Ich bin weder für noch gegen Dortmund. Obwohl Dortmund in letzter Zeit sehr positiv aufgefallen ist, muss ich zum gestrigen Spiel und der umstrittenen Szene kurz vor Schluss folgendes feststellten
- Wahrscheinlich hätte in dieser Situation kein BL-Spieler den Ball ins Aus gespielt
- Der Mainzer Angreifer hatte gesehen, dass auch der Dortmunder Spieler (Zidan) den Ball nicht ins Aus gespielt hat ob der die Verletzung des Mannschaftskameraden hätte sehen können oder nicht, kann der Mainzer in dieser Schnelle wohl kaum beurteilen.
Deshalb spielte er weiter und hat sich im Zweifel gesagt: Wenn hier etwas passiert ist, wird sowieso ein anderer den Ball ins Aus spielen oder der Schiedsrichter unterbrechen
- Dortmund hätte einen anderen Spieler zurückziehen können
- Der Schiedsrichter hätte (musste er aber nicht) unterbrechen können
- Wenn ich mal unterstelle, der Schiedsrichter hat einen Fehler gemacht, muss ich auch feststellen, Dortmunds Elfmeterschütze hat den bei weitem größeren Fehler gemacht. Wieso wird eigentlich nicht darauf die Diskussion konzentriert?
- Ich finde das anschließende Verhalten der Dortmunder Verantwortlichen unanständig. Mainz speziell ist gewiss kein unfairer Verein. Ich erinnere an den letzten Spieltag: Da erhielt Mainz ein Gegentor, bei dem der Ball eindeutig nicht hinter der Linie war. Und da wurde in der Halbzeitpause der Mainzer Manager Heidel vom Reporter aufgeregt gefragt, was der denn zu den Schiedsrichterentscheidung meine, worauf dieser nur erwiderte: Dass der Ball nicht im Tor war, hat ja wohl jeder gesehen. Aber was solls, sie hätten schließlich noch eine Halbzeit Zeit, das Ergebnis zu korrigieren. Derart souverän sind die Dortmunder in keiner Weise
- Klopp verkauft sich gern lockeren Sympathieträger. Wie mir schon mehrfach aufgefallen ist, gilt dies im Gegensatz zu anderen nur, solange er gewinnt und alles so läuft, wie er es sich vorstellt. Verliert er oder das Ergebnis entspricht nicht seinen Erwartungen, wird er zu einem ausgesprochenen Ekel.
Euagoras