

Zweifellos, Werder war in der ersten Halbzeit die klar bessere Mannschaft und hätte sich durch Thy schon früh belohnen müssen, allerdings darf man auch die klare Torchance von Olcay Sahan aus den ersten 45 Minuten nicht vergessen.

In der Phase, als Ilicevic die Latte traf, war Werder eigentlich schon erledigt, weil man sich selbst mindestens genauso aus dem Spiel genommen hatte, wie es der FCK mit Werder gemacht hat. Der Lattentreffer war ein Weckruf zur rechten Zeit, der glücklich zustande gekommene Führungstreffer quasi die Entscheidung.

Die Geduld spielte hier keine große Rolle, da der Treffer relativ früh fiel.

War es denn nicht häufig genug genau umgekehrt der Fall? Bremen ist dieser Fehler nicht unterlaufen, war über das gesamte Spiel das bessere Team - so what!? Was soll ich dann noch über hätte, wäre, könnte diskutieren?

Sehe ich anders. Aber das macht wohl eine oberflächliche von einer analytischen Spielbetrachtung aus. Ich denke, man sollte ein Spiel nicht nur am Ergebnis messen und durchaus die Schwachstellen aufzeigen dürfen - und davon waren gestern durchaus einige vorhanden.

So ist das nun einmal im Fußball: Wer weniger entscheidende Fehler begeht, gewinnt in der Regel das Spiel. Und was das angeht, muss man der Mannschaft auf jeden Fall eine Entwicklung attestieren.

Das ist ehrlich gesagt eine ziemlich platte, aber durchaus richtige Feststellung, die aber am Ziel vorbeigeht. Denn ein Fehler wird erst dann entscheidend, wenn er zu einem Tor führt, oder sehe ich das falsch?

Geht es jedoch nur um die Fehler, dann kann man festhalten, dass allein beim Lattenschuss von Ivo Ilicevic gleich mehrere Fehler gemacht wurden, denen vielleicht vier Zentimeter fehlten, um entscheidend zu sein. Zunächst läßt Lukas Schmitz auf der linken Verteidigungsseite Florian Dick völlig unbedrängt flanken, dann verlieren Per Mertesacker und Andreas Wolf die Ordnung in der Mitte und Per Mertesacker verliert obendrein Ivo Ilicevic aus den Augen. Fehler, über die man im Nachgang des Spiels nicht mehr weiter sprechen wird, aber zweifellos vorhanden waren und zumindest für Thomas Schaaf, Wolfgang Rolff und die Mannschaft durchaus von Bedeutung sein sollten.

Ob hier eine Entwicklung stattgefunden hat, vermag ich nicht zu beurteilen. Dafür ist zum einen die Saison noch zu jung, zum anderen war der FCK gestern einfach zu vorsichtig. Dass wir insgesamt aber noch deutliches Optimierungspotential besitzen, verdeutlicht eine dieser sehr ähnliche Szene aus der ersten Hälfte, als Olcay Sahan quasi frei vor dem Tor auftauchte.

Komme mir bitte jetzt keiner mit schnellem Umkehrspiel oder dergleichen. Natürlich dauerte es i.d.R. zu lange, jedoch ließ sich die Mannschaft nicht zum Breitwandfußball der vergangenen Saison(s) hinreißen und suchte zumindest den kurzen Weg nach vorne - auch, wenn dort nicht alles gelang, konnte man zumindest in Ansätzen erkennen, dass die alte "Rauten-Schule" wieder Einzug erhalten soll. Nach der letzten Saison und dem peinlichen Auftritt im Vorfeld dieser Saison, ist das schon äußerst erfreulich gewesen. Auch in Anbetracht der Uneingespieltheit der Mannschaft und der Ausfälle.

Sorry, aber bei der Bewertung eines Spiels MUSS man zwangsläufig auch das Umschalten von Abwehr auf Angriff und Angriff auf Abwehr in Betracht ziehen. Dass dort noch immer deutliche Schwächen vorhanden sind, räumst Du selbst ein, und ich würde die gestrige Leistung diesbezüglich absolut nicht als erfreulich, sondern als bestenfalls ausreichend beschreiben. Das ist das, was man meiner Meinung nach bringen muss, wenn man nicht von Beginn an gegen den Abstieg spielen möchte.

