Thomas Schaaf (verlässt Werder Bremen mit sofortiger Wirkung!)

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Der Umbruch läuft - wie ist Eure aktuelle Meinung zu unserem Trainer?

  • TS genießt auch weit über die Saison hinaus weiterhin mein uneingeschränktes Vertrauen

    Votes: 288 30,4%
  • Wenn in der kommenden Saison kein internationaler Wettbewerb erreicht wird, sollte TS gehen

    Votes: 94 9,9%
  • Wenn in dieser Saison kein internationaler Wettberwerb erreicht wird, sollte TS gehen

    Votes: 67 7,1%
  • TS wird mit diesem Verein keinen Erfolg mehr haben und sollte spätestens im Sommer gehen

    Votes: 266 28,1%
  • TS sollte sofort gehen, um einen möglichen Abstiegskampf diese Saison zu vermeiden

    Votes: 231 24,4%

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    946
Status
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Die Definition für Spielstärke ist mMn nicht deutlich. Man kann ja durchaus auch der Meinung sein, dass ein Defensiv-Bollwerk die eigene Spielstärke ist.
Ist aber auch schnuppe, da du meine Frage ja bereits beantwortet hast.
 
Das Schaaf den Verein lebt und daher auch bei jedem Spiel absolut mit Emotionen dabei ist, ist doch klar. Das ist denke ich auch irgendwie das mindeste, was man von einem Trainer erwarten kann, der schon so ewig lange bei einem Verein tätig ist. Das sollte jedoch nicht die Grundlage sein um zu diskutieren, ob Schaaf noch der richtige Trainer für Werder Bremen ist, denn Emotionen in allen Ehren aber alleine damit und das du mit dem Herz dabei bist, gewinnst du in der Regel keine Spiele.

Ich denke, dass man sich über die letzten Jahre hinweg taktisch ziemlich verschlechtert hat und dies immer noch durch offensiven Hurrafussball und 1-2 geniale Spieler im Team (Diego, Özil, usw.) ausgleichen bzw. ein Stück weit verdecken konnte. Jetzt fehlt uns dieser eine geniale Spieler und auch beim Rest der Mannschaft läuft diese Saison nichts zusammen, was eben auch an mangelnder taktischer Einstellung liegt.

Schaaf soll diese Saison halt irgendwie zu Ende bringen und danach einem anderen Trainer das Zepter überreichen. Irgendwann ist bei jedem mal die Luft raus und man braucht frischen Wind. Ein Trainer mt anderen Ideen und einem neutraleren Blick auf den Kader könnte Wunder wirken.

Ich gehe übrigens davon aus, dass wir in Freiburg knapp gewinnen und dann wird der Abstieg mMn kein Thema mehr sein bzw. dann werden wir am Saisonende nicht unter den letzten drei landen.
 
Eigentlich nicht so falsch das Posting. Ich sehe es aber gerade anders herum bzw. finde, das Ursache und Wirkung vertauscht sind. Man könnte (da bin ich mir nicht so sicher) aber auch sagen, das die zwei entscheidenden Dinge, nämlich System und Spieler, zusammen passen müssen:

Im Moment erleben wir eine Zeit des Systemfussballs. Ebenso wie 2004 das System von TS mit offensiver MF Raute überlegen war UND dann dazu kam, das man im MF und Sturm genau die richtigen Spieler für dieses System hatte, so ist es heute beim BVB und mit Abstrichen bei Mainz.

Es wird ein überlegenes System gespielt, zu dem die Spieler wie die Faust aufs Auge passen, ein System, das die Spieler können und das sie schlafwandlerisch sicher einhalten.

Bei Werder hat man zwar nach 2004 noch mehrere gute Transfers gemacht, aber man hat im MF und Sturm Stück für Stück andere Spielertypen bekommen, die das eigentliche System von 2004 immer weniger umgesetzt haben, die einfach nicht so gut dazu passten wie die Double-Elf.

