Die Saison hat noch nicht richtig begonnen und Allofs ist schon wieder so dünnhäutig wie letzte Saison, siehe die Verhandlungen mit Alexandar Ignjovski:
Diese laufen nun seit einigen Monaten, der Spieler bekennt sich öffentlich zu Werder und macht den Medizin-Check. Alles, was vom Verein kommt, ist: "Wir würden ja gerne, haben aber kein Geld." Darauf wartet der Spieler weiter, irgendwann sagt er: "Ich brauche eine Entscheidung, sonst muss ich mich anderweitig orientieren."
Und wie reagiert der Verein, kurz bevor er hochkant aus dem Pokal fliegt? "Wir lassen uns nicht von Beratern auf der Nase herumtanzen" (so ist das Allofs-Zitat in der Bild zu verstehen). Gerade so, als müsste Ignjovski froh sein, dass Werder überhaupt in Erwägung zieht, ihm einen Vertrag anzubieten. Für Hochnäsigkeit hat Werder derzeit keinen Anlass, im Gegenteil: Allofs kann sich nicht wundern, wenn Ignjovsi sagen würde: "Lieber Verein, du kannst mir nicht einmal einen Pokalwettbewerb bieten, die Stimmung ist im Keller, der Trainer hat keine Idee für das Team und willkommen bin ich offenbar auch nicht. Und wer weiß, wann der Insolvenzverwalter kommt. Danke fürs Gespräch, ich wünsche viel Glück im Abstiegskampf."
Es hat Jahre gedauert, um Werders Ansehen aufzumöbeln, aber nur Monate, es wieder zu ruinieren. Und es spricht wenig dafür, dass es aufwärts geht.