Dass ausgerechnet Rosenberg, der aufgrund seiner Veranlagung von einer solchen Spielweise ganz besonders profitiert, die Tore macht, halte ich in diesem Zusammenhang für keinen Zufall.

Oha... Ich würde sagen, dass es zum einen durchaus Zufall ist, dass es ausgerechnet Rosenberg war, der gestern die beide Tore erzielte, zum anderen würde ich sagen, dass beide Tore kein direktes Resultat einer von Dir gesehen wollenden Spielweise war.

Hätte Werder einen Abnehmer für Markus Rosenberg gefunden, wäre dieser gestern schon gar nicht mehr auf dem Platz gewesen - und Allofs hat nun wirklich viel versucht, um ihn los zu werden.

Darüber hinaus war das 1:0 ein Treffer aus dem Nichts, begünstigt durch einen abgefälschten Schuss, der von Kevin Trapp ganz schwach abgewehrt wurde. Dass einer der beiden Stürmer dort steht, sollte man auf diesem Niveau erwarten dürfen, Resultat einer Spielweise jedoch war das ebenso wenig, wie das 2:0, das einer im Zuge eines Konters gezeigten feinen Einzelleistung Wesleys zustande kam. Auch hier darf man unabhängig von Personen behaupten, dass man von einem Bundesligastürmer erwarten darf, dass er den reinmacht und diesen Laufweg drin hat.

Bleibt nach diesem Spiel zu hoffen, dass das keine Eintagsfliege ist, sondern an diesem Trend festgehalten werden kann.

Ich hoffe sehr wohl, dass dieses Spiel eine Eintagsfliege und keineswegs ein Trend war, denn das war nicht ansatzweise ausreichend, um um die internationalen Ränge mitspielen zu können. Vielmehr hoffe ich, dass die Mannschaft in den nächsten Wochen einen enormen Fortschritt verzeichnen kann.

Die Zeit zur Entwicklung hat man in dieser Saison. Man wird an vielen, vielen Europapokalspieltagen Gelegenheit haben, zu trainieren, man wird nicht mit dem Reisestress zu tun haben und auch in Sachen Akku hat man Vorteile gegenüber anderen. Das muss man nun umsetzen, zumal man selbst bei Länderspielen keine allzu großen Beeinträchtigungen über sich ergehen lassen muss.

Es gibt verdammt viel zu tun, um am Ende der Saison deutlich besser abzuschneiden, als das in der vergangenen Saison der Fall war.
 
@pan99, @stefan.e, @werderjoshi

Eines steht für mich nach der vorherigen Saison, dem Pokalaus und der Leistung gestern fest:

"Der Trend is Werders friend" !

So sicher wie gestern stand Werders Abwehr in der letzten Saison nicht ein einziges Mal. Hinzu kommt in Rosenberg ein zweiter, neben Pizarro, zuverlässiger Torjäger. Nicht zu vergessen die absolut positiven Impulse, die aus dem Mittelfeld von den beiden Einwechselspielern Ekici und Wesley ausgingen. Wenn auch noch Naldo, Prödl und Pizarro zurückkehren, dürfen wir absolut hoffnungsvoll in die Zuknft schauen.

Das hat das Spiel gestern, allen Unkenrufen zum Trotz, eindeutig gezeigt. Ich glaube, dass das auch den permanenten "Miesmachern" hier aufgefallen sein muss!

:thumb:
 
Was muss das Leben doch einfach sein, wenn man sachlich begründete Kritik damit abtun kann, dass die Verfasser Miesmacher sind... Es muss ein wunderschönes Gefühl sein, sich immer wieder solange einzureden, dass das gestern eine wunderbare Leistung war und Werder ein ernstzunehmender Titelkandidat ist, bis man es selbst glaubt. :beer:

Aber im Ernst:

Wie gesagt, ich sehe im gestrigen Spiel keinen Trend, bzw. hoffe ich, dass es kein Trend war. Es war unterm Strich ein mäßiges Bundesligaspiel gegen einen ängstlich auftretenden Gegner. Dass Potential vorhanden ist, will ich gar nicht in Abrede stellen. Im Gegenteil. Ich denke, Werder ist insgesamt sehr gut aufgestellt, was das kickende Personal betrifft. Allerdings sehe ich nicht, wie man es schaffen will, das gesamte Potential abzurufen.