Diese spielerische und systematische Stagnation fand ihren Höhepunkt, so widersinnig oder komisch das klingen mag, mit der Verpflichtung von Diego, von dem man nach den ersten 2 Saisons meist zu abhängig war. In dieser Zeit wurde das Spielsystem auch mehr auf Ballkontrolle, Ballbesitz, Ausüben von Dominanz fokussiert und das war der Beginn der vielen schnellen, leichten und billigen Gegentore. (vereinfacht und verkürzt dargestellt).

In der einen Saison mit Özil anstelle von Diego hatte die statische Fixierung des Systems auf Diego ein Ende, aber eigentlich war dies systemisch schon ein Mischmasch.

Die Quittung folgte diese Saison, in der bei den meisten Spielen nach Hinspiel Köln und bis Rückspiel Leverkusen kein konsequent durchgehaltenes System mehr erkennbar war, bzw. in dem immer noch auf Ballkontrolle-Spielkontrolle-Dominanz gesetzt wurde, obwohl mehrere Mitbewerber (auch Hannover und Freiburg sind neben BVB und Mainz dazu zu zählen) eindeutig moderneren Fußball mit erfolgreicheren Systemen spielen.

Da TS ganz sicher keine Dumpfbacke ist und immer ein System hatte, liegt die Vermutung nahe, das die Spieler nicht in der Lage waren, seine Vorstellungen umzusetzen. Sie waren offenbar zu kompliziert und den Systemen der genannten Mitbewerber sichtlich unterlegen.

Ganz offenbar war bzw. ist es auch so, das mittlerweile unbemerkt ein Sammelsurium an Spielern vorhanden ist, die alle irgendwelche Stärken haben, aber eben es leider nicht mehr der Fall ist, einen Kader beisammen zu haben, bei dem sich die einzelnen Fähigkeiten der verschiedenen Spieler so ergänzen, das sie letztlich perfekt zum System passen. Die dadurch entstehende Verunsicherung wurde natürlich durch die jahrelange Permanent-Verletztenkrise und dadurch nötige andauernde Positionswechsel verstärkt.

Selbst der Erfolg einiger vorher schwächer eingeschätzter Teams wie Nürnberg zeigt auf: Es ist nicht verkehrt, wenn der Trainer seine Mannschaft das spielen lässt, was sie kann und was Erfolg versprechend ist, selbst wenn es zunächst mal primitiv anmutet.

Erst mit dem Spiel gegen Leverkusen war zu sehen, das TS tatsächlich eine größere Wende eingeleitet hat und von der Prämisse Ballkontrolle-Ballbesitz abgerückt ist. Das ist das Fundament. Der Einsatz und die Moral der Spieler aus dem Leverkusen Spiel bauen sozusagen als Grundmauern darauf auf. In Freiburg und gegen Gladbach geht es jetzt darum, Keller und Kellerdecke fertig zu bekommen, damit bis zum Saisonende das Haus steht.
 
Ich dachte ich traue heute Morgen meinen Augen nicht, als ich bei der Zeitungslektüre folgende faustdicke Überraschung in der Headline fand und dabei natürlich an TS dachte:

Werder entlässt Fußball-Trainer

Doch nach anfänglicher Irritation stellte sich heraus: Es handelt sich um Fußball-Trainer Holger Stemmann, der das Frauenteam trainiert. Immerhin steht das Team auf dem fünften Tabellenplatz, und das in der ersten Zweitliga-Saison. Als Grund werden verschiedene Vorstellungen über die sportliche Ausrichtung des Frauenfußballs genannt.
 
In 29 Tagen ist der erste April und wenn sich die sportliche Situation sich bis dahin nicht deutlich verbessert haben sollte, könnte es durchaus sein, daß die eine oder andere Gazette "Fußball-Trainer" durch "Schaaf" ersetzt. ;)
 
@Sofatester

Super Beitrag, bei dem sich mir zwei Fragen aufdrängen: Zum einen warum System und Spieler nicht zusammenpassen und zum anderen warum drauf – wenn überhaupt (die Zukunft wird es zeigen) – so spät reagiert wird. Ersteres hat unmittelbar etwas mit der Transferpolitik zu tun, die man dann kritisieren müsste. Letzteres etwas mit dem Trainer, der vielleicht dieses Problem nicht wahrhaben wollte oder es lange Zeit nicht sehen konnte? Wenn man die Fragen so stellt kommt man natürlich in Bezug auf Ursache und Wirkung zu anderen Schlussfolgerungen.
 
