Ganz herber Rückschlag nach unseren gemeinsamen Jubelarien der letzten Woche.
Sehe ich überhaupt nicht so. Ich sah eher eine Bestätigung des Trends. Mal abgesehen davon, dass ich "Jubelarien" hier auch nicht so wirklich rausgelesen habe.
Die Mannschaft hätte nicht irgendwann einfach das Fussballspielen einstellen dürfen, das war ein Rückfall in alte Muster.
Sie hat ja nicht das Fussballspielen eingestellt. Sondern sie hat, wie es alle klugen Mannschaften machen, versucht nach der 1:0-Führung Sicherheit zu bekommen, nicht mehr das hohe Risiko zu gehen und die Räume zum Kontern zu nutzen. Dass wir hin und wieder immer noch zu dämlich sind, ein Ergebnis zu verwalten, indem geschickter verteidigt wird, mit Hilfe dieser Scheinpassivität die Lücken zu schaffen, die Du brauchst, um mit wenig Leuten vor dem Ball nach vorn stoßen zu können, das aber effizient, und gleichzeitig sicherer bei Ballverlust zu stehen, ist ein anderes Blatt Papier. Ändert aber nichts daran, dass diese Vorgehensweise vollkommen richtig war.
Mit dem, was Du meinst, sind wir gerade während der TS-Ära oft genug nach eigener Führung ausgekontert worden, haben uns hanebüchen Spiele aus der Hand nehmen lassen. Dies bringt noch weniger Sicherheit, Selbstvertrauen und führt ausserdem zu sinnlosen Frustrationen bei den Spielern, da ihr hoher Aufwand kaum Erfolgserlebnisse zulässt.
Die Wahrscheinlichkeit, mit schlauem Fussball erfolgreicher zu sein, ist wesentlich höher. Auch wenn das gerade mal schiefging (was bei einem Standard immer mal passieren kann), dann ist es trotzdem wichtig, das zu lernen. Im Übrigen finde ich nicht, dass so ein Vorgehen wie heute ein "altes Werder-Muster" darstellt.
Ausserdem war die Chancenverwertung katastrophal.
Eben. Das ist ein Punkt und der zweite ist, dass wir es nach wie vor einfach nicht schaffen, zu Null zu spielen.
Achso, zum Wesley Wechsel: Das ist mir im Grunde auch ein Rätsel, warum ein Spieler bei so einem engen Spiel reinkommt, von dem schon vor seiner Verletzung bekannt war, dass er vieles kann, aber ganz sicher nicht Ordnung in ein Spiel bringen.