Man kann sich nunmal wenig dafür kaufen, in Marko Marin oder Marko Arnautovic zwei exzellente Individualisten zu haben, wenn man es nicht versteht, ihre individuellen Qualitäten im Dienste der Mannschaft einzusetzen.

Fußball ist nunmal mehr als ein Managerspiel oder das Aufstellen von 11 Spielern.
 
Was muss das Leben doch einfach sein, wenn man sachlich begründete Kritik damit abtun kann, dass die Verfasser Miesmacher sind...


:stirn:

Fußball ist nunmal mehr als ein Managerspiel oder das Aufstellen von 11 Spielern.

Das hat gerade Werder, namentlich KATS, oft genug bewiesen. Von ihren Fähigkeiten werden wir uns sicher auch in dieser Saison wieder überzeugen können.

Wenn es Dir besser geht, auch positive Signale zu ignorieren, weil man dann nicht enttäuscht werden kann, bzw. weil die Wahrscheinlichkeit des Mißerfolges größer ist als die des Erfolges, dann ist das Dein Problem. Für mich war der Aufwärtstrend gestern unverkennbar. Der Sieg war hochverdient, weil erkämpft und erzwungen. Und Kaiserslautern war nicht so schlecht, wie es hier von vielen gemacht wurde. Dass im ersten Saisonspiel noch kein "Feuerwerk abgebrannt" wird, sollte ja wohl allen klar sein. Das hat man bei keiner Mannschaft gesehen, auch nicht bei Stuttgart oder Wolfsburg.

Aber was soll`s? Wir werden uns nach 5-6 Spieltagen wiedersprechen. Dann sind mögliche Prognosen aussagefähiger!
 
Ich denke, dass dem Spielsystem eine viel zu hohe Bedeutung zugemessen wird. Vielmehr hängt es meiner Meinung nach davon ab, welche Spieler mit welcher Philosophie auf dem Platz stehen und eine homogene Mischung ergeben, ob wir erfolgreichen Fußball spielen oder nicht, da wir entweder ein Qualitätsproblem im Mittelfeld haben oder aber eine mangelhafte Aufgabenverteilung.
[...]
Ob wir nun mit Raute oder Doppelsechs spielen, erscheint mir daher nicht ganz so wichtig, wie die klare Struktur, die mit diesen Systemen im Normalfall verbunden ist, bzw. verbunden sein sollte.
[...]
Festzuhalten bleibt allerdings auch, dass es relativ egal ist, ob wir mit Raute oder Doppelsechs spielen. Wenn jeder seine Aufgaben genau kennt und sie erfüllt, die Laufbereitschaft und der Einsatz stimmen, sind beide Systeme absolut erfolgreich zu spielen. An diesen Basics scheint es allerdings noch sehr zu hapern...

Ich denke ebenso, dass es an der klaren Aufgabenverteilung hängt. Natürlich muss diese mit einem anderen System genauso gegeben sein, wie sie das mit Raute müsste. In so fern mag es "egal" sein, welches System gespielt wird, wenn nur die Aufgabenverteilung stimmt und die Philosophie des Trainers auf dem Platz klar erkennbar ist. Doch bin ich der Meinung, dass die für ein System optimale Aufgabenverteilung, in Relation zu den einzelnen Fähigkeiten unserer Spieler, in einem anderen System als der Raute effektiver umgesetzt werden könnte. Dass es, unabhängig vom System aber, an diesen Basics noch hapert, das seh ich genauso und zum Rest deines Beitrags kann ich auch absolut zustimmen.

So sicher wie gestern stand Werders Abwehr in der letzten Saison nicht ein einziges Mal. Hinzu kommt in Rosenberg ein zweiter, neben Pizarro, zuverlässiger Torjäger. Nicht zu vergessen die absolut positiven Impulse, die aus dem Mittelfeld von den beiden Einwechselspielern Ekici und Wesley ausgingen. Wenn auch noch Naldo, Prödl und Pizarro zurückkehren, dürfen wir absolut hoffnungsvoll in die Zuknft schauen.