@Sofatester :tnx: :thumb:

Hier allerdings.....
Da TS ganz sicher keine Dumpfbacke ist und immer ein System hatte, liegt die Vermutung nahe, das die Spieler nicht in der Lage waren, seine Vorstellungen umzusetzen. Sie waren offenbar zu kompliziert und den Systemen der genannten Mitbewerber sichtlich unterlegen.
... greifst Du interessanterweise genau den Diskussionsansatz auf, welcher mich auch schon lange beschäftigt. Gewissermaßen die Huhn-Ei-Debatte.
War es a) das System "Micoud-Baumann", welches maßgeblich für unseren Erfolg stand? Hat Spielintelligenz auf dem Rasen unzureichende, taktische Schulung ausgeglichen?
Oder war es doch b) das System "Schaaf", welches maßgeblich für unseren Erfolg stand?

Für a) und gegen b) spricht bspw., dass wir nach Micoud ein System weitergespielt haben, obwohl wir alle wissen, dass Diego ein gänzlich anderer Spielertyp war, wie Du ja auch nochmal mit der "systemischen Stagnation" beschreibst. Auf diese langsamere Spielentwicklung, dafür aber höhere individuelle Klasse, wäre ein defensiv sichereres System wohl angebrachter gewesen, zumal man nun mit Diego die Möglichkeit hatte, einen destruktiven Gegner noch mehr per Einzelaktion zu knacken. Wir haben aber die flexible Raute, ausgelegt auf vertikales Spiel mit wenigen Kontakten, beibehalten. Was u.a. zu den Symptomen führte, die Du erwähnst.

Dennoch müssen a) und b) nicht zwangsläufig gegeneinander stehen, denn es kann natürlich auch ineinandergreifen. Womit wir wieder bei dem vieldiskutierten Problem wären, dass dem romantischen Trainertyp Schaaf kein Kader zur Verfügung gestellt wurde, der seine Philosophie umsetzen kann. Denn bei aller Kritik an den, teils zwangsläufigen, taktischen Unzulänglichkeiten, ist es zweifelsohne ebenso eine Stärke des Trainers Schaaf, dass er Spielern Raum lässt, sich zu entfalten. Wir können die Spieler nicht mehr an zwei Händen abzählen, die unter TS steil gegangen und nachfolgend anderswo untergegangen sind. Nur jetzt muss diese Stärke auch wieder genutzt werden. Und das geht in meinen Augen nur mit einem Kader, der Spieler enthält, die der verlängerte Arm des Trainers auf dem Platz sein können, die wissen, wie diese, seine Vorgaben effizient umzusetzen sind. Also die richtige Mischung aus individuell hochbegabten Akteuren, plus anderen neben sich, die sie taktisch schulen, Grundlagen beibringen. Heuer haben wir fast nur noch hochbegabte Talente plus ältere Spieler, die Kampf, Einstellung etc. zwar mitbringen, aber zu Letzterem nicht in der Lage sind.

Im Kontext drängt sich mir somit der Gedanke auf, ob es nicht eher dem phantasievollen Querdenker-Duo Allofs/Born geschuldet war, die erkannten, mit welchen Spielern das System "Schaaf" umgesetzt werden konnte. Allofs suchte die Spieler, teils quer über den Globus, Born hatte die Kontakte und Ideen, die Allofs umsetzte. Heute fehlt mir da irgendwie der Blick über den Tellerrand, Allofs sucht immer noch die Spieler, aber nur noch nach den Schwerpunkten, die jeder sieht. Aktuell die Verpflichtungen Wesley, Arnautovic und Silvestre sind solche Reaktionen, ausgelegt auf nominelle Schwachstellen im Kader. Aber wo ist da der Blick auf`s Ganze, auf spielerischen Intellekt, z. Bsp. auf einen Mf-Spieler, der organisieren und ein Spiel antizipieren kann. Hier hatten wir doch schon mindestens seit letzter Saison Defizite. Das kann m. E. nur damit zusammenhängen, dass KA zu viel Verantwortung innehat und sich nicht mehr auf`s Wesentliche konzentrieren kann.
 
