... aber er ist auf jeden Fall gewählt. Lemke weiß als Politiko mit jahrzehntelanger Erfahrung sehr genau, was er mit seinen Aussagen anrichtet. Der Nachweis, daß bei Werder nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen ist, sollte nach Möglichkeit zu einem passenden Zeitpunkt erbracht werden - nicht, während sich der Verein im Abstiegskampf befindet. Das Interview war mMn nichts anderes als ein Versuch, sich für den Fall der Fälle als Retter des Vereins ins Gespräch zu bringen. Tut mir leid, ich sehe Lemke als den Letzten, der diese Rolle übernehmen kann, denn der AR steckt u.a. auch den wirtschaftlichen Rahmen für die Transferpolitik des Vereins ab. Insofern trägt Lemke als dessen Vorsitzender mindestens so viel, wenn nicht gar effektiv mehr Verantwortung für die negative Entwicklung des Kaders in den Jahren seit dem Double. Und wir sollten darüber hinaus nicht vergessen, daß Lemke ein Wiederholungstäter ist, was die negative Außendarstellung des Vereins betrifft. Seine wesentlichen und unbestrittenen Verdienste um den Verein liegen mehr als ein Jahrzehnt zurück. Seit seinem Rückzug aus dem Tagesgeschäft hat er dem Verein mMn mehr geschadet als gedient. Ich würde jedenfalls aufatmen, wenn er endlich ein anderes Betätigungsfeld finden würde.