Dass eine Abwehr im Training eingespielt werden kann und diese mit der Qualität die wir für diese Positionen haben auch zur Abwechslung mal gut ausschaut, ist nun wirklich das mindeste, was man von TS erwarten darf. Sokratis bringt enorme Qualität mit, Merte ist wieder zurück, es steht endlich kein Silvestre mehr auf links außen... das alles sind mMn die größeren Faktoren, als die vermeintliche Meisterleistung Schaafs, endlich eine funktionierende Abwehr auf den Platz zu bringen.

Die individuelle Klasse von Ekici und Wesley hat für mich auch eher weniger mit irgendwelchen Fähigkeiten von TS zu tun. Wie Pan#99 auch schon schrieb, war es in der Vergangenheit meist eine solche Klasse, die uns stark gemacht hat, nicht etwa der "Taktikfuchs" Schaaf. Wie die beiden aber auf dem Feld agiert haben, sah für mich in keinster Weise so aus, als hätten sie versucht irgendwelche Vorgaben Schaafs zu erfüllen. Wie schon erwähnt, kommt Ekici ins Spiel, wohlgemerkt als RM, zieht aber permanent in die Mitte, weshalb Marin bis zu seiner Auswechslung überhaupt nicht mehr wusste wohin und lieber mal Hunt auf den Füßen gestanden hat, als auf die rechte Seite zu wechseln. Klare Aufgabenverteilungen konnte ich nicht erkennen.
 
Ist das so? Bei allem Respekt, aber die zweite Halbzeit war bis zum Lattenschuss von Ilicevic mausetod.

War das 10 Minuten lang oder 12 Minuten lang? Da von mausetot zu schreibe, ist maßlos übertrieben. Aber es klingt erstmal gut! :confused:


In der Phase, als Ilicevic die Latte traf, war Werder eigentlich schon erledigt, weil man sich selbst mindestens genauso aus dem Spiel genommen hatte, wie es der FCK mit Werder gemacht hat.

Erledigt? In der 58. Minute? :rolleyes:

Der Lattentreffer war ein Weckruf zur rechten Zeit, der glücklich zustande gekommene Führungstreffer quasi die Entscheidung.

Ich finde, man hat den Führungstreffer erzwungen!


Die Geduld spielte hier keine große Rolle, da der Treffer relativ früh fiel.

Aha! (siehe oben, Stichwort: "mausetot", "erledigt")

Sehe ich anders. Aber das macht wohl eine oberflächliche von einer analytischen Spielbetrachtung aus. Ich denke, man sollte ein Spiel nicht nur am Ergebnis messen und durchaus die Schwachstellen aufzeigen dürfen - und davon waren gestern durchaus einige vorhanden.

Fragt sich, wer oberflächlich und wer analytisch argumentiert?! Wenn man Schwachstellen aufzeien darf, dann auch positive Entwicklungen, oder?

Das ist ehrlich gesagt eine ziemlich platte, aber durchaus richtige Feststellung, die aber am Ziel vorbeigeht. Denn ein Fehler wird erst dann entscheidend, wenn er zu einem Tor führt, oder sehe ich das falsch?

Man gut, dass Deine Feststellungen nicht "platt" sind. Ein Fehler kann, meiner Meinung nach, auch dann entscheidend sein, wenn er nicht zu einem Tor führt, nämlich nicht zu einem eigenen, z.B ei verschossener Elfmeter, oder?

Fehler, über die man im Nachgang des Spiels nicht mehr weiter sprechen wird, aber zweifellos vorhanden waren und zumindest für Thomas Schaaf, Wolfgang Rolff und die Mannschaft durchaus von Bedeutung sein sollten.

Wie kannst Du das beurteilen?

Ob hier eine Entwicklung stattgefunden hat, vermag ich nicht zu beurteilen.