In 29 Tagen ist der erste April und wenn sich die sportliche Situation sich bis dahin nicht deutlich verbessert haben sollte, könnte es durchaus sein, daß die eine oder andere Gazette "Fußball-Trainer" durch "Schaaf" ersetzt. ;)

Wer weiß, ganz sicher wäre ich mit bei der Bremer Vereinsführung da nicht, ich würde eher auf die Schlagzeile „Schaaf verlässt Werder Bremen“ tippen (aber erst zum Ende der Saison).
 
"..."

Ich gehe übrigens davon aus, dass wir in Freiburg knapp gewinnen und dann wird der Abstieg mMn kein Thema mehr sein bzw. dann werden wir am Saisonende nicht unter den letzten drei landen.

Ich gehe davon aus, dass wir fortan kein Spiel mehr verlieren werden. ;)

Überdies sehe ich nach einem hoffentlich erreichten Klassenerhalt, keinen Grund, nicht mehr mit TS weiterarbeiten zu können. Gerade dort, im Aufbau einer neuen Mannschaft, dem Vermitteln einer Spielphilosophie, dem Heranführen kommender Starspieler, sehe ich seine Stärken. Ein Neuaufbau dürfte ihm sehr wohl entgegenkommen. Dort hat er sich auch nicht selbst überlebt, sondern ist m.E. einer der besten Trainer der Liga.
 
Ein Neuaufbau dürfte ihm sehr wohl entgegenkommen...
Idch finde dieses Wort "Neuaufbau" ja irgendwie auch sehr schön, da es ein Gefühl von Aufbruchstimmung verkörpert. Was neues erschaffen, quasi.
Ich frage mich nur, ob es tatsächlich zu einem wirklich nennenswerten Neuaufbau kommen würde, wenn wir die Liga halten. Oder ob dieser vermeintlich Aufbau nicht lediglich mit dem auslaufen des Jensen- und Vranjes-Vertrages abgehandelt ist, überspitzt formuliert.
Ich traue mich jedenfall (noch) nicht daran zu glauben, daß wir in der kommenden Saison mit TS ein nennenswert neues/andere Gesicht der Mannschaft sehen werden, verbunden mit einer neuen Arbeitsbersitschaft oder einem funktionierenden System...
 

Du hast vermutlich Frings und vielleicht noch Merte vergessen.

In gewisser Weise hast Du natürlich recht. Dennoch sehe ich schon, dass sich Wesentliches verändern muss und auch wird. Es geht nicht darum, ein oder zwei neue Spieler zu integrieren, sondern der Mannschaft a) einen neuen Ideengeber zu verpassen und je nachdem, wie man sich diesen Spieler vorstellt, b) ein neues Korsett zu verpassen. Dann werden die Neuzugänge des vergangenen Sommers, also in Person Arnautovic und Wesley, ihre erste "messbare" Saison spielen, es wird (hoffentlich) Naldo zurückkehren und viele junge Spieler, Trinks, Balogun, Schmidt, Kroos und vielleicht auch Ayik, Testroet, Ikeng, Samuel und Artmann stehen auf dem Sprung zur ersten Elf. Es wird imo eine spannende Saison werden, mit größeren Veränderungen. Man sollte diese verkorkste Saison, auch als Chance verstehen - so sie denn erträglich endet.
 
@ Karlotto

Korrekt, und in dem Zuge "der Mannschaft ein neues Korsett zu verpassen" halte ich es auch für unabdingbar darauf zu achten, daß man sich um Spieler bemüht, die die Mannschaft sofort verstärken können und nicht wieder erst in ein paar Jahren eine mögliche Verstärkung sind. Zudem sollten diese Spieler Tugenden wie Erfolgshunger, Siegeswillen und auch Führungqualitäten mitbringen, auch im Hinblick auf das Karierreende von Frings, unabhängig davon, ob er nach dieser Saison aufhört oder evtl. doch erst später.
 
