Silent kann noch so sehr recht behalten, er wird dennoch belächelt. Sicher ist er oft sehr pessimistisch und -wie ich- auch nicht immer ganz sachlich, aber ich würde mir eher wünschen, dass mal die "Lebenslang grün-weiß", "Alles wird gut", "Ihr blöden Erfolgsfans" Fraktion hinterfragen würde, ob es nicht doch vielleicht sehr sinnige Gründe für diesen Pessimismus gibt und ob es wirklich Zufall sein kann, dass solche "Pessimisten" immer wieder recht mit dem behalten, was sie befürchten....
Ich bin nicht als Pessimist geboren, wenn ich etwas positiv sehe, dann sage ich es oft genug, aber wenn meine Ansicht ist, dass hier derzeit nichts zusammenpasst und die Aussichten düster sind, dann äußere ich das auch!

Ich war bisher der Fraktion zugetan, die immer noch an TS geglaubt hat. Nach dem heutigen Spiel plagen aber auch mich erhebliche Zweifel, was die neue Saison betrifft.
Es hat sich nämlich leider nichts geändert - zumindest nicht zum Besseren. Das gesamte Defensivverhalten der Mannschaft ist eine Katastrophe. Die Abwehr steht beinahe auf Höhe der Mittellinie und alle anderen tummeln sich am generischen 16er. Da gibt's derart riesige Lücken, dass beim Gegner die Herzen vor Freude Purzelbäume schlagen. Und ich fürchte, auch Merte oder Naldo werden da nicht viel ändern, sollte diese Spielanlage beibehalten werden.
Weiters ist Bargfrede als alleiniger 6er überfordert und dem Mittelfeld fehlt nach wie vor jegliche Kreativität.
Auch der verletzungsanfällige Pizarro ist kaum mehr, als eine Hoffnung - und mit Ekici bietet sich der nächste Dauerverletzte an, sollte sich seine "weiche" Leiste, oder was auch immer, bestätigen.
Unser Spiel ist auch einfach zu träge und es wird kaum einmal direkt und schnell gespielt. Dazu kommt, dass sich oft 5 Spieler auf 2 m² tummeln und sich dadurch selbst auf die Füße treten. Insgesamt erkenne ich einfach keine Besserung zur letzten Saison, weshalb meine Vorfreude auch nicht mehr sehr groß ist.
Sich aber über das Ergebnis von Leverkusen zu freuen, ist zwar verständlich, aber kaum hilfreich. Die haben nämlich eine Stunde lang gezeigt, welchen Fussball sie spielen können. Danach passierte eben, was schon vielen überlegenen Mannschaften widerfahren ist - man nimmt das Ganze auf die leichte Schulter und kann dann eben den Schalter nicht mehr umlegen.
Sollte sich dieser Trend bei Werder in den nächsten Spielen fortsetzen, muss es einfach erlaubt sein, auch den Trainer zu hinterfragen - und zwar ohne sofort als Erfolgsfan oder ahnungsloser Vollhorst bezeichnet zu werden.