Aha, aber erstmal einen "Rundumschlag" starten?:confused:


Sorry, aber bei der Bewertung eines Spiels MUSS man zwangsläufig auch das Umschalten von Abwehr auf Angriff und Angriff auf Abwehr in Betracht ziehen. Dass dort noch immer deutliche Schwächen vorhanden sind, räumst Du selbst ein, und ich würde die gestrige Leistung diesbezüglich absolut nicht als erfreulich, sondern als bestenfalls ausreichend beschreiben.

Nach den Leistungen der letzten Saison und dem Pokalspiel war das gestern absolut erfreulich!


Oha... Ich würde sagen, dass es zum einen durchaus Zufall ist, dass es ausgerechnet Rosenberg war, der gestern die beide Tore erzielte, zum anderen würde ich sagen, dass beide Tore kein direktes Resultat einer von Dir gesehen wollenden Spielweise war.


Es wundert mich nicht mehr, dass wir auch hier nterschiedlicher Meinung sind. Nach Schaafs Aussagen ha sich Rosenberg in der Vorbereitung eindeutig empfohlen. Insofern war es nicht nur Zufall, dass er gestern getroffen hat.


Dass einer der beiden Stürmer dort steht, sollte man auf diesem Niveau erwarten dürfen...

:confused: Wieviele Tore dann in der Liga fallen müssten!!

Auch hier darf man unabhängig von Personen behaupten, dass man von einem Bundesligastürmer erwarten darf, dass er den reinmacht und diesen Laufweg drin hat.

Wenn das keine "platte" Argumentation ist?! :rolleyes:

Ich hoffe sehr wohl, dass dieses Spiel eine Eintagsfliege und keineswegs ein Trend war, denn das war nicht ansatzweise ausreichend, um um die internationalen Ränge mitspielen zu können. Vielmehr hoffe ich, dass die Mannschaft in den nächsten Wochen einen enormen Fortschritt verzeichnen kann.

Es wäre wohl Premiere in der Ligageschichte, wenn sich eine Mannschaft vom 1. bis zum 34. Spieltagnicht noch steigern würde!:(

Die Zeit zur Entwicklung hat man in dieser Saison. Man wird an vielen, vielen Europapokalspieltagen Gelegenheit haben, zu trainieren, man wird nicht mit dem Reisestress zu tun haben und auch in Sachen Akku hat man Vorteile gegenüber anderen. Das muss man nun umsetzen, zumal man selbst bei Länderspielen keine allzu großen Beeinträchtigungen über sich ergehen lassen muss.

:tnx: Da sind wir uns einig!

Es gibt verdammt viel zu tun, um am Ende der Saison deutlich besser abzuschneiden, als das in der vergangenen Saison der Fall war.

Auf "diesem Niveau" gibt es immer viel zu tun! Nicht nur, um sich zu steigern, auch, um das NIveau halten zu können!

Hier im Forum muss auch noch eine deutliche Steigerung erfolgen. Mit Realitätssinn haben diese "Untergangsszenarien" derzeit wenig zu tun.
 
Warum formulierst Du so provozierend und damit falsch, wenn Du es dann in langen Textpassagen mühsam relativierst?

Das ist mir zu plakativ!

Es ist nicht ungewöhnlich, dass man einen Satz manchmal in weiteren Ausführungen verständlicher macht. Es war mir beim schreiben nicht bewusst, es könnte so falsch verstanden werden, da wir hier im TS Thread sind und ich hier in erster Linie seine Arbeit bewerten möchte. Ich bin kein Journalist der Bild und hatte sicher nicht im Sinn ein in irgend einer Form wirksames Plakat anzubringen.
 
Es ist nicht ungewöhnlich, dass man einen Satz manchmal in weiteren Ausführungen verständlicher macht. Es war mir beim schreiben nicht bewusst, es könnte so falsch verstanden werden, da wir hier im TS Thread sind und ich hier in erster Linie seine Arbeit bewerten möchte. Ich bin kein Journalist der Bild und hatte sicher nicht im Sinn ein in irgend einer Form wirksames Plakat anzubringen.

Also darf man Deine Ausführungen und auch die von pan99 so verstehen, dass im Grunde schon eine Entwicklung der Mannschaft zu verzeichnen war, diese aber auf keinen Fall Thomas Schaaf zuzuschreiben ist?!