@ Karlotto

Korrekt, und in dem Zuge "der Mannschaft ein neues Korsett zu verpassen" halte ich es auch für unabdingbar darauf zu achten, daß man sich um Spieler bemüht, die die Mannschaft sofort verstärken können und nicht wieder erst in ein paar Jahren eine mögliche Verstärkung sind. Zudem sollten diese Spieler Tugenden wie Erfolgshunger, Siegeswillen und auch Führungqualitäten mitbringen, auch im Hinblick auf das Karierreende von Frings, unabhängig davon, ob er nach dieser Saison aufhört oder evtl. doch erst später.

Nur bin ich sehr gespannt, ob für diese Spieler, sollte man sie denn finden und 100%ig von ihnen überzeugt sein, auch das nötige Kleingeld bereitgestellt wird.
 
@ Karlotto

Korrekt, und in dem Zuge "der Mannschaft ein neues Korsett zu verpassen" halte ich es auch für unabdingbar darauf zu achten, daß man sich um Spieler bemüht, die die Mannschaft sofort verstärken können und nicht wieder erst in ein paar Jahren eine mögliche Verstärkung sind. Zudem sollten diese Spieler Tugenden wie Erfolgshunger, Siegeswillen und auch Führungqualitäten mitbringen, auch im Hinblick auf das Karierreende von Frings, unabhängig davon, ob er nach dieser Saison aufhört oder evtl. doch erst später.

Das sehe ich genauso, zumal Karlotto in seinem Beitrag eigentlich schon erwähnt hat, warum es nicht nötig ist diese Art von Spieler zu verpflichten, da schon Spieler aus der zweiten vorhanden sind, die genau dieses Klientel darstellen. Irgendwie habe ich den Sinn einer zweiten Mannschaft auch immer so interpretiert.
 
Klar ist, dass Spieler und System zusammenpassen müssen. Das war in den letzten Jahren eben hier in Bremen oft der Fall und Schaaf konnte dann auch seine Raute durchdrücken, weil er in all den Jahren immer einen genialen Spieler hatte, der die 10er Position ausgefüllt hat. Irgendwann haben andere Mannschaften nach und nach die Schwächen des Werdersystems erkannt und die Raute wurde durchgedrückt, egal ob das Spielermaterial vorhanden war oder nicht. Die große Schwäche dabei blieb jedoch die Abwehr, was aber meistens von der grandiosen Offensive verdeckt wurde.

Jetzt ist es aber so, dass Schaaf ein System aufziehen möchte, das in keinster Weise zum Spielermaterial passt. Mir drängt sich in dem Zusammenhang auch die Frage auf, weshalb man Arnautovic geholt hat, der eigentlich überhaupt nicht ins Bremer System passt. In einem 4-3-3 wäre er perfekt aufgehoben aber das spielt man in Bremen nicht. Ähnlich geht es mir mit einem Marin und anderen Spielern.

Ein Beispiel, wie man aus einer Mannschaft das Optimum herausholt, weil man das System seinen Spielern bis aufs kleinste anpasst, dürfte wohl derzeit Hannover sein. Da kann man schon mal etwas neidisch zu Slomka rüberblicken, denn was der dort in dieser Saison erreicht ist absolut fantastisch. Natürlich muss man sehen, ob die nächste Saison nicht wieder im Mittelfeld oder gar nach weiter unten in der Tabelle landen aber für eine solche Leistung ziehe ich wirklich meinen Hut vor Slomka und genau diese Einstellung des Trainers fehlt mir in Bremen einfach.

Dazu kommt noch, dass man vielleicht ein paar mal zu oft unfertige Spieler und Talente geholt hat, die dem Verein einfach nicht weiterhelfen. Diese wurden dann immer wieder verliehen, zum Schluss verkauft und zeigen nun bei anderen Vereinen ordentliche bis gute Leistungen (siehe Martin Harnik).

Ich bin gespannt, wie die Mannschaft am Sonntag spielt, denn Auswärtsspiele sind bei uns diese Saison einfach nur grausig und Freiburg spielt ne klasse Saison. Die werden sich auch sagen, dass es wohl noch nie so einfach war, Werder zu schlagen und alles daran setzen.

Ich wäre für einen großen Umbruch nach der Saison. Nicht nur, dass man die Mannschaft umstellt, sondern das auch mal über die sportliche Leitung in Form von KATS nachgedacht wird. Denn so leid es mir tut, aber irgendwann nutzt sich jede Personalie mal ab und Werder wird auch nach der KATS Ära existieren und sich nicht vom Spielbetrieb abmelden. Hoffe ich doch mal. ;) Manchmal sind solche radikalen Schnitte eben nötig.
 
TS verlangt von seinen spielern dass sie in jedem Spielsystem spielen können und so trainiert er auch. Aber man hat gesehen dass viele Spieler nur die Raute spielen können und z.B ein defensiveres Sytem nicht beherrschen.
Was ich verlange ist das was auch hier gesagt wurde, dass ein neues konzept erstellt wird mit der eine neue Mannschaft aufgebaut werden kann. Ob dies mit KATS geschieht oder mit einem anderen Trainer und Manager ist gleich. Wenn KATS ein neues Konzept erstellen können und auch die nötigen Spieler dazu verpflichten können ist ganz gleich. Ich aber bevorzuge das System mit neuem Trainer.
 
:thumb:
Klar ist, dass Spieler und System zusammenpassen müssen. Das war in den letzten Jahren eben hier in Bremen oft der Fall und Schaaf konnte dann auch seine Raute durchdrücken, weil er in all den Jahren immer einen genialen Spieler hatte, der die 10er Position ausgefüllt hat. Irgendwann haben andere Mannschaften nach und nach die Schwächen des Werdersystems erkannt und die Raute wurde durchgedrückt, egal ob das Spielermaterial vorhanden war oder nicht. Die große Schwäche dabei blieb jedoch die Abwehr, was aber meistens von der grandiosen Offensive verdeckt wurde.

Jetzt ist es aber so, dass Schaaf ein System aufziehen möchte, das in keinster Weise zum Spielermaterial passt. Mir drängt sich in dem Zusammenhang auch die Frage auf, weshalb man Arnautovic geholt hat, der eigentlich überhaupt nicht ins Bremer System passt. In einem 4-3-3 wäre er perfekt aufgehoben aber das spielt man in Bremen nicht. Ähnlich geht es mir mit einem Marin und anderen Spielern.

Ein Beispiel, wie man aus einer Mannschaft das Optimum herausholt, weil man das System seinen Spielern bis aufs kleinste anpasst, dürfte wohl derzeit Hannover sein. Da kann man schon mal etwas neidisch zu Slomka rüberblicken, denn was der dort in dieser Saison erreicht ist absolut fantastisch. Natürlich muss man sehen, ob die nächste Saison nicht wieder im Mittelfeld oder gar nach weiter unten in der Tabelle landen aber für eine solche Leistung ziehe ich wirklich meinen Hut vor Slomka und genau diese Einstellung des Trainers fehlt mir in Bremen einfach.

Dazu kommt noch, dass man vielleicht ein paar mal zu oft unfertige Spieler und Talente geholt hat, die dem Verein einfach nicht weiterhelfen. Diese wurden dann immer wieder verliehen, zum Schluss verkauft und zeigen nun bei anderen Vereinen ordentliche bis gute Leistungen (siehe Martin Harnik).

Ich bin gespannt, wie die Mannschaft am Sonntag spielt, denn Auswärtsspiele sind bei uns diese Saison einfach nur grausig und Freiburg spielt ne klasse Saison. Die werden sich auch sagen, dass es wohl noch nie so einfach war, Werder zu schlagen und alles daran setzen.