Das wäre ja schon etwas ungewöhnlich, oder?
 
Also darf man Deine Ausführungen und auch die von pan99 so verstehen, dass im Grunde schon eine Entwicklung der Mannschaft zu verzeichnen war, diese aber auf keinen Fall Thomas Schaaf zuzuschreiben ist?!

Das wäre ja schon etwas ungewöhnlich, oder?

Ich sehe eine Steigerung der Spielstärke unserer Mannschaft. Begründet hab ich das doch recht ausführlich. Grob zusammengefasst, aufgrund der Wiederkehr verletzter Spieler, sowie der Eingewöhnung und dem Anstieg der Fitness unserer Neuzugänge. Man darf das in gewissem Maße TS zu gute halten, da er ja nun maßgeblich beteiligt ist, dass sich Spieler einfinden und höhere Fitness erreichen. Von dem was wir aber auf dem Feld umsetzen, kann ich nichts erkennen was auf eine Entwicklung von TS schließen lassen würde. Die Formation und vor allem die entsprechende Verteilung von Lauf- und Passwegen, sowie die Aufstellung und getätigte Ein- und Auswechslungen sind alles andere als zufriedenstellend.

Wenn du also beispielsweise eine klare Entwicklung der Mannschaft siehst, die du hauptsächlich in der Arbeit von TS begründest, dann sind wir ja vielleicht dann wieder ähnlicher Meinung, wenn wir gegen stärkere Teams als Lautern spielen und dann wieder die alten Schwächen offenbar werden, denn dieser "Rückschritt" in der vermeintlichen Entwicklung müsste folglich wieder TS zu Lasten gelegt werden.
 
Also darf man Deine Ausführungen und auch die von pan99 so verstehen, dass im Grunde schon eine Entwicklung der Mannschaft zu verzeichnen war, diese aber auf keinen Fall Thomas Schaaf zuzuschreiben ist?!

Das wäre ja schon etwas ungewöhnlich, oder?

Zumindest meine Ausführungen darfst Du so verstehen, dass ich der Meinung bin, dass wir eine relativ hohe individuelle Qualität im Kader haben, die als Kollektiv spielerisch noch keine gravierenden Fortschritte gemacht hat, sondern lediglich den Ausrutscher Heidenheim ein wenig korrigiert hat.

Wenn man unbedingt möchte, kann man es natürlich "Fortschritt" nennen, was im Zeitraum von Heidenheim bis Kaiserslautern passierte, allerdings würde man sich damit in die eigene Tasche lügen. Nach dem Spiel in Heidenheim konnte es in Sachen Leistung keine Rückschritte mehr geben.

Ich für meinen Teil spreche von einem Fortschritt, sobald die Mannschaft klare Strukturen und Automatismen erkennen läßt, sowie die auch von Joshi angesprochenen Basics beherrscht. Ich messe Thomas Schaaf an der Entwicklung der Mannschaft und dem Auftreten selbiger, nicht daran, dass er ein relativ gutes Spielerpotential zur Verfügung hat, das irgendwann auch mal eine gewisse Normalleistung abruft.

Es ist Aufgabe des Trainers, aus guten Fußballern eine gute Mannschaft mit klaren taktischen Strukturen, spielerischen Automatismen und maximaler Lauf- und Einsatzbereitschaft zu formen - und hiervon war man am Samstag noch ein gutes Stück entfernt.

Da dieses Bild über einen längeren Zeitraum während der Ära Schaaf aber höchstselten vorzufinden war, wage ich zu bezweifeln, dass Werder mit Thomas Schaaf noch einmal wirklich in die Erfolgsspur zurück findet. Hierzu fehlen meiner Meinung nach die prägenden Charaktere innerhalb des Teams, wie es bspw. seinerzeit ein Micoud war.

Gerne lasse ich mich allerdings eines Besseren belehren.
 
Warum werden Niederlagen Schaaf zugeschrieben, Siege aber nicht?

Kämpfen die Jungs nicht auf dem Spielfeld, der Schuldige ist Schaaf.

Stehen sie hinten offen wie ein Scheunentor, der Schuldige ist Schaaf.

Ist die Körpersprache schlecht, der Schuldige ist Schaaf.

Verliert die Mannschaft, der Schuldige hier nennt sich Schaaf


Egal wie, wann und wo Werder verloren hat (vorallem in der letzten Saison), Thomas Schaaf ist der Schuldige und hat die Fahler gemacht...

- Thomas Schaaf erreicht die Mannschaft nicht mehr...
- Thomas Schaaf kann die Mannschaft nicht motivieren...
- Thomas Schaaf stellt falsch auf...
- Thomas Schaaf handelt taktisch unklug...
- Thomas Schaaf handelt menschlich unklug...

Thomas Schaaf musste hier verdammt viel Kritik einstecken, vorallem nach Niederlagen...

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So, nun hat Werder am Wochenende gewonnen. Die Kritik reißt hir nicht ab. Nein, das Haar in der Suppe wird gesucht... Warum?


Schaaf wurde für so viele Dinge kritisiert. Nun ist vieles besser gelaufen! Warum wird Schaaf nun nicht für diese Dinge gelobt?

Meine Sicht auf das Spiel:

Es wurde viel Wert auf ein schnelleres und kluges Passspiel gelegt, das war stellenweise recht erfolgreich.

Werder hat keinen Ball für verloren gegeben.

Die Jungs auf dem Platz haben gebissen und gekämpft.

Werder hat sich viele Chancen rausgespielt.

Werder hat klug nach vorne gespielt und stand hinten sicher.

Werder hat so gespielt, dass ich zu keinem Zeitpunkt das Gefühl hatte, dass Werder das Spiel verliert.

Die Jungs standen gut.

Spieler wie Hunt haben gezeigt, warum sie in der Startelf standen.

Die Mannschaft war taktisch gut aufgestellt.

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Ich frage mich nun wirklich, warum hier Leute noch krampfhaft das Haar in der Suppe suchen? Wir haben gestern gewonnen! Warum kann man sich darüber nicht einfach freuen?

Werder hat seit mehreren Jahren mal wieder einen positiven Saisonstart hingelegt. Das ist doch gut!

Werder hat das besser gemacht, was oft kritisiert wurde.

Werder hat sich gestern nicht überlaufen lassen, so wie in der letzten Saison.

Werder hat sicher gespielt.

Selbst der Gegner hat gesagt, dass man in der Halbzeit schon hätte zurückliegen können und dass Werder einfach die bessere Mannschaft war. Warum können das die Werderfans hier im Forum nicht? Warum ist in so vielen Bereichen so viel Negatives zu lesen, obwohl es einen positiven Sieg gab?


Die Mannschaft hat vieles von dem besser gemacht, was vorher kritisiert und schlecht gemacht wurde

Warum kann man sich hier nicht einfach über den Sieg freuen? Warum sucht man krampfhaft das Haar in der Suppe? Warum genießt man den Spieltag nicht? Schalke, Bayern, HSV und Co. haben verloren, wir nicht. Super!

Kritiken gibts sofort, Lob für ein gutes Spiel (und das Spiel gesetern war gut) wird nicht genannt?

Nun heißt es, dass es keinen Aufwärtstrend gibt und sich eigentlich nichts verbessert hat... Hallo? Die Mannschaft hat den Sieg erkämpft und alles gegeben. Ein gut-durchdachtes, taktisch-kluges Spiel. Werder hat mehr als verdient gewonnen. Gegenüber dem Heidenheimspiel ist doch nur Positives passiert. Die Mannschaft hat weit besser gespielt.

Ich verstehe nicht, warum man sich hier nicht einfach nur freuen kann. Ich verstehe nicht, warum hier im Forum gemotzt wird, obwohl wir ein erfolgreiches Wochenende hatten. Natürlich haben wir nicht wie Dortmund gespielt, aber wer das sehen will, sollte Fan von Dortmund werden. Wir sind Werder! Aber ob Dortmund das Level halten kann, ist in meinen Augen weiterhin fraglich... Aber egal, das gehört hier nicht rein!

TS und die Mannschaft haben einen guten Job gemacht. Das ist anzuerkennen, vorallem nach dem, was bisher hier überall geschriben wurde... Die Leistung war gut und man kann drauf aufbauen. Und mit der Rückkehr der Verletzen kann es nur noch besser werden.