Ich wäre für einen großen Umbruch nach der Saison. Nicht nur, dass man die Mannschaft umstellt, sondern das auch mal über die sportliche Leitung in Form von KATS nachgedacht wird. Denn so leid es mir tut, aber irgendwann nutzt sich jede Personalie mal ab und Werder wird auch nach der KATS Ära existieren und sich nicht vom Spielbetrieb abmelden. Hoffe ich doch mal. ;) Manchmal sind solche radikalen Schnitte eben nötig.

bekommst sogar 2 Daumen von mir , sehr guter Beitrag in meinen Augen :thumb::thumb:
Mit Marin und Arni das sehe ich auch so , würden besser in ein 4 - 3 - 3 passen . Hannover hat aber für mich viele Punkte geklaut , was die Leistung aber nicht schmälern sollte .

Denke das wir in dieser Saison noch die Kurve bekommen , bin sehr zuversichtlich nach dem Leverkusen spiel, da haben wir wirklich mal Gras gefressen , und Freiburg ist unser Lieblings Gegner, wenn wir da so kämpfen wie gegen Lev. gw wir . War endlich mal wieder Stolz auf meine Mannschaft , glaube das erste mal in dieser Saison .
Ich sehe einen Neuanfang nach dieser Saison sehr skeptisch gegenüber , denn egal wer es macht " wir werden einfach lange nicht mehr so erfolgreich sein wie wir es mal waren " ( meine These ). TS hat es aufgebaut und hat alles selber wieder kaputt gemacht .
Müste eigentlich ein neues Thema aufmachen " die fetten Jahre sind vorbei " oder " das da sein einer grauen Maus ".
 
Von mir gibt es keine Daumen, obwohl der Beitrag nicht falsch ist.
Er ist nur etwas spät. Denn die Veränderung ist spätestens seit dem Leverkusen Rückspiel offensichtlich geworden.

Und nachdem TS erhebliche Sachen geändert hat, kann man im Moment davon ausgehen, das er die Lage wirklich analysiert hat und zumindest zu nicht ganz so anderen Schlüssen gekommen ist wie einige Kritiker.

Seine Lösungsansätze waren im Spiel gegen Leverkusen ebenso klar zu erkennen - und wiederum ähnelte es doch sehr dem, was einige Kritiker, auch in diesem Forum, als Abhilfe vorgeschlagen hatten.
Das Entscheidende war: Es führte zu besserem Fußball und es hatte Erfolg.

Dazu war TS in diesem Spiel so dabei, als ginge es um sein Leben (und nicht nur um einen Job).

Selbst ich als Kritiker habe mit ihm mit gelitten, auch als es noch 0:2 stand. TS hat sich damit bereits einen nicht unerheblichen Teil des verloren gegangenen Vertrauens zurück geholt.

Und daher sind alle Dinge in der Vergangenheit Schnee von gestern, die bestenfalls noch als Grusel-Lehrstück dafür taugen, solche Fehler nicht mehr zu wiederholen.

Da aber ein Teil des nötigen Vertrauens wieder hergestellt ist, und man zumindest wieder eine realistische Hoffnugn haben kann, das der Trainer es noch schafft, das Ruder herum zu reißen, kann es in unserer jetzigen Situation nur darum gehen, nach vorn zu schauen und Kräfte zu bündeln.

Heisst: Alle noch vorhandenen Bedenken und Zweifel erst einmal zurück stellen und, solange diese Hoffnung auf Besserung besteht, das ganze Team ohne eine einzige Ausnahme bedingungslos anzufeuern, um das Minimalziel des Klassenerhalts zu erreichen, und das möglichst früh.

Ist dieses Ziel erreicht, kann man nochmal in die Einzelheiten gehen. Aber auch dann bringt es nichts, über vergangene Fehler von TS + KA und von wem sonst noch her zu ziehen, wenn diese Fehler in der Zwischenzeit abgestellt wurden.

Dann zählt nur noch, ob eine realistische Gefahr besteht, das diese Fehler zukünftig wiederholt werden. Wovor uns der liebe Gott alle bewahren möge. :applaus::dance:
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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