Genießt das Wochenende, nehmt jede Fussballsendung mit! Freut Euch wie ich mich freue! Wir durften ein gutes Spiel sehen von unserer Mannschaft. Ein Sieg zum Saisonstart. Eine Sache, die wir lange nicht hatten...

Ein Lob an TS und die Mannschaft! Bitte weiter so!!!

:thumb::thumb::thumb:


Wo sind eigentlich die TS-Raus-Forderer? Achja, viele davon kommen ja erst nach der nächsten Niederlage aus ihren Löchern gekrochen...;)
 

So, nun hat Werder am Wochenende gewonnen. Die Kritik reißt hir nicht ab. Nein, das Haar in der Suppe wird gesucht... Warum?


Ich habe mir mal erlaubt, das Pamphlet auf die entscheidende Frage zurecht zu kürzen und bin gerne bereit, die Frage zumindest mich betreffend zu beantworten:

Die Kritik von meiner Seite reisst nicht ab, weil die elementaren Schwachstellen der Mannschaft noch lange nicht als behoben anzusehen sind und nicht nur an Ergebnissen messbar sind.

Es ist durchaus so, dass man Spiele verlieren, aber dennoch eine sehr gute Leistung gezeigt haben kann - und so ist es auch möglich, Spiele zu gewinnen, aber die selben Schwachstellen zu offenbaren, wie zu Zeiten, in denen man verloren hat.

Auf Werder trifft aktuell letzteres zu. Die Mannschaft hat noch immer eine ziemlich lethargische Spielweise an den Tag gelegt, die nicht unbedingt von übertriebener Laufbereitschaft geprägt war. Dreiecksbildung geschah häufig schleppend und das Tempo wurde viel zu oft verschleppt, was u.a. ein Grund dafür war, dass Spieler wie Markus Rosenberg, Lennart Thy und Marko Marin phasenweise in der Luft hingen.

Es war zweifellos nicht alles schlecht, was allerdings angesichts der individuellen Qualität des Kaders sehr verwundert hätte, aber von gut war diese Leistung noch ein großes Stück entfernt.

Und hieran muss sich ein Trainer messen lassen, auch im 12.Jahr seiner Amtszeit. Die spielerische Weiterentwicklung des Teams ist sein Aufgabengebiet und für diese hat er Sorge zu tragen.

In diesem Zusammenhang ist es eigentlich ein Unding, dass ein Trainer, der so lange im Amt ist und keine nennenswerten Abgänge für die aktuelle Saison hat hinnehmen müssen, damit zu kämpfen hat, dass die Basics fehlen.
 
@Nicole: Das musste einfach mal raus, gelle? ;)

Grundsätzlich hast Du recht. Ich wundere mich auch über die Argumentationen:

-6 Jahre Championsleague, Meisterschaft, 3 Pokalsiege - alles lag nur an dem überragenden Spielermaterial. Schaaf hat mehr oder weniger "Glück gehabt" und von den Superstars profitiert.

Dortmund unter Klopp erstmals Meister - eindrucksvolle Spielperformance. - Hier ist es alles dem Taktikfuchs Klopp zuzuschreiben, nicht etwa den Stars Sahin, Hummels, Barrios, insbesondere Götze.

Das ist schon eines sehr eigenwillige und einseitige Betrachtung!:rolleyes:

Dass Werder unter Schaaf auch mal so gespielt hat, wie Dortmund derzeit? - Vergessen!

Im Moment gibt es leider wenig Anlass auf Allofs zu motzen, also konzentriert sich hier einiges auf den Trainer. Irgendeinen "Schuldigen" muss es ja geben, dass Werder Lautern nicht mit 6:0 aus dem Stadion geschossen hat. Dafür, dass die Mannschaft letzten Samstag gegen einen Drittligisten aus dem Pokal ausgeschieden ist, war das gestern eine ordentliche, zeitweise natürlich von Nervosität geprägte, engagierte Mannschaftsleistung. Und die ist sehr wohl auch dem Trainer zu verdanken.
 
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